Wenn Gesundheitspolitik Menschen tötet

Von | 2. Juni 2016

“…..wegen fehlender Abstimmung in und mit der ambulanten Versorgung liegen 900.000 Patienten in Spitälern, die anderswo in Europa ganz klar ambulant behandelt worden wären. Von diesen stecken sich 50.000 unnötigerweise mit Spitalskeimen an (das ist nicht zu verhindern) und einige Hundert werden unnötigerweise sterben. Einmal abgesehen, dass die stationäre Behandlung dieser 900.000 Patienten wohl ein bis zwei Milliarden Euro unnötige Kosten erzeugt, sollte es doch wenigstens das Ziel eines Gesundheitssystems sein, Patienten nicht unnötig zu schaden….” (hier)

17 Gedanken zu „Wenn Gesundheitspolitik Menschen tötet

  1. Christian Peter

    Von einer Zusammenlegung der Krankenkassen wird in Österreich seit Jahrzehnten diskutiert – wahrscheinlich wird man sich in der Bananenrepublik Österreich auch noch im Jahr 2100 über dieses Thema unterhalten.

  2. Falke

    @Christian Peter
    Man hat es vor allem deshalb gar nicht diskutiert, weil die Idee und Forderung nach Zusammenlegung der Kassen von Jörg Haider kam, also automatisch schlecht und rechtsextrem sein muss.

  3. Christian Peter

    @Falke

    Diese Idee kam nicht nur von Jörg Haider, sondern liegt in einem kleinen Land wie Österreich mit 23 verschiedenen Sozialversicherungsträgern auf der Hand. Jeder weiß : Sozialversicherungen dienen in Österreich vor allem der Pfründenwirtschaft, wie die meisten anderen Bereiche des öffentlichen Sektors.

  4. Reini

    … jetzt wäre der Richtige Zeitpunkt für eine Zusammenlegung der Kassen! … denn um die Erhaltung der Wählerstimmen von SPÖ und ÖVP kanns ja nicht mehr gehen,… 😉

  5. gms

    Falke,

    “Man hat es vor allem deshalb gar nicht diskutiert, weil die Idee und Forderung nach Zusammenlegung der Kassen von Jörg Haider kam, also automatisch schlecht und rechtsextrem sein muss.”

    Falsches aus falschen Gründen abzulehnen, macht ein Ansinnen nicht richtiger. So die Beobachtung nicht täuscht, läuft der aktuelle Thread in einem Forum, das irgendwie dem Liberalismus verbunden ist und dessen eingedenk das Wechselspiel von Angebot und Nachfrage über staatliche Bevormundung respektive einer One-size-fits-all-Haltung stellt.

    Eine einzige Krankenversicherung sei des Rätsels Lösung, ist ein hochgradig sozialistischer Zugang, der zugleich eingedenk der hierfür nötigen Harmonsierung von Beiträgen, Leistungen und Funktionsträgern das Zeug zur jahrelangen Schlammschlacht hat, aus der wiederum vorhersagbar wie Schnee im Winter notorische Bevormunder und Bedenkenträger als Sieger vom Platz gehen und ein molochartiges Monopol hinterlassen werden.

    Die liberale Alternative dazu ist ebenso so aufgelegt wie simpel: Freie Kassenwahl. Welche Anbieter daraufhin aus dem Markt ausscheiden, Leistungskataloge und Tarife modifizeren, mit anderen fusionieren oder kooperieren oder sonstwie das Angebot verbessern, folgt dabei Marktkräften und eben keinen politischen Vorgaben abseits eines allfälligen Mindeststandards, wie etwa in der Schweiz erfolgreich praktiziert.

  6. Christian Peter

    Freie Kassenwahl macht Sinn, wenn es sich bei den Versicherern um private Unternehmen handelt, die miteinander in Wettbewerb stehen und nicht ausschließlich um Versicherer der öffentlichen Hand, wie in Österreich. Im letzteren Fall ist es sinnvoll, diese zusammenzulegen, denn wofür braucht ein kleines Land wie Österreich 23 Versicherer der öffentlichen Hand ? Ob die Schweiz in Sachen Gesundheitssystem als Vorbild dienen sollte, ist fraglich, immerhin handelt sich um beim Schweizer Gesundheitssystem um das zweitteuerste der Erde nach den USA.

  7. gms

    Trompeter,

    “Freie Kassenwahl macht Sinn”

    Na bitte, geht doch.

    Damit niemand sagen kann, selbst Du als unser notorischer Formumsbrauner könnte hier nicht noch was lernen: Erstens sind nicht alle Kassen in Austriachstan angesichts existierender Betriebskassen Versicherungen der ‘öffentlichen Hand’ und zweitens sind Selbstverwaltungskörper per Definition keine staatlichen Einrichtungen.

    “handelt sich um beim Schweizer Gesundheitssystem um das zweitteuerste der Erde nach den USA.”

    Blödes Gewäsch, das (a) durch jahrelange Trompeterei hier im Forum nicht zutreffender wird und (b) selbst wenn es anders wäre, nichts mit der freien Wahl des Versicherungsträgers zu tun hätte.

    Put simply: Nationalsozialisten wollen einen einzigen Versicherer für alle ohne Wahlmöglichkeit, Libertäre wollen das nicht. Einfach, nicht wahr?

  8. Christian Peter

    Die 28 österreichischen Sozialversicherungsträger sind Körperschaften öffentlichen Rechts, keine privaten Unternehmen (dass diese nach dem Prinzip der Selbstverwaltung organisiert sind, tut nichts zur Sache). Dass Schweizer Gesundheitswesen gehört in der Tat zu den teuersten der Erde und ist somit nicht unbedingt nachahmenswert.

    https://www.google.at/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=1&ved=0ahUKEwj2i5-xrIrNAhXjHJoKHTTBA5AQFggcMAA&url=http%3A%2F%2Fwww.avenir-suisse.ch%2F28158%2Fgesundheitswesen-patient-schweiz%2F&usg=AFQjCNF5xvi9dco1TRWnUbn9Bk2exUV41g

  9. gms

    Trompeter,

    “dass diese nach dem Prinzip der Selbstverwaltung organisiert sind, tut nichts zur Sache”

    Falsch, zumal solche Rechtspersonen aufgrund ihrer Eigenheit nicht dem Staat oder dessen Organen unterstehen und dennoch nicht steuerpflichtig sind. Daß du weiters nicht kapierst, was es mit Betriebskassen aufsicht hat, rundet das Bild deiner Unbelecktheit trefflich ab.

    “dass Schweizer Gesundheitswesen gehört in der Tat zu den teuersten der Erde”

    Bussi.

  10. Fragolin

    Dass Versicherungspflicht mit freier privater Kassenwahl nicht funktionieren kann, sieht man ja bei der Kfz-Haftpflicht.
    Äh, Moment mal, die funktionieren ja. Äh. Anderes Argument:
    Dass es nicht funktionieren kann, sieht man ja an den Kostenexplosionen in Deutschland!
    Äh, gut, die gab es nicht, solange die privaten Kassen frei wirtschften durften und kamen erst als Folge staatlicher Reglementierungen, Verpflichtungen und Sonderrechte für Millionen Beitragsfreie mit Vollansprüchen. Anderes Argument:
    Freie private Kassen sind böse neoliberale Zocker, dass sieht doch jeder, der bei klarem Verstand ist!
    So, haben fertig, denn wer anderer Meinung ist, ist somit nicht bei klarem Verstand und darf ignoriert werden.
    Die Welt ist schön und die Pflichtversicherung alternativlos!
    😉

  11. Fragolin

    @Christian Peter
    Auch die schweizer Pralinen sind mit die teuersten der ganzen Welt. Was für ein ungerechter Globus!

  12. Christian Peter

    @Fragolin

    gegen freie Kassenwahl ist nichts einzuwenden, sofern es sich um private Unternehmen handelt, die miteinander in Wettbewerb stehen. Davon sind wir in Österreich mit 28 verschiedenen staatlichen Sozialversicherungsträgern aber weit entfernt. Solange diese existieren, kommt eigentlich nur eine Zusammenlegung vorhandenen Träger in Betracht, vor allem angesichts der Tatsache, dass dieses Nebeneinander schon seit Jahrzehnten der Pfründenwirtschaft der beiden Altparteien SPÖ/ÖVP dient.

  13. gms

    Trompeter,

    “.. in Wettbewerb stehen. Davon sind wir in Österreich mit 28 verschiedenen staatlichen Sozialversicherungsträgern aber weit entfernt.”

    Laß dir von deinem Sachwalter die Rolle der Körperschaften öffentlichen Rechts erklären. Wenn dann noch Zeit bleibt, soll er dich über die Funktion und Rechtsstellung von bereits real existierenden Betriebskassen aufklären und wie diese bei freier Kassenwahl reüssieren könnten.

    Debatten mit ideologischen Wirrköpfen saugen schon gewaltig, aber mit faktenresistenten und linkschleudernden Schmerzbefreiten wie dir gewinnen sie eine völlig neue Dimension.

  14. Christian Peter

    Freie Kassenwahl zwischen 28 staatlichen Versicherungsträgern ? Was hat das mit freiem Wettbewerb und Marktwirtschaft zu tun ?

  15. gms

    Trompeter,

    “Freie Kassenwahl zwischen 28 staatlichen Versicherungsträgern ?”

    Schau’ mal Kleiner: Du erkennst fälschlicherweise 28 staatliche Einrichtungen, negierst mit der dir wesenseigenen Penetranz von Fußpilz die real existierenden Betriebskassen und willst alle zusammen noch dazu durch einen einzigen deiner Meinung nach tatsächlichen staatlichen Träger ersetzen. Das aktuelle System ist sträflicher Unsinn, aber in deinen blinden Augen ist es ein noch viel größerer Mist, der in perfekter sozialistischer Trompetermanier durch einen gigantischen Bullshit zu ersetzen ist. Das fällt taxfrei in Einsteins Definition von Wahnsinn.

    “Was hat das mit freiem Wettbewerb und Marktwirtschaft zu tun ?”

    Stell deine Frage als Video mit Ausdruckstanz auf deinen eigenen stalinistischen Zugang hier ein und rotz deine unvermeidbare Abschlußzeile d’runter, damit auch alle mitkriegen, wie engagiert du argumentiertest und daß dir am Ende niemand widersprochen hatte.

  16. Christian Peter

    Zum eigentlichen Thema, ‘Fusion der Krankenkassen – ein absolutes No – Go’.

    Logisch, darauf werden wir unter Regierungsbeteiligung der Altparteien ÖVP/SPÖ noch Jahrzehnte warten, dient doch der gesamte staatliche und staatsnahe Bereich seit Jahrzehnten der Pfründenwirtschaft. Ebenso der Bundesstaat, die Doppelgleisigkeit von Bund/Ländern kostet den Steuerzahler 15- 20 Milliarden Euro pro Jahr, ohne erkennbaren Nutzen für den Bürger.

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