Wer sind hier die wahren Barbaren?

Nach Golde drängt, am Golde hängt doch alles Rund 200 Jahre ist es her, dass der deutsche Dichterfürst Goethe in seinem Faust, der Tragödie erstem Teil, Margarete diesen Satz in den Mund legte. Goethe geht in seinem grandiosen Stück aber noch weiter, indem er Papiergeld als das vorführt, was es in Wahrheit ist: Ein probates Mittel zur Ausplünderung der Untertanen durch die Regierenden. Ungedecktes Papiergeld bedeutet eine Fortsetzung und das Produkt magischer Alchemie. Aus Wertlosem,

ja aus dem Nichts, wird Wertvolles – welch scheinbar göttlicher Streich des Mephistopheles. Der Kaiser jedenfalls war begeistert.

Seither ist viel passiert. So hat es etwa rund um den Globus eine ungezählte Zahl von Hyperinflationen mit zum Teil katastrophalen Konsequenzen gegeben. Man denke beispielsweise an den Aufstieg der Nationalsozialisten in Deutschland, der zweifellos durch den Währungskollaps des Jahres 1923 begünstigt wurde, der einen Großteil des Bürgertums ruinierte. Dem unerschütterlichen Glauben an das staatlich manipulierte Schwundgeld, hat das indes seltsamerweise keinen nennenswerten Abbruch getan.

Der Ökonomieprofessor und OeNB-Chef Ewald Nowotny, darf in einem ausführlichen Gastbeitrag im „Spectrum“ der Wiener „Presse“ vom 5. 1. 2018 („Die Mitte der Welt von gestern“) zum Thema Gold räsonieren und seiner – welche Überraschung – Geringschätzung für das gelbe Edelmetall Ausdruck verleihen. Er tut dies in der Tradition des von ihm, auch in diesem Beitrag, adorierten britischen Ökonomen Maynard Keynes („The General Theory of Employment, Interest and Money“, 1936), der Gold, oder genauer: den monetären Goldstandard, als „barbarisches Relikt“ bezeichnete.

Verwundern darf das nicht, denn von Allmachtsphantasien erfüllte Etatisten, waren und sind ja stets der Überzeugung, die Geschicke der Völker und deren Wirtschaft, mittels ihres zentral geplanten Gesellschaftsengineerings perfekt steuern zu können. Sie wissen, so meinen sie, allemal besser als jeder einzelne Bürger, was für den gut ist. Und dabei steht ihnen das sich ihren Machtansprüchen bockig widersetzende Edelmetall, dessen Menge sie weder beliebig steuern, noch unbegrenzt vermehren können, als lästiges Hindernis im Wege, solange ihm Geld- oder wenigsten eine Geldankerfunktion zukommt. Nichts kann ein ambitionierter und sendungsbewusster Führer (und seine Symbionten und Schranzen) weniger gebrauchen, als ein Geldsystem, das auf einem nicht manipulierbaren, weil eben nicht beliebig vermehrbaren Gut gründet.

Heute, wie zur Zeit der römischen Kaiser, ist es möglich, für eine Unze Gold eine komplette, hochwertige Herrenausstattung zu kaufen, während der US-Dollar allein in den letzten 100 Jahren rund 95 Prozent seiner Kaufkraft verloren hat (von historischen Scherzwährungen wie dem französischen Franc, der italienische Lira oder dem rezenten Simbabwe-Dollar ganz zu schweigen). Erklären lässt sich diese Tatsache mit der Schönheit, Seltenheit und Unzerstörbarkeit des Goldes, die in den verschiedensten Teilen der Welt seit Jahrtausenden seine ungebrochene Begehrtheit und Werthaltigkeit ausmacht.

Interessanterweise lobte selbst der berüchtigte Alan Greenspan einst die Wertbeständigkeit des Goldes im Hinblick auf seine Geldeigenschaft („Gold und wirtschaftliche Freiheit“, 1966). Allerdings tat er das, lange bevor er zum Chef des US-FED-Systems avancierte, dem er von 1987 bis 2006 vorstand. In dieser Funktion sorgte er für eine bis dahin beispiellose Inflationierung des US-Dollars.

Zurück zu Notenbankgouverneur Nowotny: Der versucht, den Presse-Lesern in seinem Aufsatz weiszumachen, dass die 1925 erfolgte Rückkehr der Briten zum Goldstandard „unter dem konservativen Finanzminister Winston Churchill“ geradewegs – und, „wie vom großen Ökonomen Maynard Keynes vorausgesagt“, in schlimmste Turbulenzen geführt hätte. Netter Versuch. Wahr ist aber vielmehr, dass gar keine Probleme eingetreten wären, wenn man nicht die Vorkriegsparität angepeilt hätte, die dem Wert des britischen Pfundes zu dieser Zeit einfach nicht mehr entsprach. Nicht die Rückkehr zum Goldstandard, sondern die falsche Parität war der Grund des nachfolgenden Übels.

Dass die Welt seit 1971, dem Jahr der Beendigung der Bindung des US-Dollarwertes an das Gold durch Präsident Nixon, auf einem Meer von ungedecktem Papiergeld schwimmt und seither eine Währungs- Wirtschafts- und Schuldenkrise die nächste jagt (die im 19 Jahrhundert noch rare Ausnahmen bildeten), ficht den Herrn der Nationalbank nicht weiter an. 2007 hätten, so behauptet er, die von jeder Goldfessel befreiten Notenbanken – anders als anno 1929 – eben das Schlimmste verhindern können. Tatsächlich taten sie das, indem sie die Märkte mit (wertlosem) Papiergeld fluteten, was mit Sicherheit nicht ungestraft bleiben wird. Dass das 1929-er-Debakel, wie auch das von 2007/08, unzweifelhaft eine Folge der exzessiven Geldpolitik der davor liegenden Jahre waren und ein Eingreifen der Notenbanken somit eine Antwort auf ihre eigene, erratische Politik bedeutet, erwähnt Professor Nowotny erwartungsgemäß mit keinem Wort. Selten ist derjenige, der Probleme verursacht, dazu qualifiziert, sie auch wieder zu beheben.

Dem Autor dieser Zeilen sträubt sich jedes auf seinem Kopf verbliebene Haar beim Gedanken an den ideologieschwangeren Unfug, den Ökonomiestudenten diese Tage von Professoren derartigen Zuschnitts serviert bekommen.

Zum 1929-Crash liegt übrigens, unter dem Titel „Americas Great Depression“, eine 1963 erschienene, umfassende Analyse aus der Feder des US-Ökonomen Murray Rothbard vor, in der Ross und Reiter schonungslos benannt werden (zum Gratisdownload: https://mises.org/library/americas-great-depression ).

Wie unbelehrbar die Menschheit im Hinblick auf Geld, dessen Entstehung, Wert und Bedeutung sind, führt der aktuelle Boom der „Kryptowährungen“, namentlich der von Bitcoin, vor Augen. Zwar handelt es sich dabei um politikfreie und damit (derzeit noch) nicht gewaltbewehrte Alternativen zum staatlichen Zwangsgeld, was positiv zu werten ist; Allerdings steht ihnen, wie auch dem hoheitlich verordneten Fiat-Monopolgeld, keinerlei Warendeckung gegenüber, was es für jede Form avancierter Betrügereien prädestiniert.

Machen Sie gedanklich eine Probe auf Exempel und stellen Sie sich vor, es gäbe eine veritable Krise. Die Supermärkte haben geschlossen oder sind geplündert und Sie begeben sich zum Landwirt Ihres Vertrauens, um Lebensmittel einzukaufen. Ihr Papiergeld können Sie sich an den Hut (oder sonst wohin) stecken, weil das keiner mehr annimmt. Meinen Sie ernsthaft, dass der wackere Agrarier ihnen gegen eine Anzeige auf dem Display ihres Elektronikspielzeugs eine halbe Sau überlassen wird? Eher nicht. Gegen blinkende Münze (oder andere im wahrsten Sin des Wortes greifbare Realwerte) allerdings schon. Das ist jedenfalls empirisch, wie etwa durch Schilderungen noch lebender Zeitgenossen der Mangelperiode nach dem letzten Weltkrieg, leicht belegbar. Blockchain-Währungen dagegen, so steht zu fürchten, werden sich im Fall der Fälle als das erweisen was sie sind: nichts wert.

Zum Abschluss seien die letzten Zeilen aus dem oben zitierten Aufsatz von Alan Greenspan zitiert, die das Wesentliche zusammenfassen:

„Dies ist das schäbige Geheimnis, das hinter der Verteufelung des Goldes durch die Vertreter des Wohlfahrtsstaates steht. Staatsverschuldung ist einfach ein Mechanismus für die “versteckte” Enteignung von Vermögen. Gold verhindert diesen heimtückischen Prozess. Es beschützt Eigentumsrechte. Wenn man das einmal verstanden hat, ist es nicht mehr schwer zu verstehen, warum die Befürworter des Wohlfahrtsstaates gegen den Goldstandard sind.“

20 comments

  1. Thomas Holzer

    Ja, dieser Gastbeitrag des Herrn Nowotny strotzte nur so von “alternativen Fakten” und Halbwahrheiten.

  2. Christian Peter

    ‘Kryptowährungen sind nicht gedeckt, daher nichts wert..’

    Auf die Deckung kommt es nicht an, denn auch Gold, Silber und andere Rohstoffe haben keinen intrinsischen Wert und können morgen möglicherweise nichts mehr wert sein. Wichtiger ist die Knappheit einer Währung und die ist bei Kryptowährungen sehr wohl gegeben, da sich diese – im Unterschied zu Fiatgeld – nicht unbegrenzt vermehren lassen.

  3. Andreas Tögel

    Sehr geehrter Herr Peter,
    von einer Begrenztheit bei den Kryptowährungen kann gar keine Rede sein. Sie dürfen sich nicht vom 21Mio-Limit bei Bitcoin täuschen lassen. Denn es gibt ja auch noch Ethereum und geschätzt 17.358 weitere Währungen dieses Zuschnitts. Die Inflationierung der Zahl dieser vermeintlichen Alternativen zum staatsfreien Geld, entspricht der Inflationierung staatlichen Monopol-Schwundgeldes. Sie können es drehen und wenden wie sie wollen: Nur physisch greifbare Werte – meinetwegen Chesterfield-Zigaretten oder Damenstrümpfe – eignen sich nachhaltig als Geld. Gold und Silber haben zudem den unschlagbaren Vorteil ungeheuren natürlichen Knappheit und Unvermehrbarkeit, der sie jedem Betrugsversuch wirksam entzieht. Merke: “Nur Gold ist Geld, alles andere ist Kredit” (J.P. Morgan).

  4. Thomas Holzer

    @Andreas Tögel
    Außerdem wurde von “Bitcoin” vor ein paar Monaten eine Abspaltung durchgeführt, welche das Limit wiederum erhöht hat. Und hinzuzufügen ist auch, daß kein Computerprogramm nicht geändert werden kann; vielleicht nicht Heute und/oder Übermorgen, aber vielleicht in ein paar Jahren

  5. CE___

    Wahre Worte!

    Ich denke mir sehr oft dass der dümmste Bauer im 19 Jahrhundert und auch davor in Geldangelegenheiten mehr Ahnung und Weisheit hatte als die klügsten und studiertesten dressierten Handy-Äffchen von heute die stolz auf ihre Bankomat- und Kreditkarten und was weiss ich sind, jedenfalls darauf anstatt hard cold cash in den Händen und eigener Verfügungsgewalt zu haben, und sich auf Basis irgendeines Kontoauszugs, ausgestellt von einem inhärent bankrotten Unternehmen, sprich einer Bank, etwas einbilden (zumindest solange sie nicht gezypert werden).

    Nicht das der Bauer damals mehr Einfluss auf die im wahrsten Sinne des Wortes Kapitalverbrechen der Oberen hatte als der Durchschnittsbürger heute, aber zumindest war ihm sicher voll bewusst der, mit Verlaub, beschissen wird wenn im Banknoten auf’s Auge gedrückt wurden.

    Die heutige Verwirrung bezüglich des Geldsystems zeigt ja auch das gerade “unsere Friedensengerln und Umweltschützer” von den Grünen die vehementestens Vertreter eines strikten Goldstandards sein müssten.

    Ist doch der Goldstandard immer zur Finanzierung von Kriegen über Bord geworfen worden.

    Mit nicht nachdruckbaren Goldbarren kann man halt keine Materialschlachten finanzieren.

    Und ist doch die umgehemmte Geldvermehrung, egal ob als Münzen/Banknoten oder nur mehr digitales Giralgeld, “Schuld” daran dass in Boomphasen in Immobilienbau-Orgien ganze Landstriche ohne Hirn und Verstand auf wirkliche Nachfrage zubetoniert werden, oder überhaupt “Brücken ins Nichts” als Konjunkturstützen gebaut werden.

  6. Nattl

    Blockchains sind kein “Computerprogramm” sondern ein komplexer mathematischer Algorithmus. Wenn die “Formel” geändert wird, stimmt sie nicht mehr bzw. gibt nicht mehr das richtige Ergebnis. Das ist ja der Schmäh bei Bitcoins und ähnlichen Cryptowährungen.

  7. Christian Peter

    @Andreas Tögel

    ,Nur physisch greifbare Werte eignen sich als Geld.’

    Gold diente ehemals jahrhundertelang als Tauschmittel, das war sehr umständlich und setzte sich nicht durch, nicht umsonst dient Gold seitdem ausschließlich als Wertaufbewahrungsmittel. Außerdem schützt Gold nicht vor Betrug, Gold lässt sich fälschen und muss von zentralen Instanzen gelagert werden (der Großteil der weltweiten Goldbestände wird von Zentralbanken gelagert !!!), was Missbrauch ebenfalls ermöglicht. Kryptowährungen haben diese Unzulänglichkeiten nicht, deren mathematische Algorithmen sind praktisch fälschungssicher und die dezentrale Abwicklung schützt vor dem Einfluss von Banken und Regierungen.

  8. CE___

    @ Peter

    Knappheit schön und gut.

    “Möglicherweise nichts wert”…naja… mir reichen 2000+ Jahre in der aufgezeichneten Menschheitsgeschichte als Track-Record aus.

    Nur vergessen Sie dass Verfügungsgewalt über ein Tauschmittel etwas ebenfalls sehr wichtig ist, ja, im unmittelbaren Tauschfall in Krisenzeiten überhaupt das Wichtigste, meine ich einmal.

    Gold(münzen) haben sie als hard cold cash in Ihren Händen.

    Bitcoin? Auf welchen der x-hundertmillionen Server auf der Welt fangen Sie mit dem Suchen an? Und gegen einen netten Blick auf das Display Ihres Mobiltelefons und dann auf das meinige tät’ ich Ihnen auch nichts tauschen in harten Zeiten wo nichts sicher ist, nicht einmal der Strom aus der Steckdose.

  9. Andreas Tögel

    Verehrter Herr Peter, von “Gold…setzte sich nicht durch”, kann keine Rede sein, denn es war, so gut wie überall auf der Welt, durch Jahrtausende hindurch, DAS Zahlungsmittel. Die Idee, Papierscheine als Surrogat für Edelmetalle zu nutzen (z. b: das Pfund-Sterling), ist indes sehr gut – so lange der Papierschein für eine tatsächlich vorhandene Menge Metalls steht, also jeder Schein voll gedeckt ist. Sobald man einen Hebel zuläßt (“Franctional Reserve Banking” = Teilreservesystem), geht´s los, die Büchse der Pandora läßt sich dann nicht mehr schließen.

    Ich verkenne übrigens nicht den vorteilhaften Gedanken der Dezentralität und Mobilität von Kryptowährungen. Die notwendigerweise zu einem Teil konzentrierte Lagerung von Edelmetallen, kann in der Tat zum Problem werden – ausreichend kriminell Energie der Obertanen vorausgesetzt (und die ist sowieso immer vorhanden). All das ändert aber nichts am Fiatcharakter des virtuellen Geldes. Es ist weniger als Papier (wert), es ist buchstäblich nichts. Wenn Sie mir also plausibel erklären könnten, weshalb der Bauer in meinem Beispiel Ihnen für eine Anzeige auf einem (hoffentlich nicht defekten) Laptop oder einer “elektronischen Geldbörse”, Lebensmittel überlassen sollte, wäre ich Ihnen sehr verbunden. Etwas für nix zu geben, und zwar ohne den Einsatz von Gewalt, ist unter Fremden in einer zivilisierten Gesellschaft einfach nicht üblich…

  10. Christian Peter

    @Andreas Tögel

    Es gibt keinen ‘objektiven Wert’ eines Gutes, der Preis eines Gutes hängt stets davon ab, wieviel dafür bezahlt wird. Gold und andere Edelmetalle können bereits morgen wertlos sein, weil niemand mehr bereit ist, dafür etwas zu geben. Bei der Bewertung von Geld geht es nicht um einen vermeintlichen inneren Wert, sondern um die Erfüllung der Funktionen des Geldes und der Eigenschaften wie etwa Teilbarkeit, Haltbarkeit, Transportfähigkeit, Fälschungssicherheit und Knappheit. Insofern haben Kryptowährungen sehr viel Ähnlichkeit mit physischem Gold, nicht umsonst werden Kryptowährungen als digitales Gold betrachtet.

  11. Andreas Tögel

    Sehr geehrter Herr Peter, alles, was zum Wesen des Geldes zu sagen ist, scheint mir gesagt zu sein. Ich wünsche Ihnen und mir, dass sich die Wahrheit meiner These hinsichtlich der Kaufkraft elektronischen (oder papierenen) Fiat-Geldes im Krisenfall, so bald nicht erweisen möge.

  12. Rennziege

    7. Januar 2018 – 18:03 — Andreas Tögel
    Sehr geehrter Herr Tögel,
    Sie und Ihre Engelsgeduld sind zu bewundern. Genosse Peter macht sich in jedem Thread dieses Blogs breit wie ein Bernhardiner, ist aber nur ein Dackel, der wirklich zu jedem Thema gleichlautendes Gekläff absondert.
    Jede tibetische Gebetsmühle ist musikalischer, kundiger, interessanter und geistreicher als dieser frustrierte Drehorgelmann, der ständig dieselbe Walze abkurbelt. Er hat halt nur eine einzige, das Armutschkerl. 😉
    Ihm zu antworten? Vergebliche Liebesmüh! Aber wer’s mag …

  13. Daniel B.

    “denn auch Gold, Silber und andere Rohstoffe haben keinen intrinsischen Wert”

    Wenn das wahr wäre würde sich die Menschheit deswegen nicht die Köpfe einhauen!

    Erdöl hat einen intrinsischen Wert in Form von leicht umwandelbarer und nutzbarer Energie.
    Gold und Silber ist schön anzusehen, bis Atomgröße teilbar und in hunderten Produkten nutzbar und nötig.

  14. Johannes

    Kryptowährungen sind nichts anderes als Schuldscheine deren Wert erst einmal anerkannt werden muß, im Moment gibt es dafür eine Community die, wie unser Peter, hin und weg ist von dieser Möglichkeit.
    Es liegt in der Natur der Sache das jedes beliebig vermehrbare Zahlungsmittel einer Inflation unterliegt.

    Die Kryptowährung Bitcoin hat eine atemberaubende Wertsteigerung hingelegt und das hat vor allem jenen genützt die zu einem niedrigen Kurs gekauft haben oder eingestiegen sind.
    Da gibt es kein Regulativ das ich wahrnehme außer das dieser Run, wie ein Pyramidenspiel davon lebt das immer und immer mehr Leute mitmachen. tun sie es nicht bricht alles zusammen.
    Genau da liegt der Unterschied zu echtem Gold, es ist und bleibt begrenzt, der Abbau wird niemals in jener Größenordnung erfolgen können das es zu Inflation kommt. Natürlich werden Wirtschaftskrisen zu Steigerungen und brummende Perioden mit guten Aktienerträgen zu sinkenden Goldpreisen führen aber es ist beständig.

    Was macht den Reiz und Wert von Gold aus?
    Gold unterliegt, so weit ich weiß, keiner Oxydation oder sonst einer chemischen Reaktion durch Umwelteinflüssen die es zerstören, einzig Königswasser löst es auf wenn ich in der Schule richtig aufgepaßt habe.
    Diese Beständigkeit ist es was die Menschenheit auf der ganzen Welt über all die Jahrtausende fasziniert hat, und das wird, auch wenn es Christian Peter nicht wahrhaben will, so bleiben.

    Die einzige Bedrohung für Goldbesitzer ist der Staat, er kann Goldbesitz mit einem Federstrich verbieten, so wie in den USA wo es über Jahrzehnte verboten war Gold zu besitzen.

  15. astuga

    Naja, die Zukunft wird es weisen.
    Schon angesichts der mittlerweile großen Anzahl von Cryptowährungen oder Altcoins werden kaum alle bestehen bleiben.
    Es ist aber imho ebenso falsch zu glauben, dass sie alle über Nacht wertlos und irrelevant werden, oder sich in Luft auflösen.
    Jedes Investment kann aber letztlich in die Hose gehen, sogar etwas derart reales und handfestes wie Immobilien.

    Übrigens kann man selbst mit Tulpenzwiebeln ebenfalls immer noch gutes Geld verdienen. 😉

  16. astuga

    @Johannes
    Zum Gold: die einzige echte Bedrohung für Goldbesitzer ist zum falschen Zeitpunkt gekauft und verkauft zu haben.

  17. Weninger

    In echten Notzeiten, wenn Nahrungsmittel knapp werden, dann wird sich auch der Wert des Goldes rasch relativieren, weil dann gibts kein Einkaufswagerl voll leckerer Sachenbeim Hofer, sondern vieleicht ein Kilo Schmalz oder Butter beim Bauern für ein Münzerl … alternativ auch für eine Rolex oder ein Piano.

  18. Christian Peter

    @Andreas Tögel

    Nicht vergessen : Hinter den meisten Kryptowährungen stecken Unternehmen. Auch wenn momentan alles in den Kinderschuhen steckt, die Blockchain – Technologie wird in Zukunft einige Bereiche der Wirtschaft revolutionieren, wie ehemals das Internet. Zwar weiß man nicht, ob und welche heute am Markt befindlichen Unternehmen überleben werden, dennoch wird es auch in diesem Bereich Unternehmen geben, die sich am Markt durchsetzen werden wie ehemals Google, Facebook & Co.

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