Wenn Geldpolitik Katastrophen schürt

“Die Geldpolitiker der EZB liebäugeln mit einem Negativzins. Solche Maßnahmen bringen allenfalls Scheinbesserungen, die dann zu noch größeren Katastrophen führen können – vor allem für die vielen Kleinsparer.” (hier)

6 comments

  1. FDominicus

    Negativzins kann man entkommen. Man kauft sich etwas davon und/oder holt sich das Geld vom Konto. Nur wenn bei der Einzahlung eben gleich mal “auch” abgezogen wird, wird es “interessant”.

  2. Thomas Holzer

    Wie verhält es sich eigentlich bei Negativzinsen mit der KEST?
    Bekommt man dann was vom Staat zurück? 😉

    So ist das halt, wenn die “unabhängige” EZB versucht, Geldpolitik zu machen.
    Die Politiker wollen ja angeblicher Weise die Kreditvergabe an die Realwirtschaft ankurbeln, das einzige, was sie aber wirklich anstreben, ist der vermehrte Kauf von Staatsanleihen durch die Banken, um sich weiterhin billigst refinanzieren zu können. Ein Pyramidenspiel, welches, wie alle Pyramidenspiele, ein böses Ende nehmen wird.

  3. Reinhard

    @FDominicus
    Das ergibt aber einen Sinn, wenn man bedenkt, dass die Politik das Bargeld verbieten will und schon längst alle Einkünfte über Bankkonten einfließen müssen.
    Als der Zwang zum Girokonto in Paragrafen gemeißelt wurde, haben Mahner darauf hingewiesen, dass der Staat zum Selbstbediener werden könnte. Sie wurden verlacht. Jetzt sollte man sich derer wieder erinnern…

  4. Reinhard

    @Thomas Holzer
    Wahrscheinlich wird die KESt vorübergehend ausgesetzt, was die Linkspopulisten auf die Barrikaden treiben wird, denn dann können sie geifern, dass Kapitalgewinne unter Null nun ganz steuerfrei sind, was eine soziale Schieflage bewirkt, die nur durch Enteignung der Reichen eingedämmt werden kann…

  5. FDominicus

    @Reinhard. Ja die Bestrebungen sind klar, nur ändert es ja nichts daran auch mit einem “nur” überwiesenen Geldbetrag kaufen Sie etwas. Sie könnten sich z.B. Anleihen kaufen, sie können sich auch was anderes kaufen. Sie können dieses andere außerhalb des Bankensektors stapeln oder speichern. Bargeld kann man verbieten (und tut es z.B. bei der Zulassung von Fahrzeugen in D, man muß eine Einzugsermächtigung erteilen – man kann diese aber auch wiederrufen). Wenn es so weit ist dürfte es “besser” sein, das was man hat in Reichweite zu haben und nicht als Zahl auf einem Stück Papier…..

  6. Reinhard

    @FDominicus
    Es geht darum, dass ich erst durch den Verbot des Bargeldes alle Leute dazu zwinge, das Geld auf einem Konto zu deponieren, um dann von diesem Konto Sondersteuern (eben Negativzinsen) abzuziehen. Von abgehobenem Cash kann ich nichts mehr einbehalten, außer ich werte es schlagartig ab. Das fällt auf, tut weh und erzeugt explosionsartig Unmut. Aber warum eine Einmalzahlung erzwingen, wenn ich nach und nach ein beständiges Abschöpfsystem installieren kann? Die Bezüge aller müssen zwingend über die Bank verbucht werden, die sofort einen Teil davon als “Negativzins” wieder vernichtet. Ein geiles System, bei dem alle Spielgeldfetischisten ein feuchtes Höschen bekommen. Das fällt weniger auf, zwickt nur ein bisschen und der Unmut kanalisiert sich lauwarm in Internetforen und an Stammtischen.
    Und um die Heilige Ewige Kreditvergabe als kittendes Bindemittel zwischen finanzpolitischem Syndikat und möglichst unlösbar angekettetem Zahlvieh die ihr zustehende Ehrung zu erweisen, müsste am Besten keiner mehr Kreditzinsen zahlen sondern bekäme sogar noch etwas von der Bank geschenkt, wenn er sich verschuldet – je höher, desto mehr? Die Leute tät’s freuen und jubelnd in Konsumkredite und damit Bankabhängigkeit treiben, ohne dass sie es überzuckern, ihre gesamte zukünftige Leistung zu verpfänden.

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