Wenn es die Falschen trifft

Von | 7. Oktober 2017

(WERBNER REICHEL) In Las Vegas erschießt ein 64jähriger 59 Menschen, über 500 werden zum Teil schwer verletzt. Es ist das größte Massaker der jüngeren US-Geschichte. Doch die Berichterstattung über diese Tragödie ist seltsam schaumgebremst. Die Mainstreammedien berichten äußerst zurückhaltend. Ein weißer Waffennarr richtet mitten in den USA ein gigantisches Blutbad an, da muss doch die Presse voll anspringen, dieses Mass-Shooting muss Wochen lang die Schlagzeilen beherrschen. Dem ist aber nicht so. Denn die Geschichte hat einen „Schönheitsfehler“.

Man erinnere sich an die Vorfälle in Charlottesville im August dieses Jahres, als ein 20-jähriger mit seinem Auto in eine linke Demo fuhr und dabei eine Frau tötete und 19 Menschen verletzte. Damals waren die Medien über Wochen voll von Berichten über diese Amokfahrt. Nazi tötet linke Aktivistin. Die medialen Reaktionen waren entsprechend. Selbst ein farbiger Krimineller, der von einem weißen US-Polizisten in Notwehr erschossen wird, bekommt die selbe mediale Aufmerksamkeit wie die 59 Toten und hunderten Verletzen in Las Vegas. Das gilt auch für den ORF. Auch der Staatsfunk berichtet über Las Vegas neutral und sparsam.

Warum? Es waren schlicht die falschen Opfer. Stephen Paddock schoss auf die Besucher eines Country-Festivals. Country ist eine Musikrichtung, die fast ausschließlich bei konservativen, weißen Amerikanern beliebt ist. Country ist das, was in unseren Breiten volkstümliche Musik à la Andreas Gabalier oder Helene Fischer ist.

Farbige, Latinos, Linke und „Social Justice Warriors“ haben mit der Cowboy-Musik wenig am Hut. Unter Country-Fans finden sich überdurchschnittlich viele Republikaner, sprich Trump-Wähler. Jason Aldean, der auf diesem Festival aufgetreten ist, hat immer wieder Sympathien für Trump bzw. für dessen Wählerschaft durchklingen lassen.  Das heißt, unter den Toten und Verletzten sind vor allem weiße Trump-Wähler, „Stupid White Men“.

Und seit vielen Monaten machen Linke massiv Stimmung gegen Trump, rufen zu Gewalt gegen den Präsidenten und seine Sympathisanten auf. Sie sind die Feindbilder der Linken. So hat etwa Pop-Mumie Madonna öffentlich verkündet, sie wolle das Weiße Haus in die Luft jagen. Star-Rapper Snoop Dog schießt in einem Video auf einen Mann mit Trumpmaske und Robert De Niro bezeichnete Trump in bester Islamisten- bzw. Nazitradition als Hund und Schwein. Das waren nur drei Prominente Trump-Hasser mit ihren Gewaltphantasien. Das Internet ist voll von linkem Hass und Hetze gegen den US-Präsidenten und seine Unterstützer. Die unzähligen linken Gewaltaufrufe könnten nun auf fruchtbaren Boden gefallen sein. Der 64jährige hat diese linken Gewaltaufrufe eventuell in die Tat umgesetzt. Entsprechend waren auch die Reaktionen nach dieser Wahnsinnstat in der linksextremen Twitterblase. Viele freuten sich ganz offen über so viele getötete Trump-Fans.

Man stelle sich die Reaktion der Medien, der Politik und der sogenannten Zivilgesellschaft vor, hätte es sich um ein Hip-Hop-Konzert oder eine Schwulenparade gehandelt. Unruhen im ganzen Land, Massendemos, und breite Medienkampagnen wären die Folge.  Black Lives Matter, aber das von Country-Fans?

Das Las-Vegas-Massaker passt eben nur zu 50 Prozent in jenes Täter-Opfer-Schema, das Linke brauchen, um es politisch in ihrem Sinne verwerten und instrumentalisieren zu können. Richtiger Täter, falsche Opfer. Es waren ja nur „dumme, weiße, rassistische Amerikaner“.

14 Gedanken zu „Wenn es die Falschen trifft

  1. Level35

    Das interessante an der Geschichte ist, wie der Typ 19! Gewehre (ein Gewehr hat min 5-10 kg) in ein Casino (geht um viel Geld, gut bewacht) schaffen konnte.
    Was sagt eigentlich der Sicherheitsdienst dazu? Haben die alle gepennt? Ist das niemanden aufgefallen?

  2. Der Realist

    Die Linken und ihnen nahe Stehende agieren stets nach gleichem Schema, sie pflegen ihre Feindbilder und tragen ihren Hass gegen Andersdenkende offen vor sich her. Auffallend dabei ist, dass, wie auch Herr Reichel schreibt, sich hier die Medien in äußerster Zurückhaltung üben. Wie wehleidig und weinerlich die “Guten” und Linken agieren wenn auch sie, wenn auch nur verbal, etwas härter attackiert werden, kennen wir aus der heimischen Szene rund um die Grüninnen.
    Jahrelang haben auch bei uns die vermeintlichen Obermoralisten und “politisch Anständigen” mit Hilfe willfähriger Medien alle mit Dreck beworfen, die nicht in ihr politisches Spektrum passten. Jetzt fällt ihnen ihre eigene Scheiße auf den Kopf.

  3. sokrates9

    Die Hotels in Las Vegas haben die Besten Metalldetektoren – nicht wegen der Sicherheit -sondern man will verhindern dass eventuell mit Computersystemen die Casinos geknackt werden können! Wo ist eigentlich das Motiv? Zuerst war davon die Rede dass der Typ zum Islam konvertierte, weiter recherchiert wird da nicht…Schließlich hat ohnehin die IS das Massaker bereits für sich reklamiert!!

  4. Karl Markt

    Er war war kein Moslem und es hatte nichts mit dem Islam zu tun. Der falsche Täter also, nicht die falschen Opfer. Barbaren sind nzr die anderen.

  5. Mona Rieboldt

    Hier wurde das Ganze aber hoch und runter in den Medien gebracht, seitenweise. Es war ja ein älterer Weißer, da konnte man sehr genau informieren. Wäre es ein Moslem gewesen, dann hätte man es nur kurz gebracht, wenn überhaupt. Die Nachrictht von der ermordeten Studentin durch einen Asylanten in Freiburg wurde von der ARD gar nicht gebracht. Auf Beschwerden meinte die ARD, das wäre ja nur regional.

    Karl Markt
    Sie widern mich an. Die Opfer waren also die richtigen für Sie.

  6. Karl Markt

    @Mona Riebolt
    “Die Opfer waren also die richtigen für Sie“

    Das ist dirty campaining a la Silberstein.

    Der Grund für die Asymmetrie in der Empörung sind nicht die Opfer, sondern der Täter. Stellen Sie sich vor es wäre ein Moslems gewesen, dann hätten Sie Ihre Empörung und Ortneronline hätte live berichtet.

    Auch beim angeführten Beispiel von Charlottesville verhält es sich so. Der Täter war ein Nazi, also ein Feindbild.
    Über die Empörung kann sich die Gesellschaft die Bestätigung abholen, dass ihr Feindbild gerechtfertigt ist.
    Bei dem Täter von Las Vegas geht das nicht.
    Denn wie gesagt, Barbaren sind nur die anderen.

  7. Karl Markt

    @Mona Riebolt
    “Wäre es ein Moslem gewesen, dann hätte man es nur kurz gebracht, wenn überhaupt“

    Ja genau. Es werden nur ganze Wahlkämpfe darüber geführt inklusive Burkaverbot.

    Burkaverbot gegen den Terror, aber Waffen für die Waffennarren. Im Namen der Freiheit versteht sich.

  8. Rennziege

    7. Oktober 2017 – 16:34 — Karl Markt
    Haben Sie sich schon eine Burka gekauft, um Ihre Überzeugung offen zu manifestieren? Oder wenigstens einen Burnus? Letzterer wäre, nehme ich an, in Österreich straffrei. Was Ihre “Waffennarren” angeht: Sie mögen sich über die US-Waffengesetzgebung echauffieren, wie Sie lustig sind; aber auf die haben Sie gottlob keinen Einfluss. Und in Ö, D, wie auch in der gesamten EU, sind diese Gesetze eh schon restriktiv genug, gööö?

  9. cmh

    Mir gefallt ja am besten dass die Sozen sich jetzt am allerlautesten über dirty campaining aufregen.
    Ge, Karli!

  10. raindancer

    ich vermute dass es ein islamistischer Anschlag war,
    die “Freundin” von ihm stammt auch aus entsprechendem Lande und er selber ist konvertiert…
    ISIS hat sich bekannt
    Ende der Geschichte

  11. Christian Peter

    @raindancer

    Das ist sogar wahrscheinlich. Schließlich soll sich Paddock jahrelang in islamischen Ländern aufgehalten haben. Auch kursierte die Theorie, dass er sich vom IS zu seiner Tat inspirieren ließ, ohne selbst Verbindungen zum IS gehabt zu haben.

  12. mariuslupus

    Die Linken sind der Meinung, dass es die richtigen getroffen hat.Wer besucht ein Country Konzert ? Konservative, Republikaner. Kein Mitleid.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.