Wer verteidigt eigentlich Europas Interessen noch?

Von | 22. Februar 2015

(ANDREAS TÖGEL) Die europäische Politik steht dieser Tage zwei akuten Herausforderungen gegenüber:

► Im Osten Europas tobt ein unerklärter Krieg. Das „Minsker Abkommen“ ist Makulatur. Bei aller Fragwürdigkeit der intendierten Absicht ist immerhin eines sicher: Die von den USA und der EU-Nomenklatura ins Auge gefassten, zusätzlichen Wirtschaftssanktionen gegen Russland, werden den Staaten der Europäischen Union weiteren schweren ökonomischen Schaden zufügen. Schließlich ist die wirtschaftliche Verflechtung Europas mit Russland etwa sechsmal größer als jene der Russen mit den USA.

Die verhängten Sanktionen wirken ja dummerweise nicht einseitig zum Nachteil Russlands, sondern bedeuten für die daran beteiligten Staaten Europas Akte der Selbstgeißelung. Jeder der begreift, wie internationale Arbeitsteilung funktioniert (nämlich zum beiderseitigen Vorteil), versteht das. Jeder, der begreift, welche friedenssichernde Wirkung von grenzüberschreitenden Handelsaktivitäten ausgeht, wird in einer nachhaltigen Störung derselben erkennen, worauf sie am Ende hinauslaufen kann: auf Krieg.

Falls darüber Unklarheit bestehen sollte: Euroland ist militärisch nahezu impotent! Trotz seiner in Summe beachtlichen Militärausgaben, existiert keine schlagkräftige europäische Streitmacht. Wenn es den Russen gefiele (was derzeit hoffentlich nicht der Fall ist), stünden sie vermutlich in wenigen Wochen am Ärmelkanal. Wie gescheit kann es daher sein, jemandem mit einem Kapselrevolver zu drohen, der einem mit einer scharf geladenen AK-47 gegenübersteht – und der dazu noch weiß, wie man damit umgeht und notfalls auch nicht zögern wird, sie einzusetzen?

Wer Weltmacht spielen will, der muss auch über die dazu nötigen militärischen Ressourcen verfügen. Die Europäische Union ist davon indes weiter entfernt als jemals zuvor. Die Panzerarmeen und Luftflotten, die nötig wären, um den russischen Bären in die Schranken zu weisen, existieren nicht einmal auf dem Papier. Und allein mit Regenbogenparaden und ein paar Regimentern von Genderbeauftragten, dürfte es der EU schwerlich gelingen, die Politik Wladimir Putins in ihrem Sinne zu beeinflussen. Auf nichts als heiße Luft gegründete Großmannssucht geht offensichtlich mit Blindheit Hand in Hand.

Viele auf Geschäfte mit russischen Partnern spezialisierte Betriebe, sowie deren Mitarbeiter und Kreditoren, kommen dank der Politik einer dem Cäsarenwahn verfallenen EU-Nomenklatura, unverschuldet zum Handkuss. Dass Präsident Putin seine Ukraine-Politik unter dem Druck autodestruktiv wirkender Wirtschaftssanktionen ändern wird, glauben nur jene Träumer, die die Leidensfähigkeit der Russen krass unterschätzen.

► Die in die nächste Runde gehende Konkursverschleppung Griechenlands, hat das Potential, ein politisches Erdbeben auszulösen. Dass die vom alleinigen Ziel des Erhalts der Eurozone verblendeten EU-Granden vor dem professionell und mit höchstem Einsatz pokernden Hasardeur Varoufakis in die Knie gehen würden, war zu erwarten. Letztlich wird damit nicht nur die Zukunft der Gemeinschaftswährung, sondern auch die der gesamten Union aufs Spiel gesetzt. Denn wer eine bereits gestellte, kleine Schar räuberischer Gauner ungestraft mit ihrer Beute abziehen lässt, und / oder offenen Vertragsbruch auch noch belohnt, muss mit den daraus folgenden Konsequenzen leben.

Das neuerliche Einknicken vor der griechischen Regierung (deren nebulöse „Zugeständnisse“ sich, wie alle bisher von Athen gemachten Zusagen, spätestens in wenigen Monaten als neuerliche Finte herausstellen werden), stellt einen Akt flagranter Untreue gegenüber den Nettosteuerzahlern der Union dar.

Anstatt auf die Einhaltung bestehender Vereinbarungen zu dringen und notfalls über die Entsendung von Kanonenbooten nachzudenken, um dem einwandfrei rechtmäßigen Begehren auf diese Weise ein wenig Nachdruck zu verleihen, wirft man ohne Not schlechtem Geld noch gutes hinterher. Jeder kleine Kaufmann würde bei einer derartigen Gebarung, nach kurzem Prozess für lange Zeit hinter schwedische Gardinen wandern.

Deutschland einerseits zu beschuldigen, mit seiner überlegenen Exportkraft die übrigen Eurostaaten zu „schädigen“, andererseits aber zu erwarten, dass es den geballten Sozialkitsch des ganzen Kontinents – insbesondere den der kollektiv übergeschnappten Phäaken – dauerhaft finanziert, hat schon etwas Groteskes an sich.

In der großartigen Liednummer „Die Unterentwickelten“ aus einem Wiener Kabarett der 60er-Jahre (interpretiert von Helmut Qualtinger und El Fats Edwards), beklagt ein etwas zurückgebliebener Älpler:

„Wenn uns die Banken Gelder leih´n,

Ist´s ein Tropfen auf den heißen Stein,

aber damit ist´s noch nicht genug,

sie wolln´s auch z´ruck!“

Wegen der politischen Unkorrektheit der Nummer, ist der Titel, im Gegensatz zu vielen anderen aus dieser Zeit, auf Youtube „leider nicht verfügbar“.

Der Text klingt dieser Tage jedem leidgeprüften „Nordländer“ der EU vertraut in den Ohren. Denn: Kredite sind weder Geschenke, noch nicht zu refundierende Dauerleihen. So wie Verträge einzuhalten sind, müssen Schulden beglichen werden. So oder so. Jahrelang haben die Griechen – auf unsere Kosten – Party gemacht, Legionen überflüssiger Beamter gemästet, Geld ins Ausland verschoben, Steuern hinterzogen, Milliardenbeträge an Renten an bereits Verstorbene ausbezahlt und im Übrigen den Herrgott einen guten Mann sein lassen. Jetzt, wo der Gerichtsvollzieher vor der Tür steht, beschuldigen sie plötzlich ihre Kreditoren, „unfaire“ Forderungen zu erheben.

Indem sie – nur weil sie sich eine neue Regierung erwählt haben und ohne dass sich an den übrigen Umständen etwas geändert hätte – eine Neuverhandlung vertraglich festgelegter Vereinbarungen fordern, haben sie endgültig den Gipfel der Unverschämtheit erklommen. Frei nach Roland Baader: Was diese Leute im Konsumrausch vorausgefressen haben, das werden sie jetzt eben nachhungern müssen! So ergeht es am Ende schließlich jedem, der dauerhaft über seine Verhältnisse lebt.

Während man in anderen Balkanländern wirtschaftlich voranschreitet (in Rumänien etwa eine gut gehende Automobilindustrie aufbaut oder in Bulgarien wenigstens international konkurrenzfähigen Rotwein produziert), setzt man in Griechenland so gut wie ausschließlich auf den Tourismus. Der aber zeichnet sich, und das ist keine neue Erkenntnis, durch eine geringe Wertschöpfung aus. Waren „made in Greece“ sind außerhalb des südlichen Balkans kaum zu finden. Und so konsumiert Griechenland seit Jahrzehnten mehr als es produziert. An diesem Umstand wird sich weder durch einen Schuldenschnitt, noch durch erstreckte Rückzahlungsfristen etwas ändern.

Unter diesen Umständen wäre daher die sofortige Beschlagnahme und Verwertung aller greifbaren griechischen Vermögen das Mittel der Wahl – und nicht die neuerliche Gewährung von Krediten! Immerhin haben alle Griechen über Jahre von der in ihrem Land herrschenden Lotterwirtschaft profitiert. Und all ihre Schulden wurden mittlerweile europaweit sozialisiert und somit den Steuerzahlern umgehängt.

Ohne wettbewerbsfähige Industrieproduktion kann es auf Dauer keinen Wohlstand auf Westniveau geben. Denn der Lebensstandard in einer Volkswirtschaft hängt nun einmal von deren Produktivität ab. So einfach ist das – auch wenn es linken Sozialromantikern nicht gefallen mag, die meinen, Reichtum entstünde in der Notenpresse.

Diese Lektion werden übrigens nicht nur die Griechen, sondern auch alle anderen Europäer noch lernen müssen, die ihre Industrien mit grotesk überzogenen Sozial- und Umweltstandards planmäßig nach Fernost vertreiben.

Im oben bereits zitierten Couplet heißt es weiter:

„Wenn wir was lernen, werden wir zwar gescheiter,

aber heut´ kommen wir mit der Blödheit viel weiter,

wenn wir unterentwickelt, unterentwickelt bleiben.

Das dynamische Dou Tsipras / Varoufakis hat diese Lehre offenbar zutiefst verinnerlicht. Zum Unglück der Bürger der Union, sind deren Führer sowohl für die beiden Radaubrüder vom Balkan, als auch für Zar Putin an Dummheit und Harmlosigkeit nicht zu übertreffende Jausengegner. Die im Namen der EU handelnden Figuren vermitteln allesamt den Eindruck, dass sie – bewusst oder aus Inkompetenz – die Arbeit einer Fünften Kolonne zum Nachteil Eurolands effektiver erledigen, als eine solche das jemals tun könnte…

Tagebuch

8 Gedanken zu „Wer verteidigt eigentlich Europas Interessen noch?

  1. waldsee

    faymann,hollande,die griech.regierung………
    soeben werden wir über den ladentisch
    gereicht (oder verkauft) und wenn wir dann entgegen
    genommen werden,ist der kaufvorgang abgeschlossen.wer nimmt uns am ladentisch in empfang? kann man den vorgang noch abbrechen?wer weiß rat?

  2. Enpi

    “Wenn es den Russen gefiele (was derzeit hoffentlich nicht der Fall ist), stünden sie vermutlich in wenigen Wochen am Ärmelkanal”

    Unsinn. Bei einer Überschreitung des Rheins würde Paris seine strategischen Streitkräfte einsetzen, was gleichbedeutend ist mit einem weltweiten atomaren Holocaust. Ärmelkanal ist daher Blödsinn. Rheingrenze wäre treffender. In Resteuropa stehen derzeit übrigens ca. 50k US Soldaten, eine Streitmacht, die im Kriegsfalle sicher noch ausgeweitet werden würde. Die USA ist hier also Garant für europäische Sicherheit.

    Falls die Amis jedoch entscheiden würde, die NATO zu verlassen, die Schutztruppen und entsprechende Sicherheitsgarantien zurückzuziehen und eine neue Runde Isolationspolitik zu betreiben, wäre in Deutschland und logischerweise auch diversen EU Pimpferlnationen wie Österreich sprichwörtlich die “Kacke am Dampfen”.

    Zu verdenken wäre den Amis natürlich so eine Haltung nicht. Warum sollten sie US Soldaten für die feigen dekadenten Europäer opfern, deren Bürger nicht einmal bereits sind, sich selbst ordentlich zu verteidigen und bei jeder Gelegenheit den Amis ans Bein pinkeln?

  3. Marianne

    Sehenden Auges in den Untergang. Kennen wir das nicht schon von irgendwo her? Ah ja die, die im Geschichtsunterricht nicht geschlafen oder Schifferl versenkt haben, werden sich erinnern. Damals haben wir gedacht, wie konnten unsere Vorfahren nur so dumm sein. Jetzt erleben wir das ganze in Echtzeit. Und die Nachfahren werden nicht verstehen, wie wir so dumm sein konnten.

  4. Fragolin

    Wie oft wird das dümmliche Märchen vom bösen Putler, der die ganze Welt mit brutaler Eroberung in ein Großrussisches Reich bomben will, eigentlich noch wiedergekäut?
    Erste offene Stimmen gibt es ja schon; zum Beispiel hier aus den Reihen der offiziellen europäischen Sozialdemokratie:

    http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/top_news/736123_Es-gibt-zahlreiche-offene-Fragen-zu-den-Ereignissen-auf-dem-Maidan.html?google_editors_picks=true

    Ich bin jetzt schon gespannt, wie die Geschichtsschreibung in ein paar Jahren aussehen wird. Es keimt der Verdacht, dass einige, die jetzt mit plumper Hetzpropaganda auf dem Niveau des russischen Staatsfernsehens agieren, rückwirkend kein gutes Bild mehr abgeben.

    Fakt ist, dass momentan ein hochintelligenter machtbesessener Despot, den sie so dumm waren herauszufordern, die großteils unterbelichteten Privinzpolitiker der EU, die sich von süffisanter Kriegspropaganda der Falken im Weißen Haus vor sich hertreiben lassen, am Nasenring durch die Manege des internationalen Politzirkus vorführt. Wen wundert es, lassen sich diese drittklassigen Kasperl doch gerade sogar von einem kleinen neomarxistischen Rüpel und Dampfplauderer aus Athen billig erpressen. (Übrigens putzig, wie sich die Brüsseler Kleingeister gerade darüber echauffieren, dass sie von den Griechen ach so brüskiert würden, ohne zu reflektieren, wie sie selbst sich Moskau gegenüber aufführen mit ihrer Großkotzigkeit und an den Haaren herbeigezogenen Sanktionskasperei).

    Und mal ein kleines Gedankenspiel für all die moralischen Übermenschen, die den Machtanspruch Russlands in seiner Hemisphäre für Größenwahn halten: nehmt einen Globus und betrachtet die Kontinentalmasse. Da gibt es über halb Asien und halb Europa ausgedehnt ein Riesenreich, an dessen linken hinterem Ende ein geradezu winziger Zipfel hängt, auf dem ein paar kleine zänkische Wichtigtuer leben, denen man gerade soviel Aufmerksamkeit schenkt wie einer Laus im Pelz. Die Größenwahnsinnigen leben in Wirklichkeit hier! Die wirklich Wichtigen hängen dem Riesenreich nämlich am rechten unteren Ende: ein halber Kontinent mit der halben Erdbevölkerung und der Wirtschaftskraft einer Dampframme!

    Hätte Russland ein Interesse daran, dem Westen wirklich zu schaden, hätte es schon längst den Gashahn zugedreht und die Pipeline nach China gebaut. Ach ja, das tun sie ja gerade, also die Pipeline bauen. Mal sehen, wann sie den Gashahn zudrehen. Irgendwann werden die Luxusgüter aus dem Westen uninteressant, die Chinesen schaffen nämlich mehr als Billigramsch. Merken wir nur nicht, weil wir nur Billigramsch importieren.
    Wird noch spaßig, der Handelkskrieg, an dessen Ende wir um Gaslieferungen zu jedem Preis bei den USA betteln und froh über jedes Handelsabkommen mit den USA sein werden. Denn den Osten haben wir dann endgültig verloren. Aber dafür sind wir moralisch höherwertig. Mit Herrenmenschenattitüde hatten wir im Herzen Europas noch nie ein Problem…

  5. Thomas Holzer

    Ganz so simpel ist es aber nun auch wieder nicht.
    Daß die EU-Politikerdarsteller sich regelmäßig leider gerne überschätzen, ist unbestritten; daß der Herr Putin in der Ukraine, in Georgien, Transnistrien kräftig umrührt, aber auch.

  6. Fragolin

    @Thomas Holzer
    Das bestreite ich auch nicht. Aber die momentane Propaganda mit ihren Hitlervergleichen und pseudopsychologischen Hobbydiagnosen im Dienste offener Provokation ist nicht gerade die von uns moralisch ach so hochwertigen Westeuropäern immer vollmundig von anderen geforderte Deeskalationsstrategie.
    Putin legt nicht mehr Großmannsgehabe an den Tag als zum Beispiel ein gewisser Herr Obama. Und er verzichtet darauf, seine Drohnen Todeslisten abarbeiten zu lassen oder Gegner inzwischen Jahrzehnte ohne Gerichtsbarkeit in einem Folter-KZ außerhalb des Staatsgebietes zu internieren.
    Jedem wird vorgeführt, wie “Zar” Putin durch die Säle des Kreml schreitet, denn das sieht mehr nach Größenwahn aus als, sagen wir mal, ein französischer Präsident, der in Pomp und Glorie aus dem Elysee-Palast den Befehl zur völkerrechtswidrigen Bombardierung libyscher Hafenstädte… upps, Entschuldigung, das ist natürlich etwas ganz anderes, denn wir sind ja die Guten, sieht man ja an der heutigen Freiheit und dem Wohlstand in Libyen. Putin ist der Böse, denn er hat islamistische Djihadisten, die in Moskau Terroranschläge verübten und in Tschetschenien ein Kalifat errichten woll… upps, Entschuldigung, es waren natürlich demoratiefreundliche Rebellen, die sich der Knechtschaft des teuflischen Putin entziehen und in Freiheit leben wollten – mannomann, es ist manchmal ganz schön schwer, den richtigen switch zwischen westlicher Propaganda und der Wahrheit hinzubekommen…
    Putin ist weder ein Demokrat noch ist er ein Hitler. Aber ganz sicher werden wir nicht weniger von unseren Medien belogen als der Durchschnittsrusse von Putins Staatsfernsehen.
    Nur ab und zu passiert bei uns noch ein Datenleck wie das oben verlinkte Interview.
    Ansonsten stirbt in jedem Krieg, und den haben wir momentan bereits, als Erstes immer die Wahrheit. Und IMMER auf beiden Seiten!

  7. Mario Wolf

    Gute Überschrift, aber zwei Begriffe treffen nicht zu. Verteidigen und Interessen. Die Interessen in Europa brauchen nicht verteidigt werden. Es will sie sowieso niemand haben. Die vordergründigen Interessen sind der Kampf gegen die soziale Kälte, der Kampf für die Gleichheit und Egalitarismus, der Kampf gegen die Wohlhabenden und die Leistungsträger. Die sogenannte Verteidigung europäische Werte ist nur ein rückwärtsgewandtes Scheingefecht. Alle Versuche eine abweichende Meinung vom linken Mainstream zu vertreten werden heftigst bekämpft. Die Meinungsfreiheit wird systematisch unterhöhlt – es gibt in der Zwischenzeit neue und interessante Schimpfwörter: Neoliberaler, Rechtspopulist, z.B. Leute die die offizielle Politik kritisieren, aber es gibt keine Linkspopulisten, auch nicht die griechische Junta, Islamophobe, Ausländerhasser, Klimaleugner, usw.etc. Also was gibt es noch zu verteidigen ?

  8. aneagle

    “Schafe werden geschoren” diese ewig gültige Binsenweisheit müssen die Europäer raschest verinnerlichen. Am besten durch einen Blick in den Spiegel, der vertreibt die Zweifel am who is who.

    Statt ihr ganzes Geld in die Erziehung griechischer Rabauken zu “investieren”, sollte Deutschland endlich den D-EXIT planen. Und zwar diesmal sorgfältiger als bei der Einführung des Euro !
    * unter Einbeziehung aller bisherigen schlechten Erfahrungen.
    * gemeinsam mit den marktorientierten arbeitsfähigen und -willigen EU-Ländern und England.
    * unter behutsamer Redimensionierung der inkongruenten Energiewende
    * mit einer schmerzlichen Reduzierung des außenpolitischen EU-Größenwahns an real erreichbare, wirtschaftlich durchhaltbare Strategieziele.
    * mit staubtrockener Realpolitik, statt romantisierenden unerreichbaren moralischen Vorgaben
    * und wichtig: mit transparenten praktikablen demokratischen Strukturen.

    Weiß schon, das ist nicht drin, das kostet eine Lawine Geld. Aber alles andere kostet , wie wir bereits sehen, mehr. Es ist also um im Jargon zu bleiben- alternativlos.

    Deutschland kann nicht zugeben, dass es teure Fehler gemacht hat und durch Realitätsverweigerung laufend neue macht- nun will es sie nicht bezahlen und handelt wie Qualtingers ” Der Halbwilde “(Text: G.Bronner) see YouTube.

    Aber Fehler müssen bezahlt werden und Zahlungsverweigerer gibt es in der EU weit ambitioniertere. Auch ist ein sinnvoller Umgang mit Irrtümern einer Bevölkerung zumutbarer als ein langsames Absinken in relative Armut. Um Qualtinger/Bronner modifiziert zu zitieren: wenn ich weiß wohin ich muß, bin ich früher dort.

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