Weil Brexit: Brüssel will 25 Miliarden von London

Von | 5. August 2016

“Vor Beginn der Verhandlungen über einen EU-Austritt präsentiert die Europäische Kommission Großbritannien eine neue, saftige Rechnung: Insgesamt 25 Milliarden Euro will die Brüsseler Behörde laut einem Bericht der “Wirtschaftswoche” eintreiben, um Altlasten der Gemeinschaft zu bezahlen. Die Kommission sei fest entschlossen, die Briten nicht aus der Union zu entlassen, ehe der Betrag überwiesen sei. “Ein Deal mit Großbritannien ist unvorstellbar, wenn die Briten diese Altlasten nicht begleichen”, zitiert die Zeitschrift einen hohen EU-Beamten….” (hier)

13 Gedanken zu „Weil Brexit: Brüssel will 25 Miliarden von London

  1. Falke

    Und was macht Brüssel, wenn London diesen Betrag nicht zahlen will? Wird dann GB zwangsweise in der EU behalten?

  2. Thomas Holzer

    @Falke
    Nein, dann wird GB von der EU-Armee besetzt 😉

    “Diese schiebt die Gemeinschaft seit Jahren vor sich her. Sie sind im EU-Haushalt als RAL, “reste á liquider”, verbucht und finden politisch nur selten Beachtung”
    Sehr aufschlußreich, aber auch sehr dubios!
    Wie groß ist eigentlich der Anteil Österreichs an diesen RAL?

    Den Politikerdarstellern in ihrer Verzweiflung ist aber auch kein Winkelzug zu peinlich…

  3. Reini

    … mir gleicht die EU an eine Sekte oder dem Islam,… bei der Aufnahme wird man mit offenen Armen empfangen, dann kommt die Erleuchtung und man will aus dem Verein austreten,… wenn man Austritt wird man mit dem (wirtschafts-) Tod bestraft.

  4. Christian Peter

    Lächerliches Possenspiel, die EU wird gut beraten sein, das UK als Handelspartner zu erhalten, denn Großbritannien ist ein Großimporteur von Waren aus der EU. Der Brexit könnte sich daher vor allem für Deutschland und andere Länder negativ auswirken, die viele Waren nach Großbritannien liefern.

  5. Rado

    Ein Nettozahler soll Schulden zahlen? Von wem?
    Klingt nach Reichsfluchtsteuer!

  6. Thomas Holzer

    @Peter Malek
    Danke für den “link”; wieder mal typisch für die EU, daß dieses Dokument nur in english zur Verfügung steht, obwohl Deutsch auch Amtssprache in der EU ist, und alle! Dokumente in allen! Amtssprachen zur Verfügung stehen müssten

  7. gms

    Thomas Holzer,

    “typisch für die EU, daß dieses Dokument nur in english zur Verfügung steht, obwohl Deutsch auch Amtssprache in der EU ist”

    Nicht nur dies, sollte man doch ergänzend annehmen, auch Büger anderer Muttersprachen, wie etwa Spanier oder Bulgaren, hätten ein Anrecht auf eine für sie taugliche Einsicht in die Gebarungen der Union. Sogar wenn man auf EU-Servern gezielt nach in Deutsch verfaßten Berichten sucht und dabei exemplarisch Vielversprechendes [1] findet, führt dies doch nur weiter auf einen “Bericht über die Haushaltsführung und das Finanzmanagement für das Haushaltsjahr 2015 (EN, PDF)”, sprich wiederum ausschließlich Englisches.

    Laut Stimmen, die sich notorisch nach dem Brexit zu Wort meldeten, wird Englisch demnächst nicht mehr (Amts-)Sprache der babylonsischen Union bleiben, hat doch allein UK sich hierfür ausgesprochen, während die Iren auf Gälisch votierten.

    Zum Thema der ausstehenden Zahlungen ins EU-Budget siehe auch den Artikel [2] von der “Huffington” noch vor dem Brexit-Referendum, welcher der EU mit ihren 340 Milliarden Euro Außenständen einen technischen Bankrott attestiert, der wiederum laut Huffington medial keine Beachtung erfährt.

    [1] ec.europa.eu/budget/news/article_de.cfm?id=201604071303
    [2] huffingtonpost.co.uk/adam-hamdy/eu-referendum_b_10625150.html

  8. Thomas Holzer

    @gms
    In dem von Herrn Malek “geposteten link” scheint Italien als größter Schuldner diese(r)?! “RAL” auf; kein Wunder, daß Herr Renzi Muffensausen hat 😉

    Man könnte es so auf den Punkt bringen: es wird versucht, das, was für die Untertanen wirklich relevant ist, wird tunlichst im Dickicht aller möglichen EU-websites versteckt, wird ein unermüdlich Suchender wider Erwarten doch fündig, wird das de facto versteckte Dokument auf keinen Fall auf Deutsch angeboten 😉
    Ein Schelm, der Böses denkt; jedoch: die hehre Intention der EU-Bürokraten und Politikerdarsteller ist natürlich nur die, die Bürger dazu zu erziehen die “lingua franca” des 20., 21., und 22.Jahrhunderts zu lernen 😉

  9. wbeier

    @Rado
    >Klingt nach Reichsfluchtsteuer!<
    You made my day!:-)

  10. Rennziege

    5. August 2016 – 23:59 — Hanna
    War etliche Tage nimmer im Wohnzimmer. Aber Sie erfrischen mich und meine Urlaubsstimmung.

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