Wenn die Bankkunden das verstehen, kommt es zum Run

“…..Im heutigen Geldsystem, in dem der Staat das Monopol der Geldproduktion innehat, kann allerdings die Zentralbank – auch in Zusammenarbeit mit den Regulatoren – diesen oder jenen Marktzins quasi in den Negativbereich zwingen. Es handelt sich dann jedoch um einen im wahrsten Sinne des Wortes „unnatürlichen Zins“, der volkswirtschaftlich großen Schaden anrichtet….” (hier)

16 comments

  1. A.Felsberger

    >Man kennt den Zins als Entgelt für die Überlassung von Kapital> Grossartig! Man sollte diesem Chef-Ökonom nur eine Frage stellen: “Was ist Kapital?” und er würde hoffnungslos ins Stottern geraten. Regel Nummer 2 im Leben: Man stelle den Menschen immer nur die einfachsten Fragen. Wenn Sie dann ins Straucheln kommen, weiss man, mit wem man es zu tun hat. Ein Beweis dafür? >Ein Strafzins auf Kundeneinlagen ist eine Maßnahme auf diesem Weg. Banken entschulden sich durch einen „Tausch“ auf ihrer Bilanzpassiva: Die Guthaben verringern sich, im Gegenzug steigt das Eigenkapital der Banken an.> Eine Bank, die überschuldet ist, ist insolvent. Sie weist ein negatives Eigenkapital aus. Eine ver- oder überschuldete Bank existiert nur im Hirn dieses Herren! In der Realität würde sie nicht mehr existieren.

  2. A.Felsberger

    >Im ersten Schritt der sogenannten „Krisenpolitik“ wurde die Zahlungsfähigkeit des Bankenapparates und der Staaten gesichert. Dazu dienen Tiefzins und eine de facto unlimitierte Bereitstellung von Basisgeld.> Erkläre mir mal einer wie durch Zentalbank-Geld die Zahlungsfähigkeit eines Schuldners wiederhergestellt werden soll! Das Unternehmen A, das Anleihen aufgelegt hat, ist insolvent. Die Anleihe liegt bei der Geschäftsbank B auf der Aktivseite. Die Notenbank C nimmt über ein Wertpapierpensionsgeschäft die Anleihe auf ihre Aktivseite und bucht der Geschäftsbank B Zentralbank-Geld gut. Wie, in Gottes Namen, sollte nun das Unternehmen A wieder solvent sein? Es bleibt zahlungsunfähig, und den Schaden hat nach wie vor die Geschäftsbank B zu tragen, ganz einfach, weil eine Pensionierung kein Kauf ist, sondern eine temporäreres Kreditgeschäft mit Rückkaufverpflichtung. Die Zinsen bleiben der Geschäftsbank B genauso wie der Schaden. Einfach abenteuerlich, was dieser Ökonom behauptet!

    PS: Alleine bei einem sog. “unechten Wertpapierpensionsgeschäft” geht der Schaden auf den Pensionsgeber (=die Notenbank) über. Noch werden solche Geschäfte von keiner Notenbank dieser Welt gemacht. Aber vielleicht kommt ja mal der Tag, den dieser Herr bereits jetzt im Kopf trägt.-) Das ist wohl das, was man einen Visionär nennt.-)

  3. Thomas Holzer

    “Eine ver- oder überschuldete Bank existiert nur im Hirn dieses Herren!”

    Nein, alle Banken in unserer Zeit sind ver- und überschuldet, und sie “existieren”.
    Bei einer Eigenkapitalquote von 8, 9% müsste in jedem anderen Wirtschaftsbereich das Unternehmen schon längst Konkurs anmelden, um nicht wergen (zumindest) fahrlässiger Krida vor dem “Kadi” zu landen

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  5. gms

    A.Felsberger,

    > Man sollte diesem Chef-Ökonom nur eine Frage stellen: “Was ist Kapital?” und er würde
    > hoffnungslos ins Stottern geraten.

    Mehr als daß dem Ökonom Ihre Infamie sauer aufstößt, steht nicht zu befürchten. Danach würde er sich räuspern und Ihnen im Ton, mit dem man zu einem Kleinkind spricht, erklären, ‘Kapital’ leite sich vom lateinischen ‘caput’ ab und bezeichnete anno dazumal den (Rinder-)Kopf — das erste, was unsere nomadierenden Altvorderen in den Anfängen der Wirtschaft als in vielerlei Hinsicht dienstbar und somit als werthaltig erkannten.

    Damals wie heute war und ist Kapital als solches trivial erkenn- und beschreibbar, zugleich ist es damit auch unterscheidbar von allem, das kein Kapital ist, notabene jenes, was ohne initialer und hernach fortgesetzter Gewalt und deren Androhung niemals Einzug in die Wirtschaft hätte finden können. Worunter jene von Zentrabanken elektronisch kodierten und ventilierten Abbilder von Kuhdung fallen, sollten Sie sich selbst ausmalen können. Oder auch nicht.

    > Wenn Sie dann ins Straucheln kommen, weiss man, mit wem man es zu tun hat.

    Wären Sie bloß gestrauchelt, hätte man Sie ja fast noch ernstnehmen können. Soviel zur Hoffnung.

  6. gms

    Thomas Holzer,

    > Bei einer Eigenkapitalquote von 8, 9% müsste in jedem anderen Wirtschaftsbereich das
    > Unternehmen schon längst Konkurs anmelden, um nicht wergen (zumindest) fahrlässiger Krida
    > vor dem “Kadi” zu landen

    Das ist nicht so. Entscheidend ist nicht die Eigenkapitalquote, sondern die Möglichkeit, den Verpflichtungen nachzukommen. Ob man den Dax-Konzern Metro oder einen durchschnittlichen österreichischen Gastronomiebetrieb hernimmt — auch mit einstelligen EK-Quoten läßt sich redlich am Markt agieren.

    Zugleich laboriert die Debatte rund um verpflichtende EK-Quoten an einem verdammt linken Spin, hat es doch außerhalb des roten Utopias niemanden zu interessieren, welcher Private einem anderen wieviel Geld zum Wirtschaften überläßt. Nach den Gehirnwaschungen von wegen Konsumenten-Schutz und dessen Auswüchsen, welcher Bürger von wem was unter welchen Bedingungen käuflich erwerben darf oder eben nicht, schwappt nun das Ganze auch in den Investitionsbereich über.

    Kausal dafür scheint mir jener Mechanismus, wonach ein Mensch, der sich mit seiner eigenen Gängelung durch die Obrigkeit mangels Ausweichmöglichkeit nolens volens abfinden mußte, vergleichbare Bevormundungen für weitere Kreise der Gesellschaft gutheißt oder zumindest nicht ablehnt. Wenn schon Käfighaltung, dann auch konsequent für alle.

  7. Thomas Holzer

    “…………….welcher Private einem anderen wieviel Geld zum Wirtschaften überläßt”

    Da haben Sie natürlich uneingeschränkt recht; der Unterschied besteht nur darin, daß der “Private, das Unternehmen” bei Versagen, sprich dem nicht Nachkommen der Zahlungsverpflichtungen, den Gang zum Konkursrichter antreten muß, die Bank jedoch von den Steuerzahlern weiter finanziert wird.

  8. A.Felsberger

    >Damals wie heute war und ist Kapital als solches trivial erkenn- und beschreibbar> Sie meinen also, dass jemand, der ein Rind zu einem Preis von 100 besitzt, ein Kapital in Höhe von 100 hat. Und was, wenn er neben dem Rind Verbindlichkeiten (Volksmund: Schulden) in der Höhe von 80 hat? Wie hoch ist dann sein Kapital? 100 oder 20? Sagen Sie jetzt nicht 100, denn das wäre falsch! Sagen Sie aber auch nicht 20, denn dann wäre ihr Rind kein Kapital mehr. Sie sehen: Sie können antworten wie sie wollen, sie scheitern immer.-) Jeder, der Kapital für ein Rind oder ein Ding hält, ist ein Ahnungsloser. Willkommen im Klub!

  9. A.Felsberger

    >Zugleich laboriert die Debatte rund um verpflichtende EK-Quoten an einem verdammt linken Spin, hat es doch außerhalb des roten Utopias niemanden zu interessieren, welcher Private einem anderen wieviel Geld zum Wirtschaften überläßt.> Sie meinen also, dass es den Lieferanten, der seinem Kunden Ware vorstreckt, nicht zu interessieren hat, ob der Kunde ein positives Eigenkapital hat, d.h. solvent ist? Ich muss zugeben: Wir zwei leben in unterschiedlichen Welten.-)

  10. A.Felsberger

    Herr Holzer: Wie stellen sie sich denn die Insolvenz einer Bank ohne staatliche Stützung vor, sagen wir: Ihrer Hausbank? Die Aktiva dieser Bank, die allesamt Forderungen gegen Dritte sind, müssten am freien Markt verkauft werden. Der Preis der Aktiva würde in Windeseile verfallen. Nach Verkauf aller Aktiva kommt die Summe X heraus, die deutlich unter dem letzten bilanziell ausgewiesenen Wert liegen würde. Dann dürfen Sie sich als Kunde ihrer Hausbank in die Gläubigerversammlung setzen. Dort wird Ihnen mitgeteilt, dass die Konkursquote in etwa, na sagen wir, bei 20% liegt, ihr Guthaben daher auf der gleichen prozentuellen Höhe. Sie hätten 4/5 Ihrer Lebensersparnis verloren und würden das ganze Verfahren für gutheissen. Wären auf niemanden böse als auf sich selbst, der Sie die unglückliche Entscheidung getroffen haben, dieser Bank zu vertrauen. Sie würden sich selbst ihr Leben lang geisseln für diese Fehlentscheidung und weiterhin für die Abwicklung aller Banken durch den Markt eintreten. Dann sind Sie aufgewacht.-) Und es war alles nur ein böser Traum. Ich halte von so naiven Abwicklungsphantasien nichts. Sie nehmen ausser Acht, dass die Stimmung in diesem Land, nachdem alle Bürger ihre Guthaben verloren haben, sich radikalisieren würde bis zu dem Punkt, wo keiner mehr seines Lebens sicher wäre. Nur Sie stehen weiterhin zu ihren Prinzipien. Das nennt man wohl: einen Traum.-)

  11. gms

    A.Felsberger,

    > Sie meinen also, dass jemand, der ein Rind zu einem Preis von 100 besitzt, ein Kapital in
    > Höhe von 100 hat.

    Was auch immer Sie zu diesem falschen Schluß geführt hat — es ist Ihr privates hier immer wieder zur Schau gestelltes Leiden.

    > Jeder, der Kapital für ein Rind oder ein Ding hält, ist ein Ahnungsloser.

    Daß Sie den Unterschied zwischen Implikation und Equivalenz nicht behirnen, haben Sie hier ja schon ausreichend oft unter Beweis gestellt. Gliche Ihre Verständnisfähigkeit Ihrer ignoranten Penetranz, gäben Sie einen ein brauchbares Debattengegenüber ab, so aber reichts gerademal zum zwecks Zeitvertreib hedonistisch vorführbaren Nasenbären.

    > [ welcher Private einem anderen wieviel Geld zum Wirtschaften überläßt. ]
    > Sie meinen also, ..”

    Siehe oben.

    > Wir zwei leben in unterschiedlichen Welten

    Na wenigstens das haben Sie erkannt.

  12. Thomas Holzer

    “Sie nehmen ausser Acht, dass die Stimmung in diesem Land, nachdem alle Bürger ihre Guthaben verloren haben, sich radikalisieren würde bis zu dem Punkt,……….”

    Verzeihung, aber dies ist schlicht und einfach ein dummes Totschlagargument; mit derlei Argumenten lässt sich alles verhindern und/oder alles begründen.

    Aber Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen; Marktwirtschaft, respektive Kapitalismus wird sowieso sukzessive von “unseren” gewählten Politikern mit Einverständnis des tumben Wahlvolkes erfolgreich abgeschafft, Ihre Angst vor Radikalisierungstendenzen ist daher unbegründet

  13. A.Felsberger

    >Was auch immer Sie zu diesem falschen Schluß geführt hat — es ist Ihr privates hier immer wieder zur Schau gestelltes Leiden.> Witzig, Sie haben zwar gross ausgeholt, aber die schlichte Frage, die ich gestellt habe, nicht beantwortet. Müssen Sie, zugegeben, auch nicht, ich bin nicht ihr Lehrer. Kurz: Wie hoch ist ihr Kapital, wenn sie ein Rind zu 100 besitzen und eine Verbindlichkeit von 80? Sie können auch sagen: Solche Fragen beantworte ich nicht, weil Sie, Herr Felsberger, ” den Unterschied zwischen Implikation und Equivalenz nicht behirnen.” Damit bin ich auch zufrieden.-)

  14. A.Felsberger

    >Aber Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen; Marktwirtschaft, respektive Kapitalismus wird sowieso sukzessive von “unseren” gewählten Politikern mit Einverständnis des tumben Wahlvolkes erfolgreich abgeschafft> Herr Holzer: Nicht der Kapitalismus geht unter, sondern das Bild, das die Liberalen vom Kapitalismus hatten. Das ist wie bei einem verlorenen Sohn: Der enttäuschte Vater sagt, dass er vom missratenen Sohn nichts mehr wissen wolle. Und übersieht, dass er immer nur einen hatte.-)

  15. Thomas Holzer

    Dann erweisen Sie -zumindest mir- die Gunst, den Unterschied zwischen Kapitalismus und dem Bild desselben zu erklären, bevor Sie in pseudoreligiöse “Gleichnisse” abgleiten

  16. gms

    A.Felsberger,

    > Witzig, Sie haben zwar gross ausgeholt, aber die schlichte Frage, die ich gestellt habe, nicht
    > beantwortet.

    Bullshit, ich habe Ihre selbstgedrechselten Prämissen verworfen, die Sie mit mit dem Auftakt “Sie meinen also ..” in die Frage eingerührt hatten. Kapital ist das eine, Verbindlichkeit etwas anderes. Solange unser virtueller Rinderhalter dieses Stück Vieh sein eigen nennt, hat er dies als sein Kapital. Klingt komisch, für Sie vermutlich witzig, ist aber so.
    Ob er es selbst züchtete oder im Tausch gegen zwei Ziegen erwarb, die er sich anderswo geliehen hatte, ob seine Großmutter an Grippe leidet oder der Mars im fünften Haus steht, ändert daran kein Jota, selbst wenn Sie es durch Ihre Esoterikbrille anders sehen wollen.

    > Müssen Sie, zugegeben, auch nicht, ich bin nicht ihr Lehrer.

    Richtig, denn Tafelklassler haben selten diese Funktion.

    > Sie können auch sagen: Solche Fragen beantworte ich nicht, weil Sie, Herr Felsberger ..

    .. die Anwort nicht verstehen würden. Ja, das Risiko besteht. Falls Sie nun immer noch nicht verstehen, was Kapital ist und was nicht und wie es dabei in Sachen Wert und Verfügungsgewalt bestellt ist, können Sie hier gerne zusätzliche Nachhilfe bekommen.

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