Wenn das so einfach wäre…

Von | 19. Januar 2013

“…Ich trete hiermit aus der EU aus. Ich will das nicht mehr. Diese Leute, die mir ständig Vorschriften machen, kann ich ja nicht mal abwählen. Ich möchte auch in Zukunft die Freiheit besitzen, nachts im Wald spazieren zu gehen, obwohl das gefährlich sein kann. Ich will auch in Zukunft Wollsocken ohne rutschfeste Noppen tragen dürfen. Ich will weit aufs Meer hinausschwimmen, wenn ich Lust dazu habe….” (Harld Martenstein in der “Zeit“)

10 Gedanken zu „Wenn das so einfach wäre…

  1. oeconomicus

    Ich trete auch aus der EU aus und ebenfalls aus Österreich, Ober-österreich genügt mir! Hier ist alles überschaubar, mir genügt es, für die Zocker im Linzer Magistrat zu zahlen.

  2. Kassandra

    Fein, dass wir keine anderen Sorgen haben. Es gab schon schlechtere Zeiten. Selbstverständlich kann man sich auch heute und besonders heute alle Freiheiten nehmen. Aber bitte, bitte hören Sie auf zu raunzen. Und vor allem: wenn einer nachts im Wald ohne Beleuchtung herum marschiert soll er doch im Falle eines Beinbruches die Arztkosten selbst bezahlen. Das gehört auch zur Freiheit. Ansonst gilt die Regel: lasst doch die Komiker in Politik und Behörden einige Kleinigkeiten, damit sie etwas zu tun haben. Diese kann man nach Belieben ignorieren. Sonst fällt denen wirklich etwas sehr, sehr Dummes ein. Alles schon gehabt.

  3. KClemens

    Kassandra :
    Fein, dass wir keine anderen Sorgen haben. Es gab schon schlechtere Zeiten. Selbstverständlich kann man sich auch heute und besonders heute alle Freiheiten nehmen. Aber bitte, bitte hören Sie auf zu raunzen. Und vor allem: wenn einer nachts im Wald ohne Beleuchtung herum marschiert soll er doch im Falle eines Beinbruches die Arztkosten selbst bezahlen. Das gehört auch zur Freiheit. Ansonst gilt die Regel: lasst doch die Komiker in Politik und Behörden einige Kleinigkeiten, damit sie etwas zu tun haben. Diese kann man nach Belieben ignorieren. Sonst fällt denen wirklich etwas sehr, sehr Dummes ein. Alles schon gehabt.

    Ja es gab schon schlechtere Zeiten. Nach dem Krieg, den dürften die meisten der Kommentatoren hier aber nicht mehr selbst mit erlebt haben.

    Und was die selbst zu tragenden Kosten bei Unfällen/Krankheiten, etc. betrifft: Mit diesem Argument können Sie jegliche Behandlung als “selbstverursacht” einordnen.

    Und wieso werden überhaupt die Kosten für Schwangerschaft und Geburt der Allgemeinheit aufgebürdet? Selber schuld, und das in höchstem Maße.

    Und natürlich auch die Raucher, die Übergewichtigen, die Sportler, alles selbst verschuldete Krankheitskosten. Und außerdem wird immer wieder insinuiert, daß alle selbst verschuldete Krankheiten oder Unfälle ausschließlich von Menschen verursacht werden, die nicht versichert seien, und somit eben der Allgemeinheit “auf der Tasche” lägen.

  4. FDominicus

    Was bleibt einem das zu sagen als, das hätte ich auch gern. Diese kommentierende Kassandara hat mit der “mythologischen” offenbar nicht viel am Hut….

  5. Suwarin

    Sezession? Wir müssen die Union schützen! Das heißt Krieg!

  6. Rennziege

    @Kassandra
    @KClemens

    Etwas enttäuscht von Ihnen, Kassandra. Wer schon in Kindertagen (dank unverkrampfter Eltern, die heute als “altmodisch”, “reaktionär” oder “politisch unkorrekt” verteufelt werden) unbeleuchtete nächtliche Waldausflüge wagen durfte, unbegleitet von Erwaxxxenen und Rotkreuz-Sanitätern — der “marschiert” auch nicht, sondern weiß das Gelände mit Zehen, Ballen, Fersen und gewachsenem Instinkt auszuloten und zu lesen wie der beste Freund Old Shatterhands. Der rief wegen einer Schramme auch nicht den Notarzt an. 🙂

    Die “Dreckimpfung”, von mir bekannten Eltern durch Sagrotan gern verhindert, sorgt für essentielle Abwehrstoffe. Kinder in Watte zu packen ist idiotisch; das Leben tut’s ja auch nicht. Risiken beizeiten zu erkennen, abzuwägen und entweder zu wagen oder zu meiden — das sind Voraussetzungen für einen gesunden und tüchtigen Erwachsenen, der der Allgemeinheit nützt, anstatt ihr zur Last zu fallen.

  7. Wien 1683

    Erstaunlich, das sich der Martenstein in der linken Wochenpostille “Zeit” so äußert (das kommt ja einem journalistischen Selbstmord gleich) und vor allem das man ihn daran nicht hindert!
    Oder läßt der Kaiser seinen Hofnarren zur Belustigung der gepiesackten Untertanen etwas freie Hand?
    Auch wenn Martensteins Text eine Glosse ist, sehe ich darin ein großes Korn Salz der Wahrheit.
    Ich habe die 60er-70er Jahre des selbsternannten “besseren deutschen Staates” mit Namen DDR unter den roten Sozialisten erlebt, und ich glaube inzwischen, das er ganz und gar nicht mit dem Jahre 1989 Geschichte geworden ist, sondern fröhlich weiterexistiert, sowohl in der Parteienlandschaft der BRD als auch der Diktatur der EU.
    Der Bürger wird unmündig gehalten und fast sklavisch abhängig vom Wohlwollen der Machthaber gemacht, und wagt es einer von der offiziell vorgegebeben Linie abzuweichen, findet er sich ganz schnell mindestens in der rechten Ecke.
    Es fehlt nur noch ein Wohlfahrtsausschuß nach altfranzösicher Tradition und der Tugendterror zur allgemeinen Staatsdoktrin, dann können sich die Sozialisten aller Couleur zufrieden und entspannt zurücklehnen.
    Ich könnte nun sagen,was soll es mich weiter interessieren, in ein paar Jahren habe ich es hinter mir. Wenn ich jedoch an meine Enkel und deren Zukunft denke, so ist das mehr als beunruhigend.
    Dennoch, derzeit sehe ich nicht den Hauch einer Chance zur Veränderung, und das verbittert.

  8. KClemens

    Wien 1683 :
    Erstaunlich, das sich der Martenstein in der linken Wochenpostille “Zeit” so äußert (das kommt ja einem journalistischen Selbstmord gleich) und vor allem das man ihn daran nicht hindert!
    Oder läßt der Kaiser seinen Hofnarren zur Belustigung der gepiesackten Untertanen etwas freie Hand?
    Auch wenn Martensteins Text eine Glosse ist, sehe ich darin ein großes Korn Salz der Wahrheit.
    Ich habe die 60er-70er Jahre des selbsternannten “besseren deutschen Staates” mit Namen DDR unter den roten Sozialisten erlebt, und ich glaube inzwischen, das er ganz und gar nicht mit dem Jahre 1989 Geschichte geworden ist, sondern fröhlich weiterexistiert, sowohl in der Parteienlandschaft der BRD als auch der Diktatur der EU.

    Seltsam, auch ich habe in einem “besseren deutschen Staat” gelebt. Nannte sich Bundesrepublik Deutschland, und die Hauptstadt war Bonn.

    Noch seltsamer, ich denke genau das gleiche wie Sie und mir kommt dabei ein alter Leitspruch aus Ihrem “besseren Deutschland” in den Sinn. “Überholen ohne einzuholen”.

    Ich hege ja schon lange die heimliche Vermutung, daß man hier in D ganz stark an einer neuen Einheitspartei arbeitet. SPD und FDP sind schon ziemlich zerschossen, und ich tippe irgendwie auf eine schwarz-grüne Koalition nach der nächsten Bundestagswahl. Allen Dementis und Verlautbarungen der Politszene zum Trotz.

  9. Kassandra

    @FDominicus
    Kassandra hatte etwas gegen ein “harmloses” hölzernes Pferd. Sie fürchtete dass durch diesen unvernünftigen Egotrip einiger weniger der trojanischen Bevölkerung Schaden zu gefügt wird. Im Land des Herrn Martenstein herrscht doch nahezu eine Regelungs-Obsession. Das Wort staatliche Erziehung und Bevormundung wurde immer schon ganz groß geschrieben. Er müsste konsequenterweise auch aus der BRD austreten. Wenn man sich das Zustandekommen der Energiewende ansieht ist die Einheitspartei bereits Wirklichkeit geworden. Ob diese Wende auch so “harmlos” ist wird sich noch erweisen – eher nicht. Ob das nicht eine große Dummheit war? Was zählt da schon die Standardisierung der Gurkenkrümmung oder das Verbot der Mentholzigaretten. Meinem Vater sind sie nicht gut bekommen.

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