Werden die bürgerlichen Wähler gerade betrogen?

(ANDREAS UNTERBERGER) Die Wahrscheinlichkeit ist groß geworden, dass es zu einer Koalition zwischen der ÖVP und den Grünen kommt. Viele Österreicher fragen sich freilich zunehmend verwundert und zunehmend empört: Warum eigentlich? Haben sie nicht selbst zu 54 Prozent Parteien, die rechts der Mitte stehen, ins Parlament gewählt? Warum holt dann Sebastian Kurz ausgerechnet die allerlinkeste Partei in die Regierung? Die Suche nach einer Antwort führt zu einigen erstaunlichen Ergebnissen, die immer mehr Wählern eine üble Schlussfolgerung aufdrängt: Sie sind betrogen, hineingelegt worden. Und zwar von ÖVP wie FPÖ. mehr hier

2 comments

  1. Wanderer

    Ja, Herr Unterberger, die 1. Frage ist die entscheidende. Der ÖVP geht es um Machterhalt, alles andere lässt sich verhandeln. Das sieht bei der FPÖ und insbesondere bei Kickl ganz anders aus. Das Migrationsproblem ist das Kernthema der Partei. Es lässt sich effektiv nur mit einem Innenminister angehen, der sich vor EU-Granden, Medien, Kirchen und NGOs nicht fürchtet. Kickl hat hier gegen VP-Widerstand gute Arbeit geleistet, wurde dadurch für die Schwarzen zum Problem und musste weg. Mit großen Stimmenverlusten nach Ibiza lässt sich der Anspruch auf das Innenministerium schwer argumentieren. Die Steigbügelhalterrolle brächte zwar Posten in zweitrangigen Ministerien, aber keine Fortschritte in der Migrationsfrage. Ich sehe keinen blauen Wählerbetrug. Auch den meisten Kurz-Wählern war wohl bewusst, dass ganz leicht Schwarz-Grün das Resultat ihrer Entscheidung sein kann. Alles andere wäre doch sehr naiv.

  2. FiBu

    Ich befürchte hier geht es nur um die Eroberung der Macht um jeden Preis.
    Taktisch müßte Kurz dafür die Verhandlungen mit Grün wegen unerfüllbarer Forderungen der Grünen scheitern lassen und eine Minderheitsregierung machen, welche nach einem Jahr wegen den uneinsichtigen Oppositionsparteien die jede Reform verhindern zurücktritt bzw. eine Koalition beginnen und dann an der “Schuld der Grünen” scheitern lassen.
    Danach Neuwahlen mit einem christusähnlichen Märtyrer an der Spitze, mit der Hoffnung auf eine absolute Mehrheit. – Hat schon bei Kreisky funktioniert.

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