Wehrhaftigkeit: Als Deutschland noch von Israel lernte

Von | 22. Februar 2018

“Bei der Befreiung der Geiseln einer Flugzeugentführung in Entebbe durch eine israelische Kommandoeinheit sammelte der deutsche Grenzschützer Ulrich Wegener für die Israelis in Uganda wichtige Informationen. Er wurde später als Vater der Anti-Terroreinheit „GSG-9“ und „Held von Mogadischu“ berühmt. Heute ist so ein Mann und so eine Haltung nicht mehr vorstellbar. Das zeigt auch ein geschichtsklitternder Film über Entebbe, der im Frühjahr ins Kino kommt. Eine Geschichte über demokratische Wehrhaftigkeit – und ihren Verlust./ mehr

11 Gedanken zu „Wehrhaftigkeit: Als Deutschland noch von Israel lernte

  1. Thomas Holzer

    It was a daring raid, even by Israeli standards!

  2. Rado

    Wenn Daniel Brühl mitspielt, ahnt man schon die Botschaft des Films.

  3. Thomas Holzer

    Das deutsche Narrativ lautet mittlerweile, mantraartig vor sich hergetragen: Nie wieder Täter, Gewalt darf kein legitimes Mittel der Politik sein.

    Die jüdische Lehre aus dem Holocaust lautet: nie wieder Opfer. Darum geht Israel, geht wohl die Mehrheit der Israelis davon aus, dass sie Gewalt, auch präventive Gewalt, anwenden müssen, um nicht vernichtet zu werden.

    Michael Wolffsohn

  4. caruso

    Nie wieder Angriffskrieg! wäre für D (und natürlich nicht nur für es) eine bessere Lehre gewesen.
    Denn Gewalt ist manchmal leider notwendig. Nicht umsonst steht in den 10 Geboten (in der Originalsprache) : “morde nicht”. Denn die alten Hebräer waren erfahren genug um zu wissen, daß töten leider nicht immer zu vermeiden ist (Selbstverteidigung, Verteidigung der Familie, des Dorfes, des Landes). Angreifen – wegen Territorium, Bodenschätze usw. – muß nicht sein. Wozu gibt es denn Handel?
    lg
    caruso

  5. Rado

    @caruso
    Hmm, in meiner Ausgabe der 10 Gebote steht “Du sollst dich nicht ermorden lassen”.
    🙂

  6. Rado

    @Thomas Holzer
    Kann leider kein hebräisch (das zu lernen wäre nochmal was fürs Alter um geistig fit zu bleiben) und bin auch sonst ein Laie der Judaistik. Allerdings war ich bei meinem letzten Besuch in Prag in einem großen Raum einer ehemaligen Synagoge mit zigtausenden Namen an Decke und Wänden. Dort gilt gefühlt meine Version des fünften Gebotes.
    https://www.memorialmuseums.org/denkmaeler/view/110/Pinkassynagoge-Prag

  7. Thomas Holzer

    @Rado
    Ich lerne es gerade 😉
    Vielen Dank für den link; Wolffsohn sagte schlicht und einfach in einem seiner unzähligen Interviews, daß es nach 45 de facto keine deutsche Juden in Deutschland mehr gab. Die Juden, welche in Deutschland waren, waren größtenteils “displaced persons” aus dem Osten Europas.

  8. Calderwood

    Gewalt an sich ist weder gut noch schlecht. Für die moralische Beurteilung kommt es darauf an, wer sie in welcher Situation und in welcher Absicht wem gegenüber wie anwendet.

    Gerechtfertigte Gewalt zu unterlassen ist ebenso zu verurteilen wie ungerechtfertigte auszuüben.

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