Wer hat den Hunger in der Welt wirklich reduziert?

“…. Die Erfolge der Welternährung wurzeln nicht in den Konferenzen und Dienstreisen von Diplomaten und internationalen Organisationen, sondern in den Labors von Universitäten und in den Forschungs- und Vermarktungsaktivitäten von – ja, es sei laut und deutlich gesagt – gewinnorientierten Lebensmittel-, Agrar-, Saatgut- und Düngemittelkonzernen, aber auch in jenen kommerziellen Strukturen, die der Landwirtschaft ausreichende Mengen an Energie und an industriellen Produkten wie Fahrzeuge oder Landmaschinen zur Verfügung stellen. mehr hier

4 comments

  1. sokrates9

    Derzeit geht es zurück in das Mittelalter. Corona ist der richtige Hebel dazu. 160 Mio Leute (wahrscheinlich wesentlich mehr) verlieren derzeit in den 3. Weltländern ihren Arbeitsplatz
    und fallen in totale Armut zurück! Werden diese Coronakollateralschäden auch berücksichtigt, oder sind die 860 Toten in Österreich 0,009% genügend Beweis für eine Pandemie??

  2. Der Realist

    @sokrates9
    Und ein großer Teil dieser Arbeitslosen wird uns dann heimsuchen, ein paar Willkommensklatscher werden garantiert an den Grenzen stehen, während die Vernunftbegabten sich den Kopf zerbrechen, wie man die eigene Bevölkerung mit dem Notwendigsten versorgen kann.
    Sollte in der kommenden Saison der Wintertourismus bescheiden ausfallen, dann haben auch wir in Österreich, dank Wastl und dem Burnoutler, riesige Probleme. Irgendwann wird das Volk die Stopptaste drücken, dann ist es vorbei mit schönen Reden und Inszenierung, dann werden die sogenannten Eliten halt nur mehr nachts aus dem Haus schleichen.

  3. astuga

    Der Kapitalismus hat ganz ohne Frage seinen Teil dazu beigetragen den Hunger in der Welt zu reduzieren.
    Das zeigte sich ganz deutlich überall dort wo die freie Marktwirtschaft ausgeschaltet wurde.

    Ich würde jetzt im Umkehrschluss aber nicht so weit gehen zu behaupten, Kapitalismus bzw die freie Marktwirtschaft wäre gleichzusetzen mit den heutigen internationalen Chemie- und Saatgutkonzernen.
    Die sind mittlerweile so weit vom Kapitalismus entfernt wie die Finanzindustrie.
    Und eines der Probleme liegt auch darin begründet, dass die Vorstände solcher Unternehmen nicht mehr bloß den Gewinn ihres Unternehmens maximieren wollen (mit dem sie sich identifizieren), sondern nur noch ihren eigenen.
    Man kann also den Kapitalismus ausschalten – was verhängnisvoll ist.
    Oder ihn pervertieren (etwa indem man Verluste sozialisiert) – was mittel- und langfristig ebenso schädlich sein wird.
    Kennzeichen beider Richtungen ist der Ruf nach einem starken Staat.

  4. Johannes

    Was das Handelsabkommen zwischen Europa und Südamerika mit der Bekämpfung von Hunger zu tun haben soll erschließt sich mir leider nicht.

    Ich halte Bio-Landwirtschaft für interessant, sehe auch sehr viele engagiert Landwirte die mit großem Fachwissen neue Wege gehe. Aber nur Bio muss man sich auch leisten können.

    Ob Bio-Landwirtschaft möglich ist ohne die Böden auf lange Sicht auszulaugen wird sich erst zeigen.

    Vor vierzig-fünfzig Jahren war man absolut “Chemie-Gläubig” und es war zuviel des Guten, nun ist man mit der scheinbar gleichen Überzeugtheit gegen jeden Einsatz chemisch wirksamer Betriebsmittel und ich denke man wird erst dann darüber urteilen können wenn gewisse Schädlinge und Krankheiten von Pflanzen explosionsartig auftreten.

    Ich vergleiche die Ablehnung von Pflanzenschutzmittel immer mit der Einstellung zur Humanmedizin.
    Würden wir heute auf den Einsatz von gentechnisch produzierten Medikamenten verzichten so bliebe uns nur die Homäopathie.

    Eine große Gefahr ist die Patentierung auf Saatgut.
    Teilweise wird, teuer entwickeltes Saatgut, derart gentechnisch manipuliert das die Frucht, etwa bei Getreide keine Keimfähigkeit mehr besitzt.

    Ein kämpferischer Tomatenzüchter aus dem Burgenland sollte für jede seiner alten, mehr als hundert Tomatensorten mehrere tausend Euro an Zulassungsgebühr bezahlen.
    Er hat dagegen gekämpft und einstweilen gewonnen.

    Ich verstehe die Saatgutzüchter welche viel Geld in Sortenentwicklung investieren aber wenn wir den Feldfrüchten ihre Keimfähigkeit abzüchten sind wir in einer Sackgasse.

    Unser Überleben kann nur gesichert bleiben wenn wir die alten Sorten nicht verlieren und ihr Dasein nicht patentieren.
    Dafür mein großer Dank an die Betreiber der “Arche Noah”.
    Wir werden diese Datenbank noch einmal dringend benötigen.

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