“Wehe, Du sagst Grüss Gott”

Von | 29. April 2013

“….In Österreich gibt es nur zwei politische Lager: Rot und Schwarz. Wer in keins der beiden hineinpasst, wird zum Alien. An der Begrüßung kann man oft schon die Parteizugehörigkeit erkennen…” (Die FAZ unternimmt den Versuch, Österreich zu verstehen)

18 Gedanken zu „“Wehe, Du sagst Grüss Gott”

  1. Prinz Eugen von Savoyen

    Johannisbeersaft trinken als Abenteuer, so eine gefährliche Welt.

  2. Christian Peter

    Die Wahl zwischen Pest und Cholera – politische Realität in Österreich
    seit nunmehr fast 100 Jahren.

  3. Samtpfote

    Natürlich ein Beispiel schwarz – pink.
    Aber – so sei allen versichert – es gibt auch rot – schwarz, bald sehr viel pink – schwarz ….. rot – blau…

  4. Mourawetz

    Die österreichische Geschichte ist der Dialog zwischen zwei Lagern. Die einen, die an Gott glauben. Und die anderen, die Gott zu sein glauben.

  5. Thomas F.

    Der dümmliche Artikel hat uns eigentlich nur vor Augen geführt, wie überschätzt die FAZ ist. Die Recherche der Autorin bestand darin, sich mit einer Freundin aus Österreich einige Male zum Kaffe zu treffen, die noch nie in der Privatwirtschaft gearbeitet hat und sich jetzt Sorgen um ihre Zukunft macht, falls es ihr nicht gelingt, bei der neuen ‘liberalen’ Partei ein gemütliches Plätzchen als Aufzeiger im Parlament zu ergattern.

  6. Passant

    @Thomas F.

    Ja, “dümmlich” ist das richtige Wort. Trotzdem schätze ich die FAZ sehr, aber ein grosse Zeitung hat eben viele Seiten, manchmal zu viele.

  7. Rennziege

    @Thomas F.
    Haarscharf getroffen: “… falls es ihr nicht gelingt, bei der neuen ‘liberalen’ Partei ein gemütliches Plätzchen als Aufzeiger im Parlament zu ergattern.”

    Genau so wird’s kommen: Und wenn das, wie zu erwarten, an der Lächerlichkeit der Neos scheitert, wird die wendige österreichische Freundin sich bei den Grünen und Roten anbiedern. In dieser Reihenfolge.

  8. Christian Peter

    @Thomas F.

    So etwas bekommt man in österreichischen Qualitätsmedien selten
    zu lesen, nicht wahr ?

  9. Mercutio

    @Rennziege
    Bei aller Kritik an den Neos: Und was ist mit dem Team Stronach, was ist dort sooo anders? Ohne an der Integrität von Herrn St. zweifeln zu wollen, was sind dort anderes versammelt, als lächerliche Karrieristen, die sich mit dem Wechsel-Sprung pekuniär zu verbessern glauben? Bestens beweisen durch die pinke Chaotentruppe in Tirol.
    Übrigens mögen die Schwarzen an Stimmen verlieren, ihr Einfluss Posten zu besetzen wird dadurch kaum geschmälert, selbst in rot regierten Ländern wie Steiermark und Salzburg funktioniert das CV- und Old Boys Netzwerk noch ausgezeichnet.

  10. Riso

    Der Artikel ist so ein Blödsinn, unfassbar womit man Geld verdienen kann.

  11. Rennziege

    @Mercutio
    “Und was ist mit dem Team Stronach, was ist dort sooo anders?”
    Nix, absolut nixxx. Als der steirische Kanadier seine politischen Ambitionen startete, dachte ich, das könnte was werden. Irrtum. Seine Mannschaft ist ein Panoptikum abgetakelter Hinterbänkler, deren Motive Sie treffend geschildert haben, sein Programm Wischiwaschi.
    Die Schwarzen, Roten, Grünen und die FPÖ-Halbleichen gehen mir schon lange am Auspuff vorbei. Österreich ist und bleibt eine Bananenrepublik, eine Besserung ist nicht in Sicht, und bei der Wahl bin ich eh weit weg.

  12. Mercutio

    @Rennziege
    Danke, dann sind wir uns ausnahmsweise ja einmal einig.
    Das Stronach-Gepushe, das auch hier im Forum einige Zeit grassierte, hat mich angesichts seiner peinlichen Auftritte nämlich immer wieder genervt.

  13. Christian Peter

    Ausgezeichneter Artikel eines deutschen Qualitätsmediums.
    Trifft den Nagel auf den Kopf.

  14. Mercutio

    @Christian Peter
    Ich weiß nicht, das Ganze ist schon sehr plakativ und klischeehaft, auch sehr Wienzentriert. In vielen Budneländern grüßen auch Rote mit Grüß Gott und kein Schwein stößt sich daran. Vieles an diesem Bild klingt sehr nach 70er Jahre. Die Netzwerke und Deals sind heute meist verschlungener und subtiler.

  15. Rennziege

    @Mercutio
    Hey! Was ist los? D’accord mit Ihnen, zum 2. Mal — und das an einem einzigen Tag. I maan, i traam. Auch mit dem “Grüß Gott” liegen Sie richtig, denn es hat einen höchst begrenzten religiösen Bezug. In Bayern, Ba-Wü und großen Teilen von NRW ist dieser Gruß ebenfalls Alltagsgebrauch, heute wie damals, und niemand denkt sich was dabei. Das alpine und bajuwarische “Pfiat di” oder “Pfiat Gott” ist ja nur eine Verschleifung von “Behüt’ dich Gott”.
    Die FAZ-Tante, die aus zweiter Wiener Hand berichtete, hat sich aufs Glatteis einer Opportunistin führen lassen.
    Allerdings nur eine Frage der Zeit, bis auch harmlose Ausrufe wie “Mein Gott!” oder TGIF (“Thank God it’s Friday”) als politisch unkorrekt (weil z.B. den Islam diskriminierend oder sogar rassistisch) verboten werden. 🙂

  16. Christian Peter

    @Mercutio

    Es grüßen auch Rote mit “grüß Gott”, aber “guten Tag” ist in Österreich
    auf jeden Fall verfänglich. An der Zweiteilung der Republik in eine rote
    und schwarze Reichshälfte kann ohnehin kein Zweifel bestehen.

    Schauen Sie nach Niederösterreich : Dort wurden von Lehrern an öffent-
    lichen Schulen Dossiers zu deren politischen Einstellung angelegt. Das
    sind Methoden, die man aus der DDR kennt.

    http://lehrer.diepresse.com/home/lehrerbildung/1286375/NOe_Gruene-zeigen-Landesschulinspektorin-an

  17. Mercutio

    @Christian Peter
    Ich stimme Ihnen ja bedingt zu, aber mit den Verhältnissen der 70er Jahre ff ist das Ganze nicht mehr vergleichbar. Rot und Schwarz haben sich in vielen Bereichen zusammengerauft und teilen sich die verbleibene Macht ganz friedlich (siehe Steiermark Reformpartnerschaft und jetzt erst kürzlich der Tausch der Landeschulpräsidentenstellen).

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