Wer bitte sind da die Guten?

(MARTIN VOTZI) Wenn man sonntagabends die Diskussion bei Anne Will gesehen hat, sollte man es wissen.

Die böse Slowakei will gleich gar keine Migranten/Flüchtlinge aufnehmen und Österreich hat sich erfrecht, seine Bereitschaft zu erklären, im Verhältnis zur Bevölkerung mehr Asylbewerber als die allermeisten Länder der EU aufzunehmen Die Linken in Gestalt von Katja Kipping tragen ihr Mantra, dass man niemand abweisen und daher auch keine Grenzen sperren darf, beharrlich vor. Sie fühlen sich als die Guten.

Katrin Göring-Eckardt ist zwar von den Grünen, könnte aber auch als Repräsentantin der Linken durchgehen. Eines haben diese beiden Frauen aber auf alle Fälle gemeinsam. Sie unterbrechen nach Lust und Laune und werten andere Diskussionsteilnehmer (wie im konkreten Fall den slowakischen EU-Parlamentarier Richard Sulik) lieber ab, als Argumente vorzubringen: „Europa muss nicht vor den Flüchtlingen, sondern vor den rechten Politikern geschützt werden.“

Wer ist also für die katastrophale Lage an der griechisch-mazedonischen Grenze verantwortlich? Österreich, sagen die deutschen Politiker unisono. Deutschland ist mitverantwortlich, drückt Sebastian Kurz nicht so direkt aus. Denn die deutsche Kanzlerin hat diese Welcome- und Einladungspolitik begonnen. Griechenland natürlich nicht. Die sind ja arm und können daher mit ihren 12 Millionen Einwohnern nicht einmal eine Basisversorgung für derzeit noch weniger als 30.000 Menschen organisieren.

Die Deutschen wollen keine Durchwinkpolitik nach Deutschland, sie rümpfen aber auch die Nase, wenn Österreich und im Vorfeld Mazedonien und die anderen Balkanstaaten, den Flüchtlingsstrom stark begrenzen. Es wäre viel besser, wenn die Drecksarbeit gleich in der Türkei erledigt wird. Das ist man ohnehin dabei, die freie Berichterstattung endgültig abzuschaffen. Hässliche Bilder sollte es daher auch nur vereinzelt geben. Man verschweigt auch gerne, dass die Türkei keine Asylanträge entgegennimmt, also klar gegen die Genfer Konvention verstößt, und das schon seit Jahrzehnten. Die angeblich guten Bedingungen in den türkischen Flüchtlingslagern werden gelobt, nur lebt ungefähr ein Zehntel der Migranten in Lagern. Der nicht unwesentliche Rest ist sich selbst überlassen.

Wenn Richard Sulik in diesem Zusammenhang von Doppelzüngigkeit spricht, wird ihm sogleich vorgehalten, dass er die EU-Gelder ja auch nimmt. Also – so scheint es – hat er die „deutschen EU-Vorgaben“ widerspruchslos zu akzeptieren.

Deutschland schafft es immer noch, sich als besonders humanitäres Land zu gerieren, hat aber schon vor der politischen Kehrtwende in Österreich Migranten abgewiesen und die Übernahme von Migranten mit Stundenkontingenten reglementiert. Das sind natürlich keine Obergrenzen, sondern eben bloß Kontingente.

Griechenland ist wie immer fein raus. Sie sind die Opfer, die unschuldig zum Handkuss kommen. Man will und man wird ihnen mit Hunderten Millionen unter die Arme greifen. Eine im Verhältnis ähnliche Unterstützung der EU ist aber weder Österreich noch anderen aufnahmebereiten Ländern zu Gute gekommen. Griechenland wird es sicher auch schaffen, ihr absolutes Versagen in der Migrationsfrage mit Erleichterungen für ihre Sanierungsverpflichtungen zu junktimieren.

Man kann über Sebastian Kurz denken, was man will. Er war nicht nur in dieser Diskussion der Einzige, der seine Argumente nachvollziehbar, ruhig und ohne Moralisieren ausgeführt hat. Na ja, wenn er nicht gerade von den linken Damen unterbrochen worden ist.

Wer sind also die Guten? Die Türken, die zwar sehr viele Migranten im Land haben, sich aber kaum um sie kümmern und sie als Faustpfand gegenüber der EU verwenden? Deutschland, das von Humanität spricht aber längst anders handelt? Österreich, das eine Kehrtwende vollzogen hat und den im Verhältnis zu Kern-EU-Staaten wie z.B. Frankreich viel zu hohen Richtwert mit Grenzkontrollen durchsetzen will? Oder Griechenland, das vermutlich mutwillig die Flüchtlingssituation im eigenen Land eskalieren lässt, um als vermeintliches Opfer zu mehr Unterstützung und finanziellen Vorteilen zu kommen?

Oder gar die EU (ist das jetzt Martin Schulz, Angela Merkel oder ein gewisser Juncker), die in den nächsten Tagen vielleicht wieder einmal Beschlüsse fassen wird. Für die mangelhafte Umsetzung werden schon jetzt die Schuldigen gesucht.

47 comments

  1. Wernus

    … ja, Kurz war der Beste! Allerdings befürchte ich, dass der Türkei Zugeständnisse bei Visumerteilung oder Beitrittsverhandlungen gemacht wird. Das ist es nicht Wert! Die Grenze muss jetzt – ohne Ausnahme – dicht bleiben, damit das Signal bei den Migrationsflüchtlingen ankommt. Gleichzeitig sollte die EU glaubwürdig auch Hilfen für Flüchtlingslager in der Region (nicht in Griechenland!) leisten. Nur so kann die Sogwirkung nachhaltig gestoppt werden.

  2. Fragolin

    Ich halte die Politik Österreichs, die hauptsächlich aus wortgewaltiger Unterstützung der Balkanstaaten besteht, die die Drecksarbeit erledigen (also uns die Invasoren von unserem Spielzeug Maschendrahtzäunchen fernhalten) und sich dafür von den moralinsauren deutschen Gutmenschen mit der Zeigefinger-Dauererektion anspeiben lassen dürfen, für eine mit Deutschlands Führung abgesprochene Geschichte. Merkel weiß, dass sie nicht so weitermachen kann wie bisher und eine kleine Pause über die kommenden Wahlen braucht, aber auch keine Kehrtwende hinlegen kann ohne sich lächerlich zu machen – vor Allem, da sie in Bereitschaft für den nächsten Masseneinfall bleiben muss und sich auch der Loyalität ihrer neuen Liebkinder versichern will. Wie andernorts bereits erwähnt, traue ich ihr zu, im Ernstfall auf eine wundersam kampffähige Garde aus arabischen Jungmännern zurückgreifen zu können, sollte der “Kampf gegen Rechts” einmal heißer werden und ihr die Einschläge zu nahe kommen.
    Faymann hat bis vor Kurzem (nein, kein Wortspiel…) sich als braves Hündchen seiner Herrin gezeigt, keiner kann ernsthaft glauben, dass er plöttzlich die streichelnde Hand beißt. Jetzt den Buhmann zu spielen bringt ihm Punkte im eigenen Land, so wie das Anrotzen durch deutsche Moralprediger deren Mutti den Rücken freihält. Win-Win gewissermaßen. Und die Griechen lukrieren noch dreistellige Millionenbeträge, während die Türken Milliarden dafür kassieren, gleich gar nichts zu tun außer ihre muslimischen Missionare nach Griechenland weiterzuschicken – eine Situation mit so viel “win” dass man ganz vergessen könnte, dass es auch eine “lose”-Partei gibt: die autochthonen kulturbereicherten europäischen Steuerknechte.

  3. Rado

    Respekt für jeden der sich eine deutsche Anne-Will Sendung anschauen kann! Habe letzte Woche nur einige Minuten Merkel ertragen und musste aufgeben, als der Kotzeimer überging.

  4. astuga

    @Fragolin.
    So ist es – das ganze ist lediglich ein Schmierentheater.
    Faymann steht plötzlich als der starke Mann da der sich für Österreich einsetzt.
    Das vorangegangene Versagen wird unter den Teppich gekehrt, ebenso wie die von der Regierung eingeplanten zusätzlichen 100.000 Asylwerber (Minimum) für die nächsten drei Jahre.
    Familiennachzug nicht berücksichtigt.
    All das ist plötzlich aus den Medien verschwunden.

  5. Selbstdenker

    Das Deutschland und Österreich good cop – bad cop spielen, bezweifle ich stark. Die eigentliche Show kommt jetzt seitens der EU:
    http://www.breitbart.com/london/2016/03/06/eu-to-pressure-turkey-into-accepting-large-scale-deportations/

    Meine Einschätzung:
    a) Die EU zahlt Kostgeld an die Türkei für die zeitlich befristete Verpflegung der Migranten.
    b) Selbst wenn der Syrien-Konflikt eines Tages vorbei sein wird, ist mit einer Rückkehr der Migranten nicht zu rechnen. Sie haben ihre Häuser etc. verkauft und ihr Platz wird bereits schrittweise von moslemischen Migranten aus westchinesischen Provinzen ausgefüllt.
    c) Merkel will kurzfristig “hässliche” Bilder vermeiden; da eignet sich die temporäre Rückführung in ein Land mit de facto abgeschaffter freier Berichterstattung natürlich bestens. (Die Türkei ist in dieser Hinsicht Vorreiter der EU)
    d) Gegenleistung der EU ist die Aufhebung der Visa-Pflicht sowie die Beschleunigung der EU-Mitgliedschaft der Türkei.
    e) Während jener Zeit in der die Migranten in der Türkei auf Kosten der EU verpflegt werden, kann die Türkei den Migranten die Türkische Staatsbürgerschaft verleihen.
    f) Diese “neuen” Türken können dann – so wie viele “alte” Türken aus Anatolien über die Personenfreizügigkeit und die Niederlassungsfreiheit sich frei in der ganzen EU niederlassen.

    So schlägt man drei Fliegen mit einer Klappe: 1) Zeitgewinn und Vermeidung “hässlicher” Bilder, 2) schnelle EU-Mitgliedschaft der Türkei und 3) die “Umwandlung” von Wirtschaftsmigranten in EU-Bürger.

  6. Fragolin

    @Selbstdenker
    Ich sehe das Prozedere genau so auf uns zukommen, sehe aber keinen Widerspruch zum good cop – bad cop – Spiel. Unsere Hinterzimmer-Befürworter der (noch) kalten Landnahme spielen vornherum die starken “Verhinderer”, stimmen auf EU-Ebene aber dann dem Freizügigkeits-Wahnsinn stillschweigend zu und können dann im kommenden Herbst zuhause die armen Hascherln spielen, die trotz heldenhaftem Zwergenaufstand von den mächtigen Nachbarn eben überrollt wurden, während sie sich in der EU-Kantine mit ebenjenen einen Schampus auf Gutes Gelingen der Pläne gönnen.
    Dass sich die Krähen gegenseitig die Augen aushacken bezweifle ich doch sehr. Österreich spielt momentan nur eine abgesprochene Rolle, auch um einen Anker für Osteuropa bereitzustellen, das sich wegen mangelnder Durchseuchung mit Marionetten der Strippenzieher noch sehr ziert, der Abschaffung der Demokratie und Zerstörung der Nationalstaaten kommentarlos zuzuschauen.
    Hier geschieht nichts, aber auch gar nichts, aus Zufall. Kein Leichenfund in einem Klein-LKW, keine Grenzöffnung und keine Grenzsperrung, keine Erpressung von diesem oder jenem erfolgt einfach aus Zufall und Hoppala, auch wenn es medial so hingestellt wird, als würde das Faktische die normative Kraft sein. Die Fakten entsehen nicht aus Zufall, sondern gelenkt. Und die österreichische Führungsriege ist Teil des Problems und niemals Löser desselben.
    Sorry, ich habe meine Unschuld betreffs der Hochpolitik schon lange verloren. Je teifer man den Protagonisten in die Augen schaut umso mehr Ekel schnürt einem den Hals zu ob des Grauens, das man dort erblickt.

  7. Volker Seitz

    Die Einwanderungsfrage wird im deutschen Fernsehen und in Berlin zur Wahl zwischen Gut und Böse stilisiert.
    Wenn CDU/SPD/GRÜNE Politiker bei zentralen gesellschaftlichen Themen lediglich eine Sichtweise zulassen, stellt sich die Frage, ob sie ihrem Fügrungsanspruch gerecht werden.

  8. Falke

    Sulik hat etwas ganz Wesentliches gesagt, nämlich, dass das slowakische Volk ganz einfach keine Flüchtlinge aufnehmen will, also eine rein demokratische Entscheidung. Für die Linken und Grünen ist allerdings bekanntlich Demokratie nur dann gut, wenn sie ihren Zielen nützt; daher haben sie diese Bemerkung auch geflissentlich überhört. Und noch etwas Schönes hat er gesagt: dass die Slowaken gerne einen fröhlichen Silvester ohne Angst feiern möchten – was sofort zu wütendem Gebrüll (ohne Worte) der beiden links-kommunistischen Damen geführt hat. Erstaunlich ebenfalls, dass der notorisch linksextreme Justizminister Maas sich auch gegen die beiden ständig schnatternden Damen wehren musste. Nicht ganz gefallen hat mir, dass Kurz sich sichtlich bemüht hat, ja kein kritisches Wort gegen Merkel fallen zu lassen, sondern, im Gegenteil, sie öfters sogar gelobt hat.

  9. Fragolin

    @Falke
    Kurz weiß, wofür Franz geschasst wurde.
    Auch das ein Indiz für mich, dass der inszenierte Zwergenaufstand hierzulande eine Schmierenkomödie zu Ehren und Ar***rettung Ihrer Majestät Angela I. ist.

  10. Selbstdenker

    Noch ein Wort zu Merkel, den Linken und Deutschland:

    Wie bereits öfters erwähnt, glaube ich nicht an Verschwörungen sondern an temporäre Zweckallianzen.

    Die Implosion der DDR ging ja wirklich überraschend schnell. In den späten 1990iger Jahren war ich mal in Moskau und eine Russin hat mir erzählt, wie die “Transformation” stattgefunden hat: bis auf die erste Führungsebene ist praktisch der gesamte Sowjet-Kader weiterhin an der Macht. Man hat lediglich das äußere Erscheinungsbild und die Rechtsform gewechselt.

    Im Gegensatz zu Russland hat man in osteuropäischen Ländern Polen, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Lettland, Estland, Litauen, etc. die alten Kader über sehr abwechslungsreiche demokratische Regierungswechsel von der Macht entfernt. Es war für die alten Kader nicht mehr möglich dauerhaft eine Machtposition in einer staatstragenden Partei wieder zu erlangen.

    Anders die Situation im vergleichsweise stabilen wiedervereinigten Deutschland: für Nostalgiker wurde die SED zunächst zur PDS umgegründet und später mit dem linken Flügel der SPD zur LINKE fusioniert. Im Ergebnis ist die linke Politiklandschaft in Deutschland wie folgt strukturiert: a) Alt-Marxisten (LINKE), b) Sozialisten (SPD) und c) Kultur-Marxisten (Grüne). Die FDP hat man gezielt aus dem Bundestag rausmanövriert, die AfD wird stigmatisiert und die CDU ist durch ehemalige DDR-Kader durchsetzt.

    Merkel wird sehr stark durch ihr politisches und Mediales Umfeld beeinflusst und getrieben. Man kennt ihre Art “alternativlose” Politik zu betreiben und serviert ihr die Entscheidungsoptionen (inklusive verzerrter Meinungsumfragen und selektiver Berichterstattung in den Medien) derart mundgerecht, dass sie die “richtige” Entscheidung zielsicher trifft. In der Migrationskrise hat sie sich zudem so weit aus dem Fenster gelehnt, dass eine Umkehr nicht einmal mehr theoretisch möglich ist.

    Merkel hat die Vision einer Hegemonie in Europa durch die geläuterten, guten Deutschen. Dies wird erreicht indem Deutschland das nationalstaatliche Korsett mit Hilfe der immer engeren EU ablegt und als treibende Kraft einer islamisch-orientierten Transformation Europas die Demographie sowie geopolitische Kräfteverschiebungen auf ihrer Seite weiß.

    Die Migrationskrise ist gekennzeichnet durch die sogenannte Passive-Aggressive Strategy:
    https://www.youtube.com/watch?v=Rj2y_8n17SM

    Hinsichtlich der autochthonen Bevölkerung bedient sie sich der sogenannten Guild Weapon. Es wird ähnlich wie bei der Passive-Agressive Strategy ein Reflex christlich geprägter Kulturen angesprochen: das Erzeugen eines tiefen Schuldgefühls samt die Vermittlung einer (ungewissen) Aussicht auf Vergebung über den Weg der Abbitte.

    Wie effektiv diese Methode ist, lässt sich anhand der folgenden Bilderserie erahnen, die recht anschaulich zeigt, wieweit sogar Eltern gehen können um ihr Gewissen zu beruhigen:
    http://imgur.com/a/IgWMb

  11. Thomas Holzer

    Der “wahre” Realist in der Diskussion war der Herr Sulick, und auch der für mich einzig Glaubwürdige

  12. Rennziege

    Überraschung: Die FAZ lobt das Auftreten Sebastian Kurz’ in der Anne-Will-Talkshow:
    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik/tv-kritik-anne-will-nur-einer-klatscht-fuer-heiko-maas-14109856.html
    @Herrn Holzer: Neben Sulik kam auch Kurz überaus glaubwürdig rüber, auch wenn die zwei grünen Flintenweiber ihn dümmlich niederzubrüllen versuchten. Und dann noch die Blamage des deutschen Justizministers Heiko Maas, der seinen Pressesprecher als Claqueur ins Publikum setzte — ein Genuss.

  13. Selbstdenker

    @Rennziege:
    “Und dann noch die Blamage des deutschen Justizministers Heiko Maas, der seinen Pressesprecher als Claqueur ins Publikum setzte — ein Genuss.”

    In der Privatwirtschaft wäre der Heiko-Mittelmaas die Idealbesetzung für die Position eines Sandwich-Managers. Problematisch wird es, wenn man einem solchen egomanischen Würstchen das Amt des Justizministers überträgt.

  14. aneagle

    überheblich, provinziell, starrsinnig, moralinsauer, oberlehrerhaft, intolerant, skrupellos, unmenschlich.
    Deutschland zeigt in der selbst ausgelösten arabischen Invasion weniger die freundliche Mine als sein hässliches Gesicht.
    Ob Kipping(Linke), Göring(Grüne), Özoguz(SPD), oder ICH-Kanzlerin Merkel(DDR): dieses Gesicht ist gendergerecht weiblich.

  15. sokrates9

    Fragolin@ Glaube nicht an die großen Denker und Lenker im Hintergrund. Vielmehr scheint die hohe Politik so zu funktionieren wie es sich der kleine Maxi vorstellt! Schauen sie sich doch nur die Geschichte der EU an! Zuerst als Wirtschaftsunion eine Erfolgsgeschichte, dann von der Politik übernommen ( Merkel: Die EU ist nicht nur ein wirtschaftliches Projekt) und seither ging es bergab! Aber nicht dank der Strategie sondern dank der unfähigen Akteure! Vom Ziel Europa als den erfolgreichen wirtschaftlichen Kontinent und Technologieführer ist man zum ” Sozialkontinent” abgesackt! Cui bono? Es ist einfach der Niedergang von
    alten klassischen Begriffen Ehre, Freiheit, Treue, Transparenz, Konsequenz, persönliche Verantwortung
    ( man traut sich das heute gar nicht mehr zu schreiben) die eine neue korrupte Elite nicht mehr hat!Diese werden jetzt peu a peu eliminiert. Die Ostblockländer, England, Frankreich, die wiederkommenden Rechtsparteien werden den Eliten die Suppe versalzen. 50% der Deutschen können sich vorstellen Rechts zu wählen, 90% lehnen eine Islamisierung Europas ab! Diese schweigende Mehrheit wird erwachen sobald es ihr genügend schlechter geht ( und alle Indikatoren zeigen in diese Richtung) und das man nicht mehr rhetorisch mit Gutmenschenideologie kleinbügeln kann. Dass dann (wie auch von Ihnen öfters beschrieben) ein Bürgerkrieg beginnen wird, glaube ich auch!

  16. aneagle

    @Selbstdenker-11.57
    ad Heiko-Mittelmaas:
    Die SPD scheint eine Partei von Wiedergängern zu sein. Auf Problem-Bär Kurt kam S.Gabriel, nach Y. Fahimi der Clon A. Özoguz und, aller Voraussicht nach, folgt auf M. Schulz, H. Maas. Mental-Inhaltlich ist alles schon o.k., fehlt nur noch der schick-schüttere “Vollbart” und die stattliche Erscheinung des international -sozialistischen Vorbildes.

  17. Christian Peter

    ‘Wer sind die Guten ?’

    Einzig und alleine Ungarn, das als bislang einziges Land der EU seine Grenzen für illegale Wirtschaftsflüchtlinge geschlossen hat.

  18. Fragolin

    @sokrates9
    Abgesehen von den vielen handfesten Hinweisen, die hier @gms unermüdlich vorlegt, ist es eine Sache, die mich an Hintermänner glauben lässt: Merkel ist die wetterwendischste Opportunistin, die man sich nur vorstellen kann, sie vermeidet wo es nur geht irgend eine negative Schlagzeile über sich selbst – und jetzt verbeißt sie sich plötzlich in einen Standpunkt, ohne Rücksicht auf Verluste und mit der Gefahr im Nacken, als meistgehasste Kanzlerin direkt nach dem Braunauer Gefreiten in die deutschen Geschichtsbücher einzugehen? Sie, die um nirgend anzustreifen sich im Winde dreht wie ein Fähnchen, die uckermärkische Wendehalshenne, die nur um sich nicht über den Tisch ziehen zu lassen freiwillig darüberkriecht, zur Not auch in die Arme faschistischer Despoten? Das passt nicht, das ist nicht ihr Naturell, diese harte Kämpferin auf verlorenem Posten war sie nie und ist sie auch nicht – das sieht man ihr auch an, der körperliche Verfall der letzten Monate hat ihre legendären Mundwinkel inzwischen tief ins Gesicht gemeißelt. Nein, das ist kein Alleingang aus Jux und Humanismus, da steht eine Macht dahinter, die sie gegen ihren Willen weitertreibt, die noch an den Strippen zieht, wenn die Marionette schon zerbrochen ist. Mir scheint, jetzt ist für Merkel der Zeitpunkt der Abrechnung gekommen, die Erfüllung der Aufgabe, die ihr vorgeschrieben wurde.
    Merkel ist kein Macher, sie ist Intrigantin und Opportunistin. Achja , und schöne Grüße an den Taxler. Auch dem ist nicht von heute auf morgen ein Rückgrat gewachsen. Da spielen andere Kräfte ein improvisiertes Theaterstück, und die Marionetten hampeln brav nach Plan.

  19. sokrates9

    Fragolin@ Voll Ihrer Meinung was Merkel betrifft, die kommunistische Prägung ist nicht zu verleugnen, nur ich glaube nicht an die Brillianz der Hintermänner, da lauft so viel aus dem Ruder, dass ein konsequenter Kurs nicht erkennbar ist, und die ebenfalls total planlos agieren!!

  20. aneagle

    wenn man an eine Strategie unter Einsatz von Strippenziehern und Hintermännern glauben mag, sollte man auch in Betracht ziehen, dass diese noch viel weiter abgehoben von der Realität agieren als ihre Marionetten. Damit wird alleine schon die Fehlerhaftigkeit der Konstrukte enorm. Also insgesamt ein Chaosroulette.

  21. Mona Rieboldt

    Ich habe mir die Sendung nur deswegen angesehen, weil ich den österreichischen Außenminister mal hören wollte. Und ich fand ihn ausgesprochen gut. Ruhig und gut hat er gesprochen, vor allem nicht das blöde blabla von Steinmeier. Er hat auch nicht Merkel gelobt, sondern gesagt, er unterstützt sie in den Gesprächen mit der Türkei in der “Flüchtlings”-Frage. Er differenzierte da schon. Und er ließ sich auch nicht von den beiden links-grünen “Furien” beeindrucken, da er mehr auf Maas reagierte. Gut fand ich auch seinen Hinweis, dass Frankreich auch nur 30.000 Asylis aufnimmt, Österreich aber mehr. Es wird von Deutschland immer auf die kleinen Länder geschimpft, aber gegen Frankreich gibt es keine negativen Aussagen und das Verlangen gefälligst mehr aufzunehmen. Und schön war auch seine Frage, wieviel jeder aufnehmen soll “und das bestimmen die Deutschen?” Eine schöne Spitze.

    Sulik war auch nicht schlecht. Aber das Format von Herrn Kurz hatte er nicht. Er wirkte eher aggressiv und reagierte wenig souverän auf Frau Göring. Während Kurz die beiden Schreckschrauben nicht so ernst nahm, um auf sie einzugehen. Er ließ sie einfach plappern.
    Richtig war auch sein Hinweis, wie die öster. Innenministerin behandelt wurde, wie sie ausgelacht wurde in einer deutschen Talkshow, als sie von Obergrenzen sprach. Das war mir damals auch sehr unangenehm aufgefallen, wie sie behandelt wurde.

    Insgesamt wirkte Herr Kurz souverän, sprach gut, ließ sich nicht in einen “Kampf” ein und ignorierte mehr die beiden Plapper-Mädchen. Mir hat er sehr gut gefallen.

  22. Reini

    … es stellt sich nicht die Frage – Gut oder Böse, sondern Richtig oder Falsch!!
    … bei Falscher Handlung kann es Böse enden, …. auf Jahre gesehen bis hin zum Bürgerkrieg!!!
    … und leider sehe ich nur Falsche Handlungen, keine Kontrollen an den Außengrenzen, Massen an Flüchtlingen ohne Berechtigung für einen Asylstatus, Radikale Einwanderer, keine Integration, fehlende Arbeitsplätze, usw… dann könnte die Antwort sein, “Ach, waren wir deppert”

  23. Rennziege

    7. März 2016 – 14:16 Thomas Holzer
    Servus!
    Mona Rieboldt hat eine unaufgeregte Laudatio auf Sebastian Kurz geschrieben, die ich zu 100% teile. Was gibt’s da an hölzernen Smileys anzufügen? Wenn Sie einen österreichischen Außenminister der jüngsten Jahrzehnte nennen können, der seinen Job besser gemacht hat als Sebastian Kurz — her damit!
    Was noch zu loben ist: Dieser junge Mann formuliert klar, ohne Umwege, Geschwurbel, Abgehobenheit, Klauseln, Ausflüchte, Schachtelsätze. Hinz & Kunz, natürlich auch Frau Hinz & Kunz, können ihn ungefiltert verstehen. Das allein schon hebt ihn aus dem graugesichtigen Einerlei europäischer Politik.
    Man wird sich doch endlich einmal über einen österreichischen Politiker freuen dürfen, oddärr?

  24. Rennziege

    7. März 2016 – 15:11 Reini
    Weil ich heut frei hab’: Ich empfehle Ihnen freundschaftlich, Adjektive mit kleinen Anfangsbuchstaben zu schreiben und diese kindischen Punkterln wegzulassen. Das würde die Lesbarkeit Ihrer Mitteilungen ein wenig erhöhen.

  25. astuga

    @Rennziege
    Kurz mag sympathisch rüberkommen und mitunter (banale) Wahrheiten aussprechen.
    Aber was hat er denn bisher konkret getan???
    Es gibt keine einzige Blödheit der Bundesregierung die er verhindert hat.
    So wie die Mikl Leitner inszeniert er sich gerne medial, bloß geschickter.
    Aber unterm Strich tragen beide eine für Österreich schädliche Politik mit.

  26. Thomas Holzer

    @astuga
    (Auch) eine treffende Kurz Beschreibung; im Gegensatz zum Herrn Sulik ist er ja auch für eine Verteilung auf die EU-Staaten

  27. Rennziege

    7. März 2016 – 16:15 astuga
    “Es gibt keine einzige Blödheit der Bundesregierung die er [S. Kurz] verhindert hat.”
    Das mag wohl sein, hätte aber seinen Aufstieg erschwert, wenn nicht sogar verhindert; außerdem ist er erst seit kurzem etabliert. Der Mann kann Politik und agiert kongruent pragmatisch. Also wird er den Teufel tun, sich in den lokalen Pallawatsch der ÖVP einzumischen; vielleicht später einmal, um die Paläo-Partei ÖVP vom Dinosaurier aufs Pferd (oder gar aufs Moped) zu setzen, sobald sein Profil gewachsen ist.

    Und lassen Sie uns bitte nicht vergessen, astuga: Kurz ist Außenminister, nicht mehr und nicht weniger. Als solcher hat er sich für Österreichs Wirtschaft und Ansehen im Ausland einzusetzen, was ein Fulltime-Job ist. Von naiven Ministern, die sich jenseits ihrer Ressorts wichtigmachen, haben wir eh schon zu viele.
    Der Kurz weiß, was er tut und was er lässt.

    @Th. Holzer: Sebastian Kurz weiß, keineswegs allein damit, genau (und hat es auch deutlich formuliert), dass die Kontingentierung aller möglichen EU-Staaten ein längst verrauchter Furz Frau Merkels ist; also kann er ihr den Gefallen gern tun, dieser Flatulenz freundlich nachzuwinken. Das ist Politik, wie die EU sie erzwingt.

  28. gms

    Selbstdenker,

    “Wie bereits öfters erwähnt, glaube ich nicht an Verschwörungen sondern an temporäre Zweckallianzen.”

    Das sei jedem unbenommen.

    “Die Implosion der DDR ging ja wirklich überraschend schnell.”

    Sie überrascht weit weniger, falls man bedenkt, wie die DDR überhaupt zustande kam [1][2]. Daß dann noch ausgerechnet William Fulbright mit seinem Interview den Mauerbau absegnete [3], verblüfft wohl auch nur diejenigen, die von zeitweiligen Zweckallianzen ausgehen. Heutigen US-Studenten wird die damalige Show verkauft mit, welch Ironie, die Flüchlinge hätten im Osten bleiben sollen [4].

    Man kann ebenso fälschlich von einer temporären Zweckallianz ausgehen, so man sich die mediale Schlachtung von Christian Wulff als vehementen Gegner einer Schuldenvergemeinschaftung in der EU vergegenwärtigt und zugleich bedenkt, wer aus der CDU es war, der mit einer Rücktrittsaufforderung an Wulff den Todesstoß ausführte und für Gauck den Weg ebnete.

    Stringenter wird das Gesamtbild, so man tatsächlich eine Zweckgemeinschaft annimmt, die seit vielen Jahrzehnten schon besteht und Deutschland seit Ende des zweiten Weltkrieges dominiert.

    [1] free21.org/adenauers-draht-zur-cia/
    [2] berliner-zeitung.de/ein-unanstaendiges-angebot–vor-50-jahren-wurde-die–stalin-note–ueberreicht–war-die-deutsche-wiedervereinigung-damals-schon-in-reichweite–wettlauf-um-die-gunst-der-deutschen-15968682
    [3] Fulbright, 3. August 1961: ‘Next week, if they chose to close their borders, they could, without violating any treaty. I don’t understand why East Germans don’t close their borders because I think they have a right to close it.’
    [4] nsarchive.gwu.edu/NSAEBB/NSAEBB354/
    While Condemning Wall in Public, U.S. Officials Saw “Long Term Advantage” if Potential Refugees Stayed in East Germany

  29. Mona Rieboldt

    Astuga
    Sie meinen Kurz habe nichts getan. Dann kann er auch keine schädliche Politik gemacht haben. Und er allein soll jede Blödheit der Regierung verhindern? Er ist doch nicht Jesus.

    Gut, Österreicher schimpfen gern auf ihre Politiker. Sie sollten froh sein, dass Sie einen solchen Außenminister haben. Aber ich nehme gern Herrn Kurz und schicke Ihnen dafür Herrn Steinmeier mit seinem Geschwurbel.

    Im übrigen, wenn die Österreicher so viel SPÖ wählen, dürfen sie sich über blöde Gesetze nicht wundern, was Unternehmer und Steuern angeht.

  30. Thomas Holzer

    @Rennziege
    Die Kontingente des Herrn Kurz sind sehr konkret! Er möchte die Neubürger nämlich einfliegen lassen!

  31. Rennziege

    7. März 2016 – 16:55 Thomas Holzer
    Mir neu. Wenn, dann höchstens nach Germanien, wo alsbald nur noch Mutti Angela, ganz allein zu Haus wie damals Kevin in New York, mit Bussis und Teddybären um sich werfen wird. Kurz hat mehrfach zu Protokoll gegeben, dass Österreich pro Einwohner mehr Immigranten aufgenommen hat als jedes andere Land Europas.
    Österreich ist also voll. Und die Österreicher haben die Schnauze voll. “Basta!”, so Kurz sinngemäß.

  32. gms

    astuga,

    “Man beachte nur, wie plötzlich die Beziehungen zwischen der EU und der Türkei neuen Schwunge bekommen. Just im Moment der größten Menschenrechtsverletzungen in der Türkei.”

    Einmal mehr lehne ich mich jetzt sehr weit aus dem Fenster, und so ich mit meiner Analyse und Prognose irre, mag man mich berechtigt einen paranoiden Spinner heißen. Anyway:

    Das erklärte Ziel ist eine zunehmend zentralisiertere EU. Das klappt im gegebenen Kontext mit Griechenland nicht mehr, was auch den propagandistischen Affentanz von wegen ‘Schengen – Euro – EU – Griechenland – weitere Hilfspakte – Grenzschutz’ erklärt.
    Die Menschenrechtsverletzungen und sonstigen Umtriebe der Türkei werden aktuell in den Medien gezielt thematisiert, die öffentliche Stimmung, mit der Türkei sei betreffend Flüchtlingen ein verläßlicher Deal einzufädeln, wird gezielt geknickt (siehe auch Anne Will und das wiederholte Einspielen des Zitats von Erdogan).

    Die Vorhersage: Griechenland fliegt aus Schengen, vielleicht auch aus dem Euro, und wird zugleich Europas gigantische Flüchtlingssammelstelle. Griechenland bleibt selbstverständlich in der EU und damit /müssen/ andere Länder, insbesondere Deutschland, von dort solidarisch Migranten übernehmen.
    Ist Griechenland erstmal aus dem Spiel, ist der Weg frei zur politischen Zentral-, Migrations- und Schuldenunion. Das ist der Plan B, der gerade abläuft.

    Verhandlungen mit der Türkei werden weitergeführt, nicht grundlos ist die Türkei der wichtigste Nato-Partner der USA vorort, die USA wollen die Türkei in der Union; nicht zufällig bringt das Jahrbuch des Council on Foreign Affairs von 2015 [1] auf den Seiten 11 und 12 Hochglanzbilder von Davutoglu und Erdogan als Höhepunkte.

    Geopolitik fand und findet statt. Die Vorstellung ist naiv, brave aber strunzdumme Politiker würden redlich von einem Debakel ins nächst größere schlittern.

    [1] amazon.de/gp/search?index=books&linkCode=qs&keywords=9780876096536

  33. Mona Rieboldt

    gms
    Daran arbeiteten schon verschiedene US-Regierungen, dass die EU die Türkei aufnehmen soll, seit Jahren. Und Merkel hat ja Visafreiheit für die EU zugesagt, sowie eine spätere Mitgliedschaft der Türkei. Da viele Türken in D eh schon die 5. Kolonne Erdogans sind, dann noch mehr Türken wie Kurden kommen werden, sollte ich mir vielleicht doch schon mal eine Burka nähen.

    Was aber bezweckt USA damit, dass die Türkei, die mehrheitlich in Asien liegt, in die EU aufgenommen werden soll?

    Wir sollten allein Istanbul in die EU aufnehmen, aber nur, wenn sie sich wieder Byzanz nennen 😉

  34. gms

    Mona Rieboldt,

    “Was aber bezweckt USA damit, dass die Türkei, die mehrheitlich in Asien liegt, in die EU aufgenommen werden soll?”

    Intensivierten Einfluß auf Europa. Wobei hier weniger die USA als solche Einfluß gewinnen, denn jene, welche US-Regierungen seit Ewigkeiten erfolgreich vor den eigenen Karren spannen.

    ‘I love my country, but I hate my government.’ — Soviel zu jenen, die hier Antiamerikanismus vermuten.

  35. Rennziege

    7. März 2016 – 17:52 Mona Rieboldt
    Wir sollten allein Istanbul in die EU aufnehmen, aber nur, wenn sie sich wieder Byzanz nennen.
    Konstantinopel tät’ schon genügen. Aber sagen Sie das mal einem Türken, Muslim oder ungläubig! Dann erleben Sie ungeahnte Vulkanausbrüche.

  36. Johannes

    Die Türkei verhält sich sehr verräterisch, man spürt förmlich wie sie von einer Supermacht getragen wird.
    Der Abschuß eines russischen Jets, reiner Zufall? Ich vermute ein Versuchsballon der Supermacht um zu sehen wie die Reaktionen sind. Das Durchwinken der IS Rekruten aus Europa, dubisose Ölgeschäfte aus dem engsten Kreis, niederknüppeln unbequemer Zeitungsredakteure just einen Tag vor den Verhandlungen mit der EU, Bekämpfung der einzigen Kraft die dem IS im Bodenkampf Paroli bietet, die Steuerung der Migration von Muslimen nach Europa in der Hand der Türkei, ein Treppenwitz europäischer Unfähigkeit.
    Da ist mehr im Spiel als wir alle vermuten, hier wird gerade ein Lehrbeispiel von Einflußnahme demonstriert wie sie nicht einmal im Hinterhof Amerikas möglich wäre. Die kleinen Staaten verstehen die Welt nicht mehr, denn sie sind nicht informiert wie gerade über ihren Köpfen hinweg Geschichte neu geschrieben wird. Wir sind nur kleine Statisten in dieser Inszenierung, vielleicht das in Deutschland ein paar Leute eingeweiht sind.

  37. ostarrichio vecchio

    @Fragolin um 09:02

    „dass es auch eine „lose“-Partei gibt: die autochthonen kulturbereicherten europäischen Steuerknechte.“

    Alles richtig, aber warum begreifen diese Knechte nicht, dass sie über ihre produktive Leistung eigentlich Herrn sind? Es ist das gleiche Spiel auf allen Ebenen: die griechische Presse schreit laut und hysterisch „Nazi, Nazi“, wenn die bis dahin aberrant üppigen Gelder nicht mehr ganz so üppig fließen, der Bettelzigeuner verflucht den nicht mehr ganz so spendablen Passanten, der in seiner treudoofen Art ein ganzes Jahr für seine Alimentation sorgte, um dann eines Tages plötzlich aufzuwachen und unsere heißgeliebten Politiker beschimpfen uns ohne Unterlass, obwohl wir sie die ganze Zeit so gut durchfüttern, dass es darüber hinaus für gut und gerne 50 Jahre Pervitindauerkonsum reichen würde. Und? Haben sie nicht recht uns zu beschimpfen? Wenn wir uns doch selbst als Steuerknechte bezeichnen und uns so verhalten? Nichts gegen den Ausdruck, Fragolin, ich benutze ihn leider auch – aber ist das auch g’scheit?

  38. Fragolin

    @ostarrichio vecchio
    Sie haben ja recht, aber seien wir doch mal ehrlich: die Aufspaltung des Volkes in Individuen hat Früchte getragen, es gibt keine Einheit mehr, keine Macht der Gruppe, jeder wurschtelt nur mehr für sich und es ist egal wie es anderen geht. Egoismus macht einsam, und das müssen wir jetzt erleben – wer kann mehr als eine kleine Familiensippe aufstellen, wer unter 30 hat noch echte Freunde und nicht nur virtuelle “Liker” und “Follower”?
    Die Macht des dressierten Volkes ist erfolgreich gebrochen, wie geplant, sonst wäre nicht die Hälfte der Dreistigkeiten möglich, die wir jetzt erleben. Stolz, Ehre und Verantwortung wurden zu Naziwörtern erklärt und in den Herzen gebrochen. Keiner steht mehr für den anderen ein.
    Ist fatalistisch, ich weiß, aber ich glaube wir sind ziemlich im Ar***, denn wenn die Masse aufwachen und aus ihren virtuellen Tümpeln auftauchen wird, wird es zum Handeln zu spät sein.

  39. waldsee

    @fragolin/ostarrichio
    richtig ,das europ.WIR ist geschichte ,
    opfer seiner kurzsicht und überheblichkeit.das ziemlich rückständige WIR aus dem morgenland ist auf dem vormarsch.
    unsere hadsch beginnt schon,wir fangen an zu bezahlen,an erdogan,an die refutschis…

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