Wenn Jesus Christus schon im Pass erkenntlich wird

Von | 25. August 2020

„….Die Republik hat hochoffiziell beschlossen, dass „Meister“ künftig ein Titel wird, den man sich sogar als „Mst.“ oder – auch das muss ja heutzutage sein – als „Mst.in.“ in den Pass eintragen lassen kann. Das ist ein gewaltiger Erfolg für die Wirtschaftskammer, die das ja schon jahrelang verlangt hat. Endlich hat sie bewiesen, dass die Gewerbeordnung nicht bloß ein bürokratischer, teurer, wettbewerbsverhindernder und folglich preistreibender Anachronismus ist, sondern wirklich für etwas gut ist. Nämlich für einen schönen Titel. mehr hier

3 Gedanken zu „Wenn Jesus Christus schon im Pass erkenntlich wird

  1. sokrates9

    Sehe ein Problem darin dass es in der dutschen Sprache keine taugliche Anredeform gibt: Man kann nicht „Herr“ „Frau“ ohne weiteres Wort – gängig ist Name (wenn man den nicht vergessen hat 🙂 )- zu sagen. Herr Doktor, Herr Zahnradbahnrat, sind da Hilfskonstruktionen, wie Herr Ober oder Fräulein zu einer 60 Jährigen Kellnerin…
    Bei andere Sprachen ist Anrede neutral: Mister, Madame, senor, signora, gospodin, efendi.. kann problemlos verwendet werden.Gendern macht die Sache auch nicht einfacher..:-)

  2. astuga

    Innenminister Karl Nehammer hat laut Wikipedia zB. einen Master of Science der aber nicht dem akademischen Master of Science entspricht.
    Klingt interessant, wundert aber nicht weiter bei dem Dschungel an Mastergraden.
    https://www.oesterreich.gv.at/themen/leben_in_oesterreich/titel_und_auszeichnungen/1/4.html

    Vielleicht kann man ja bald auch den Meistergrad der Freimaurer im Pass eintragen…
    Frauen bzw sog. „Wamen“ mit einem Master sollte man jedenfalls in Zukunft politisch korrekt als Mistress bezeichnen.

  3. Johannes

    Kann dazu nur Ephraim Kishons Satire „Wiener Titelwalzer„ empfehlen.

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