Wenn Ökospiesser zuschlagen

“Berlin-Neukölln, Lehrerwohnung. Dort machte eine polnische Putzfrau sauber. Bis sie die Anweisungen missachtete – und mit normalem Putzmitteln arbeitete. Die bizarre Kündigung geistert durchs Netz”. (Funny, im “stern“)

34 comments

  1. Christian Peter

    Auch ich verwende ausschließlich nachhaltige Wasch- und Reinigungsmittel. Jedoch
    nicht aus Liebe zur Umwelt, sondern aus Eigennutz. Glaube kaum, dass der Gebrauch
    hochwertiger Kosmetik bzw. Reinigungsmittel auf Spießertum zurückzuführen ist.

  2. Christian Peter

    Auch ich verwende ausschließlich nachhaltige Wasch- und Reinigungsmittel,
    jedoch nicht aus Liebe zur Umwelt, sondern aus Eigennutz. Glaube kaum,
    dass der Gebrauch hochwertiger Kosmetik bzw. Reinigungsmittel auf Spießer-
    tum zurückzuführen ist.

  3. oeconomicus

    Sehe ich das richtig?
    Vom Lohn von 8 €/Stunde muss die Putze noch die Putzmittel zahlen und die Fahrt aus Polen. Sie ist nicht gemeldet und es gelten keine Kündigungsfristen. Außerdem scheint mir etliches Andere nicht OK.

  4. Wolf

    Bemerkenswert auch, dass die “Lehrer” (?) offenbar große Schwierigkeiten mit der deutschen Rechtschreibung haben (vorausgesetzt, der Brief ist originalgetreu wiedergegeben).

  5. Christian Peter

    @oeconomicus

    Mein Mitleid für Putzfrauen hält sich in Grenzen. Diese sind häufig
    selbst für einfachste Tätigkeiten nicht zu gebrauchen.

  6. Weninger

    @oeconomicus
    Es war ihre Entscheidung, ein freier Vertrag, wenn auch “schwarz”, — sie kann genausogut in Polen bleiben und Rüben pflanzen.

    @Christian Peter
    Die kroatisch/bosnischen Putzfrauen, die ich in meinem Umfeld beobachte, sind die faulsten und unbrauchbarsten Kräfte. Aber natürlich musste der billigste Putzservice-Anbieter genommen werden, weil man ja auf die Kosten achten muss. Lol.

  7. Mercutio

    Verstehe die Aufregung nicht — “Ökorassismus” — zum Lachen! Wenn ich oder ein anderer Arbeitnehmer die Anweisungen des Dienstgebers nicht wörtlich befolge, und andere als die vorgeschriebenen Betriebsmittel verwende, dann bin ich in nullkommanix weg, gekündigt. Es sei denn, ich wäre Beamter oder sonstwie an einem geschützten Arbeitsplatz, wo ich mit “Hilfe, ich werde diskriminiert” kommen kann.

  8. Christian Peter

    @Mercutio

    Welche Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmittel verwendet werden,
    sollte jeder für sich entscheiden. Spießig ist es vielmehr, sich mit
    persönliche Angelegenheiten fremder Menschen zu befassen.

  9. Samtpfote

    Falls diese Geschichte tatsächlich passiert ist….
    Diese links linken Bäumeumarmer, noch dazu losgelassen auf die Nachfolgegeneration, gehen mir so was von auf die nerven…
    samt dem entsprechenden Gebrabbel hier von Christian Peter et al…
    Ich bin auf Seiten der polnischen Putze!
    Die zwei lehrenden Steuergeldempfänger sind anscheinend nicht in der Lage, ein mal in der Woche ihre Grünhöllenwohnung zu pflegen. 8 Euronen Reinigungsmittel inklusive… Das sagt ja schon alles. Anstatt Kinder, Katzen…
    Ich hoffe, sie pnkelte diesen A..löch..n in die Badewanne…
    Gute nacht Europa!

  10. Mercutio

    @Christian Peter
    Nichts anderes habe ich gesagt. Im privaten Bereich sowieso. Aber wenn ich Anweisungen meines Dienstgebers missachte, fliege ich. Ende.
    Möchte nur wissen, ob wenn Familie Henkel ihre Putzfrau gewuchtet hätte, weil Sie Ajax statt Sidolin verwendete, die Häme auch so groß gewesen wäre.

  11. Mercutio

    @Samtpfote
    Und Sie glauben, die CDU-wählende Unternehmerfamilie X. aus Y. zahlt ihrer Putze mehr? Und selbst wenn. Die Putze hatte den Bedingungen zugestimmt und diese missachtet, s.o. Wenn es sich nicht angeblich um “spießige” Grünwähler handeln würde, dann würde sich aber schon gar kein Schwein aufregen.

  12. Christian Peter

    @Mercutio

    Dass schadstofffreie Produkte bevorzugende Bürger dem linken Milieu
    zuzurechnen sind, ist eine Mär. Es ist eher die besonders gesundheits-
    bewusste bürgerliche Mittel – und Oberschicht.

  13. Mercutio

    @Christian Peter
    Das hab ich eh nicht behauptet, sondern wenn Unternehmersgattin X. gesagt hätte: Unser Kind/Katze reagiert allergisch gegen von Putzfrau trotz Verbot verwendeter Putzmittel, dann hätte sich das Mitleid mit der Putze in Grenzen gehalten. In diesem Forum wie anderswo dient “Grün” als Reizwort, ähnlich wie kommunsitisch oder Islamisch, und schon steht der Schaum vorm Mund des Wutbürgers.

  14. Samtpfote

    Mercutio :
    @Samtpfote
    Und Sie glauben, die CDU-wählende Unternehmerfamilie X. aus Y. zahlt ihrer Putze mehr? Und selbst wenn. Die Putze hatte den Bedingungen zugestimmt und diese missachtet, s.o. Wenn es sich nicht angeblich um “spießige” Grünwähler handeln würde, dann würde sich aber schon gar kein Schwein aufregen.

    Hier handelt es sich nicht um ein Dienstgeber/Dienstnehmerverhältnis, sondern um Ausbeutung.
    Sollen doch die grünen Gfraster ihr Putzzeug selber kaufen….

  15. Thomas Holzer

    vegane Putzmittel (ich hab gar nicht gewußt, daß es solche gibt ;))
    und einen Laminat-Boden in der Wohnung;
    das nenne ich gelebte Inkonsequenz. Dieses Lehrerehepaar sollte sich was schämen 🙂

  16. Thomas Holzer

    @world-citizen
    wow; einmal darf ich Ihnen zustimmen;
    bei mir lief es auch immer so ab; und “meine” Putzfrau kam aus der Slowakei, war sehr verläßlich, fleissig und bekam € 10,– die Stunde; natürlich schwarz!
    Weil es gehören viel mehr Steuern NICHT abgeführt!

  17. Rennziege

    @Thomas Holzer
    Laminatboden! Auch ich lach’ mich öfters scheckig über die Fans billiger, primitiver, kurzlebiger und hässlicher Holzimitate. Noch dazu sondern diese Krücken jahrelang Dünste und Gase ab, die alles andere als gesund sind. In jedem Biobauernstall, aus dem Lehrer ihre öko-korrekten Putenschnitzel beziehen, wären sie längst verboten. 🙂

  18. Weninger

    @Rennziege
    Hässlich ja, aber mit der Gesundheitsschädlichkeit, das würde ich nicht so ernst nehmen. Immer was neues. Das sind dieselben Angsthypes wie bei Amalgam-Plomben, Fluor-Zahnpasten, Quecksilber im Meeresfisch, trans-Fettsäuren und Acrylamid in den Fritten, etc. u.v.m. — wer spricht heute noch davon?

  19. KCemens

    oeconomicus :
    Sehe ich das richtig?
    Vom Lohn von 8 €/Stunde muss die Putze noch die Putzmittel zahlen und die Fahrt aus Polen. Sie ist nicht gemeldet und es gelten keine Kündigungsfristen. Außerdem scheint mir etliches Andere nicht OK.

    Auch wenn die Geschichte sich am Ende als virales Manöver herausstellen sollte, das gibt es durchaus, daß die freischaffende Putzkraft das Zeug selber kaufen muss.

    Aber solche Kotzbrocken wie die Verfasser des Briefes gibt es tatsächlich, und das Schlimmste ist, sie halten sich tatsächlich für etwas besseres als alle anderen Menschen.

    Und genau so behandeln sie auch alle anderen Menschen.

  20. KCemens

    Rennziege :
    @Thomas Holzer
    Laminatboden! Auch ich lach’ mich öfters scheckig über die Fans billiger, primitiver, kurzlebiger und hässlicher Holzimitate. Noch dazu sondern diese Krücken jahrelang Dünste und Gase ab, die alles andere als gesund sind. In jedem Biobauernstall, aus dem Lehrer ihre öko-korrekten Putenschnitzel beziehen, wären sie längst verboten.

    Das Le(e)hrerpärchen wohnt ja in Neukölln, und da sicherlich in einem der durchas respektablen Altbauten, die dort vorhanden sind. Und natürlich mit abgezogenen Holzdielen, die mit Biowachs versiegelt sind.

  21. Christian Peter

    Jedenfalls gibt es Wichtigeres auf Erden als über Putzmittel
    der Bürger zu räsonieren.

  22. Rennziege

    @Weninger
    O.K.: Mögen diese komischen Latten ausdünsten, was sie wollen, von mir aus auch Lavendelduft, mit Vitaminen und Bachblüten angereichert — eine ästhetische und visuelle Umweltverschmutzung bleiben sie allemal

  23. Weninger

    @Rennziege
    jaja, jeder kann/will sich halt nicht Teak- oder Eichenböden leisten. Von dem anderen Plastik in Verpackungen, das uns alltäglich umgibt und angeblich vergiftet, ganz zu schweigen.
    Die 70er Jahre: In meiner Schule gab es auch nur angeblich schädliche PVC-Böden, Neonlicht und geleimte Möbel mit einer heute wahrscheinlich längst verboten Lackur. Anzahl der dadurch geschädigten Personen: unbekannt. 🙂

  24. Mourawetz

    Diese beiden Lehrer sind klassische Linke, die die Welt zu ihrem Bessren ändern wollen, ganz egal ob die Welt das so will, denn sie wissen ja alles besser. Sieht man ja schon an ihrem Kündigungsschreiben, sowas von hochnäsig! Ginge es ihnen darum, dass die Putzfrau die ihr verordneten Mittelchen verwendet, sie hätten sie ihr nur auf die Fensterbank stellen müssen. Aber nein, sie wollten die arme Frau dazu zwingen, dass sie ihre Putzmittel, die sie ja auch in anderen Wohnungen verwendet, auf die einzig richtigen umstellt. Was geht das Lehrerpärchen an, wie die Putzfrau in anderen Wohnungen sauber macht? Genauso wenig, dass sie aus Polen nach Berlin pendelt. Wahrlich besserwisserische Ökofaschos.

  25. Prinz Eugen von Savoyen

    @Mourawetz

    Ökofaschisten, und richtig pädagogisch. Schon der Umfang der Begründung ist peinlich, echtes global dumming.

  26. wollecarlos

    Ei, Ei, wen kann man denn hier entdecken?

    Die Rennziege. Sie hat sich offenbar von ihrem Milchstau erholt und schreibt wieder was Vernünftiges.

    Und den Weninger. Der auch andere Themen als Waffen und Knallerei beherrscht.

    Der Ortner-Blog vereint alles unter seinen Fittichen… ist doch prima!

    Zum Thema:

    Sollte man dies nicht -nach einem alten Preußenkönig- “niedriger hängen” ?

    Vielleicht ist die Meldung ein Fake, und wenn nicht ist es nicht mehr als eine verächtliche Dummheit.
    Solche kommen überall vor, wohl aber besonders in Leuten deren Horizont der Farbspektrum-Wellenlänge 550 – 490 entspricht.

  27. Turing

    Wären die Arbeitgeber typische Klientel von CDU/CSU oder FDP, hätten die Grünen sofort härtere Kündigungsregeln gefordert.

  28. Turing

    @Mercutio
    Familie Henkel hätte sicherlich das Putzmittel gestellt und Weihnachten gäbe es ein ordentliches Trinkgeld für die Putzfrau. Und wenn dann doch die Ajax-Flasche irgendwo herumstände, hätte man sich sicherlich amüsiert, anstatt die Putzfrau “gewuchtet”.

  29. Christian Peter

    Bei Öko – Putzmittel gehen auf ortneronline.at die Wogen hoch. Ich
    werde in Zukunft nur mehr politisch korrekte Billigware verwenden.

  30. Weninger

    @wollecarlos
    Gar nicht blöd, inzwischen kommt mir die Geschichte, auch wegen dieser wortreichen Begründung im Brief an eine fremdsprachige Putzfrau, etwas “getürkt” vor. Eines ist klar, hätte ein beliebiger Manager oder Unternehmer eine polnische Putzfrau wegen einer Nichtigkeit entlassen, würde sich kein Schwanz aufregen, nicht mal Grüne. Insofern wirft man den “Ökospießern” vor, was in der ökonomischen Realität völlig normal ist: Wer nicht spurt, fliegt.

  31. Weninger

    Also kann man nun über einen künstlichen Aufreger mehr den Deckel wieder schließen. Gut.

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