“Welchen Wert hat eine Stimme, die jeder hat?”

Von | 25. Oktober 2013

“.…..Die Frage ist aber auch, wenn jeder wählen kann, welchen Wert das dann hat. Es gab etwa einmal das Zensuswahlrecht, nur wer Steuern gezahlt hat, durfte wählen.”  (Der Schriftsteller Alfred Goubran, ausgerechnet hier)

9 Gedanken zu „“Welchen Wert hat eine Stimme, die jeder hat?”

  1. Nettozahler

    wie Alfred Goubran die österreichische Seele und die aktuelle österreichische politische Situation beschreibt und uns dabei sämtliche linke Indoktrination erspart. Es ist höchst erfreulich, wenn “Der Standard” einmal über seinen ideologischen Suppentellerrand hinausblicken läßt. Schade, dass sich viele Poster im “Der Standard” den gelegentlich weiteren Horizont nicht leisten wollen.

  2. Christian Peter

    In einem Parteienstaat wie Österreich ist es unerheblich, wer wählen darf oder nicht. Damit schließe ich mich der Kritik Alfred Goubrans inhaltlich an : Es krankt am politischen System, das Wählen spielt in einem Parteienstaat keine besondere Rolle.

  3. Herr Karl jun.

    Um 1870 gab es in Württemberg unter Juristen und Staatswissenschafter sogar eine ernsthafte Diskussion darüber, ob Staatsdiener und Militärs ähnlich wie die Mitglieder des Königshauses vom Wahlrecht ausgenommen werden sollten, da diese als “erstrangige” Nutzniesser des Staates ja zu sehr Partei wären. Man befürchtete schon damals das Entstehen von neo-feudale Strukturen, doch hat sich diese Sichtweise in den sogenannten Wohlfahrstdemokratien nicht durchgesetzt. bei uns wurde “Partei” zu sein (oder diese gehortsam zu repräsentieren) sogar zum steuerfinanzierten Beruf weiterentwickelt, soweit, dass manche ohne Partei eben nichts werden konnten und nichts waren. Erkennbar sind diese privilegierten Wärmstuben heute vor allem daran, dass dort das Gezetter gegen den sogenannten “Neo-Liberalismus” besonders schrill und häufig zu vernehmen ist.

  4. J.Peer

    Die Alimentierten in Österreich werden immer jene Parteien wählen welche am meisten “hergeben”. Eines Tages gibt es eine große Mehrheit von “Nehmern” und Parteien die sich im “Geben” überbieten. Wenige werden dann etwas erwirtschaften wollen. Eine “Diktatur” der Nehmer ? – Zensuswahlrecht !

  5. Luke Lametta

    Bisher konnte noch keiner erklären, wie so ein Zensus denn berechnet werden soll. Soll Monika Lindners Stimme hohes Gewicht haben, weil sie auf dem Papier Steuern “zahlt”?

  6. DailyMirror

    Kein Thema – da schließlich JEDER Steuern zahlt. Und sei es nur die Mehrwertsteuer, wenn er in den Supermarkt geht. Somit erübrigt sich die Diskussion.

  7. gms

    Spiegelfechter,

    “Kein Thema – da schließlich JEDER Steuern zahlt.”

    Sie verwechseln das Erwirtschaften mit dem finalen Abliefern an der Kasse. Einkaufen kann auch jeder Fünfjährige von seinem Taschengeld.

  8. Luke Lametta

    “Ich zahl eh auch 5 Euro fuffzich Mehrwertsteuer” weist darauf hin, dass Sie die Idee eines Zensus nicht recht kapiert haben, Mister DailyMirror. Ich zwar auch nicht, aber aus anderen Gründen.

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