Wer ist Mathias Cormann?

Von | 18. März 2021

(Karl Zehetner)  Da hat die OECD ( “Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung”) noch einmal Glück gehabt. Äußerst knapp – mit 19 von 37 Stimmen – konnte sich Mathias Cormann gegen die Schwedin Cäcilia Malmström bei der Wahl zum nächsten OECD-Generalsekretär durchsetzen, den Ausschlag gab übrigens Österreichs Stimme.
Malmström hat in ihrer Bewerbung ganz auf zwei Themen gesetzt: Klimaschutz und Gender. In ihrer Zeit als EU-Kommissarin hatte sie durch ihre konfrontative Verhandlungstaktik viele EU-Regierungschefs und auch die Amerikaner gegen sich aufgebracht, was nicht gerade eine Empfehlung für den OECD-Chefposten ist, aber wurscht: In ihrer Bewerbung hat sie beklagt, dass die OECD ein männerdominierter Haufen wäre, und heutzutage sind ja oft jene Eigenschaften, die von den Kandidaten nicht beeinflusst werden können, wie z.B. das Geschlecht, die ausschlaggebenden.
Doch das Rennen hat Mathias Cormann gemacht. Der Deutschbelgier, der neben seiner Muttersprache Deutsch auch perfekt Französisch, Niederländisch und Englisch spricht, war der europäischste Kandidat von allen. Seine politische Karriere begann er in Ostbelgien und war zeitweise Assistent im Europäischen Parlament. Nach seinem Jurastudium wanderte er als 26-jähriger nach Australien aus und schlug sich zunächst als Gärtner durch, da sein Universitätsabschluss in Australien nicht anerkannt war. In Australien brachte es der junge Einwanderer schließlich bis zum Finanzminister. Der ausgesprochen Marktliberale ist ein geschickter und anerkannter Verhandler, dem man zutraut, die wirtschaftlichen Interessen der freien Welt gegen die Macht Chinas vertreten zu können.
Wenn man bedenkt, wie knapp sich hier wirtschaftliche Kompetenz gegen zeitgeistige Ideologie durchgesetzt hat, kann einem bange werden. Diesmal ging es noch gut, jedenfalls für die OECD.

6 Gedanken zu „Wer ist Mathias Cormann?

  1. Kluftinger

    Kogler und Co sind mit der Wahl überhaupt nicht einverstanden! Die Schwedin (Gendern und Umweltschutz) wäre ihre Wunschkandidatin gewesen. Da wird die grüne Einheit sicher auf Rache sinnen?

  2. sokrates9

    Endlich mal was positives! Ein Lob dass sich mal die Schwarzen gegen die Minipartei Grüne durchsetzen konnten!

  3. Manuel Leitgeb

    @ GeBa
    Nicht so ganz, daß sind nur ganz wenige, aber die üblichen Trolle bei den WZ Kommentaren seit einiger Zeit.
    Man kann bei den Kommentaren nämlich ganz leicht mehrfach abstimmen, und einige nutzten das (haben wohl offensichtlich die Zeit, oder sich sogar ein automatisiertes Skript geschrieben) um “zu rechte” Kommentare massiv negativ zu bewerten.

    Ist recht leicht an der Relation zur Artikelbewertung abzulesen: Der hat nur 3 “Daumen hoch” und Ihr Kommentar ist der einzige dazu, dafür aber über 100 “Dislikes”? Ganz klar einige dieser Trolle unterwegs.

  4. tomk

    @GeBa: Konnte Ihnen leider nur einen “Daumen hoch” geben. Die Kommentarbewertung zeigt leider deutlich, welcher Ungeist in unserem Land weht.

  5. Johannes

    Es wird wohl nicht lange dauern bis die Linken irgendetwas im Leben dieses Mannes finden das der Mainstream so lange hochkochen kann bis der Mann vollständig diskreditiert und entnervt das Handtuch schmeißt.

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