Wer wirklich schuld am Hunger in Afrika ist

” (Volker Seitz) ….Die afrikanischen Eliten müssen sich den Fatalismus abgewöhnen, ihr Schicksal nicht auf Gott oder das Wetter schieben, sondern auf die eigene Anstrengung konzentrieren und lernbereit sein. So sind die Somalier sind wohl das einzige Küstenvolk, das keinen Fisch mag. Dabei könnte der -reichlich vorhandene Fisch- der von den Nomaden kulturell nicht akzeptiert wird, die größten Ernährungsprobleme der hungernden Bevölkerung lösen….” (weiter hier)

19 comments

  1. astuga

    Der Link funktioniert leider nicht.

    Ob die Somalier in ihrer Gesamtheit keinen Fisch mögen weiß ich nicht, an der Küste selbst gibt es afaik aber sehr wohl in gewissem Rahmen Fischfang (wahrscheinlich dort wo Piraterie und Schmuggel übers Rote Meer nicht lohnender ist).
    Allerdings wird beim benachbarten Jemen ähnliches beklagt.

    Wobei man eines dazu anmerken muss, in solchen Gesellschaften führt die alleinige Erschließung einer Nahrungsressource, so wie jede Verbesserung der Lebensgrundlage (ohne gesellschaftlich und kulturelle Veränderung), bloß zu einer weiteren Bevölkerungszunahme.
    Es wird damit also kein Problem gelöst, sondern bestehende nur vergrößert.

  2. sokrates9

    Warum ist gerade unter den Schwarzen die Mentalität auf Hilfe von außen zu warten so ausgeprägt? Kürzlich Film von Haiti: Die Einheimischen haben Zeltplanen vor ihren zerstörten Häusern aufgestellt und warten – auf idiotische Gutmenschen in Form von Entwicklungshelfern! In Ostasien gab es 2 Monate nach dem Tsunami kaum mehr Spuren der Katastrophe!

  3. astuga

    Haiti ist ohnehin ein eigenes Kapitel für sich.
    Haiti und die Dominikanische Republik liegen beide auf der Insel Hispaniola.
    Beide besitzen also fast identische Ausgangspositionen, Haiti hatte historisch gesehen sogar Vorteile auf seiner Seite (frühe Eigenständigkeit).

    Dennoch ist ein Land heute das chaotische Armenhaus der Karibik, und das andere zwar auch kein Paradies abseits der Urlauberhotels aber immerhin.

  4. Ge Ba

    Ja leider funktioniert dieser Link nicht, aber die Schlagworte:
    Die afrikanischen Eliten müssen sich den Fatalismus abgewöhnen …..
    kursieren seit Jahren im Netz und haben auch ihre Richtigkeit.
    Wer jemals in Afrika war, weiß auch, dass nicht nur die dortigen Potentaten äußerst korrupt sind sondern dass die Mentalität der Menschen eine vollkommen andere ist als die der Europäer. Das gilt aber für viele Inder und andere Länder, in denen sogar Kinder zum Betteln geschickt werden, auch. Jeder Reiseleiter wird ihnen sagen, geben sie den Kindern nichts, der Vater geht dann so lange nicht arbeiten, bis er wieder kein Geld hat…
    In Afrika wird auch dann gearbeitet, wenn man was zum Essen braucht, man bevorratet nicht sonder lebt von einem Tag zum anderen.

  5. Ge Ba

    Warum ist die ehemalige Kornkammer Afrikas – Simbabwe – heute das ärmste Land Afrikas?
    Weil man die Menschen, die Weißen, vertrieben und ermordet hat und selbst die Farmen nicht bewirtschaften kann oder will – wäre ja mit Arbeit verbunden 🙁

  6. Reini

    “Wer wirklich schuld am Hunger in Afrika ist” … die Überbevölkerung vielleicht!?!?! …
    Viele Menschen – Viel Hunger, wenige Menschen – wenig Hunger!
    … Oberflächlich gesehen ist der Spruch nicht sehr gescheit, ist aber die Realität, denn Nahrung braucht Platz, den es nicht mehr geben wird!
    lt. Statistiken:
    1950…. 230Mill
    2010…..1Mrd.
    2050…..2Mrd.
    2100…..4Mrd.
    … wenn sich Afrikanische Länder von Spenden aus Europa abhängig machen lassen, wie sollen sie sich selbst finden, bzw. regulieren! … wie haben diese Völker die letzten 3000 Jahre überlebt?!?
    … es gibt (k)eine Lösung?
    … in welchen Umfang soll die Hilfe (Nahrung, Ärzte, usw,..) in Afrika durchgeführt werden!?! … ist nicht jedes Leben das gerettet wird ein Schritt zur Selbstvernichtung! … ist diese Frage berechtigt?
    … die Hungersnöte sind vorprogrammiert, es werden viel Menschen sterben müssen, umso länger diese Bevölkerungszunahme anhält, umso schlimmer wird es Enden!
    … das war der Anfang, die Kriege werden sich ausweiten in Afrika, die Flüchtlingsströme werden zunehmen!

  7. Fragolin

    Ein böser Kommentar 😉 :
    Wenn alle Afrikaner nach Europa kommen und dafür alle Europäer Afrika besiedeln, ist in einem halben Jahrhundert Afrika ein blühender Kontinent und Europa das Armenhaus der Welt – und die Boote fahren übers Mittelmeer südwärts…
    Ist natürlich gemeiner Rassismus, wie wir seit Sarazzin wissen, aber blöderweise lässt ausgerechnet die Realität solche Schlüsse zu.
    Was beweist, dass die Realität ein Rassist ist.
    Wahrscheinlich haben die Gutmenschen deshalb nichts mit ihr am Hut…

  8. Volker Seitz

    @Reini Sie schreiben “Nahrung braucht Platz, den es nicht mehr geben wird”
    Bitte lesen Sie die Sätze meines Beitrags über die Grösse Afrikas und wie wenig der Platz bislang genutzt wird.
    GeBa hat den richtigen Link (siehe oben) angegeben

  9. snoozeberry

    @Fragolin
    In unserem Bekanntenkreis hatten wir auch eine ähnliche Theorie aufgestellt, allerdings reichen bei unseren Berechnungen 100.000 Menschen mit asiatischer Kultur um Afrika in einen satten Kontinent zu verwandeln.

  10. snoozeberry

    Sorry, noch eine Anmerkung:
    Die Frage ist ob es das Ziel sein sollte alle nur “satt” zu bekommen, oder ob das vordringlichste Ziel nicht darin liegt die Bevölkerungszahl zu reduzieren!!!!
    Wieder verweise ich auf China

  11. Thomas Holzer

    @snoozeberry
    Das vordringlichste Ziel sollte sein, daß die Afrikaner endlich selbst für sich Verantwortung übernehmen! Man sollte sich nicht dauernd auf die Vergangenheit ausreden, auch wenn es vielleicht genehm sein sollte (Einzige Ausnahme natürlich: Deutschland 😉 )

  12. sokrates9

    Es ist rassistisch und darf daher nicht hinterfragt werden, doch warum vor allem die Schwarzen es nicht schaffen lebenswerte Strukturen aufzubauen ist mir nicht klar. Das Problem beruht nicht nur auf Geburtenüberschuss und klimabedingter Trägheit.

  13. snoozeberry

    @sokrates
    Das hat nichts mit rassistischen Ansätzen zu tun sondern mit der Lebenseinstellung/ Lebensphilosophie/ Religion.
    Im Buddhismus hat man eine andere Einstellung was die persönlichen Pflichten betrifft, was Arbwit anbelangt, und nicht auf seine Mitmenschen Rücksicht zu nehmen bewirkt ein Verlust der Ehre. Diese Unterschiede sind kulturell bedingt.

  14. astuga

    Gut, das Problem ist ein vielfältiges.
    In weiten Teilen Asiens gibt es vor allem dank des Konfuzianismus eine gewisse Tugend- und Arbeitsethik (so wie im Westen ja oft historisch auf den Protestantismus verwiesen wird).

    Das Problem in Afrika ist wohl auch, dass man sich dort überwiegend ethnisch und durch die Großfamilie definiert.
    Das schafft einerseits ein soziales Gefüge, setzt aber auch Grenzen.
    Es fehlt oft die Motivation, weil jeder der sich etwas erarbeitet den ökonomischen Erfolg mit der Familie teilen muss – du hast einen Motorroller, warum hat das Oberhaupt der Familie oder dein älterer Bruder keinen?
    Wobei sich das in den Großstädten gerade erst etwas aufzulösen beginnt.

    Im Ggs dazu ist das ganze Gerede von Black Communities in Europa (jenseits von Familie und ethnischer Zugehörigkeit) ein rein ideologisches Konstrukt ohne Grundlage, das überhaupt auch nur im Ausland funktionieren kann.
    Wahrscheinlich ist kein Kontinent so “rassistisch” definiert wie Afrika.

  15. Fragolin

    Wenn man sich auf die Kultur herausredet muss man aber auch wieder fragen: was war zuerst, der Mensch oder die Kultur?
    Ich glaube, dass das Lebensumfeld die Kultur des Menschen prägt; Mangel oder Überfluss. Aber nicht von heute auf morgen sondern über Generationen. Deshalb können Menschen im Urwald ebenso überleben wie in der Arktis.
    Und wenn man sich fragt, warum Menschen in Afrika lieber von heute auf morgen leben als, wie wir, Vorräte anzulegen, der muss nur Klima und Klimageschichte (Eiszeiten) anschauen um zumindest Hinweise zu bekommen, wie eine Kultur des täglichen Sammelns oder eine Kultur der Vorratshaltung entstehen konnten.
    Der einzige Fehler, den wir machen können, ist der perfiden Masche der Gleichheitswahnsinnigen auf den Leim zu gehen, das Benennen von Unterschieden wäre rassistisch, hetzend, diskriminierend oder sonstwas. Ist es aber nicht, solange ich keine Wertung vornehme, und das tue ich nicht. Ich stelle nur fest. Und diese Feststellung führt aber zu der Erkenntnis, dass Menschen die Kultur selbst bestimmen, und wenn sie lieber sterben als ihre Kultur zu ändern – nun schlecht, dann ist das so.

  16. Volker Seitz

    Die Länder unseres Nachbarkontinents haben sich daran gewöhnt, dass für die Entwicklung das Ausland zuständig ist. Armutsbekämpfung, Ernährungssicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen werden bevorzugt ausländischen Projekten überlassen. Aber diese Art von Entwicklungshilfe hält Afrika in Abhängigkeit. Die Eigeninitiative tendiert gegen null. Die demokratisch gesinnten Afrikaner, die ich kenne, wünschen sich rechtsstaatliche Verhältnisse und eine wirtschaftliche Zukunft im eigenen Land. Hierzu müssen die Partizipationsmöglichkeiten am öffentlichen Leben, die Chancen auf Bildung, Gesundheit und Einkommen gestärkt werden. Besonders die Frauen in Afrika, davon bin ich überzeugt, wollen ais eigener Anstrengung ihr Leben in die Hand bekommen. Ausserdem bekommen gebildete Frauen nachweislich weniger Kinder.
    Afrikas Heilung muss aus dem Inneren kommen, damit ein gesundes Selbstbewusstsein auf breiter Basis heranwachsen kann. In der afrikanischen Diaspora in Europa, USA, Asien gibt es zahlreiche erfolgreiche Ärzte, Wissenschaftler, Unternehmer. Diese Afrikaner müssen für ein Engagement und zu Investitionen gewonnen werden. Derartige Investitionen könnten durch Risikokapital aus dem Entwicklungshilfe-Haushalt gefördert werden. Mit der Hilfe bei der Aufstellung von Businessplänen könnte freies Unternehmertum und damit Arbeitsplätze geschaffen werden. Das würde die Menschen eher aus der Armut befreien als der jetzige Business der Barmherzigkeit.

  17. Christian Peter

    Auch die Aufnahme von Flüchtlingen in westlichen Ländern begünstigt den wirtschaftlichen Niedergang Afrikas, da fast alle Gebildeten/Vermögenden in westlichen Industrieländern leben. Experten empfehlen : Mehr Stipendien für junge Talente aus Afrika unter der Bedingung, dass diese nach Abschluss des Studium in das Ursprungsland zurückkehren, um die politische und wirtschaftliche Entwicklung ihres Heimatlandes voranzutreiben.

  18. mariuslupus

    Schuld an der Misere Afrikas ist das Wetter. In Rhodesien unter Ian Smith hat es immer genug geregnet. Rhodesien hat immer Getreide exportiert. Dann kam ZAPU und ZANU und Robert Mugabe. Hat weisse Rhodesier enteignet und aus dem Land gejagt. Aus Rache haben die weissen Farmer die Wolken über Zimbabwe mitgenommen. Jetzt regnet es nicht mehr.
    Erklärung die mindestens so logisch ist, wie die Aussagen der Entwicklungsministerien zu Afrika`s Niedergang.

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