Wenn Mitarbeiter gegen Gewertschafter demonstrieren…

Die Situation ist ungewöhnlich für KV-Verhandlungen, weil die Fronten unklar verlaufen: Die betroffenen Piloten und Flugbegleiter sehen im Fall einer Schließung angesichts der Lage auf dem Arbeitsmarkt für sich keine berufliche Perspektive mehr und kritisieren die Verhandlungsführung der Gewerkschaft, die sie für die anstehende Schließung der Lauda-Basis verantwortlich machen. mehr hier

8 comments

  1. Sokrates9

    Weit sind wir gekommen wenn Gewerkschaftler die Existenz von ihren Mitgliedern vernichten,weil der Arbeitgeber nicht nach ihrer Pfeiffe tanzt! Ist das eigentlich verfassungsrechtlich erlaubt?

  2. humanist

    Der angekündigte linke “Marsch durch die Institutionen” wurde von den Leistungsträgern nicht ernst genommen, weil sie für undenkbar hielten, daß eine Mehrheit so dumm sein könnte, die Kuh zu töten, von der alle leben. Ähnlich verhält es sich mit der ganzen Gender-, Frauen- und Umweltscharlatanerie, deren gegenwehrloser Erfolg gewiß selbst manche restintelligente Linke verblüfft. Daß sich diese Institutionen nunmehr medial unrecherchiert und unberichtet (von ortner abgesehen) und unverblümt offen gegen die eigene Klientel und das Volk stellen, ist nur logisch. Die Zwangsumlagefinanzierten brauchen das Volk nicht mehr. Es stört nur. Geldschöpfung durch Wertschaffung war mal. omnes surgite!

  3. Der Realist

    Vielleicht können die Demonstrantinnen auch erklären, warum bei einer Demo in Wien, ihre Botschaften in englischer Sprache transportiert werden müssen.

  4. Cora

    Arbeitgeberseite und -nehmerseite streiten um die Höhe der Gehälter. Der lachende Dritte ist der Staat, der schneidet kräftig mit.

  5. Falke

    “Gewertschafter” – Die werden sich über soviel “Wertschätzung” sicher freuen 🙂

  6. Johannes

    Lohnverhandlungen haben immer ihre Berechtigung, in normalen Zeiten.
    Wir leben nun aber in einer Zeit einer außergewöhnlichen Wirtschaftskrise welche durch einen Lockdown hervorgerufen wurde. Die Wirtschaft gleicht einem Intensivpatienten der in den Tiefschlaf versetzt wurde.
    Es geht nun um Sein oder Nichtsein und zwar für Wirtschaftszeige die nicht von Zwangsbeiträgen leben sondern von zahlenden Kunden.

    Wäre es nicht von Seiten der Gewerkschaft wesentlich intelligenter gewesen – wenn die Belegschaft von Lauda dazu bereit ist – einzuwilligen. Man hätte doch ein Angebot machen können das man zunächst für ein Jahr zustimmt.

    Blicken wir nach Italien so sehen wir das bei Alitalia die Belegschaft nicht bereit war auf Lohn zu verzichten. Die Fluglinie wäre pleite gegangen, der Staat hat sie übernommen und nun soll unter anderem Österreich dafür blechen.

    Vielleicht ist das der Unterschied das in den sparsamen Ländern der EU die Menschen bereit sind Opfer zu bringen um ein angeschlagenes Unternehmen wieder fit zu bekommen.
    Und dann werden diese Idealisten kaltgestellt und zum AMS geschickt. Es ist nicht zu fassen.

    Warum werden sie zum AMS geschickt ? Weil wir armen Nordländer es uns im Gegensatz zu Italien, scheinbar nicht leisten können einen Fluglinie zu verstaatlichen. Natürlich auch deswegen weil es ökonomisch keinen Sinn macht und niemals rentabel wäre.

    Bei Alitalia indirekt mitzuzahlen und die Arbeiter von Lauda ins AMS zu schicken kann nicht der Weisheit letzter Schluss für eine halbwegs ernst zu nehmende Sozialistische Partei Österreichs sein.

  7. humanist

    @Johannes:
    “Wäre es nicht von Seiten der Gewerkschaft wesentlich intelligenter gewesen – wenn die Belegschaft von Lauda dazu bereit ist – einzuwilligen. Man hätte doch ein Angebot machen können das man zunächst für ein Jahr zustimmt.”
    Ginge es der Gewerkschaft wirklich um die Arbeitsplätze, hätten Sie Recht. Tut es aber nicht. Die Gewerkschaft kämpft längst nur mehr um Prolongation der eigenen Pfründe. Genau so wie die EU Apparatschiks.

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