Wer schützt uns vor den Moralisten?

“…..Mit der Moral kommt jeder, der kein überzeugendes Argument hat. Die Moral ist der schlecht gelaunte Mann mit Hundekrawatte, sie ist die Botschafterin für das Reformationsjubiläum 2017, die Moral ist das Ende des freien Willens. Die Moral kennt keine Frage. Sie ist absolut. Sie ist ein Dogma….” (hier)

11 comments

  1. Thomas Holzer

    Hinzu kommt, daß viele Moralisten im “kleinen Kreise”, welcher natürlich nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist, eher zum Fundamentalismus neigen, sprich Moral bei allen anderen öffentlich einfordern, jeden, der ihnen nicht Folge leistet, öffentlich anprangern, selbst aber jede “Freiheit” für sich persönlich herausnehmen.

    Früher nannte man ein derartiges Verhalten pharisäerhaft.

  2. Gerald Steinbach

    Ein weiterer moralist kann nicht mehr in ruhe schlafen und wälzt sich im Bett hin und her, weil irgendwo auf der Welt ein unrecht passiert , dürfte wohl nicht das einzige sein, die Schlafstörungen des Herrn sind deshalb weil es sich um “Flüchtlinge “handelt ,
    Flüchtling ist automatisch schon jeder Moslem und wird automatisch schon in eine eigene Schublade mit Gütesiegel eingeordnet

    http://orf.at/m/stories/2416663/

  3. Thomas Holzer

    @Gerald Steinbach
    Nachdem es sich bei diesen sogenannten Flüchtlingen um Menschen handelt, welche zu 99% “digital natives” sind, welche zu 99% über ein Mobiltelephon verfügen und dieses auch zu verwenden wissen, sollte sich mittlerweile die Situation in Libyen bis zu ihnen “durchgesprochen” haben.

  4. Gerald Steinbach

    Thomas Holzer
    Genau….und der Herr juncker könnte wieder ohne schnappatmung wieder beruhigt schlafen

  5. cmh

    Moralisten sind eigentlich nur arme Leute, die nicht den Mut haben eine eigene Meinung zu haben. Deshalb scharen sie sich um die Nullmarke Moral. Damit meinen sie, etwas erreicht zu haben. Und das vor allem ohne jede Gefahr und Anstrengung. Sie können sich damit zwar sicher sein, etwas zu vertreten, das niemand ablehnen kann, aber das ist wertlos. Moralische Entscheidungen für das eigene Handeln brauchen sie ja nicht treffen. Und da kann nichts schief gehen.

    Die moralischen Entscheidunge, die mit ihrem Handeln verbunden sind, kommen ihnen nie zu Bewusstsein, schon gar nicht, wenn diese falsch waren. Denn die Guten können keine unmoralischen Handlungen setzten, sind sie ja gut.

    Diese Haltung führt immer wieder in die Katastrophe: der Sozialismus war gut, die Kirchen können jetzt auch wieder gut sein, ohne sich um ihre Gläubigen zu kümmern, und so ist es bei allen Moralisten: sie sind geradewegs auf dem Weg zu ihrem Untergang.

  6. Falke

    Der Autor hat zwar grundsätzlich recht, kann aber offenbar selber nicht zwischen Gesetz und Moral unterscheiden. Zitat: “Deshalb versuchen Rechtsradikale, Flüchtlinge auf dem offenen Meer abzufangen und sie daran zu hindern, nach Europa zu kommen. Sie stellen sich und ihre Moral über das Gesetz”. Nein, ganz im Gegenteil: diese “Rechtsradikalen” wollen dem Gesetz zum Durchbruch verhelfen. Die sogenannten “Flüchtlinge”, in Wirklichkeit zu fast 100% illegale Migranten (nochmals zur Betonung: “illegale”, also gesetzwidrige), werden von den Moralisten – eben aus “moralischen” Gründen, wie “Menschlichkeit” usw. – zum illegalen Grenzübertritt eingeladen und dann in der EU auf Kosten der einheimischen Bevölkerung dauerhaft alimentiert. Dazu kommt noch, dass der Autor Marx falsch zitiert. Marx hat keinesfalls “Religion ist Opium für das Volk” gesagt bzw. geschrieben, sondern “Religion ist das Opium des Volkes” – was wohl einen wesentlichen Unterschied darstellt.

  7. NDERUNG ÜBERZEUGT WERDEN KANN.

    Der im Artikel erwähnte Unterschied wurde früher nicht gemacht, beide waren eben das, was “bei uns der Brauch” ist. Ethis als wissenschaftliche Untersuchung der Moral mag interessant sein, taugt aber für den Alltag nicht. Da brauchen wir als Gemeinschaft(Volk, Umma, Clan, Jehudim, Christenheit und was sonst noch) eine Moral, die nicht hinterfragt wird. Aber auch falls dies Einzelne tun, bleibt sie der rote Faden, solange nicht die Gemeinschaft von einer Änderu überzeugt werden kann. Wenn nur wenige an der Richtigkeit einer Moral zweifeln – wie vernünftig und begründet die Kritik auch sein mag – kann sich keine neue Moral bilden und die Kritiker werden ausgeschlossen, stigmatisiert, ja sogar getötet. Gesetze haben heute – zumindest in modernen Staaten – tradierte Moral aufgeweicht. Gesetze sind zwar über Jahrhunderte aus einer bestimmten Moral entstanden, haben diese aber heute weitgehend ersetzt. „Das tut man nicht“ „Wieso? Ist ja nicht verboten.“ Dass so etwas wie Rassengesetze als Ersatz für moralisches Handeln und Empfinden damals akzeptiert wurde, kann nur den Grund haben, dass eben eine grosse Mehrheit ohne sichere Moral, ohne die Gewissheit vom “rechten Tun” dafür gewonnen werden konnte.

  8. MM

    Selten so einen dummen Artikel gelesen. Nur zwei Beispiele:

    “Moralvorstellungen sind religiöse, gesellschaftliche Gesetze, die für die Menschen, die an sie glauben, nicht verhandelbar sind. Mit der Aufklärung veränderte sich das. In Europa löste die Ethik die Moral als gesetzgebende Kraft ab. Ethik ist Moral mit Frage und offener Antwort. Ethik ist das humanistische (das heißt an Erkenntnis orientierte) Update von Moral als Handlungsanweisung.”
    Das heißt, es kommt also nicht auf den Inhalt der Moralvorstellungen an, sondern einzig darauf, dass sich dieser Inhalt zeitlich ändert? Alles klar.

    “Das moralische Gesetz steht im krassen Gegensatz zu einem staatlichen Gesetz. Moral kennt keine Rechtsstaatlichkeit. Moral steinigt Ehebrecher. Moral stürzt Schwule von Hochhäusern. Eine Gesellschaft, die vor allen Dingen Verstöße gegen Moral und nicht gegen Gesetze ahnden möchte, entfernt sich vom Rechtsstaat.”
    Die Moralvorstellung der Gesetzgeber findet ihren Ausdruck im staatlichen Gesetz. Ein Gegeneinander von Recht und Moral zu konstruieren ist künstlich. Das Stürzen Schwuler von Hochhäusern wurde im islamischen Staat durchaus rechtsstaatlich durchgeführt, da es der dort herrschenden Scharia entspricht. Dass es durchaus Menschen mit anderen Moralvorstellungen als den ins Gesetz gegossenen gibt, ist hier kein Widerspruch.

  9. Lisa

    Der im Artikel erwähnte Unterschied wurde früher nicht gemacht, beide waren eben das, was „bei uns der Brauch“ ist. Ethik als wissenschaftliche Untersuchung der Moral mag interessant sein, taugt aber für den Alltag nicht. Da brauchen wir als Gemeinschaft (Volk, Umma, Clan, Jehudim, Christenheit und was sonst noch) eine Moral, die nicht hinterfragt wird. Aber auch falls dies Einzelne tun, bleibt sie der rote Faden, solange nicht die Gemeinschaft von einer Änderung überzeugt werden kann. Wenn nur wenige an der Richtigkeit einer Moral zweifeln – wie vernünftig und begründet die Kritik auch sein mag – kann sich keine neue Moral bilden und die Kritiker werden ausgeschlossen, stigmatisiert, ja sogar getötet. Gesetze haben heute – zumindest in modernen Staaten – tradierte Moral (=die Sitten) aufgeweicht. Gesetze sind zwar über Jahrhunderte aus einer bestimmten Moral entstanden, haben diese aber heute weitgehend ersetzt. „Das tut man nicht“ „Wieso? Ist ja nicht verboten.“ Dass so etwas wie Rassengesetze als Ersatz für moralisches Handeln und Empfinden damals akzeptiert wurde, kann nur den Grund haben, dass eben eine grosse Mehrheit ohne sichere Moral, ohne die Gewissheit vom „rechten Tun“ dafür gewonnen werden konnte.

  10. Rennziege

    Ethik und Moral sind zwar entfernt verwandt; aber die heute verkündete Moral ist nur noch die angeheiratete Cousine, die auf den Strich geht.
    Kants kategorischer Imperativ „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde“ ist die stabile Säule abendländischer Kultur — die Basis eines freien, selbst (und eventuell, wer gläubig ist, vor Gott) zu verantwortenden Lebens. Vereinfacht: das altrömische Do ut des, im Mittelalter gereimt als “Was du nicht willst, daß man dir tu’, das füg auch keinem andren zu”.

    Moralisten (das Derogativ “moralinsauer” kommt nicht von ungefähr) sind teiggesichtige Trübsalbläser, die ihren Frust und ihre Humorlosigkeit allen anderen Menschen aufbürden wollen, an denen diese Loser schon ein fröhliches Gesicht oder gar ein Lachen stört. Losers vs. winners — that’s the name of the game. — Anyway, we’re gonna win it.

  11. bill47

    Die Schlimmsten sind Leute, die glauben auf Kosten anderer Leute “Gutes tun” zu müssen. Allen Respekt vor Menschen, die einen Flüchtling in ihrer Wohnung beherbergen und verköstigen, ein armes Kind aus einem Entwicklungsland adoptiueren, aber voller Abscheu vor den Leuten, die auf Kosten anderer, glauben “Gutes tun” zu müssen.

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