Wenn das Gewaltmonopol versagt

Von | 6. Januar 2016

(ANDREAS TÖGEL) Kurze Zeit haben es Politik und Pinocchio-Medien im vorbildlich antifaschistischen Wunderland Deutschland geschafft, die während der Silvesternacht in Köln erfolgten Übergriffe, mutmaßlich nordafrikanisch-arabischer Kulturbotschafter (liederliche deutsche Frauen hatten den Nerv gehabt, ohne angemessene männliche Begleitung durch die Stadt zu flanieren und wurden massiv bedrängt), unter der Decke zu halten. Schweigen im Walde. Denn einerseits kann ja nicht sein, was nicht sein darf – immerhin handelt es sich ja um durchwegs kultivierte, mehrheitlich hochgebildete Herren, die es aus dem Morgenland und Afrika nach Mitteleuropa zieht – und andererseits darf man keinesfalls der Pegida, der AfD oder anderen rechtsradikalen Desperados in die Hände arbeiten, indem man über derlei (im Grunde harmlose) Einzelfälle allzu viel Aufhebens macht. Nach wie vor gilt: Wir schaffen das!
Nun ist es aber doch passiert: Mindestens sechzig der von den ein wenig übermütigen Zugereisten attackierten (in den weniger glücklichen Fällen zusätzlich ausgeraubten, in einem Fall mutmaßlich auch vergewaltigten) Frauen, haben überraschenderweise auf die Durchhalteparolen der Willkommensfraktion gepfiffen und Anzeigen erstattet. Im (bislang noch einigermaßen freien) Internet überschlagen sich seit Tagen die Meldungen über diese Vorfälle. Die weitere Geheimhaltung im Hinblick auf den „Kampf gegen rassistische Stereotype“ war daher nicht mehr länger durchzuhalten. Der örtliche Polizeichef zeigt sich im Rahmen einer eilig anberaumten Pressekonferenz „erschüttert“ von den (natürlich absolut unvorhersehbaren) Vorkommnissen. Die politisch hyperkorrekte Oberbürgermeisterin verspricht immerhin „Maßnahmen“. Wie beruhigend.
Weniger beruhigend wird auf therapieresistente Paranoiker indes der Umstand wirken, dass die angekündigten Maßnahmen, lediglich in einer verstärkten Videoüberwachung neuralgischer Punkte der Stadt bestehen sollen. Hilft es den Opfern von Gewalttaten tatsächlich weiter, wenn sie sich, falls sie eine Attacke überleben, diese Begebenheit hernach – und so oft sie wollen – auf Video zu Gemüte führen können? Leise Zweifel daran sind (noch) erlaubt.
Leider haben sich die Warnungen der Zuwanderungskritiker schneller und auf dramatischere Weise bewahrheitet, als viele von ihnen selbst angenommen haben. Eine selbsterfüllende Prophezeiung?
Einige Dinge stehen indes völlig außer Frage:
Beim „Fall Köln“ handelt es sich um ein bedauerliches Einzelereignis.
Der Migrationshintergrund der mutmaßlichen Täter ist ohne jede Bedeutung.
Insbesondere ein allfälliges muslimisches Glaubensbekenntnis der Täter, steht mit den angezeigten Übergriffen in keinerlei Zusammenhang.
Keinesfalls darf zugelassen werden, dass rechtsradikale Gruppen die Vorfälle zur politischen Agitation instrumentalisieren.
Im Hinblick auf Punkt 4 ist daher unverzüglich ein runder Tisch für den Kampf gegen Rechts zu organisieren.
Die politische Führung Deutschlands hat (so wie auch die Regierungen anderer von der Völkerwanderung heimgesuchter Länder der Alten Welt), das von vielen Kritikern seit Langem vorhergesagte Sicherheitsproblem mit ihrer frivolen Politik mutwillig herbeigeführt. Da die potentiell gefährlichen Elemente, dank des „Sperrklinkeneffekts“ der Asylgesetzgebung, nicht einfach ausgeschafft werden können, ist jederzeit mit weiteren Übergriffen zu rechnen.
Da aber die extreme Staatsverschuldung, die kritische wirtschaftliche Lage und die immensen Kosten der Massenimmigration, kaum Geld für die Anstellung zusätzlicher Sicherheitskräfte zulassen, ist klar: jeder ist sich selbst der Nächste.
Keine Illusionen bitte! Die Wahrscheinlichkeit, künftig Opfer eines Gewaltverbrechens zu werden, wird – nicht nur für Frauen – erheblich zunehmen. Die Anwälte der Täter werden, wie gehabt, auf „Verbotsirrtum“ plädieren und damit vielfach durchkommen. Der „Fall Köln“ wird also kein Einzelfall bleiben. Sich im Fall der Fälle auf die Hilfe des Gewaltmonopolisten zu verlassen, könnte sich mit etwas Pech als letzter Fehler des Lebens erweisen.
Kein Polizist ist den bedauernswerten Opfern in Köln (und anderswo) zur Seite gestanden, als es ernst wurde. Es wird es auch künftig keiner da sein. Polizisten sind zum Schutz des gemeinen Bürgers und Steuerzahlers unbrauchbar und lediglich dafür gut, post festum, Spuren zu sichern.
Folglich ist ein radikales Umdenken geraten. Das staatliche Gewaltmonopol hat, im günstigsten Fall, seinen Bankrott erklärt. Im weniger günstigen Fall, stellt es sich allerdings auf die Seite der Täter, indem es diese massenhaft ins Land holt, behaust, verköstigt, beschützt und den potentiellen Opfern – mit einem restriktiven Waffengesetz – jede wirksame Notwehr unmöglich macht.
Jede(r) hat daher, angesichts einer jeden Gewaltverbrecher begünstigenden Gesetzeslage, abzuwägen, wie sie/er sich verhalten soll. Ein im Original aus den USA stammender Sinnspruch drückt es so aus: „Entweder von Zwölfen gerichtet oder von Sechsen getragen“. Keine ganz abwegige Überlegung. Bauchstich, Vergewaltigung oder Koma auf der einen Seite, steht gegen ein Strafverfahren wegen Notwehrüberschreitung und/oder illegalen Waffenbesitz´, auf der anderen.
Das ist kein Aufruf zur Gesetzesüberschreitung. Jedermann darf weiterhin auf die (obsolete) Sicherheitszusage des großen Bruders setzen. Jede(r) hat die Wahl. Auf die helfende Hand des Freundes und Helfers braucht im Ernstfall indes keine(r) zu warten. Denn der ist mit der Jagd auf Schnellfahrer und mit waffenrechtlichen Kontrollen von Sportschützen ausgelastet.

13 Gedanken zu „Wenn das Gewaltmonopol versagt

  1. Rado

    Das deutsche Gewaltmonopol ist in seinem “Versagen” recht selektiv! Kann mich noch an die Bilder von den “Stuttgart 21” Demonstationen erinnern, wo mit Wasserwerfern gegen völlig harmlose Bürger vorgegangen wurde. Man könnte beinahe meinen, es handelt sich bei der deutschen Polizei um erbärmliche Feiglinge, die sich nur dort trauen, wo sie keinen Widerstand erwarten.
    Das Problem scheint aber doch etwas tiefer zu liegen: Die Polizei ist in beiden Fällen der Büttel der Politik.
    Irgendetwas wollen die Politiker des Gewaltmonopols den Deutschen einprügeln oder auch ausprügeln lassen, so scheint es. Nur so ergeben manche Verhaltensmuster der Polizei einen Sinn.

  2. Fragolin

    Danke, Herr Tögel! Habe Ihren Artikel erst jetzt gelesen und dabei fast einen der besten dieser Tage verpasst…

  3. Fragolin

    @Rado
    Ich habe irgendwo (ich glaube es war bei meinen Streifzügen bei LePenseur) einen wunderbaren Vergleich gelesen, der es treffend auf den Punkt bringt und sinngemäß etwa so lautet:
    Warum gehen radikale Tierschützer gegen Pelz- aber nicht gegen Lederträger vor? Weil der Angriff gegen eine Oma, die mit einen Nerz aus dem Kaufhaus kommt einfacher zu führen ist als einer gegen ein Lokal der Hells Angels.
    Und deshalb darf man hierzulande auf Katholen oder Juden rumtrampeln, aber den islam nur mit Samthandschuhen angreifen.
    Deshalb darf man AfD und Pegida als Nazis beschimpfen, als Dreck und Pack, selbst wenn nur einer von tausend Demonstarnten etwas politisch unkorrektes gesagt hat, aber Man darf die zusammenrottung in Köln nicht pauschalisieren.
    Und deshalb reagiert auch die Polizei, wie sie reagiert.
    Ich habe als Jugendlicher auch mal Stadionluft schnuppern wollen und bin zu einem Fußballspiel gefahren. Die Polizei wartete schon auf uns. Als wir auf dem Weg zum Stadion (es gab nur einen, den wir gehen durften) einer Gruppe Hoologans der Gegenmannschaft zu nahe kamen und diese mit Schlagringen und Pflastersteinen in unsere Richtung rannten, schob sich die Polizei nicht etwa zwischen uns und gab uns Schutz – nein, sie knüppelten sofort auf uns ein, damit wir schnell wegliefen und rannten hinterher. Ich habe jung lernen dürfen, dass Uniformträger auch nur feige Kneifer sind die lieber auf unbewaffnete friedliche Jugendliche einknüppeln als sich bewaffneten Straßenkämpfern in den Weg zu stellen. Das funktioniert bis heute nicht anders.

  4. Andreas Tögel

    Sehr geehrter Herr Chlewinski,
    danke für die Anfrage – sehr gerne!
    Mit freundlichen Grüßen,
    A. Tögel

  5. mariuslupus

    Das Gewaltmonopol des Staates wurde von den Politikern in voller Absicht aufgegeben und aufgehoben.
    Dass es auch anders geht zeigt die Ansprache und Pressekonferenz des slowakischen Ministerpräsidenten Fico von heute. (Quelle TASR). Fico hat eindetig erklärt dass es in der Slowakei keine muslimischen Parallelgeselschaften geben wird.

  6. Mona Rieboldt

    Die Polizei ist ausführendes Organ auf Weisung von Politikern. Der Innenminister von D ist der oberste Dienstherr der Polizei. Dazu kommt, dass die Politik massiv Stellen eingespart hat bei der Polizei. Daher ist sie in D eine eher schwindsüchtige Polizei. Das Schimpfen auf die Polizei ist nicht richtig, wird aber von Grünen und Linken stets getan. Es sind die Politiker, die das alles zu verantworten haben.
    @Rado
    Auch bei Stuttgart 21 war es der Ministerpräsident von Baden-W., der die Polizei veranlasste, Wasserwerfer zu benutzen. Polizei ist Exekutive und handelt auf Weisung.

    Auch in Deutschland ist die Polizei von “oben” angewiesen worden, zu verschweigen, zu beschwichtigen, am besten gar nichts zu sagen, wenn es sich um Straftaten von moslemischen Tätern handelt. So konnten sich schon früher hier in D Parallelgesellschaften bilden, in denen die Clans das Sagen haben und die Polizei schon von moslemischen Kindern mit Steinen empfangen wird, von moslemischen Jugendlichen direkt angegriffen wird.

  7. Thomas Holzer

    @Mona Rieboldt
    Ja, Sie haben -leider- recht!
    Der Vertuschungsversuch zu den Vorfällen in Köln scheint ja mittlerweile ziemlich in den Hosen zu gehen……..
    Daß der Herr de Maiziere auf die Polizei schimpft, ist ja mehr als nur erbärmlcih

  8. Mona Rieboldt

    @Thomas Holzer
    Auch als Verteidigungsminister hat de Maiziere nichts auf die Reihe bekommen, als Innenminister hat er auch nichts richtig gekonnt, in den meisten Fällen weiß er aber von nichts, will nichts gewußt haben. Und er will Schuldige finden, von sich selbst alles abwenden, wie früher auch.
    Frau Merkel will jetzt Konsequenzen *lach* Will sie endlich zurück treten?

    DANKE! für den Link zur “Welt”. Das war sehr erhellend und wird auch den Tatsachen entsprechen, was die Polizisten sagen.

  9. Andreas Tögel

    Verehrte Frau Rieboldt, sehr geehrter Herr Holzer,
    um Kritik an der Polizei geht es mir in meinem Beitrag nicht. Zumindest nicht in erster Linie. Selbstverständlich ist die politische Führung für all die Gaunerstücke voll verantwortlich, die von “Flüchtlingen” verübt wurden und noch ausgeführt werden. Wäre das Merkel nicht in Germania, sondern in Frankreich am Ruder, hätte man den Elysee-Palast (mit ihr drin) vermutlich bereits abgefackelt. Nur der deutsche Michel und wir Austriaken, lassen uns von den Obertanen widerstandslos aufs Haupt scheissen und verreiben den Dreck dann auch noch mit Genuss. Handelt sich dabei um einen kollektiv vorliegenden Gendefekt?

    Bei aller Verkommenheit unserer Führer, ist allerdings kein einziger Polizist aus seiner Verantwortung zu entlassen. Es handelt sich ja (zumindest hege ich diese Hoffnung), nicht um vernunft- und willenlose Androiden, die auf Knopfdruck funktionieren. Als denkender Mensch hat er aber vernünftig und rechtskonform zu handeln und etwa die Ausführung gesetzeswidriger oder gar krimineller Befehle seiner Vorgesetzten oder eines korrupten Ministers, zu verweigern. Dass das Courage erfordert und der Karriere nicht dienlich ist, ist mir klar. “Vorauseilender Gehorsam” ist nicht zufällig ein Phänomen, das sich in den geschützten Werkstätten unkündbarer Staatsbüttel so prächtig entwickelt hat. Wie dem auch sei – auf “Befehlsnotstand” herausreden zu wollen, hat schon bei Herrn Eichmann keinen schlanken Fuss gemacht. Der wollte sich ja auch als ganz kleines Licht, ohne jede Entscheidungskompetenz, darstellen . In der Tat war der Mann des Inbegriff des spießigen, subalternen Beamten (schlag nach bei Hannah Arendt).

    Jeder, der einer kriminellen Organisation dient (und der Wohlfahrtsstaat ist eine solche), muss – wie jeder kleine Mafioso – wissen, für wen er arbeitet. Glauben Sie, einer der ehrenwerten Freunde und Helfer würde nur eine Sekunde zögern, gegebenenfalls auf Sie zu schießen, wenn sein Kapo es ihm anschafft? Ich glaube das – mit Blick auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts – nicht. Zu viele kreuzbrave Kriminalbeamte des Ständestaates, haben begeistert in die Dienste der Gestapo gewechselt und nichts dabei gefunden, ihre Mitbürger (die bis dahin für ihre Gehälter aufkamen) ans Messer zu liefern, zu foltern oder zu liquidieren. Was sollte heute wohl anders sein? Wer Polizist wird, hat dafür seine Gründe (es werden kaum gute sein) und verdient daher – wie jedes Mitglied einer Verbrecherbande – jedes erdenkliche Misstrauen.
    Mit freundlichen Grüßen,
    A. Tögel

  10. gms

    Mona Rieboldt,

    “Auch als Verteidigungsminister hat de Maiziere nichts auf die Reihe bekommen, als Innenminister hat er auch nichts richtig gekonnt”

    Auf mich wirkt er eher wie eine tragische Figur, gefangen zwischen eigenen Ambitionen und der Richtlinienkompenz der Kanzlerin. Im November hatte er Obergrenzen für Flüchtlinge gefordert und im September schon Merkel für das Chaos verantwortlich gemacht [1].
    Gewußt haben mußte er um die Zusammenhänge seit langem, wonach etwa riesige Menschenmassen startklar auf gepackten Koffern mit Blick auf Mitteleuropa sitzen, weshalb man ihm eher vorwerfen kann, er ließe sich knebeln respektive instrumentalisieren.

    Entscheidendes Momentum war der in Österreich gefundene Kleinlaster mit den Leichen, worauf Kontrollen die verborgene Schlepperei per Auto unterbanden und sich innerhalb weniger Tage medienwirksam einige tausend Flüchtlinge in Ungarn rückstauten, deren Empfang in Deutschland mit Teddys die Schleusen völlig öffneten. Von einem solch genialen Coup kann auch ein Innenminister überrascht werden.

    “Frau Merkel will jetzt Konsequenzen *lach* Will sie endlich zurück treten?”

    Daß sie unbesorgt sein könne, erfuhr sie von Guy Verhofstadt im EU-Parlament, wo er ihr vor Kameras jovial zurief, sie solle ihren Kurs weiterfahren und die unwichtigen Abstimmungen zuhause vergessen. Fröstelnd schauern läßt einen daher die kollektive Psychose am jüngsten CDU-Parteitag und dessen absurdes Hochamt für die Vorsitzende. Wenn das breit orchestriert war, dann Hut ab und Respekt [2][3]

    [1] spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-thomas-de-maiziere-sieht-schuld-fuer-krise-bei-angela-merkel-a-1054665.html

    [2] faz.net/aktuell/politik/fluechtlingskrise/cdu-parteitag-alle-hinter-merkel-13966058.html
    Entsprechend symptomatisch ist eine Szene am Nachmittag, als eine junge Rednerin auf der Bühne voller Stolz das aktuelle „Time“-Magazin hochhält, das Angela Merkel zur „Person des Jahres“ gekürt hat. „Unsere Kanzlerin“, ruft die junge Frau strahlend, „das ist doch toll!“

    [3] Rupert Murdoch, Council on foreign relations

  11. Andreas Tögel

    Verehrte Frau Rieboldt, sehr geehrter Herr Holzer, um Kritik an der Polizei geht es mir in meinem Beitrag nicht. Zumindest nicht in erster Linie. Selbstverständlich ist die politische Führung für all die Gaunerstücke voll verantwortlich, die von „Flüchtlingen“ verübt wurden und noch ausgeführt werden. Wäre das Merkel nicht in Germania, sondern in Frankreich am Ruder, hätte man den Elysee-Palast (mit ihr drin) vermutlich bereits abgefackelt. Nur der deutsche Michel und wir Austriaken, lassen uns von den Obertanen widerstandslos aufs Haupt scheissen und verreiben den Dreck dann auch noch mit Genuss. Handelt sich dabei um einen kollektiv vorliegenden Gendefekt? Bei aller Verkommenheit unserer Führer, ist allerdings kein einziger Polizist aus seiner Verantwortung zu entlassen. Es handelt sich ja (zumindest hege ich diese Hoffnung), nicht um vernunft- und willenlose Androiden, die auf Knopfdruck funktionieren. Als denkender Mensch hat er aber vernünftig und rechtskonform zu handeln und etwa die Ausführung gesetzeswidriger oder gar krimineller Befehle seiner Vorgesetzten oder eines korrupten Ministers, zu verweigern. Dass das Courage erfordert und der Karriere nicht dienlich ist, ist mir klar. „Vorauseilender Gehorsam“ ist nicht zufällig ein Phänomen, das sich in den geschützten Werkstätten unkündbarer Staatsbüttel so prächtig entwickelt hat. Wie dem auch sei – auf „Befehlsnotstand“ herausreden zu wollen, hat schon bei Herrn Eichmann keinen schlanken Fuss gemacht. Der wollte sich ja auch als ganz kleines Licht, ohne jede Entscheidungskompetenz, darstellen . In der Tat war der Mann des Inbegriff des spießigen, subalternen Beamten (schlag nach bei Hannah Arendt). Jeder, der einer kriminellen Organisation dient (und der Wohlfahrtsstaat ist eine solche), muss – wie jeder kleine Mafioso – wissen, für wen er arbeitet. Glauben Sie, einer der ehrenwerten Freunde und Helfer würde nur eine Sekunde zögern, gegebenenfalls auf Sie zu schießen, wenn sein Kapo es ihm anschafft? Ich glaube das – mit Blick auf die Geschichte des 20. Jahrhunderts – nicht. Zu viele kreuzbrave Kriminalbeamte des Ständestaates, haben begeistert in die Dienste der Gestapo gewechselt und nichts dabei gefunden, ihre Mitbürger (die bis dahin für ihre Gehälter aufkamen) ans Messer zu liefern, zu foltern oder zu liquidieren. Was sollte heute wohl anders sein? Wer Polizist wird, hat dafür seine Gründe (es werden kaum gute sein) und verdient daher – wie jedes Mitglied einer Verbrecherbande – jedes erdenkliche Misstrauen. Mit freundlichen Grüßen, A. Tögel

  12. Mister Wichtig

    Eines Vorweg, ich bin Österreicher.
    Bei uns gibt es eine mittlerweile sehr starke, “konservative” Partei, die sich die Blauen nennen. Diese Partei geriet und gerät immer wieder ins Visier von den 2 großen, starken Parteien bei uns im Land. Einerseits die Sozialisten andererseits die Volkspartei. Im Laufe der letzten Jahre hat es immer wieder Abspaltungen innerhalb der Blauen gegeben, die nicht überlebensfähig waren, aber doch tiefe Prozentlöcher gerissen haben.
    Gut, ich schweife ein wenig ab. Aber worauf ich hinaus will, bei uns hat (Dank der Blauen), nicht links sein immer einen Hauch von “dieser Partei sein”. Was jetzt nicht unbedingt gut ist, denn in der Österreichischen Bild (die Krone, finanziert von den Sozialisten) wird dieser “Kevin” von Partei auch als dieser dargestellt und Anhänger haben von Haus aus schon eine schwache Ausbildung, schlechte Manieren und ein realitätsfremdes, feindliches Weltbild. Das passt so ganz und gar nicht in die klassifizierte Arbeiterschicht Österreichs, die sich selbstverliebt auch noch “Mittelschicht” nennt und die sich durch Fleiß, ehrliche Arbeit und Verzicht aufs Schöne den Traum des Einfamilienhauses im urbanen Umland auf Kredit nehmen.
    Ich trau mich mal behaupten, dieses Bild ist in den Köpfen unserer drinnen und deren Motivation im Hamsterrad-“Karriereleiter” zu rennen.

    Auf Grund dieser Tatsache, dass es ja im Prinzip jeder schaffen kann nach “oben” zu kommen und die Meisten auch daran “glauben”, brauchen diese jenen auch eine sichere Partei, quasi einen Stock an dem sie sich festhalten können, der für die “Mittelstand-Matrix-Bewohner” da ist. Und das sind nicht die Blauen, denn die sind für den kleinen Einzelunternehmer, für die alleinerziehende Mutter und für das arbeitende Volk da.

    Und da ist jetzt der Hund drinnen. Da ja nur ganz wenige diese Kriterien erfüllen, weil ja fast alle in dieser “Gedanken-Matrix” drinnen sind, macht man sich über diejenigen, die das Übel beim Namen nennen lustig.
    Durch dieses sehr fokussierte Denken übersieht man sehr leicht die Peripherie und so absurde Verordnungen wie “Registrierkassenpflicht ab € 5,- Umsatz / Stunde” oder Leute ohne Passkontrolle in mein Land zu lassen gehen am Matrixbewohner vorbei.
    Es ist erst Real, wenns meine Matrix beeinflusst, und da ist es dann leider zu spät (siehe Paris, Köln, wieder Paris und wahrscheinlich bald alle großen Städte Europas).

    Deutschland hat da zumindest den Vorteil, dass diese Parteien eher im Untergrund und vor allem im Hintergrund arbeiten. Keine zu Tode vorgeworfenen Skandale mit sich schleppen müssen und dadurch ein lächerliches Klischee im Hinterkopf aller zu haben.

    Im Geschäftsleben ist ein gelegentliches “Nein” zu einem Geschäft rentabler als zu jedem Geschäft “Ja” zu sagen.
    Aber was weiß ich schon, ich hab ja nicht studiert…

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