Wenn Amerikaner über Sezession nachdenken

“…..Und doch war nur die Wahl von Donald Trump nötig, um dem Gedanken an Sezession all diese Schrecken zu nehmen. Die grundsätzliche Ablehnung des Sezessionsgedankens und die Treue gegenüber der heiligen Union waren am 8. November über Nacht verschwunden. Heute ist bei einer Umfrage einer von drei Kaliforniern für die Abspaltung Kaliforniens von der Union….” (hier)

15 comments

  1. Selbstdenker

    An sich eine völlig logische Sache: statt vekracht unter einem Dach zusammen leben zu müssen, sollte man getrennte Wege gehen können.

    Es ist erstaunlich, dass diejenigen, die sich “Linke” nennen, die schuldfreie Scheidung von natürlichen Personen fordern, während sie eine Scheidung von Staaten ablehnen.

    Das lässt tief in ihr innerstes Wesen blicken: sie wollen andere beherrschen und tun alles dafür diese Macht nicht zu verlieren.

    Ich hätte z.B. kein Problem damit, wenn die Wiener ihr Bundesland in einen Staat umwandeln und noch mehr in Richtung “Schweden” (inklusive Gender, Islamisierung, Political Correctness, etc.) umbauen…

    …aber die Wiener hätten ein riesiges Problem damit, wenn sich die drei westlichen Bundesländer abspalten und in Richtung Schweiz, Bayern oder Liechtenstein entwickeln würden.

    Woran das bloss liegen mag?

    Zum Abschluss eine düstere Prognose von meiner Seite: diejenigen, die sich “Linke” nennen, haben sich derart von der Realität abgekoppelt und werden bei der Verbreitung ihrer politischen Religion derart übergrifig, dass ein friedliches Zusammenleben nicht mehr möglich ist.

    Es wird überall im Westen zu Sezessionsbewegungen kommen.

  2. Gerald

    Genau so ist es, da sich Linke nicht langfristig selbst ernähren können, brauchen diese Parasiten die Sklavendienste der anderen. Daraus werden Bürgerkriege entstehen.

  3. cmh

    Es sind die Linken – nicht die Staaten.

    Die Ähnlichkeit des Sozialismus mit dem Islam ist ja überhaupt verblüffend. Beides ausgesprochen intollerante Systeme, die von sich selber behaupten, das Beste auf dieser Erde zu sein. Tatsächlich haben beide ihre Wirtsgesellschaften immer noch an die Wand gefahren.

  4. mariuslupus

    Die Weltgeschichte hätte einen anderen Lauf genommen wäre es zu Sezession der Konföderation der Südstaaten gekommen. Die Yankees konnten diese Insubordination nicht tolerieren, und zettelten einen Bürgerkrieg an.
    Die Vorstellung dass die aktuelle Landmasse der USA in zwei Staaten aufgeteilt wäre, hat etwas beruhigendes an sich. Der Menschheit wäre einiges an US Imperialismus erspart geblieben.
    Warum sollte sich Kalifornien nicht abspalten. Kalifornien wurde von den Yankees den Mexikanern geraubt. Warum nicht ein unabhängiges Kalifornien. Oder ein Anschluss an Mexiko ? Oder eine Vereinigung mit der Baja California ?

  5. Selbstdenker

    @Gerald:
    Marxismus entspringt parasitärem “Denken”. Es geht nicht eine Sekunde darum die Bedürftigen und Leidenden zu unterstützen. Diese werden hingegen instrumentalisiert bzw. als Schutzschild verwendet um Macht über andere und deren Ressourcen bzw. Leistungen zu erlangen.

    Um einen leistungslosen Transfer von Macht, Ressourcen und Leistungen in die eigenen Taschen zu etablieren gehen die Marxisten wie folgt vor:
    1) Ungleichverteilungen identifizieren
    2) Zuteilen von Rollen: “Unterdrücker” vs. “Opfer”
    3) Herstellen eines – noch so an den Haaren herbeigezogenen – “Zusammenhanges”

    Beispiel Griechenland:

    Fakt: Griechische Regierungen hauhalten schlecht und aufgrund der niedrigen Produktivität ist Griechenland im einheitlichen Währungsverbund namens Euro nicht wettbewerbsfähig.

    Marxistisches Framing: Deutschland beutet mit seinen Exporten Griechenland aus, deshalb soll Deutschland nun Griechenland mit Transferzahlungen “entschädigen”.

    Effekt: die Produktivität wird sich nicht erhöhen und das lässt sich auch nicht von außen vorschreiben. Die Griechen richten sich in ihrer “Opferrolle” ein und sind nun dauerhaft alimentiert.

    Nachdem für Marxisten die Konstruktion von Lügengebäuden häufig mit einem Zugewinn an Macht über andere sowie die Aneignung fremder Ressourcen und Leistungen verbunden ist, werden sie über ihre eigene Ideologie zu pathologischen Lügnern konditioniert.

    Marxisten, National-Sozialisten, Islamisten, Feministen, etc. gehen alle nach diesem Schema vor. Ohne einen konstruierten Feind, der zugleich zufälligerweise ihr Wirt ist und den sie a) entweder knechten oder b) umbringen um das Erwirtschaftete an sich zu reißen, können diese Gestalten nicht dauerhaft überleben.

    @cmh:
    Der Staat an sich ist nicht das Übel. Allerdings schafft der Staat eine Plattform mit der die oben beschriebenen Parasiten mit wenig persönlichem Aufwand auf Kosten anderer (auch: der wirklich Bedürftigen und Leidenden) bequem leben können.

  6. Christian Peter

    @Selbstdenker

    ‘Marxistisches Framing : Deutschland beutet mit seinen Exporten Griechenland aus’.

    Selten so einen Blödsinn gelesen. Dass Handelsbilanzüberschüsse eines Landes Handelsbilanzdefizite eines anderen Landes bedingen, ist logisch, das hat nichts mit ‘Marxismus’ zu tun. Glauben Sie es sei möglich, dass alle Länder Handelsbilanzüberschüsse erzielen ? Dass Deutschlands Überschüsse zulasten der Binnenmarkt – Partner gehen ist unbestritten.

  7. raindancer

    lustig, die Österreicher wollen ja die Kärntner loswerden aus umgekehrten Gründen und manchmal denk ich mir, wär vielleicht das Beste, das Kärnten passieren kann. :)))

  8. Selbstdenker

    @CP:
    Wenn ein Land in Summe mehr an Werten importiert als es in Summe selbst schafft, baut es de facto in Summe Verbindlichkeiten auf.

    Niemand hat die Griechen dazu gezwungen, über ihre Verhältnisse zu leben.

    An sich gäbe es folgende Möglichkeiten:
    1) Eigene Produktivität steigern -> wird von der Gewerkschaft verhindert
    2) Konsumenten schränken ihren Auslandskonsum ein -> offenbar nicht gewollt
    3) Währungsabwertung -> nicht möglich, da in den Euro hineingeschwindelt

    Alle drei Punkte waren der griechischen Regierung sonnenklar. Damit bleibt nur Punkt 4) übrig: Transferzahlungen. Offenbar eine Variante, die sowohl von Brüssel (=Steilvorlage für Fiskalunion) als auch von Griechenland (=dauerhafte Alimentierung) gewollt ist.

    Hören Sie bitte auf so zu tun, als wäre ein Handelsbilanzdefizit die Schuld der Exporteure. Hat der Steinmeier etwa mit dem Einmarsch der Armee gedroht, wenn die Griechen nicht deutsche Autos kaufen?

  9. Christian Peter

    @Selbstdenker

    Es geht nicht um Schuld oder Unschuld, Tatsache ist, dass der Großteil der deutschen Handelsbilanzüberschüsse zu Lasten der Partner des Binnenmarktes gehen. Dieser Umstand hat die Schuldenspirale in der EU erst in Gang gebracht. Übrigens sind hohe Überschüsse in der Handelsbilanz nach Art. 12 des Abkommen GATT illegal, nach diesem Vertrag müsste Deutschland Maßnahmen ergreifen, um diese Überschüsse abzubauen.

  10. Christian Peter

    @Selbstdenker

    Völlig sinnlos wird es, weil auch Deutschland nicht von seinen Exporten profitiert, denn die Südländer lassen bloß anschreiben und werden diese Schulden niemals begleichen (Target – Forderungen). Der einzige Gewinner ist die deutsche Exportindustrie, die sich die Exporte vom deutschen Steuerzahler subventionieren lässt.

  11. raindancer

    auch interessant
    Überschuss im Überfluss
    Die Entkopplung der Agrarsubventionen von der Produktion hat weder die erheblichen Überschüsse in
    der EU reduziert noch die entwicklungspolitischen Probleme gelöst. Verschiedene agrar- und
    handelspolitische Maßnahmen, die arme Länder betreffen, verhindern dies (wird in den Folgekapiteln
    näher ausgeführt):
    – Die EU setzt politische und finanzielle Anreize für die Produktion von Überschüssen (z.B.
    Ausweitung der Milchquote).
    – Die EU liberalisiert den Agrarmarkt. Sinkende Erzeugerpreise sind die Folge. Die Überschüsse
    können somit ohne Exportsubventionen auf dem Weltmarkt abgesetzt werden. Stattdessen werden
    Direktzahlungen zur Einkommensstützung eingesetzt.
    – Bei Preiskrisen in der EU werden Exportsubventionen eingesetzt, um die Überschüsse auf dem
    Weltmarkt zu beseitigen. Direktzahlungen sollen als Risikovorsorge dienen.
    – Ohne indirekt subventionierte Überschüsse wären die Weltmarktpreise höher.
    – Der Export von minderwertigen Restprodukten im Schweine- und Geflügelbereich erfolgt zu
    Tiefstpreisen, weil die Unternehmen ihre Gewinne mit dem Verkauf der stärker nachgefragten und
    damit lukrativeren Bestandteile (Bsp. Brust bei Geflügel) machen. Eine Entsorgung der
    Restprodukte wäre teurer.
    – Um neue Absatzmärkte für steigende Überschüsse zu erschließen, forciert die EU über bi- und
    multilaterale Handelsabkommen den Zollabbau für europäische Agrarprodukte in
    Entwicklungsländern.
    – Die steigenden Exporte bei Schweinefleisch, Geflügel und Milch beruhen auf steigenden
    Sojaimporten. Die EU hat es bisher versäumt, geeignete Instrumente einzuführen, um den Anbau
    von einheimischem Eiweißfutter zu fördern.
    Die EU ist aufgrund des jahrzehntelangen Einsatzes von Subventionen in Milliardenhöhe zu einem
    bedeutenden Agrarexporteur, im Zeitraum 2003-2007 sogar zum größten Agrarexporteur weltweit,
    geworden. Die Exporte haben sich innerhalb von sieben Jahre mehr als verdoppelt, von 51 Mrd. US$
    (1999-2001) auf 105 Mrd. US$ (2006-2008; KOM 2009a:2). Die EU ist heute der größte Exporteur
    von verarbeiteten Lebensmitteln (KOM 2007:262), der zweitgrößte Exporteur von Milchprodukten
    (Wohlfahrt vom 01.04.2009), Schweinefleisch (USDA 2010:10a) und Weizen (USDA 2010b:6) sowie
    der drittgrößte Exporteur von Geflügel (USDA 2010:12). Dabei haben die Exporte in arme Länder
    stark zugenommen (siehe Box).
    https://www.oxfam.de/sites/default/files/webfm/20110429_oxfam_cap-papier.pdf

  12. Fragolin

    @raindancer 21:33
    Wenn meine Idee umgesetzt wird: Alle Afrikaner nach Europa rein, dafür alle Europäer nach Afrika. Pech für die Löwen und Rhinos, aber in spätestens hundert Jahren wollen alle Schwarzen aus Europa südwärts und ihren “geraubten” Kontinent wiederhaben, weil es in Europa afrikanische Verhältnisse mit Scheißwetter gibt, während Afrika europäischen Wohlstand erreicht, und das im Sonnenschein… 😉

  13. Fragolin

    Wann wurde denn die letzte Umftage gemacht? Ohne Vergleich, ob es vor Trump andere Ergebnisse gab, ist die Aussage wertlos.
    Ich finde am Inhalt auch einen anderen Punkt viel wichtiger herauszustreichen: Es geht nicht um einen system change sondern nur darum, die ganze Machtfülle dieses Systems in die “richtigen” Hände zu legen. Da bekommt man ja Heimatgefühle, ist es bei uns doch nicht anders. Die Blauen würden auch nicht eine Schraube am bestehenden System drehen sondern nur zusehen, wie gut der Griff der Schalthebel der Macht in der eigenen Hand liegt.
    Muss man akzeptieren: Jede Partei ist ein Teil des Problems und keine Partei wird das System kippen, dessen Teil sie ist. Die ligen alle im geichen Bett und kämpfen eigentlich nur darum, wer oben liegen darf.

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