Wenn der Westen nun auch noch anfängt, Kolumbus-Statuen zu stürzen, schafft er sich selber ab

“…..Ein Tag, zwei Ereignisse. Vergangenen Freitag fand zum ersten Mal seit 1935 wieder ein Freitagsgebet in der Hagia Sophia statt, von Recep Tayyip Erdogan inszeniert als Triumph des Islam über den dekadenten Westen; fast zur selben Stunde wurde auf Anordnung der Bürgermeisterin Lori Lightfoot die 1933 von der italienischen Community initiierte Kolumbus-Statue in Chicago nach andauernden Protesten entfernt. Unterschiedlicher könnte der Umgang mit Geschichte nicht sein, und doch zeigt sich in beiden Attitüden der Geist unserer Zeit…. Konrad Paul Liessmann in der NZZ, hier

8 comments

  1. Cora

    Ich weiß. es ist ein Vorurteil. Aber dieses Vorurteil hat sich nun mal bestätigt. Lori Lightfoot ist schwarz und Demokratin.

  2. Gerald Steinbach

    Der Druck des Mobs dürfte immer größer werden, …
    In Frankfurt hat der rote OB ungefragt und aus heiterem Himmel die Parole „ Black lives Matters(!)“ in den Himmel gejauchzt.
    Hintergrund, war die aggressive Diskussion seitens des Mobs und als Schutzmaßnahme und Sympathiepunkte zu bekommen stieß er halt BLM gegen den Himmel.

    Erinnert mich irgendwie an die Armlänge oder halt Weihnachtslieder anstimmen wenn’s brenzlig wird.

    Der Linke/Migrantische Mob und der Politikmob sind inzwischen ein Team geworden.
    Bird with father flock together

  3. astuga

    Man muss sich ja bloß mal ansehen, wer diese Lori Lightfoot ist.
    Selbst andere Demokraten im Stadtrat kritisieren sie wegen ihrer Inkompetenz und aggressiven Dummheit.

  4. ethelred

    Eine Kultur, die leichtfertig ihre Geschicke Frau Lori Lightfoot anvertraut, hat sich bereits aufgegeben. Wenn ich das recht verstehe sieht das Narrativ des Westens derzeit folgendermaßen aus:
    Colunmbus war ausschließlich ein Krimineller und hat nichts zur Entwicklung unserer Kultur beigetragen. Josef Stalin und Che Guevara hingegen waren ausschließlich ehrenwerte Männer, sie bilden die Grundlage unserer altmodischen Werte. Die modernen Werte des Westens sind unter anderem: ACAB, BLM, Gender und die früher niemals aufgetretene Erderwärmung.

    Soweit, so gut. Erstaunlich und beunruhigend aber ist die entrückte Teilnahmslosigkeit des Westens. Wer von seiner Regierung erwartet, daß solche Auswüchse lösungsorientiert angegangen werden, wird mit wochenlangen Sesselkreisen mit zermürbenden Dissenzen über die zulässige Grössenordnung von Babyelephanten unterhalten. Das wird wenig zu unseren wahren westlichen Problemen jedoch viel zur ergebnislosen Selbstbeschäftigung der ganz wichtigen Politik und die persönliche Karriere ebendort beitragen.

    Wer die Zeichen sieht und Ihr Erkennen bewußt nicht wahrhaben will, dem ist nicht zu helfen. Es gibt eben auch Blinde, die nicht sehen wollen. Irgendwie ist noch jede Kultur untergegangen, warum also die des Westens nicht auf diese Art?

  5. astuga

    Aus Chicago, NY oder Seattle hört man wenigstens (oftmals verfälschte) Nachrichten über die Verbrechen dieser Linksextremisten.
    Während die amerikanische Systempresse überhaupt nichts über den linken Irrsinn in US-Kleinstädten berichtet, wo die Auswirkungen relativ gesehen vielleicht sogar schlimmer sind.
    Die Menschen dort werden es sich zweimal überlegen, in Zukunft überhaupt noch Geschäfte (wieder) zu eröffnen.
    Das Ende für jede Stadt.

  6. Johannes

    Wenn Politiker Zeit und Muße haben sich an Denkmäler zu vergreifen so ist das ein Zeichen das es der Gesellschaft welcher sie vorstehen sehr, sehr gut gehen muss. Dieser Denkmalsturm ist einfach Zeichen einer allgemeinen Dekadenz welche auf Grund von Sattheit und Wohlstandsverwahrlosung und aus Mangel einer sinnvollen anderen Tätigkeit stattfindet.

    Wenn man linke Jugendliche zu Hundertausenden alimentiert, sodass sie hin und wieder ein paar Vorlesung ebenfalls linker Professoren besuchen, von dort aufgehetzt dann losziehen um die Welt zu verändern, mit Gewalt und Zerstörung, so ist das ein Indiz dafür das Menschen ohne Existenzbedrohung obwohl sie ohne Arbeit sind, eben auf dumme Gedanken kommen.

    Viele Gesellschaftsmodelle zeigen, es wird immer weniger Arbeit für die Menschen geben, es wird daher ein Grundeinkommen für alle geschaffen werden. Dort sehe ich die größte Gefahr für unsere Gesellschaft.

    Eine Entlohnung von Massen ohne das der Einzelne eine für sich selbst sinnvolle, produktiveTätigkeit ausübt führt zu diesen Bewegungen in denen die Protagonisten den lieben langen Tag nichts anderes zu tun haben als Revolution zu spielen. Aber selbst die Revolution ist keine echte sondern eine Mischung aus Hass über das eigene Scheitern und der Projektion dieses unbefriedigenden Zustandes auf die gesamte Gesellschaft.

    Ich denke in erster Linie sind alle diese Massenstürme der letzten Wochen einem Hass geschuldet der sich in Kanäle entlädt welche mit den Ursachen der Unzufriedenheit gar nichts zu tun haben.

    Der Tod von John Floyd hat mit Columbus nicht das geringste zu tun, dennoch wie verrückt auf ein Denkmal eines Entdeckers einzudreschen und es umzustürzen ist eine Geisteshaltung welche ich bis jetzt nur bei den verrückten Anhängern des IS beobachten konnte.
    Auch kann ich mich an den Sturz eines Denkmals von Sadam Hussein erinnern (von amerikanischen Soldaten durchgeführt) und es gleicht verblüffend den jetzigen Bildern in den USA und Europa.

    Damals schlugen die Leute mit ihren Schuhen auf die gefallene Statue und obwohl ich die Wut der Leute verstehen konnte erschien mir dieses Verhalten skurril und irgenwie primitiv.
    Nie hätte ich gedacht das in der westlichen Welt des Jahres 2020 viele Menschen ähnlich hysterisch und primitiv durch die Strassen ziehen und alles zerstören wollen.

    Ich denke die Betreiber dieser Hass-Aktionen haben nichts zu bieten, absolut nichts außer den Hass und das wird wohl nicht reichen, nicht einmal kurzfristig.
    Wir alle kennen ein Land in dem ein solcher Sonderweg mit aller Konsequenz gegangen wurde, in Venezuela mangelt es an allem obwohl es doch genau so regiert wird wie die meisten Traummännlein der Zerstörer es auch machen wollen.

  7. Rado

    Erdogan dürfte mit den neuen Denkmälern der Amerika Entdecker schon in Produkrion gehen. Er ist ja bekanntlich der Meinung, dass moslemische Seefahrer die Ersten drüben waren.

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