Wenn Schule Hoffnungslosigkeit erzeugt

(JOSEF STARGL) Es ist erfreulich, wenn in den Schulen verantwortungsbewusste Lehrer konkrete Umweltbelastungen aufzeigen und mit den Schülern praxisorientiert über mögliche Lösungen nachdenken. Argumentativer Dialog über spezielle ökologische Probleme und Reflexionen über Unterschiede zwischen Umweltbewusstsein und Umweltverhalten sind erwünscht. Es kann jedoch nicht Ziel einer „ökologischen Bildung“ sein, permanent Emotionen zu wecken und die Schüler dann mit ihren Ängsten und Aggressionen alleine zu lassen.
Pessimistische Lehrer sind im Stande, den Schülern jegliche Perspektive für die Zukunft zu nehmen. Immer mehr Schüler können die „Schlagworte der Apokalyptiker“ nicht mehr rational bewältigen. Mangel an Zuversicht und eine Mentalität der Hoffnungslosigkeit sind die Folgen.
Nicht selten wird, ohne Prüfung spezieller Sachverhalte, den „profitorientierten Produzenten“ die Schuld an allen Umweltproblemen zugewiesen. Unternehmer werden zum Feindbild von „sanften Intellektuellen“, die niemals einen Betrieb von innen gesehen haben und immer laut nach dem Staat rufen. Er soll, wenn es nach ihnen geht, mit Geboten, Verboten, Auflagen und Kontrollen regulierend eingreifen.
Wie die Praxis zeigt, kann der Staat weder soziale noch ökologische Probleme lösen. Er kann Rahmenbedingungen schaffen, Anreize, Steuern und Subventionen einsetzen und vor allem mit der Wirtschaft kooperieren, um ökologische Zielsetzungen erreichen zu helfen. Information und Aufklärung stellen weitere Möglichkeiten dar, um langfristig zu Bewusstseinsbildung beizutragen.
Auf dem Weg von einer reparierenden zu einer vorsorgenden Umweltpolitik beginnen sich zunehmend in der Realität Marktlösungen durchzusetzen, als effizienter zu bewähren. Wettbewerb in Umweltangelegenheiten ermöglicht Lernprozesse!
Wissen über Umweltprobleme und die zur Vermeidung und Lösung dieser notwendige Technik ist doch am ehesten in den Unternehmen als verfügbar zu erwarten und kann dort wohl am wirksamsten eingesetzt werden. Der Konsument wird langfristig akzeptieren lernen, dass in den Preisen für bessere Qualitäten auch Umweltkosten enthalten sind.
Grundsätzlich besteht zwischen Ökonomie und Ökologie kein Widerspruch. Zahlreiche Erfolge umweltverantwortlicher Produzenten bestätigen diese Überlegung. Gewinnorientierung ist vereinbar mit „ökologischen Zielsetzungen“. Unternehmer können sowohl ökologisch als auch ökonomisch erfolgreich handeln. Für die Zukunft vorsorgend handelnde Produzenten und Konsumenten sind, wenn sie Umweltbelastungen erkennen, in der Lage, diese auch vermeiden zu lernen. Im Lichte einer Strategie der Fehlerminimierung ist es möglich, „momentan optimale Umweltbelastungen“ zu erzielen. Wir können die Fehlbarkeit der menschlichen Vernunft nicht ausschließen. Wir können nicht wissen, was wir morgen wissen werden. Es gibt immer Risiken und unerwünschte Folgen.
Ökologisches Denken ist mit wirtschaftlichen Überlegungen vereinbar. Neue umweltfreundliche Produkte und Verfahren ermöglichen ein qualitatives Wachstum. Innovative und zukunftsorientierte Unternehmer praktizieren bereits heute erfolgreich ein „nachhaltiges Wirtschaften“. Sie erzielen Gewinn durch nachhaltige Ressourcen- und Umweltpflege.
Menschen können ökologisch wirtschaften. Es gibt zahlreiche Beispiele, dass sie dies auch tun. Warum lernen eigentlich so viele Schüler den wirtschaftenden Menschen so häufig nur als „Belaster und Zerstörer“ und nicht als positiven Gestalter kennen?

4 comments

  1. TomM0880

    Die letzte Frage hat sich der Autor ja bereits zu Beginn seines Textes selbst beantwortet.

    Nur sind es keine pessimistischen Lehrer sondern verfolgen diese einen Plan, in dem sie täglich d n Unterricht mit ihren Ideologien verwässern.

    Ich fürchte mich schon davor, wenn mein ältester in 2 Jahren in die Schule kommt. Ich stelle mich schon auf viel Streit mit den naiven Lehrern ein.

  2. sokrates9

    Ein Markt kann nur funktionieren wenn es keine irrationalen Eingriffe der Politik gibt! Dank der Energiewende hat sich der Strompreis verdoppelt, jeder österreichische Haushalt zahlt 70.-€ Nonsensgebühr für einen Ökostrom der sich einfach betriebswirtschaftlich nicht rechnet!!Jetzt kommen Milliardenzahlungen für den CO2 Ablasshandel, der für das Klima völlig irrelevant ist!!

  3. Kluftinger

    @ TomMO
    Da hilft nur in der Familie gegensteuern . Das Motto kann man von Victor Frank leihen: “Wer ein Warum zum Leben weiss, erträgt fast jedes Wie”.

  4. Sven Lagler

    „Warum lernen eigentlich so viele Schüler den wirtschaftenden Menschen so häufig nur als „Belaster und Zerstörer“ und nicht als positiven Gestalter kennen?“

    Weil Common Sense, Logik und Rationalität in einer durch Emotionen geleiteten Politik und Gesellschaft abhanden gekommen sind.
    Viele / die meisten (?) Lehrerinnen haben den öffentlichen Sektor, bestenfalls abgesehen von einfachen Ferialjobs, nie verlassen und informieren sich überwiegend aus „Qualitätsmedien“.

    Wie es kommt, dass viele unserer Seen und Flüsse (beinahe) Trinkwasserqualität haben, wir noch ein Gesundheits- und Sozialsystem haben, weshalb ein Großteil der Welt zu uns migrieren will, wir einen Massen- Wohlstand haben der früher undenkbar war (man Vergleiche eine durchschnittliche Wohnung eines Mindestsicherungsbeziehers zB. mit der Kammer eines Burgvogtes oder einer anderen höher gestellten Person die zu den obersten Promille gehörte).
    Wie Wohlstand erwirtschaftet wird haben sie nie hinterfragt / verstanden, es wird wohl davon ausgegangen, dass es sich um ein reines Umverteilungsproblem handelt.
    In Anlehnung an Trump kann man empfehlen: geht in ein Land in welchem die Politik die Wirtschaft klar dominiert (Venezuela, Kuba…), zweigt wie man einen breiten Wohlstand inkl. intakter ökologischer Umwelt schafft und wenn ihr das erreicht habt kommt wieder nach Österreich und zeigt, wie man es noch besser machen kann.

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