Wer die wirklichen Spekulanten sind

(von KATHRIN NACHBAUER) Ab Montag ist es also soweit: Die EZB unter dem nicht demokratisch legitimierten Draghi verschießt ihr letztes Pulver und wird jeden Monat 60 Milliarden Euro in die europäischen Finanzmärkte pumpen. Dass die direkte Finanzierung von Pleitestaaten durch die Notenpresse nicht erlaubt ist, kümmert Draghi wenig, hat er doch eine angenehme Mehrheit von Schuldnerländern in der EZB…

Die Gelddruck-Phantasten glauben tatsächlich, dass die Realwirtschaft dann florieren wird. Die Wahrheit ist aber, dass diese auch bislang keine Spur von der magischen Geldvermehrung profitiert hat. Im Gegenteil, neue Regularien, insbesondere Basel III, haben sich als wahre KMU Killer entpuppt, da es den Banken praktisch unmöglich gemacht wird, Kredite an Unternehmer zu vergeben. Anstelle dessen ist es viel rentabler zu spekulieren. Österreich ist da das beste Beispiel, wo man letztes Jahr die Bankensteuer verdoppelt, allerdings das gesamte spekulative Geschäft davon ausgenommen hat. Ein klares Zeichen der sozialdemokratisch geführten Regierung: die Kreditvergabe wird verteuert, während die Spekulationsbanken bankensteuerbefreit agieren können. Die wahren Spekulanten zeigten ihr Gesicht. Es ist nicht zu erwarten, dass die Realwirtschaft vom Geldsegen profitieren wird. Es ist auch nicht zu erwarten, dass die besonders verschuldeten Südländer plötzlich einen Kulturwandel vollbringen werden und sowohl ihren Haushalt als auch ihre Strukturen sanieren, insbesondere, wenn mit frischen Geldscheinen gewunken wird.

Griechenland ist das beste Beispiel: 240 Milliarden Euro sind schon geflossen mit dem Ergebnis, dass so gut wie nichts reformiert ist, es den Menschen schlechter geht als je zuvor – mit der Ausnahme einiger weniger einzelner Profiteure und einiger mehrerer Beamter – und der Schuldenberg eine neue Rekordhöhe erreicht hat. Dafür ist aber zu erwarten, dass der Euro endgültig eine weiche Währung wird. Und ich kenne kein Land, wo die breite Masse mit einer weichen Währung je Wohlstand erwirtschaftet hat. Langfristig werden die Schweizer besonders froh sein, sich rechtzeitig von dem sinkenden Schiff getrennt zu haben.

Außerdem ist fraglich, ob Draghi überhaupt die nötigen Verkäufer von Staatsanleihen unter den Banken finden wird. Banken müssen nämlich das Halten von Staatsanleihen nicht mit Eigenkapital unterlegen, während sie für andere Wertpapiere sehr wohl Sicherheiten brauchen. Also wer – ausser den ganz maroden Ländern – wird schon seine risikolosen Anleihen an die EZB verkaufen?

2 comments

  1. H.Trickler

    Die Verfechter der Draghischen Heilslehre behaupten standhaft, dass die Andersgläubigen zu dumm sind, um den Nutzen zu sehen.

  2. Rennziege

    Seltsam genug ist es ja schon: Da beweinen die linxxgrünen und sozialistischen Rosstäuscher europaweit stets eine “Verteilung von unten nach oben”, von den Armen zu den Reichen. Selber treiben sie aber nichts anderes, indem sie notorischen und g’stopften Betrügern wie den Griechen weiterhin Euro-Milliarden in den Anus blasen, während der einheimische Mittelstand samt Nachwuchs seiner Zukunft beraubt wIrd.
    Erschwerend kommt hinzu, dass die angeblichen Klima-Heiler mehrheitlich in Zufallsstrom erzeugenden Wind- und Solarfirmen investiert sind, die ohne Subventionen mausetot wären. Also beschließen rotgrüne Parlamentarier die Zuschüsse aus Steuergeld, die als Dividenden auf ihren Konren landen.

    Hoffnungsstrahl: Da diese physikalisch und wirtschaftlich absurden Eierwärmer allmählich durchschaut werden, hat sich’s bald mit den Gänsen (uns!), die goldene Eier für Gauner aller Art legen.

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