Wenigsten ehrlich…..

Statt das Defizit zu reduzieren und dabei Sozialkapital zu vernichten, sollte der Staat lieber die in den letzten Jahren rasant gewachsenen privaten Vermögen für einen staatlichen Tilgungsplan heranziehen” (Aus der SPÖ-Zeitschrift “Zukunft”)

10 comments

  1. Thomas Holzer

    Sollte dieses Anliegen der Sozialisten umgesetzt werden, wird die “Zukunft” in Österreich zappenduster.

  2. Rado

    Privates Vermögen sollte, so gut es geht, versteckt werden. Geld zieht immer Räuber an.

  3. Mourawetz

    Ehrlich das ja, aber die Begründung ist der Hammer: Was ist Sozialkapital? Ein Blick auf die Seite lebensministerium.at klärt auf:  Sozialkapital bezeichnet die Bindungen und Beziehungen, die zwischen einzelnen Menschen und verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen bestehen, oder anders formuliert, das Beziehungsgeflecht das den Zusammenhalt der Gesellschaft garantiert, auf der Seite schulterklopfend auch Kitt der Gesellschaft genannt.

    Indem man den Zusammenhalt mit einer Gruppe der Gesellschaft durch deren Beraubung aufkündigt, um eine andere zu begünstigen, möchte man also die Gesellschaft zusammenleimen. Na bumm! Wenn das nur gut geht. Da braucht es schon einiger geistiger Verrenkungen, um diesen Schwachsinn als schlüssig bejahen zu können.

  4. Nimbus59

    Wie sagte sinngemäß Margret Thatcher so treffend?

    Die Sozialisten bekommen erst dann ein Problem, wenn ihnen das Geld der anderen Leute ausgeht!!!

  5. nometa

    @Mourawetz: Ihr “no-nonsense” Rezept wäre, Arme zu Bittstellern für die Hilfe von gütigen Reichen zu degradieren oder sonst halt sterben zu lassen. Stimmt, das klingt voll schlüssig, ey!

    @Nimbus59: Wie sagte Ihre werte Frau Thatcher sinngemäß? Wir müssen die Spekulanten treffen, jene, die nicht Aktien kaufen, um von den Erträgen zu leben, sondern die rein mit schnellem Kauf und Verkauf Geld machen. Nur so viel zur hier allseits geschätzten Margret, die mit Hayek so viel zu tun hatte wie Reagan: nichts.

  6. Mourawetz

    @nometa:
    Achso, weil Arme so empfindlich sind, weil sie zu “Bittsteller” degradiert würden, darf man andere ungehemmt ausrauben. Toll, und das schimpft sich dann sicher auch noch Solidarität, dabei blanker Diebstahl mit vorgehaltener Pistole.

  7. Thomas Holzer

    @nometa
    Ich wage zu bezweifeln, daß diese Enteignungsaktion den Armen zu Gute kommen würde. Ich denke eher, zumindest ein Großteil des konfiszierten Geldes würde in der Verwaltung der Umverteilung versickern.
    Man lese nur den heutigen Kurierartikel, in welchem penibel aufgelistet wird, wie sich alle (sic!) Parteien die Millionen per Gesetz zuschanzen. Da wäre extrem viel Geld jährlich einzusparen, diese Einsparung könnte man durchaus als nachhaltig bezeichnen; die Konfiszierung von Privatvermögen durch den Staat kann jedoch nur ein Mal erfolgen; woher die Sozialisten danach das Geld nehmen, um ihre “Wohltaten” weiter zu finanzieren und für sich selbst einen entsprechend großen Anteil einzubehalten (weil Gutes tun muß ja auch “entsprechend” belohnt werden) bleibt mir verschlossen.

  8. Mario

    Die Kommentare hier klingen so, als wäre es schlicht Diebstahl, (große) private Vermögen durch Steuern und Abgaben anzuzapfen, um die offensichtlich katastrophale budgetäre Situation in Österreich zu verbessern. Je nach Vorgehensweise mag das richtig sein, aber man darf auch die Kehrseite der Medaille nicht vergessen, denn größere private Vermögen werden von vornherein in den allermeisten Fällen schon durch geschickt eingefädelte und vor allem gut getarnte Diebstähle angehäuft, sei es auf dem Finanzmarkt, Immobilienmarkt, oder durch unmoralisch hohe Bezüge. Jedes Mal, wenn ein so genannter Analyst ein für ihn – in seiner zusätzlichen Eigenschaft als Spekulant – vorteilhaftes Stimmungsbild zeichnet, um etwa den Preis einer Aktie oder eines Grundstückes in die eine oder andere Richtung zu treiben, bestiehlt er die Allgemeinheit um den Gewinn, den er dadurch macht. Es stehen gerade mal wieder Quartalszahlen bei Apple an und pünktlich wie ein Uhrwerk melden sich die mehr oder weniger einflussreichen Kommentatoren zu Wort und zeichnen ein düsteres Bild, um billig einkaufen und am Tag der Bekanntgabe der vermutlich gar nicht so schrecklichen Quartalszahlen mit fiktiven Gewinn wieder verkaufen zu können. Jeder, der darauf reinfällt, wird bestohlen, keine andere Bezeichnung ist passend. Wenn der Hütchenspieler ein Loch in seine Nuss macht und die Kugel unbemerkt das Hütchen wechselt, nennt man es Betrug, weil dem Spieler falsche Bedingungen vorgegaukelt werden. Am Aktenmarkt gehört ein derartiges Vorgehen zum guten Ton. Und es geht nicht etwa um ein paar sondern um Billionen von Euro, die hier hin- und hergeschoben werden und sich dabei auf wundersame Weise immer weiter vermehren. Mit den Unsummen an höchst unmoralisch “erwirtschafteten” Geld, werden dann an allen Ecken und Enden Abhängigkeiten geschaffen, sodass es am Ende so aussieht, als stünden praktisch alle Staaten und damit praktisch alle Menschen bei ein paar Wenigen in der Schuld. Diese Schuld wird dann mit aller Macht vergrößert, durch Schwarzmalerei und Verleumdung von Unternehmen oder ganzer Staaten und Staatenbünde. Der Politik werden durch diese Abhängigkeit vollkommen die Hände gebunden und mit ihr auch einer breiten Masse der Bevölkerung. Die Individuen dieser breite Masse werden in eine moderne, höchst hinterlistige und widerwärtige Form der Sklaverei getrieben, in welcher sie, durch Opferung des größten Teils ihrer Lebenszeit die eigentliche Wertschöpfung erarbeiten und sich dabei dennoch immer mehr verschulden (persönlich, oder innerhalb der Gemeinde, des Staates, oder des Staatenbundes dem sie angehören). Und je mehr sie “schulden” desto “schuldiger” fühlen sie sich auch und betteln am Ende darum, ausgebeutet zu werden (“sei froh, dass du Arbeit hast!”). Das folgende Zitat von Wikipedia sollte wirklich jedem, auch noch so kapitalismusgläubigen Menschen zu denken geben:
    “Der Devisenmarkt ist mit einem weltweiten Tagesumsatz von ca. 5,3 Billionen US-Dollar im Jahr 2013 der größte Finanzmarkt der Welt.”
    Das muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen: In einer Welt, in der etwa 7 Milliarden Menschen leben, werden JEDEN TAG Devisen im Wert von 5,3 Billionen US-Dollar gehandelt. Das ist mehr als das Bruttoinlandsprodukt von Deutschland. Würde man den Umsatz eines Tages gleichmäßig auf alle Menschen verteilen, wären das für jeden 757 US- Dollar. Gut ein Drittel der Weltbevölkerung könnte von dieser Summe wohl ein Jahr lang “leben”. Kann irgendwer hier wirklich allen Ernstes reinen Gewissens behaupten, jene Akteure, welche in diesem perversen Spiel 5,3 Billionen Dollar täglich von A nach B schieben, hätten ihr privates Vermögen, welches sie dazu befähigt, durch harte Arbeit auf ehrlichem und moralischem Wege erhalten? Oder befindet sich diese absolute Unsumme, welche nichts anderes ist, als eine Schuld aller anderen Menschen an diesen wenigen Personen vielleicht doch aufgrund eines himmelschreienden Unrechts in deren Besitz?

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .