Werden wir nächstes Jahr um 9% mehr verdienen?

Von | 26. November 2013

(C.O.) Einkommensteuerbescheid 2012 vom Finanzamt bekommen. Interessantes Detail dieser insgesamt überschaubar erfreulichen Angelegenheit: die Finanz erhöht die Berechnungsbasis für das Folgejahr um satte 9%, nimmt also an, dass sich der Gewinn des Steuerpflichtige ebenfalls um 9% erhöhen wird. Wie das Finanzministerium angesichts eines Wirtschaftswachstums von 1-2% zu diesem Wert kommt, wäre nicht uninteressant zu erfahren. Man könnte ja glatt meinen, dass die einfach dringend Bares brauchen, und zwar mächtig viel.

9 Gedanken zu „Werden wir nächstes Jahr um 9% mehr verdienen?

  1. FDominicus

    Frage: Warum liebe ich Ortner online?
    Zitat: “insgesamt überschaubar erfreulichen Angelegenheit:”
    Darum….

  2. Tiefengrabner

    FA merkt auch, dass nicht bei jedem Steuerpflichtigen überschaubar erfreuliche Situation!

  3. Thomas Holzer

    Das FA hat anscheinend andere Prognostiker(Wirtschaftsforscher) als die Bundesregierung.
    Wenigstens wissen wir jetzt endlich, daß das nichtexistente Budgetloch sich in Bälde auch
    in eigenen Loch versenken wird 😉

  4. Zaungast

    Das FA glaubt an C.O. und seinen wirtschaftlichen Erfolg. So gesehen sind die 9% eine beleidigende Untertreibung. 😉

  5. UA

    § 45 Abs 1 EStG – dort stehen die 9% (genauer: 4%. Weitere 5% kommen dazu, wenn nicht im Folgejahr veranlagt wurde). Soweit ich mich erinnere, wurde die automatische Valorisierung der Vorauszahlungen mit dem EStG 1988 eingeführt – vermutlich um die Steuerreform 1989 vorzufinanzieren.

  6. MSc

    Und die Beiträge zur Pensionsversicherung wurden in den letzten Jahren um je 1%-Punkt erhöht, mittlerweile bei 28%. Vom Rest dann im Schnitt 43% ESt. Es wird Zeit für einen Unternehmerstreik …

  7. Graf Berge von Grips

    Die gehen halt von dem aus, was man verdient und nicht von dem was man bekommt… 🙁

  8. Reinhard

    Man kann es sich ja wiederholen.
    Übernächstes Jahr durch Gutschrift.
    Wenn es dann 9% weniger Wert ist…

  9. Christian Robert Prinz

    Durch das langjährige Einplanen derartig unrealistischer Steigerungen entstehen u.a. die angeblich überraschenden “Budgetlöcher”.

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