Wenn esoterische Luxusangst über Leichen geht

“Ein Aktionsbündnis will am Samstag in Berlin gegen den Anbau von Goldenem Reis protestieren. Die Pflanze kann in armen Ländern Leben retten – eine Bedrohung für die Gegner der Grünen Gentechnik.” (hier)

15 comments

  1. Reinhard

    Also bitte, es geht doch um’s Prinzip. Und für ihr Prinzip lassen Faschisten jeder Coleur schon mal ein paar Millionen Leben.
    So lange es nicht ihre eigenen sind…

  2. Thomas Holzer

    Schon der liebe Gregor Johann Mendel hat Lebensmittel gentechnisch verändert! 😉
    Damals halt “manuell”, heutzutage halt im Reagenzglas

  3. Christian Peter

    @thomas holzer

    es steht Ihnen frei, sich freiwillig von (Genfood-) Müll zu ernähren – aber erheben Sie dieses Verhalten nicht zur Maxime.

  4. Mourawetz

    Beim Einkaufen bewusst aufs Etikett schauen: “Bio”, “Pro Planet”, “Gentechnikfrei”, “ökologischer Anbau” vermeiden. Man muss diese faschistische Ideologie nicht in sich hinein fressen.

  5. Christian Peter

    @mourawetz

    Fehlanzeige. Gentechnik wird insbesondere von Konservativen abgelehnt : Nicht alles technisch Machbare ist sinnvoll.

  6. KClemens

    Es würde mich nicht wundern, wenn unter den Demonstranten eine große Anzahl derer gibt, die an Lactoseintoleranz leiden, vegetarisch und/oder vegan leben, und nach der Demo den Latte nur mit fettarmer Sojamilch nehmen, und zur Stärkung gibt es einen Tofuburger.

    Dabei wird nur geflissentlich übersehen, daß es kaum noch Produkte gibt, die nicht von gentechnisch veränderten Sojabohnen stammen.

    Und wer satt und zufrieden ist, hat auch kein Problem damit, armen Menschen ein wertvolles Lebensmittel vorzuenthalten. Nicht auszudenken, was passiert, wenn man sich die gute Seele nicht mehr an der Mildtätigkeit der Betreuungs- und Empörungsindustrie aufwärmen kann.

    Irgendwie faschistoid.

  7. Mourawetz

    Zurück zum Ursprung heißt auch handgefertigt, da hat Gentechnik keinen Platz. Verzicht ist chic, allerdings nur für jene Übersättige, die die Wahl haben. Jemandem, der nur eine Schale Reis zur Verfügung hat, den Goldenen Reis zu verweigern, ist bestenfalls arrogant. Wenn der verordnete Verzicht aber zu Mangelerscheinung wie Blindheit führt, ist diese besserwisserische Vorenthaltung wohl als faschistoid einzustufen.

  8. Christian Peter

    @kclemens, mourawetz

    die Ablehnung der Gentechnik ist keine Angelegenheit der Öko-Esser, sondern vor allem Ausdruck konservativer Strömungen, die Gentechnik aus ethischen Gründen ablehnen.

    ‘kaum gentechnikfreie Soja – Produkte’

    stimmt so nicht, jedoch sind Soja – Produkte aufgrund des weltweiten Handels besonders anfällig für ‘Verunreinigungen’ (0,01 % – 0,3 %). Ein weiterer Grund, dem Gentechnik – Ackerbau Einhalt zu gebieten.

  9. Christian Peter

    @mme.haram

    Von ethischen und gesundheitlichen Fragen einmal abgesehen : Warum sollte man eine Technik fördern, die keinen Nutzen bietet ? Die für Grüne Gentechnik immer wieder genannten Hauptargumente der 1. Ertragssteigerung und 2. Minimierung des Einsatzes von Schädlingsbekämpfungsmitteln wurden mittlerweile durch zahlreiche Studien widerlegt.

    Die einzigen Profiteure der Grünen Gentechnik sind multinationale Agrarkonzerne, die sich die Patente auf Pflanzen bzw. Saatgut sicherten.

    Würde man Rechte auf geistiges Eigentum (Patente, Urheberrechte) beseitigen, was zahlreiche
    konservativen und libertäre Autoren (Rothbard, McElroy, Palmer, u.a.) fordern, hätten völlig nutzlose Geschäftsmodelle wie die Grüne Gentechnik keine Chance.

  10. Christian Weiss

    Gentechnik als “nutzlos” zu bezeichnen, ist schon reichlich dreist. Schon die konventionelle Züchtung nach dem Prinzip “Trial and error” hat gewaltige Ertragssteigerungen gebracht und ist verantwortlich dafür, dass man überhaupt 7 Milliarden Menschen ernähren kann. Mit der Gentechnik wird die Züchtung effektiver. Die Erfolge sind, obwohl die ganze Sache erst am Anfang steht, schon sehr beachtlich. Da können Esoteriker noch lange irgendwelche Studien zitieren, die sich im Nachhinein als wissenschaftlich haltlos herausstellen. Aber die Gentech-Gegner schrecken ja auch nicht davor zurück, immer mal wieder die Studie mit den krebskranken Ratten hervor zu zücken, obwohl sich inzwischen auch das publizierende Organ weit davon distanziert hat.

  11. Christian Peter

    @christian weiss

    informieren Sie sich. Der Ertrag von Pflanzen hängt nicht nur von Genen, sondern in noch größerem Ausmaß von Umweltfaktoren, wie Wasser- oder Nährstoffverfügbarkeit, ab. Mangelt es an Letzterem, wie fast überall in Armutsgebieten, sind auch mit der Grünen Gentechnik keine nennenswerten Ertragssteigerungen zu erreichen.

    Auch das Argument der Wirtschaftlichkeit greift nicht, denn die Einkünfte amerikanischer Genbauern sind nicht höher, als die konventionell arbeitender Bauern. Hauptverantwortlich sind die hohen Preise für Saatgut, die an Patente – Inhaber fließen. Bauern werden dadurch in die völlige Abhängigkeit getrieben, von Armutsbekämpfung kann in diesem Zusammenhang keine Rede sein : Es gibt keine 5 guten Gründe für Agrogentechnik, aber mindestens 20, die dagegen sprechen.

  12. Mme. Haram

    Herr Peter,
    Ihr gesamter religiöser Sermon ist Nonsens. Nicht zum ersten mal.
    Sparen Sie sich Nachrichten an mich. Ich werde sie nicht lesen.

  13. Christian Peter

    @mme. haram

    zu einer fruchtbaren Diskussion sind Sie vermutlich ohnehin nicht fähig. Sie beherrschen ja nicht einmal die Grundzüge der deutschen Sprache : Zum ersten ‘Mal’ schreibt man groß.

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