Wenn Deutsche in Deutschland diskriminiert werden

“…..Ich stand im Zug Richtung Österreich neben zwei Irakern. Der eine besaß eine Fahrkarte, der andere nicht. Der Iraker ohne Fahrschein schwor, er hätte eine gehabt, ihm ware aber leider alles abhanden gekommen, auch das Ticket. Außerdem hätte er kein Geld für sowas, er erhalte doch nur 114 Euro im Monat, die Karte wäre zu teuer. Die Schaffnerin bestand trotzdemauf einer Fahrkarte und fragte ihn nach seinem Ausweis. Da er keinen vorweisen konnte, gab er an, bei seinem Bruder, dem zweiten Iraker zu wohnen. Auf die Frage nach dessen Wohnadresse, sprich Zustelladdresse für die Fahrkartenrechnung, war er plötzlich nicht mehr sein Bruder.     Nach einem ewigen Hin und Her, zu dem sich dann auch noch der Zugführer und ein Polizist gesellten, übergab er einen Zettel mit einem Namen, und die Schaffnerin händigte ihm die Rechnung aus.
Er solle sie zu einem späteren Zeitpunkt bezahlen.

Er nahm die Rechnung, schüttelte den Kopf, grinste und zerknüllte sie verächtlich vor aller Augen.

Danach schimpfte er auf Deutschland, dass er dieses Land nicht möge und nur gekommen sei, weil zwei seiner Kinder hier wohnten.

Als ich die Bahnbediensteten darauf ansprach, entschuldigten sie sich bei mir wegen des Vorfalls – sie täten doch nur ihre Pflicht, ich sollte nur warten bis wir Passau erreichten, was da alles los wäre.

Als ich ein Foto des Spektakels schoß und weitere Fragen stellte, wurde ich belehrt, dass die Deutsche Bahn eine AG sei, ich mich auf private Boden befände und kein Recht hätte sie bei ihrer Arbeit zu fotografieren.

Unter Aufsicht der Polizei musste ich mein Foto löschen. Danach wurden meine Personalien aufgenommen, für den Fall, dass ich irgendetwas über das Geschehenen veröffentlichen wollte und heimlich schon ein Bild in der Cloud gelagert haben sollte.

Die beiden Iraker stiegen unbehelligt aus. (hier)

19 comments

  1. sokrates9

    Für einen Ethnologen wichtig: klassischer Verfall von Moral, Sitte und Anstand! Eine 2 – Klassengesellschaft endet mittelfristig in offenen Konflikten und einem Bürgerkrieg!

  2. Falke

    Verteidigungsminister Doskozil heute in der Pressestunde: “50.000 Asylwerber werden zurückgeschickt”; er scheint die Pressestunde mit einer Kabarettsendung verwechselt zu haben.
    Auch heute in “Orientierung”, bekanntlich die Religionssendung des ORF, die inzwischen zu einer Sendung zur Förderung des Islam in Österreich verkommen ist (vorige Woche etwa als Propagandasendung für die Palästinenser). Auftritt einer fest ins Kopftuch eingehüllten einheimischen Moslemin, Originalaussage: “Die meisten syrischen Frauen, die ich kenne, sind Ärztinnen”.

  3. Alfred Reisenberger

    Ad Falke: konnte die Pressestunde nicht sehen, da ich gerade auf Urlaub bin, in den Bergen. Schön mal auszuspannen und mit Mitteleuropäern zusammen zu sein. So, jetzt zu dieser lächerlichen Behauptung 50k Fluechtlinge zurueckzuschicken, wohlgemerkt ab 2019. so, hier eine kleine Rechnung: 37,500 wollen wir jedes Jahr nehmen, ab 2016. d.h. Noch drei Jahre, ohne Ausweisung, macht laut Adam Riese rd. 120k, davon ziehen wir jetzt 50k ab, bleiben also netto immer noch rd. 70k. Dass aber nur wenn nur soviel reingelassen werden, wie angekündigt. Frage: warum müssen wir überhaupt novj welche reinlassen? Es is
    T vielmehr zu befürchten, dass viel, viel mehr kommen werden. Alles Makulatur. Und ich höre jetzt schon die Gutmenschen sagen: zurückschicken, warum? Die sind so gut integriert. Ahmed kann nach 4 Jahren bei uns immerhin schon seinen Namen schreiben. Und jetzt haben wir sogar schon eine Moschee gebaut wo sie ihren Hasspredigen nachgehen können.
    Flüstert ein Berater von Merkel ihr ins Ohr: Frau Kanzlerin, all die vielen Menschen an der Grenze, was sollen wir tun? Lasst sie rein! Aber es sind Deutsche, die raus wollen!!

  4. Zaungast

    Also, wenn ich als Fotografierender im Zug nach den Personalien gefragt worden wäre, hätte ich ihnen einen Zettel gegeben und gesagt, ich wäre der Bruder vom Iraker.

  5. Thomas Holzer

    @Alfred Reisenberger
    Nicht ab 2019, sondern bis 2019; aber dies nur nebenbei
    Wie von mir schon an anderer Stelle geschrieben: Zuerst ohne Kontrolle reinlassen, und dann behaupten, daß man eine gewisse Anzahl wieder außer Landes schafft; alles nur sinnlose und vor allem unerfüllbare, weil eben das Wollen fehlt, Wortspenden, um das p.t. Publikum zu sedieren

  6. gms

    Falke,

    “Verteidigungsminister Doskozil heute in der Pressestunde: „50.000 Asylwerber werden zurückgeschickt“; er scheint die Pressestunde mit einer Kabarettsendung verwechselt zu haben.”

    Exemplarisch für die Infamie der notorischen Keifer war in der Pressestunde Wolfgang Geiers Ansage und Steilvorlage für Doskozil, Petry von der AfD würde einen Schießbefehl an der Grenze gutheißen, ein propagandistisches Mem, das in Deutschland bereits in üblicher Manier flächendeckend inklusive DDR-Verweis durch die Medien getrieben wurde.

    Die tatsächlichen Worte kann jeder selbst nachlesen [1]. Das Muster, wie solche Aussagen evoziert werden, ist bekannt, und die Interviewte ging tatsächlich in die Falle, anstatt es alternativ etwa bei einem allgemeinen Verweis zu belassen, die Organe an der Grenze wären zum Vollzug der Gesetze entsprechend geschult und ausgestattet.

    [1] morgenweb.de/nachrichten/politik/sie-konnen-es-nicht-lassen-1.2620328
    Petry: Wir müssen natürlich genügend Bundespolizisten einsetzen und dürfen Zurückweisungen nicht scheuen. Dies muss notfalls auch mit Grenzsicherungsanlagen durchgesetzt werden.
    Wie hoch sollen die Zäune sein?
    Petry: Sie können es nicht lassen! Schauen Sie doch mal nach Spanien. Die haben auch hohe Zäune.
    Was passiert, wenn ein Flüchtling über den Zaun klettert?
    Petry: Dann muss die Polizei den Flüchtling daran hindern, dass er deutschen Boden betritt.
    Und wenn er es trotzdem tut?
    Petry: Sie wollen mich schon wieder in eine bestimmte Richtung treiben.
    Noch mal: Wie soll ein Grenzpolizist in diesem Fall reagieren?
    Petry: Er muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz.
    Es gibt in Deutschland ein Gesetz, das einen Schießbefehl an den Grenzen enthält?
    Petry: Ich habe das Wort Schießbefehl nicht benutzt. Kein Polizist will auf einen Flüchtling schießen. Ich will das auch nicht. Aber zur Ultima Ratio gehört der Einsatz von Waffengewalt. Entscheidend ist, dass wir es so weit nicht kommen lassen und über Abkommen mit Österreich und Kontrollen an EU-Außengrenzen den Flüchtlingszustrom bremsen.

  7. Hanna

    Dieses Zerknüllen der Rechnung – das muss doch auch irgendwie strafbar sein. Bekommt man in Ö auch eine Rechnung, wenn man keine Fahrkarte hat? Insgesamt, es ist schon schlimm, welche Hassgefühle das gezüchtet werden … ich wünsche mir immer wieder, dass alle Leute, die derlei Unfaires möglich machen und gutheißen, bestraft werden. Hart. Irgendwie. Am besten durch einen der Unterstützten, der Schutzsuchenden. Das verdienen diese VerräterInnen.

  8. MM

    Offensichtlich hat die Polizei Waffen ausschliesslich um auf Europaeer zu schiessen. Oder wie sollen wir die Entruestung ueber Petry und V. Storch sonst verstehen?

  9. Fragolin

    @MM
    Ich bin der festen Überzeugung, dass dem Herrn Gabriel und den ganzen Konsorten am oberen Ende der politischen Nahrungskette rund um die recht laienhaft agierende uckermärkische Diva der durchschnittliche Araber-Hengst etwa so sehr am Herzen liegt wie sein eigenes Volks-“Pack”; es sind Mittel zum Zweck, Spielsteine auf einem Schachbrett, Biomasse für Kriegsspiele. AfD, Pegida, Anti-EU-Bewegungen oder “islamophobe” Gruppen sind nicht mehr und nicht weniger als Spielverderber, Einsager, Spaßbremsen und Gefährder für den Erfolg bei der Umsetzung der eigenen Agenda; die ganze (übrigens sehr stümperhaft) gespielte Entrüstung ist nur Schmierenkomödie.
    Wenn Gabriel und die anderen Leute auf seiner Ebene der Hierarchie etwas sind, dann publicophob…

  10. MM

    @Fragolin
    Darf Ich als Alternative zu publicophob camarillistisch vorschlagen? Von spanisch camarilla = Kaemmerchen = Hinterzimmer

    Oder ist publicophob alternativlos?

  11. Mona Rieboldt

    Dabei gibt es ein deutsches Gesetz “Schusswaffengebrauch von Grenzbeamten”. Und wer sich durch Flucht der Kontrolle entziehen will, auf den darf geschossen werden. Dieses Gesetz existiert und wurde damals von SPD, CDU etc. genehmigt.
    Siehe achgut / Steinhöfel

  12. frank.fendt

    sogar der 1. vizepräsident von jean claude juncker, frans timmermann, behauptete in einem interview, dass 60% aller flüchtlinge wirtschaftsflüchtlinge seien.
    bitte diese aussage an unsere rigide regierung weiterzuleiten. vielleicht bekommt man unter hinweis auf timmermann nicht sofort die nazikeule übergebraten.

  13. frank.fendt

    der berühmteste deutsche philosoph peter sloterdijk sagte im zusammenhang mit dem asylwahnsinn einen wunderbaren satz:
    ” ES GIBT KEINE MORALISCHE PFLICHT ZUR SELBSTZERSTÖRUNG”.

  14. gms

    Right is right and left is wrong. Hardcorelibertäre und erklärte Antikollektivisten bezeichnen sich selbst zutreffend als ‘rechtsextrem’. Daß dieses Prädikat nun zunehmend auch auf jene gemünzt wird, die auf die Aufrechterhaltung des Rechtsstaates pochen, ist ein gelungener sprachlicher Treppenwitz.

  15. Rado

    Wieso hat der Autor dieser Zeilen diesen Bahnbediensteten “gehorcht” als sie ihm “befohlen” haben die Fotos zu löschen oder “Personalien” herauszurücken?
    Warum hat er ihnen nicht gesagt, dass sie sich verpissen sollen, weil es sonst eine auf die Dienstmütze gibt?
    Höchste Zeit, gegenüber solchen Leuten den richigen Ton anzuschlagen, nämlich den, welchen sie gewohnt sind und den sie verstehen und offenbar auch respektieren. Ebenso wird es Zeit für diese deutschen Amtskappeltypen zu lernen: Einheimischer ist nicht gleich immer höflich und freundlich. Wir können auch anders!

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