Wenn der ORF Propaganda macht

“…….Harte Kritik am ORF übt der Vizepräsident des „European Jewish Congress“ (EJC), Ariel Muzicant. Den im ORF-Religionsmagazin „Orientierung“ am 3. Jänner ausgestrahlten Beitrag „Palästina – Hoffnung trotz allem“ nennt Muzicant „einseitig, unobjektiv und die Realität verzerrend.“ Der ORF macht sich damit zu einem Handlanger der palästinensischen Propaganda“, sagt der ehemalige Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien gegenüber „mena-watch.com“, der Webseite des unabhängigen österreichischen Nahost-Thinktanks „Mena Watch“.

In dem Beitrag wurde unter anderem behauptet, die Terrorgruppe Hamas wäre „mit einer Zweistaatenlösung durchaus einverstanden“, was ebenso falsch ist wie die Behauptung, die palästinensische Führung habe sich dem „gewaltlosen Widerstand“ verschrieben.

„Leider kommt es immer wieder vor, dass im ORF tendenziös und einseitig Propaganda gegen Israel gemacht wird. Gerade im mit Zwangsgebühren finanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist das unzumutbar. Der ORF stellt damit letztlich auch die Legitimität der Gebührenfinanzierung in Frage“, meint Muzicant. (hier)

 

12 comments

  1. sokrates

    Wannwerdenendlich die ORF Gebuehren abgeschafft? Eine Objektivitaet schafft bei der jetztigen “Journalistenausbildung” ohnehin keiner mehr!

  2. Gerald

    Hab ich bereits abgeschafft, dank Internet mit Netflix, Amazon, Apple, etc. brauche ich kein Fernsehen mehr. Ebenso verhält es sich mit dem Thema Radio, tausende Sender mit allen nur erdenklichen Musikrichtungen, Jazz, Soul, Rock, Klassik, alles was das Herz begehrt. Gis abgemeldet und die Gis Kontrolleure können kommen um rausgeschmissen zu werden. Kommen sie dann mit enormen Aufwand mit Gerichtsbeschluss wieder um ins Hausvzu kommen, werden sie absolut nichts finden. Viel teurer Aufwand für nichts! So zwingt man diese Bande in die Knie.

  3. Rado

    A. Muzikant schon wieder? Das war doch derjenige, welcher eine respektvolle Islamdiskussion gefordert und sich mehr Moscheen gewünscht hat? In Österreich natürlich, nicht in Israel!
    http://wiev1.orf.at/stories/468221
    Haben die Juden denn keinen anderen Verbandsfunktionäre mehr?

  4. Gerhard

    Das Palestineserproblem ist seit zig-Jahren ungelöst und es wird dies auch noch weitere zig-Jahre bleiben. Tatsache ist aber auch, dass der Gaza-Streifen eine Art Gefängnis darstellt, wo deren “Insassen” völlig von den Israelis abhängig sind. Der Großteil der dortigen Bevölkerung ist in diesem “Ghetto” geboren und kennt nichts anderes, als diese Isolation. Dies ist der beste Nährboden für Extremisten, welche ohnehin “nichts mehr zu verlieren haben”. Da man weder Millionen von Israelis noch die vielen Palestinerser vertreiben kann, muss eine Zwei-Staaten-Lösung her, wobei beide unterschiedlichen Weltauffassungen nebeneinander bestehen können.

  5. Lisa

    @Gerhard: auch ich bin für eine Zweistaatenlösung. Nicht zuletzt auch, weil die Palästinenser in Israel den neuen Einwohnern dann zeigen könnten, wie ein Staat ordentlich funktioniert. Dem mittelständischen Araber in Israel gehts nämlich viel besser als der fanatisierten ungeordneten Gruppen dort. So, wie ich einige Leute im Gespräch erlebe, kann es aber auch sein, dass genau diejenigen Menschen, die da helfen könnten als Verräter an der palästinensischen Sache verfolgt würden – aus Mangel an Fanatismus und Gewaltbereitschaft.

  6. Thomas Holzer

    Warum “wenn der ORF Propaganda macht”?

    Der ORF macht 24/365 Propaganda, außer er sendet “dancing star” oder eine der unsäglichen US-sitcoms.

  7. Falke

    Muzicant hat völlig recht; ich habe diese Sendung zufällig auch gesehen und mich gefragt, ob ich vielleicht gerade auf einem Propagandasender der Hamas und der PLO gelandet bin. Es ist allerdings gar nicht so erstaunlich, wenn man sich vor Augen hält, wie die offizielle katholische Kirche (einschließlich Caritas und Diakonie), an der Spitze mit Kardinal Schönborn, bei uns auf die islamische Invasion reagiert. Man könnte ja fast glauben, dass sie am liebsten das Christentum gleich abschaffen und durch den Islam ersetzen will. Schönborn entblödet sich auch nicht, die Bischöfe in Tschechien, der Slowkei oder Polen zu beschimpfen und zu beleidigen, die es wagen, vorwiegend für die Christen in ihren Ländern da zu sein.

  8. Falke

    Weil wir gerade bei der ORF-Propaganda sind. Wer es nicht gesehen hat: Gestern ZiB2 Armin Wolf, Diskussion mit zwei Bürgermeistern, in deren Gemeinden es Flüchtlingsunterkünfte gibt. Vorsichtshalber wurde deren Parteizugehörigkeit gar nicht erwähnt bzw. eingeblendet. Erwartet hätte man eigentlich eine Konfrontation unterschiedlicher Meinungen – aber keine Spur davon! Der ORF hat sorgfältig ausgewählt: Die beiden haben sich gegenseitig geradezu überboten, die Freuden und Segnungen dieser “Schutzsuchenden” für ihre Gemeinden zu loben. Probleme? Absolut keine! Kriminalität? Nie gehört! Verhältnis zur einheimischen Bevölkerung? Könnte nicht besser sein! Alle helfen, unterstützen und freuen sich über die neuen Mitbürger. ORF-Propaganda at its best! Wer es sich antun will: gibt es natürlich auf TVthek.

  9. Gerhard

    @Falke
    Eigentlich verfolge ich die ZIB2 nicht, aber auf Ihren Hinweis habe ich mir dies nachträglich doch angetan. Wie zu erwarten, waren die beiden Bürgermeister vorab “ausgewählt” und “geschult”, damit nur das kurz erwähnt wird, was im Sinne des linken Wolf, des linken ORF und der linken Regierung ist. Bei unangenehmeren Interviewpartnern wird einfach “aus Zeitgründen” immer der Dialog abgebrochen.
    Ich betrachte Dr. Armin Wolf – wie auch seine Kollegin Lou Lorenz-Dittlbacher – als einen sehr intelligenten Menschen, aber leider missachtet er (und auch Lou) in diesem Beruf völlig die erforderliche Überparteilich- und Unabhängigkeit. Vielmehr versuchen beide immer wieder, mit “neutralem Mäntelchen” für deren bevorzugte Ideologie zu missionieren.

  10. Mona Rieboldt

    @Gerhard
    Israel ist seit 2005 aus Gaza raus. Es wird allein von der Hamas regiert, die ihre eigene Bevölkerung in Geiselhaft hält. Die Grenzen könnten auch offen sein, würde die Hamas nicht ständig Raketen in Städte Israels schicken, Israelis töten, nur weil sie Juden sind. Was würden denn Österreicher machen, würden sie ständig aus Ungarn mit Raketen beschossen? Die Grenze öffnen? Vielleicht bedenken Sie auch mal, warum gerade Ägypten seine Grenze zu Gaza ständig geschlossen hat? Auch das hat gar nichts mit Israel zu tun, wohl aber mit der Hamas. Aber was PR angeht, da sind gerade die Palästinenser sehr gut, sich als Opfer darzustellen, selbst dann, wenn sie einen Schulbus mit israelischen Kindern, wie schon gehabt, in die Luft sprengen.

  11. Rennziege

    19. Januar 2016 – 19:46 Mona Rieboldt
    19. Januar 2016 – 20:28 Gerhard
    Monas Einwand ist mehr als berechtigt. Die Zweistaatenlösung wurde den Palästinensern von diversen israelischen Regierungen angeboten — soviel ich weiß, äußerst fair und großzügig —, aber von Arafat und Nachfolgern stets brüsk abgelehnt, mit fadenscheinigen Ausflüchten.
    Warum wohl? Wären sie darauf eingegangen, hätten sie anschließend weniger Kohle von der UNO und (bald darauf) von der EU nachgeschmissen gekriegt; nach drei Generationen daueralimentierten Nichtstuns (außer feigen Attentaten aller Art gegen Israelis) hätten sie endlich in die Hände spucken müssen, um sich einigermaßen autonom zu ernähren: ihre verlotterten Brachlandschaften zu einer Fruchtbarkeit zu bringen, die den jüdischen Einwanderern binnen weniger Jahre gelang. Und palästinensischer Intelligenz, die es zweifellos gibt, die bisher aber die Auswanderung bevorzugt, eine Perspektive zu geben, anstatt ihnen die Kalaschnikow in die Rippen zu stoßen, sobald sie sich “westlich” oder gar fortschrittlich gebärden.
    Jede Gesellschaft auf Erden, die über Jahrzehnte ohne jede Gegenleistung gehätschelt wird, ist dem Verfall preisgegeben. Den die palästinensischen Gangster nur durch Geldspritzen der ihnen treulich verbundenen UNO- und EU-Antisemiten im Zaum halten können. Und das mit einem Vergnügen, das ziemlich lasziv ist, aber in europäischen Medien, Henryk M. Broder und Gatestone ausgenommen, unter den Teppich gekehrt wird.

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