Wer die 3.Welt wirklich ausplündert

“Eins der größten Probleme für die Armen der Welt ist kaum bekannt: Die Summe illegaler Geldflüsse aus den Entwicklungsländern ist zehnmal so hoch wie die gesamte internationale Entwicklungshilfe.” (hier)

11 comments

  1. FDominicus

    Oh und das Geld kommt sicherlich ganz und gar nicht von den gewählten oder an die Macht geputschten Kreise. Das sind sicherlich nur die bösen Spekulanten, oder irgendwelche anderen Schlechtmenchen oder?

  2. Thomas Holzer

    Das Problem ist natürlich bekannt, nur wird es verschwiegen, weil es im “Westen” den Interessen der “Gutmenschenindustrie” entgegensteht.

  3. Manfred Moschner

    Es ist ja schön, wenn Fehlentwicklungen “in der 3. Welt” aufgezeigt werden.
    Doch das Gleiche gilt für Österreich und die EU.
    Oder glaubt irgendwer, die enormen Beträge, die hierzulande umverteilt werden (via Hypos, EU-“Förderungen”, “Abgaben für besondere Leistungen” et.al), hätten auf die heimische Wirtschaft weniger negative Auswirkungen?
    Immer zuerst vor der eigenen Türe kehren ….
    Oder darf ich den Artikel als Parabel für die hiesige Situation verstehen?

  4. Thomas Holzer

    @Manfred Moschner
    Der wesentliche Unterschied: bei uns erfolgt dies (meistens) ganz legal und demokratisch, in der 3.Welt doch wohl eher nicht 😉

  5. Ehrenmitglied der ÖBB

    @ sokrates
    Es mag ja bei der Hypo mit Hilfe von Bankmanagern (österr./bayr.) einiges illegal gelaufen sein, aber ständig andere Fehlentwicklungen und Finanzkatastrophen mit Hinweisen auf die HAA zu relativieren oder zu leugnen wird schön langsam fad! (wie lange wurde eigentlich der Konsum/BAWAG Skandal als Rechtfertigung benützt?).

  6. Manfred Moschner

    Was heißt da “relativieren”?
    Mit Hilfe der HAA wurden um vieles mehr gestohlen und umverteilt als Mubarak in 30 Jahren aus Ägypten herauspressen konnte!
    Das ist nicht nur die Fehlleistung “von ein paar Bankmanagern” – da wurde im großen Stil umverteilt, mit Hilfe staatlicher Entscheidungsträger und Aufsichtsbehörden. Und die Entscheidungsträger pfeifen auf den Rechtsstaat – mit scheindemokratischen Mitteln (Anstaltsgesetz) soll der Mantel des Schweigens über die Umverteilung gebreitet werden.
    Und die HAA ist nur die Spitze des Eisbergs. Andere Banken werden genauso zur Umverteilung verwendet – und daneben gibt es diverse sonstige Mechanismen.
    Diese Mechanismen unterscheiden sich nur wenig von denen der 3. Welt. Ich sehe nur 2 Unterschiede:
    – in der EUdSSR wird noch niemand umgebracht, der diese Zustände kritisiert
    – die in der EUdSSR umverteilten Beträge sind um einiges höher als jene der 3. Welt; es ist ja auch einiges mehr zu verteilen da.
    Darum ging es in meinem Einwand: Schön, dass wir uns um die 3. Welt kümmern. Zuerst sollten wir aber denen das Handwerk legen, die uns das Fell über die Ohren ziehen …

  7. Thomas Holzer

    “Und die Entscheidungsträger pfeifen auf den Rechtsstaat”

    Verzeihung, aber falsch.
    Die Entscheidungsträger pfeifen nicht auf den Rechtsstaat, sie “richten”! sich den “Rechtsstaat” -ganz demokratisch legitimiert- entsprechend ihrer Bedürfnisse.
    Wir sollten schon die längste Zeit unser Land nicht mehr als Rechtsstaat bezeichnen, bedenkend, daß sukzessive die Prinzipien des Privatrechtes, der Privatautonomie per Gesetz zumindest ausgehöhlt werden, wenn nicht schon gar -teilweise- abgeschafft wurden

  8. ricbor

    Alles alter Käse. Schon Dieter Hildebrandt hatte in den Siebzigern vorgeschlagen, die sogenannte Entwicklungshilfe aus Gründen der Effektivität direkt auf die entsprechenden Nummernkonten der Regierungsgauner der dritten Welt zu überweisen.

  9. sokrates9

    Ehrenmitglied des ÖBB@…ständig andere Fehlentwicklungen zu relativieren wird schön langsam fad..
    Die Sauereien finden überall statt und ich möchte da gar nichts relativieren(siehe auch Kommentar Moschner) – allein in meiner Naivität habe ich noch einen Funken Hoffnung, dass es uns leichter wäre in dieses Wespennest zu stechen als eines in Ruanda- Urundi und wer weiß wo noch…

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