Wer in Afrika Entwicklungshilfe-Geld stiehlt

Den Bonner Aufruf (BA) für eine Reform der Entwicklungspolitik erreichen immer wieder Anfragen von Journalisten und Privatpersonen, die konkrete Beispiele von Unterschleif in Afrika bekommen möchten. Der Koordinator des BA, Kurt Gerhardt, hat solche Berichte seit vielen Jahren gesammelt. Er macht sie seit ein paar Wochen auf der Homepage www.bonner-aufruf.eu in der Rubrik „Korruption & Misswirtschaft“ jedem Interessierten zugänglich.

5 comments

  1. GeBa

    Otto Normalverbraucher wird sich dessen bewußt sein und die, die so großzügig mit seinen Stuergeldern umgehen wird es auch weiter nicht kümmern, genau so wenig und die “gutmenschlichen” NGOs.

  2. sokrates9

    Es gibt kaum einen Cent Entwicklungshilfe für Afrika der richtig ankommt!

  3. aneagle

    a.) Warum sind unsere Politiker so versessen darauf unser sauer erarbeitetes Steuergeld zielgerichtet in die falschen Hände zu scheffeln ?
    b.) Warum wählen wir Bürger immer wieder die gleichen Politiker, die längst bewiesen haben, dass sie ohne Verantwortungsbewußtsein mit dem uns abgepressten Geld schalten und walten ?

    Diese Politiker können der Entwicklung Afrikas gestohlen bleiben und in ihren jeweiligen Heimatländern von den Bürgern als zumindest fahrlässig nicht wiedergewählt werden, bzw auch gerne durch kompetentere Wahlwerber von verantwortungsvolleren Parteien .ersetzt werden.

  4. Volker Seitz

    @sokrates9 und aneagle Das internationale Wohltätigkeitsbusiness ist für die, die es betreiben, ein lukratives Geschäft mit einem Jahresumsatz von weltweit 150 Milliarden Dollar. Wahrscheinlich sind es noch mehr. Es gibt Zehntausende von Berufsentwicklungshelfern, die darin ihren Broterwerb haben.
    Mein Vorschlag – seit Jahren – ist, dass man von den weit über zehn Milliarden Euro, die bislang als deutsche Entwicklungshilfe fließen, besser hier lebende Afrikaner mit Risikokapital versorgt, um sich in ihrem Heimatland selbständig zu machen. Die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit könnte den Rückkehrern helfen, einen Businessplan zu entwickeln, und die deutsche Botschaft vor Ort könnte das Risikokapital dann schrittweise auszahlen. Zumindest wäre das mal ein Pilotprojekt wert. Schlechter als die bisherige Entwicklungshilfe kann es gar nicht laufen.

  5. Volker Seitz

    Die Entwicklungshilfe ist seit Jahren in Verruf geraten, aber es fehlt der Veränderungsdruck. Entwicklungspolitiker glauben immer noch, dass sie etwas Gutes tun, deshalb zeigen sie auch keinen erkennbaren Willen z.B. die Korruption abzustellen. Entwicklungshilfe ist noch immer -gerade in diesen Tagen – Ablasshandel. Altruismus, Mitleid, Großzügigkeit werden gezeigt, in dem eine florierende Hilfsbranche immer wieder und immer mehr Geld gibt. Damit wird christliche Nächstenliebe gezeigt, um die Ursachen der Misere wird sich herumgewunden. Moralisch überlegen ist der, der fordert. Emotionale Aufwallung verhindert das Denken. »Die Täter sind immer die anderen, die Opfer immer die Afrikaner. ›Das Ritual des Beschönigens und Beschuldigens verbindet schwarze Eliten und weiße Helfer‹« sagt die Kamerunerin Axelle Kabou in ihrem lesenswerten Buch “Weder arm noch ohnmächtig”.

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