Wen soll eine Pleite eigentlich treffen?

Von | 28. April 2013

(ANDREAS UNTERBERGER) Es ist endlich eine richtige Erkenntnis. Nur kommt sie viel zu spät und greift zu kurz. Wolfgang Schäuble, Deutschlands und Europas Kapitän in der Schuldenkrise, hat sie formuliert: Der Steuerzahler und die Staatengemeinschaft dürfen erst als letzte im Falle einer drohenden Bankenpleite einspringen: „Es muss im Falle der Schieflagen von Banken eine Haftungsreihenfolge geben“.

Das ist – abgesehen von der Frage, ob bei Pleiten überhaupt irgendein völlig Unbeteiligter einspringen soll, – ein goldrichtiger Satz. Man hat ihn nur in den letzten Jahren total missachtet. Da wurden Staaten und Banken ununterbrochen mit einem Eifer gerettet, der mehrere Lebensretter-Medaillen verdient hätte.

Dabei sagt das bürgerliche wie das europäische Recht etwas ganz anderes. Es spricht sich gegen jede Rettung aus, verbietet sie geradezu. Vielmehr findet sich in jedem Insolvenzrecht längst eine klare Haftungsreihenfolge. Im Falle einer Insolvenz ist das erste Opfer immer der Eigentümer, der Aktionär; er hätte ja auch den Gewinn, falls die Dinge gut gehen. Als zweites müssen die Mitarbeiter dran glauben, die in einem Konkurs automatisch ihren Arbeitsplatz verlieren; auch das ist voll berechtigt, hatten sie und ihre Gehaltssumme ja meist einen erklecklichen Beitrag zum Untergang eines Unternehmens beigetragen. Und erst an dritter Stelle sind die Gläubiger zu scheren – je nachdem, wie gut oder schlecht diese abgesichert sind, etwa durch Pfandrechte. Das ist klar und einfach, auch wenn man natürlich viel stärker detaillieren könnte, etwa in Hinblick auf Mezzaninkapital oder die fragwürdigen Vorrechte der öffentlichen Hand.

Europa hat diese logische Abfolge aber vielfach ignoriert. Banken und Staaten gerieten nicht in Insolvenz; und auch die unmittelbaren Folgen für die Angestellten blieben meist aus. Nur bei Zypern und einem Teil der griechischen Anleihen kehrten jene Regeln – selektiv – zurück. Europas Vormacht Deutschland hat bis zum Nahen von Bundestagswahlen gebraucht, um endlich die Notwendigkeit einer Haftungsreihenfolge zu erkennen. Hatte vorher etwa jemand gar geglaubt, dass die zahllosen Kredite und Haftungen ohnedies nie schlagend würden? Das ist im Falle von Staaten absurd. Das Geld, mit dem die Europäer gezwungen wurden, für Griechenland&Co einzuspringen, werden sie zum allergrößten Teil nie wieder sehen.

Bei den Banken kann man da übrigens deutlich optimistischer sein. So überweisen die Nachlassverwalter von Lehman Brothers ständig stolze Summen an die Gläubiger, sodass jetzt erstmals gute Hoffnung besteht, dass Lehman gar keinen Schaden hinterlässt. Nur wird darüber bezeichnenderweise fast nirgendwo von europäischen Politikern gesprochen.

Kurz: Ein Verzicht auf das geradezu hauptberufliche Retten in Europa und mehr ökonomische Vernunft samt den ganz normalen Insolvenzregeln wären von Anfang an klüger gewesen. Aber statt dessen glaubt man in der EU, mit dem Deckeln von Bonus-Zahlungen irgendetwas Positives zu bewirken. (Tagebuch)

Ich schreibe in jeder Nummer der Finanz- und Wirtschafts-Wochenzeitung „Börsen-Kurier“ die Kolumne „Unterbergers Wochenschau“.

13 Gedanken zu „Wen soll eine Pleite eigentlich treffen?

  1. Klaus Kastner

    „Es muss im Falle der Schieflagen von Banken eine Haftungsreihenfolge geben“.

    So goldrichtig dieser Satz ist, er ist auch trügerisch. Alles, was bisher über EU-Maßnahmen in Richtung Umsetzung dieses Satzes bekannt ist, lässt große Sorge aufkommen!

    Die Kernfrage ist: wann kommt die Haftungsreihe zur Anwendung? Sobald eine Bank gerettet werden muss? Klingt plausibel, aber wer definiert, wann eine Bank gerettet werden muss?

    Man muss unterscheiden zwischen ‚illiquidity‘ und ‚insolvency‘. Bei illiquidity dürfte die Haftungsreihe NIE zur Anwendung kommen; bei insolvency sofort.

    Selbst eine grundsolide Bank kann durch plötzliche Events rasch ins Schleudern kommen. Nehmen wir die Oberbank als Beispiel; eine grundsolide Bank. Lassen wir bei der Oberbank – rein theoretisch – ein paar ‚Blitze‘ einschlagen: 2-3 größere, überraschende Firmenpleiten; ein paar überraschende Schieflagen im Handel; etc. Die Oberbank wäre in ihren Grundfesten nicht erschüttert, könnte aber plötzlich ins Gerede kommen. Und wenn eine noch so grundsolide Bank einmal ins Gerede kommt, dann kann das schnell der Anfang vom Ende sein, weil Anleger ihr Geld abziehen.

    Würde die Oberbank in diesem Szenario gerettet werden müssen? Ja! Sollte man in diesem Fall die Haftungsreihe anwenden? Auf keinen Fall! Als Erstes müsste man der Oberbank Zeit gewähren, damit sie mit eigenen Gewinnen ihre Verluste zurückverdienen kann (man erinnere sich an die ‚Lex Länderbank‘). Und sollte die Oberbank Eigenkapital brauchen und dieses nicht am Markt bekommen können, dann sollte der Staat einspringen. Allerdings zu ‚richtigen‘ Konditionen (d. h. bestehende Aktionäre müssen spürbar verwässert werden). Die Gestaltung müsste derart sein, dass der Staat damit rechnen kann, beim Ausstieg einen schönen Gewinn zu machen.

    Ganz anders ist es bei insolvency. Da müsste die Haftungsreihe sofort zur Anwendung kommen, allerdings auch nicht mit der Brechstange.

    Als erste kommen die Aktionäre. Hier kann man durchaus mit der Brechstange vorgehen, allerdings wird man die Altaktionäre nicht total vernichten wollen, weil man ja ihre Zustimmung auch braucht. Bei allen anderen Haftern ist umsichtig vorzugehen.

    Wenn bei einer Bank nichts mehr zu retten ist (z. b. Laiki Bank in Zypern), dann muss sie abgewickelt werden und die Haftungsreihe kommt zum Tragen. Solange jedoch noch irgendetwas zu retten ist, sollte man die Haftungsreihe ‚vernünftig‘ anwenden.

    Z. B. sollte man Anleihegläubigern und vor allem Anlegern nicht auf der Stelle eine Haircut aufzwingen. Von der Liquidität her wäre es besser, ihnen einen ‚term-out‘ abzuverlangen. Das bedeutet, dass die Fälligkeiten ihrer Forderungen in die Zukunft prolongiert werden. Anleihegläubiger und Anleger bekommen beispielsweise neue Bonds mit 5 oder 10 Jahren Laufzeit und Marktzinsen. Auf diese Weise wird niemand gezwungen, auf der Stelle einen Verlust zu akzeptieren. Sollten die Anleger trotzdem ihr Geld sofort haben wollen, dann können sie die neuen Bonds im Sekundärmarkt mit einem Abschlag verkaufen (und würden auf diese Weise den Verlust sofort realisieren). Jene, die nicht verkaufen, haben die Chance, ihr ganzes Geld wieder zurückzubekommen (aber auch, es zu verlieren).

    Wenn aber der Punkt kommt, dass man um einen Haircut bei Anleihegläubigern und Anlegern nicht mehr herumkommt, dann muss man diesen etwas im Gegenzug anbieten. Und das kann nur Equity der Bank sein. Man sehe sich die Passivseite eine Bankbilanz an. Unten stehen die Eigenmittel; darüber die Verbindlichkeiten (u. a. Anleihen und Einlagen). Man verschiebt einfach Anleihen und Einlagen, die Verbindlichkeitenstatus haben, unter den Strich und benennt sie Equity. Ein sogenannter debt/equity swap. Die Gläubiger und Anleger werden möglicherweise für ihre Equity nie einen Wert bekommen. Umgekehrt könnte es sein, dass diese Equity einmal sehr viel wert wird.

    Der langen Rede kurzer Sinn: dass Schlimmste wäre, wenn man irgendeiner Behörde die Vollmacht gibt, aus eigenem Ermessen zu bestimmen, dass die Haftungsreihe zur Anwendung kommen muss (von dieser Warte her war Zypern ein furchtbarer Präzedenzfall). Das würde mit Sicherheit zu unvorstellbarem Missbrauch und Vertrauenverlust führen! Der angehängte Link führt zu einer Darstellung, wie man in Zypern hätte vorgehen sollen.

    http://klauskastner.blogspot.gr/2013/03/risk-takers-must-remain-risk-carriers.html

  2. Christian Peter

    @Klaus Kastner

    Debt – Equity – Swaps sind ein sinnvolles Instrument, allerdings
    nur bei Unternehmen, die sanierbar sind. Außerdem ist es sinn –
    voller, schlecht wirtschaftende Banken abzuwickeln, als künstlich
    am Leben zu erhalten.

  3. Christian Peter

    @Klaus Kastner

    Wenn das klar ist, warum fordern Sie dann eine Umwandlung von
    Verbindlichkeiten in Eigenkapital, statt marode Banken einfach
    abzuwickeln ?

    In den USA wurden seit der Lehman – Pleite etwa 480 Banken
    abgewickelt, und das ist die richtige Strategie.

  4. Klaus Kastner

    @Christian Peter
    Warum klar? Weil ich vorher gesagt habe, dass Banken, bei denen nichts mehr zu retten ist, abgewickelt werden müssen. Bei der HypoRealEstate war nichts mehr zu retten.

  5. Christian Peter

    @Klaus Kastner

    Jede Bank, die illiquide ist, muss abgewickelt werden. Ihre Unterscheidung
    zwischen “Illiquidität” und “Insolvenz” existiert nach deutschem Recht nicht.
    Illiquidität ist eine andere Bezeichnung für Insolvenz.

  6. Klaus Kastner

    @Christian Peter
    Die Unterscheidung zwischen illiquidity und solvency kann man rechtlich nicht wirklich darstellen. Sie erfordert eine kompetente Einschätzung der Lage. Bei Griechenland hat man inkompetenterweise vor 3 Jahren geglaubt, es handle sich um illiquidity, während es ganz offensichtlich ein Fall von involvency war. Klar ist natürlich auch, dass auch wenn es sich zunächst um illididty handelt, aus illiquidity sehr rasch insolvency werden kann (Lehman).

  7. Christian Peter

    @Klaus Kastner

    Diese Unterscheidung lässt sich rechtlich sehr genau definieren :
    Bei bloß vorübergehender Illiquidität spricht man von “Zahlungs-
    stockung”, bei dauerhafter (mehr als 3 Wochen) von “Insolvenz”.

    Diese Diskussion ist ein Schuss ins Blaue, denn für die Abwick –
    lung von Banken wird es genaue Regeln geben, die noch nicht
    bekannt sind. Man kann aber davon ausgehen, dass solvente
    Banken davon nicht betroffen sein werden.

  8. Klaus Kastner

    @Christian Peter
    Sie haben wohl Dr. Unterbergers Hinweis auf Lehman überlesen. Dort war man überzeugt, dass es sich um insolvency handelt und jetzt könnte sich herausstellen, dass es nur illiquidity war. Nein, so einfach ist die Differenzierung nicht und auf keinen Fall kann man das bei Banken mit rechtlichen Definitionen tun. Sie werden kaum eine Bank finden, die Pleite gegangen ist und die nicht am Vortag der Pleite eine ordentliche Bilanz vorlegen konnte. Die Aktiva einer Bank sind immer sehr stark eine Bewertungsfrage.

    Wenn Sie sagen, dass es genaue Regeln geben wird und dass solvente Banken nicht betroffen sein werden, dann ist das genau das, was mir Sorge macht. Es kann keine glasklare Regeln geben und wer immer entscheidet, ob eine Bank solvent ist oder nicht, hat die Macht in der Hand.

    Noch etwas anderes kommt hinzu. Bei der HypoAlpeAdria was seinerzeit schon ganz klar, dass es sich um eine Involvenz handelte. Unter normalen Umständen hätte man sie sofort abwickeln müssen. Ich kann mich aber noch sehr gut an die damalige Unsicherheit auf den Märkten erinnern (vor allem mit Bezug auf Österreich und die Exposure österreichischer Banken im Osten). Eine Abwicklung der HAA hätte durchaus eine Initialwirkung haben können wie die Pleite der Creditanstalt Anfang der 30er Jahre. Auch solche Dinge muss man berücksichtigen. Hätte man die HypoRealEstate einfach in die Pleite geschickt, wäre möglicherweise der europäische Pfandbriefmarkt zusammengebrochen.

    Ich glaube nicht, dass es viele europäische Großbanken gibt, die unter Anwendung einer strengen Solvenzregel (überall Niedrigstwertprinzip) noch solvent gelten würden. Nehmen Sie als Beispiel die Deutsche Bank.

    Die Deutsche hat zwar eine stattliche EK-Quote gemäß Basel-2, sie hat jedoch auch eine Leverage (Verbindlichkeiten zu Eigenkapital) von 40:1. Sie hat rund 5-mal soviel ‘risiko-freie Aktiva’ (Staatsanleihen der Eurozone) wie ‘risiko-tragende’ Aktiva. Für die risiko-freien Aktiva muss sie kein Eigenkapital unterlegen. Wenn man ihre außerbilanzmäßigen Verbindlichkeiten hinzuzählt, dass steigt die Leverage auf 60:1.

    Kurz und gut: würden alle Aktiva der Deutsche auch nur um 1% abgewertet werden müssen, dann hätte die Bank keine Eigenkapital mehr (d. h. insolvent). Die Haftungskette müsste sofort zur Anwendung kommen. Wenn Sie sich das mal gut überlegen — 1% Abwertung ist nicht wirklich viel (vor allem dann, wenn man Staatsanleihen der Eurozone immer noch mit 100% bewertet).

    Bitte akzeptieren Sie folgendes von einem pensionierten Banker: es ist heutzutage absolut unmöglich, dass ein Außenstehender eine Großbank auf Basis ihrer Bilanz und ihres Geschäftsberichtes umfassend beurteilen kann. Bei einer Bankenübernahme verbringen Heerscharen von g’scheiten Leuten Wochen mit Due Diligence von internen Unterlagen, um die Aktiva einer Bank bewerten zu können. Ein immer größer werdender Teil der Aktiva einer Großbank basiert nicht mehr aus Forderungen mit nominalen Werten, sondern aus Ergebnissen von der Anwendung von Optionsbewertungsformeln und dergleichen. Manchmal gibt es gar keinen Markt für viele dieser Aktiva.

    Der Vergleich mit den USA ist nicht ganz fair. Die rund 500 Banken, die dort abgewickelt wurden, waren ‘einfache’ Banken. Also Banken, die man noch auf Basis ihrer Bilanz recht gut bewerten konnte. Mein erster Arbeitgeber war eine amerikanische Bank, die de fakto Pleite ging. Obwohl es eine Großbank war, war es damals noch recht einfach, eine Bank zu bewerten. Man wußte relativ rasch, wie hoch in etwa der Schaden sein würde. Er wurde mit mehr als das Eigenkapital kalkuliert. Die Aktionäre verloren alles und 10 Jahre später konnte der Staat – vorübergehende Eigentümer – die Bank sehr profitabel an die Bank of America verkaufen. Die Steuerzahler konnten verschont werden.

  9. Christian Peter

    @Klaus Kastner

    Kenne Unterbergers Kommentar, stimme aber nicht zu. Die Pleite Lehman
    war die Voraussetzung dafür, dass Gläubiger nach vielen Jahren wenigstens
    einen Teil ihrer Forderungen erhielten. Hätte man Lehman nicht in die Pleite
    entlassen, wären Gläubiger schlechter ausgestiegen oder hätten keinen Cent
    gesehen. Gläubigerschutz ist das Ziel eines Insolvenzverfahrens : Durch
    Verwertung der Aktiva eines Schuldners sollen Gläubiger wenigstens einen
    Teil ihrer Forderungen erhalten.

    Wir brauchen endlich eine Rückkehr zu Marktwirtschaft. Banken sollten
    nicht anders behandelt werden, als Fluglinien oder andere Unternehmen.
    Was für Schlecker und Opel richtig ist, das ist auch für Banken richtig.
    Es bedarf daher endlich der radikalen Beschneidung der Bankenallmacht:
    Systemrelevante Banken sollten temporär verstaatlicht und zerschlagen
    werden, kranke Banken rasch abgewickelt. In Schweden hat das sehr gut
    funktioniert. Sollte sich danach ein Institut verzocken, kann man es pleite-
    gehen lassen, wie Schlecker, Quelle oder jedes andere Unternehmen in der
    Realwirtschaft.

  10. Klaus Kastner

    @Christian Peter
    Inhaltlich bin ich ganz bei Ihnen. Wenn wir uns unterscheiden, dann ist es nicht beim ‘was’ sondern beim ‘wie’. Ich habe meine Zweifel, ob es bei Banken eine Standardlösung gibt, weil Banken (und Bankensektoren) sehr, sehr unterschiedlich sind. Die isländische Lösung war für mich brilliant, ich beweifle jedoch, dass sie in Deutschland funktionieren würde. Banken und Bankensektoren von Island (oder von Schweden damals) waren überschaubar und die Banken hatten keine allzu komplizierten Geschäfte in den Büchern.

    Meine Skepsis betrifft jene Leute, die jetzt federführend an diesem Thema arbeiten. Die Eurogruppe und die EU-Politiker haben in den letzten Jahren bewiesen, dass sie vom Bank- und Finanzgeschäft recht wenig Ahnung haben. Sie haben auch gezeigt, dass sie nicht willig sind, von anderen, die Ahnung haben, zu lernen. Man sollte sich mal im Zeitraffer anschauen, was die öffentliche Plaudertasche Juncker in den letzten 3 Jahren von sich gegeben hat. Sein Nachfolger klingt etwas kompetenter, aber bei Zypern haben er und die Eurogruppe sich aber wirklich blamiert. So restrukturiert man aber wirklich keinen Bankensektor. Ollie Rehn hat seither schon allen möglichen Unsinn von sich gegeben.

    Am Ende des Tages, so fürchte ich, wird die Haftungskette der Politik einen noch schnelleren Zugang auf das Geld anderere Leute ermöglichen als bisher.

  11. Christian Peter

    @Klaus Kastner

    Hoffentlich lernen die Verantwortlichen in Brüssel nicht zu viel von Leuten,
    die eine “Ahnung” haben, denn die Nähe der Finanzindustrie zur Politik ver-
    hindert dringend erforderliche Reformen im Finanzdienstleistungssektor.

  12. Klaus Kastner

    @Christian Peter
    Das Problem dieser ‘Verantwortlichen’ (nicht nur in Brüssel; auch in Washington) ist, dass sie Drogenhändler um Rat Fragen, wie man den Drogenhandel am besten eindämmen kann (nur eine Redewendung; ich vergleiche Banken nicht mit Drogenhändlern). Beispiel: ich habe in meiner Karriere nur wenige Persönlichkeiten miterleben können, die so viel ‘Ahnung vom Bankgeschäft’ haben wie Paul Volcker. Würde man sich an seinen Rat halten und ihn uneingeschränkt umsetzen, dann wäre das schon die halbe Miete. Mindestens!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.