Wer braucht schon Arbeitsplätze…

“….So sieht die wirtschaftliche Realität bei uns aus: Dayli versucht mit einer Marktnische – nämlich der Sonntagsöffnung – Tritt zu fassen. Und hastduesnichtgesehen werden die politischen Parteien aktiv. Motto Numero eins: Das muss schleunigst unterbunden werden. Motto Numero zwei: Da könnt’ a jeder kommen. Flugs wird die böse Gesetzeslücke in der Gewerbeordnung „repariert“, und alles ist wieder im Lot. Man würde sich so viel Tatendrang der Politiker bei Reformen wünschen….” (Hannah Kordik in der “Presse“)

3 comments

  1. Mourawetz

    Arbeitsplatz ist nicht gleich Arbeitsplatz, da gibt es feine Unterschiede. je nachdem, ob er durch staatliche Intervention, wie kürzlich durch das von der Regierung jüngst beschlossene, milliardenschwere Konjunkturpaket, entstanden ist.  Oder ob er durch unternehmerische Eigeninitiative wie durch die Sonntags-Öffnung gerettet worden wäre. Denn nur ein vom Staat auf Kosten der Netto-Steuerzahler geförderter Arbeitsplatz ist ein guter Arbeitsplatz. Eigeninitiative wird boykottiert und wenn dabei 3200 Arbeitsplätze drauf gehen, das spielt keine Rolle.  

    Hier sieht man recht deutlich, dass es der Politik nicht um die Erhaltung des Arbeitsplatzes geht. Sondern nur darum, neue Abhängigkeiten zu schaffen. Auf dass diejenigen, deren Arbeitsplatz vom Gutdünken der Mächtigen in der Politik abhängen,  bei der Wahl in Demut ihre Stimme geben.

  2. Wolf

    Das ist ja typisch: zuerst wird jede privatunternehmerische Initiative, die nicht so recht ins Konzept des genau geregelten “Sozialstaates” passt und vor allem andere Unternehmen zu Wettbewerb zwingt (na so etwas, das darf ja nicht sein!), flugs durch eine unheilige Allianz von Gewerkschaft, Wirtschaftskammer und Regierung (genauer gesagt: “Wirtschafts”minister) unterbunden, und dann werden von genau diesen Institutionen Krokodilstränen vergossen, weil dadurch 3000 Menschen ihren Arbeitsplatz verloren haben. Scheinheiliger geht’s ja wohl nicht mehr!

  3. aneagle

    alleine Daylis Schicksal wäre Grund genug die Buchstaben Ö V P, am besten gleich nach der anstehenden Wahl, auf ein gediegenes Museum, passenderweise in der Löwelstraße, anzubringen und davon abgesehen in der Öffentlichkeit nicht mehr zu verwenden. Wir haben ja einen Haufen sinnloser bis unsinniger Parteien, diese gibt wenigstens noch einen historisch ansprechenden Beitrag zur österreichischen Nachkriegsgeschichte ab. Ein Beitrag zur Gegenwartsgeschichte ist derzeit, trotz angeblichem Mitwirken im Aussenamt, nicht bekannt. 🙂

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