Werner wer?

(ANDREAS UNTERBERGER) Kennen Sie noch den Namen Werner Faymann? Acht Jahre hat der Mann zwei der mächtigsten Positionen Österreichs bekleidet. Seit seinem Abschuss als Bundeskanzler und SPÖ-Chef ist er jedoch absolut aus jeder Erwähnung im öffentlichen Leben verschwunden. Das erinnert lebhaft an das alte Rom, wo die Namen besonders verachteter oder verhasster Personen aus sämtlichen Annalen getilgt wurden, wo sämtliche Bildnisse und Inschriften mit dem Betreffenden zerstört wurden, wo es meist sogar peinlichst vermieden wurde, den Namen des einst Mächtigen auch nur zu erwähnen.

Ganz ähnlich im sowjetischen Kommunismus: Dort wurden gestürzte Männer der Führungsspitze sogar aus früheren Fotos wegretuschiert, wenn diese in Zeitungen verwendet wurden.

Für Faymann hat es nach seinem Rücktritt nur einen einzigen Tag lang noch halbwegs nette Erwähnungen in jenen Medien gegeben, die von ihm jahrelang mit Inseraten und Kooperationen aus Steuergeldern angefüttert worden waren. Ein einziger Kommentator meinte an jenem Tag, dass es für Faymann jetzt einen Posten in der EU geben sollte. Aber dann war es auch damit aus.

Der König ist tot, es lebe (nur noch) der neue König. Faymann hat einfach zu verschwinden, er wird peinlich weggeschwiegen..(hier)

8 comments

  1. Selbstdenker

    @MM
    Dieser Artikel aus der FAZ belegt meine These wie die Linke tickt:
    1) konstituierende Lüge
    2) überführte Lügen werden in noch größere Lügen verbaut und
    3) Projektion der eigenen Methoden auf die anderen

    Und noch etwas belegt dieser Artikel: der Journalismus ist derart auf den Hund gekommen, dass sogar ehemalige bürgerliche Flaggschiffe wie die FAZ als Medium für dunkelrote Rülpser herhalten muss.

    In einem Punkt muss ich dem Schreiberling leider recht geben: es wird nicht bei den Worten bleiben. Man erkennt es an der Verniedlichung linksextremistischer Gewalttaten, an abgefackelten Autos von AfD-Mitgliedern und an offenen Mordaufrufen sogenannter “Künstlerkollektive” gegen Andersdenkende.

    Die Linke hetzt, ruft zur Gewalt auf und lässt sich dann – obwohl nicht einmal angegriffen – als “Opfer” auf den Boden fallen.

    Lächerlicher geht es wohl nicht mehr.

    The Left is finished.

    Und das ist gut so.

  2. stiller Mitleser

    Die Positionen innerhalb der F.A.Z. sind nicht so homogen; es scheint daß diese Satire durch irgendeinen Zufall zur Publikation gelangt ist. Man kann zwar nur als Abonnent in Kommentaren unterhalb des jeweiligen Artikels Kritik äußern, aber freie Kommentare sind im blog von Don Alphonso möglich und werden auch von der Redaktion wahrgenommen, die F.A.Z. ist nicht die S.Z. Der ständige Korrespondent weiß gut Bescheid und man sollte als österreichischer F.A.Z. Leser auf korrekten Berichten bestehen und sich solche “bengalischen Feuer” verbitten.
    Ich hielte einen Artikel z.B. Herrn Ortners in der F.A.Z. für wünschenswert und durchaus möglich; die “bengalischen Feuer” sind vermutlich über Selbstanpreisung bei irgendeinem Event
    zustandegekommen.

  3. Gerald Steinbach

    Der Faymann tritt in die Fußstapfen des Mensdorff-pouilly, er wird Lobbyist, da kann der Steuerzahler schon einmal in die Tasche greifen, für rein private Aufträge wird keine Klientel zu finden sein

  4. Gerald Steinbach

    Thomas Holzer@
    Ich glaub da kommt noch was, ich denke da an ein Pöstchen in der “””Privatwirtschaft”””” mit sehr starken Wurzeln zum Staat/Stadt, ..

  5. Thomas Holzer

    @Gerald Steinbach
    Sie meinen bei den ÖBB? So was in die Richtung “public relations?!
    wenn schon nicht gleich Generaldirektor 😉

  6. Gerald Steinbach

    Thomas Holzer@
    Beim Verschub wird’s wohl nicht sein, aber genau an die ÖBB hätte ich gedacht,, ausgezeichnet Herr Holzer, sie können meine Gedanken lesen

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .