Wem die Finanztransaktions-Steuer wirklich hilft

“….Die EU-Kommission hat ein Gesetz vorgelegt, das in erster Linie den Funktionären selbst nützt, die unter dem Druck stehen, die maroden Staatsfinanzen mit Frischgeld zu versorgen…” (Gute Analyse der geplanten Finanztransaktions-Steuer hier.)

19 comments

  1. Thomas Holzer

    @FDominicus
    Und wenn das dann bekannt wird, werden die veröffentlichte Meinung gemeinsam mit den Politikern wieder aufschreien, nach einem neuen Gesetz rufen, welches allfällige Schlupflöcher stopft, welches jedoch neue Umgehungen ermöglicht, was wiederum ein neues Gesetz erfordert, ad infinitum

    reiner Aktionismus, sonst gar nichts

  2. rubens

    Wer dachte, an was anderes, als dass sich die Funktionäre bedienen müssen, um den Platz an der Sonne nicht zu verlieren? Wenn man die Böcke gärtnern lässt, ohne einen Mechanismus die Böcke zu kontrollieren, dann ergibt es dieses Chaos.

  3. Christian Peter

    Die Finanztransaktions-Steuer ist nicht mehr als ein Tropfen auf dem heissen
    Stein. Systemrelevante Finanzinstitute sollten besser verstaatlicht und zer –
    schlagen werden.

  4. Mona Rieboldt

    @Christian Peter

    Nicht die Deutsche Bank ging unter Ackermann pleite, sondern vor allem die Landesbanken, bei denen Politiker Posten bekamen. Und wenn die Commerzbank, der es schon vorher nicht gut ging, mit Staatsgeld die Dresdner Bsnk aufkaufen darf, dann hat man zwei Kranke in ein Bett gelegt, denen es dabei aber nicht besser geht, wie die Commerzbank heute zeigt. Politiker sind nicht die besseren Banker. Die Inkompetenz von Frau Matthäus-Meier (SPD),damals leitend bei der staatlichen IHK ist ja schon sprichwörtlich.

    Und was die Transaktionssteuer angeht, so werden sich die Banken das kaum ans Bein binden, sondern an ihre Kunden weiter geben. Dazu kommt dann noch die Abgeltungssteuer, die auf 32% angehoben werden soll. Das trifft dann jeden kleine Sparer.

  5. Mona Rieboldt

    @Christian Peter

    Nicht die Deutsche Bank ging unter Ackermann pleite, sondern vor allem die Landesbanken, bei denen Politiker Posten bekamen. Und wenn die Commerzbank, der es schon vorher nicht gut ging, mit Staatsgeld die Dresdner Bsnk aufkaufen darf, dann hat man zwei Kranke in ein Bett gelegt, denen es dabei aber nicht besser geht, wie die Commerzbank heute zeigt. Politiker sind nicht die besseren Banker. Die Inkompetenz von Frau Matthäus-Meier (SPD),damals leitend bei der staatlichen IHK ist ja schon sprichwörtlich.

    Und was die Transaktionssteuer angeht, so werden sich die Banken das kaum ans Bein binden, sondern an ihre Kunden weiter geben. Dazu kommt dann noch die Abgeltungssteuer, die auf 32% angehoben werden soll. Das trifft dann jeden kleinen Sparer.

  6. Thomas Holzer

    @Christian Peter
    Es sind doch die Politiker, welche die Behauptung der Systemrelevanz in die Öffentlichkeit trugen (natürlich nachdem ihnen dieser Floh von den Bankmanagern in das Ohr gesetzt wurde) um damit ihr herumpfuschen und staatliche Eingriffe zu rechtfertigen!

  7. rubens

    @Thomas Holzer
    Das Primat der Politik muss doch gerechtfertigt werden und mit Leben erfüllt werden. Abgezockt werden dann eben die Primaten der Politiker, das Volk.

  8. gms

    Mona Rieboldt :
    Das trifft dann jeden kleinen Sparer.

    Sie betrifft auch jeden Angestellten in Österreich, der 1,53% seines Bruttoentgelts unter dem Schlagwort “Abfertigung Neu” zwangsweise einer sog. Vorsorgekasse überlassen muß. Auch betrifft sie jeden, der eine private Pensionsvorsorge hat oder eine sonstige Versicherung, welche einbezahlte Prämien veranlagt und Auszahlungen vom wirtschaflichen Erfolg abhängig macht. Zu Deutschland: Auch die Riesterrente des sprichwörtlich kleinen Mannes sieht eine Veranlagung in Fonds vor, unterliegt also derselben Kanibalisierung.

    Wenn nun diverse Tellerrandschwimmer queerbeet (wie etwa jene im Forum des verlinkten rosa Blattes) behaupten, 0,1% seien praktisch irrelevant, so sei dem entgegnet, daß diese 0,1% sich bei Veranlagungszeiträumen von Jahrzehnten und den darin sich zwangsweise ergebenden Umschichtungen erklecklich summieren. Nicht nur die einzelnen Prozentpunkte fehlen am Ende, sondern auch jene Erträge, die man hätte, könnte man die laufend per Zwang abgegebenen Gelder erneut veranlagen.

    Ausgerechnet jene Politiker, die unfähig sind, das Staatsbudget zwecks Vermeidung zusätzlicher Verschuldung auch nur um 2-3 Prozent zu senken, muten jedem, der freiwillig oder erzwungen Gelder langfristig veranlagt, zu, davon hinkünfig 5-10% weniger zu bekommen. Manche Analytiker kommen bei diversen Veranlagungen sogar auf noch höhere Abschläge am Ende der Laufzeit, ohne daß es sich dabei um Hochrisikofonds handelte.

    Das handelsübliche Opfer linker Propaganda kann zwar am Stammtisch die Effekte der Zinseszinsrechung runterdeklinieren, ist zugleich aber unfähig, den selben Effekt dort zu erkennen, wo vorgeblich der Klassenfeind zum Handkuß kommen soll. Armes Volk! Es schießt sich ins Knie und jubelt dabei noch.

  9. Christian Peter

    @Mona Rieboldt

    Die Deutsche Bank war maßgeblich am Ausbrechen der Finanzkrise 2008
    beteiligt, aber klug genug, sich rechtzeitig aus dem Markt zu verabschie –
    den – zahlreiche Schadenersatzforderungen gegen die Deutsche Bank in
    Milliardenhöhe sind in den USA aus diesem Grund anhänglich.

    Es geht nicht darum, aus Politikern Spitzenbanker zu machen, sondern
    die Steuerzahler schadlos zu halten und von der Finanzindustrie aus –
    gehende systemrelevante Risiken endlich zu beseitigen.

  10. Rennziege

    @Christian Peter
    Vollbrüstige Parole: “Systemrelevante Finanzinstitute sollten besser verstaatlicht und zerschlagen werden.”
    Erst verstaatlichen und dann zerschlagen — oder umgekehrt? Egal, wie Sie’s meinen: Dann können die Staaten sich endlich selbst anpumpen. Hollarüüüthi! Paradiesische Zustände für Wählerbestechung, Turbo-Verschuldung und Turbo-Inflation.

  11. Christian Peter

    @Rennziege

    Warum denn ? Temporär verstaatlichen, zerschlagen und wieder privatisieren.
    Ist wirklich keine große Sache nicht und würde uns den Rettungsschirmhorror
    a la ESM, Bankenunion, usw. ersparen.

  12. FDominicus

    Christian Peter :
    @Rennziege
    Warum denn ? Temporär verstaatlichen, zerschlagen und wieder privatisieren.
    Ist wirklich keine große Sache nicht und würde uns den Rettungsschirmhorror
    a la ESM, Bankenunion, usw. ersparen.

    Und was hätten wir gewonne. Die Schulden landen beim Steuerzahler und die Banken machen danach ohne Schulden weiter. Und wenn es dann wieder zu Schulden kommt ist ganz klar wer schuld?

    Verstaatlichung löst kein Problem sondern schafft nur ein Neues. Warum sollre eine staatliche Zerschlagung “fairer” sein? Mit dem von von mir favorisierten System (keine Zentralbanken) gäbe es diese Regulierungsprobleme, Verstaatlichungen und staatlich geschützte Betrügereien nicht.

    Die Erfolg der Verstaatlichung sind ja in D nur beeindruckend, wenn man sich wundert wieviel Geld Staaten ungestraft verbrennen dürfen. Kleine Erinnerung CB: Staatsbeteiligung 18 Mrd, derzeitige Wert der CB 8,89 Mrd. Also das nenn’ ich eine verheerendes Geschäft. Und wer existiert noch weiter? Genau der Staat als größter Verschwender.

  13. Christian Peter

    Gewonnen wäre, das die Probleme endlich an der Wurzel gepackt werden,
    anstatt einen Rettungsschirm nach dem anderen zu spannen. Banken könn-
    nen nach der Zerschlagung weitermachen wie sie wollen, jedoch nicht mehr
    auf die Hilfe der Steuerzahler setzen.

  14. Wettbewerber

    Es mag (noch) unrealistisch sein bis dorthinaus, aber die einzige echte Lösung wäre die Abschaffung aller Zentralbanken, um unser rein-kommunistisches Geldwesen (weil Staatsmonopol hoch drei, und das beim mit Abstand wirtschaftlich wichtigsten Gut, = gesetzliches Zahlungsmittel). Der Zugriff der Politik wäre erledigt, die Menschen könnten sich das Geld, mit dem sie bezahlen wollen, frei aussuchen. Inflation wäre so gut wie ausgeschlossen, denn die Banker wüssten, dass sie selbst verantwortlich sind und keine Hilfe vom (ohnehin bankrotten) Staat mehr bekommen können. Endlich freier Wettbewerb.

    Wie gesagt, im Moment vollkommen unrealistisch. Aber man wird ja noch träumen dürfen.

  15. Thomas Holzer

    @Christian Peter
    Wären “unsere” Politiker standhaft, hätten sie z.B. nicht als ersta Bank die Constantia “Privat”(sic!)Bank gerettet, natürlich mit Steuergeld!

    Wir leben im 21.Jhdt. die Weltwirtschaftskrise der 20er, 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts muß nicht automatisch eine “Blaupause” für unsere Zeit sein.

    Aber, da die Politik an einem unermesslichem Geltungsdrang leidet, werden Muster beschworen, um das eigene Handeln zu rechtfertigen

    Peer Steinbrück, sinngemäß: “Ich habe in den Abgrund geblickt” 2ßß8

    Nähere Details des Abgrundes hat er uns erspart…………

  16. FDominicus

    Christian Peter :
    Gewonnen wäre, das die Probleme endlich an der Wurzel gepackt werden,
    anstatt einen Rettungsschirm nach dem anderen zu spannen. Banken könn-
    nen nach der Zerschlagung weitermachen wie sie wollen, jedoch nicht mehr
    auf die Hilfe der Steuerzahler setzen.

    Mir entgeht wohl die Ironie. Was hindert die Staaten den derzeit nicht zu helfen? Und was ändert sich wenn die Banken wieder “schuldenfrei” gemacht wurden? Staaten und Banken zusammen haben sich ein feines Ausbeutersystem gebastelt. Die Beute sind die Börsen aller im Land lebenden und was die EU angeht darüber hinaus die “EU-Partner” bei den USA ist es noch schlimmer, nämlich die 320 Millionen haben die ganzen 7 Mrd. Menschen unter der Knute. Wir werden also nicht nur von den eigenen Politikern ausgenommen sondern auch von denen der EU und sogar den USA (und was weiß ich welche Länder noch ihre Schuldscheine in die ganze Welt “verticken” konnten)

    Meine Antwort darauf habe ich vor mehr als 3 Jahren gegeben. Keine Anleihe mehr von irgendeinem Staate oder einer staatlichen Organisation kaufen. In diesem Fall schlage ich einfach mal vor, daß alle Leute die Geld anlegen wollen diesem Weg folgten. Dann wäre es mit der “Pracht und Herrlichkeit” dieser Ausbeutersysteme endlich mal vorbei.

  17. Christian Peter

    FDominicus :

    Christian Peter :

    Mir entgeht wohl die Ironie. Was hindert die Staaten den derzeit nicht zu helfen?

    Die Systemrelevanz der Finanzinstitute. Weder Staaten noch Banken können
    aus diesem Grund in die Pleite entlassen werden. Mit freier Marktwirtschaft
    hat ein solches System nichts mehr zu tun.

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