“Wie das Römische Reich in seinen letzten Tagen”

Von | 12. Dezember 2013

“….Es ist ein Experiment der besonderen Art. In London simulieren Politiker und Forscher einen EU-Gipfel. Das Thema: Großbritannien will Brüssels Macht radikal beschränken. Das Projekt mit dem bezeichnenden Namen “War Game” lieferte überraschende Erkenntnisse – und deftige Zitate….” (SpOn)

25 Gedanken zu „“Wie das Römische Reich in seinen letzten Tagen”

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  2. world-citizen

    Ja, immer diese Nationalstaaten. 2 Kriege haben sie im vergangenen Jahrhundert verbrochen und nun haben sie uns auch noch eine Schuldenkrise beschert. Und anstatt sich endlich reumütig zu entsorgen schieben sie die Schuld auf jene Institution, die die Probleme lösen soll, aber wegen der nationalen Widerstände nicht darf.
    Und so lange es EU-Gipfel gibt, werden wir der Lösung des Problems nicht näher kommen.
    Einzig eine parlamentarische Sitzung wäre dazu legitimiert.
    Und was die Freizügigkeit betrifft:

    Werden die vielen tausenden Briten, die in Europas Süden ihre Altersdomizile haben und dort auch leben wirklich darüber erfreut sein, wenn die Freizügigkeit fällt und sie dann gezwungen werden, in ihre (k)alte Heimat zurückzukehren?
    Oder ist es denen immer noch nicht klar, dass man Rechte, die man für sich selbst in Anspruch nimmt auch anderen Menschen zugestehen muss?

  3. Thomas Holzer

    @WC
    Und die EZB als fast “supranationale” Behörde vertieft und intensiviert die Schuldenkrise.
    Aber natürlich, wenn weltweit Papier nur mehr mit einem Logo bedruckt werden darf, dann wird alles gut; weil dann darf, ganz demokratisch legitimiert, so viel gedruckt/bedruckt werden, wie diese “Pseudovolksvertreter” entscheiden.

    Recht naiv, Ihre werte Weltsicht

  4. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>> Und die EZB als fast “supranationale” Behörde vertieft und intensiviert die Schuldenkrise. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    …… auf Druck der Nationalstaaten. Wenn diese nicht mehr existieren würden, würde man die Probleme bestimmt professioneller angehen. Bisweilen sind es leider immer noch die nationalen Staats- und Regierungschefs, die jede Lösung blockieren.

  5. Der Unternehmer

    @ WC

    Sie vergleichen immer Äpfel mit Birnen.

    In der Staat könnte der Nationalstaat ein Auslaumodell sein….aber nicht, um durch supranationale Institutionen wie die EU abgelöst zu werden.

    Die Zukunft gehört echten, authentischen Gemeinschaften, kleinen beweglichen, innovativen Einheiten,
    die Hiddon Champions.

    Die EU ist nichts anderes als Supranationalsozialismus.

  6. gms

    WC,

    “Bisweilen sind es leider immer noch die nationalen Staats- und Regierungschefs, die jede Lösung blockieren.”

    Angenommen, dies sei richtig — was zum Geier soll uns glauben lassen, es gäbe /eine/ Lösung, die für alle passe. Das ganze Affentheater unterliegt dem gravierenden Irrtum, es sei mehr oder minder egal was getan würde, man müsse sich darin bloß einig sein.

    Dessen ungeachtet stimmt Ihre obige Aussage sowieso nicht mehr, denn weder kann in der EZB ein Land oder eine Gruppe davon etwas blockeren, noch gilt dies für politische Agenden nach dem Vertrag von Lissabon. Einstimmigkeit ist im EU-Rat seither nicht notwendig, ebensowenig können lokale Parlamente irgendetwas blockieren.

  7. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>> könnte der Nationalstaat ein Auslaumodell sein <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Es wäre wünschenswert, den Staat endlich mal als das zu betrachten, was er ist: Eine administrative Zone, aber mit Sicherheit keine Gemeinschaft.

    Und ein Vergleicht mit dem römischen Reich ist ohnedies unzutreffend. Das römische Reich hatte vor seinem Zerfall immerhin eine Lebensdauer von mehr als 400 Jahren – und das in einer Zeit, in der das Reitpferd bzw. Segel- und Ruderschiffe das schnellste Verkehrsmittel und Brieftauben und Rauchzeichen die schnellste Form der Nachrichtenübermittlung waren. Aber die globalisierte Welt der heutigen Zeit bedarf eines globalisierten Verwaltungs- und Rechtssystems und ein menschliches Bewusstsein als Individuum und Erdenbürger und nicht als Teil eines Kollektivs. Daran wird kein Weg vorbei führen.

    Die Nationalstaaten werden mit Sicherheit absterben, die Frage ist nur ob sie friedlich sterben oder sich vorher noch mal – zum Schaden aller Menschen – aufbäumen.

  8. Thomas Holzer

    @WC
    Sie wollen nicht Individuen, sondern ein Weltkollektiv; wahrscheinlich alle um der Gleichheit Willen vorab mal in die gleiche Kleidung stecken, damit sich niemand benachteiligt, diskriminiert fühlt.
    Was Sie sich für danach vorstellen, möchte ich mir nicht! vorstellen

  9. Thomas Holzer

    @WC
    Nachtrag:
    „In Zukunft wird es eine Welt verschiedener Zivilisationen geben, die allesamt lernen müssen, nebeneinander zu existieren“ Samuel J. Huntington

  10. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>> Angenommen, dies sei richtig — was zum Geier soll uns glauben lassen, es gäbe /eine/ Lösung, die für alle passe. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Die Lösung, die für alle passt, gibt es ohnehin nirgendwo – nicht mal in Kleingemeinden mit 100 Einwohnern. Die Kunst der Politik besteht darin, Lösungen zu finden, mit denen nach Möglichkeit alle leben können.

  11. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>> Sie wollen nicht Individuen, sondern ein Weltkollektiv <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Was ich will, ist eine Welt in der ich leben kann wie es mir beliebt, und wo immer es mir beliebt und ohne irgendwo darum bittstellen zu müssen. Eine Welt in der das Selbsteigentum und das Recht auf uneingeschränkte Mobilität des Menschen geachtet wird.
    Und des weiteren begehre ich das Recht auf Wohnsitzbürgerschaft (www.wohnsitzbuergerschaft.blogspot.com).
    Es versteht sich von selbst, dass ich die Rechte, die ich für mich beanspruche natürlich auch anderen Menschen gewähren muss.

  12. Thomas Holzer

    @WC
    Na, da wünsche ich Ihnen viel Glück, wenn Sie z.B. in Saudi Arabien “leben wollen wie es Ihnen beliebt”.
    Da hilft Ihnen Ihre Weltregierung recht wenig, außer diese setzt eine Armee ein, um ausgerechnet Ihnen Ihren persönlichen Wunsch zu erfüllen. Ob dies zum Weltfrieden wesentlich beträgt, wage ich zu bezweifeln.
    Und Verzeihung, aber was ist ein “Selbsteigentum”?
    Eigentum, welches das eigene Sein reflektiert? oder ein Eigentum, welches in sich selbst sein Eigentum darstellt?

  13. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>> Na, da wünsche ich Ihnen viel Glück, wenn Sie z.B. in Saudi Arabien “leben wollen wie es Ihnen beliebt”. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Danke, habe keine Ambitionen, dorthin zu ziehen, aber in meinem Europa will ich mich schon frei bewegen dürfen. Österreich alleine wäre mir zu eng, zu kleinräumig und zu kleingeistig. http://www.my-favourite-island.blogspot.com

    N.S.: Selbsteigentum = freie Selbstbestimmung über das eigene Leben, den eigenen Körper und die eigene Lebenszeit. (in Österreich leider weiterhin eingeschränkt durch den zwangsweisen Militär- oder Zivildienst).

  14. gms

    WC,

    “Die Lösung, die für alle passt, gibt es ohnehin nirgendwo ”

    Falsch, es sei denn, man subsumiert unter “passen” das Recht auf gewaltsame Aneignung von Eigentum und Leistungen Dritter.

    “Die Kunst der Politik besteht darin, Lösungen zu finden, mit denen nach Möglichkeit alle leben können.”

    Gelebt haben die Menschen im Ostblock auch. Zugleich stellte dieser Ostblock in vergangenen Zeiten auch einen entscheidenden Machtfaktor dar — ein Ziel, das heute nicht minder im Zentrum der EU-Phoriker steht.

    “Stärke durch Einigkeit!” — Es ist derselbe von Angst durchtränkte Menschenschlag, der damals den Rattenfängern auf den Leim ging, wie jener, der sich heute mit demselben Motiv der Angst und denselben Mitteln der Bevormundung als Antifaschist geriert. Weil sie heute ihre Nummer einen Dimension größer durchziehen wollen, wähnen sie das “Anti-” als legitim. Welch eine Idiotie!

  15. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>> “Stärke durch Einigkeit!” <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Und was tut dieser Mr. Cameroon? Ruft der nicht die Briten zur "Stärke durch Einigkeit" auf um vermeintliche irrationale Bedrohungen, die angeblich vom europäischen Kontinent ausgehen abzuwehren?

    Was tun all diese Demagogen auf dem Kontinent?
    Nein, mit provinziellen kleinbürgerlichen Kleingeistern werde ich mich niemals zur Einigkeit zwingen lassen. Mit weltoffenen Humanisten schon eher.

  16. Thomas Holzer

    @WC
    es ist weder Ihr noch mein Europa!
    Und, so Sie die entsprechenden Voraussetzungen erfüllen, können Sie problemlos nach z.B. Kanada, Neuseeland, Australien, USA et al. auswandern

  17. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>> es ist weder Ihr noch mein Europa! <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Stimmt, aber ich kann mir Teile davon kaufen oder mieten. Und dann sind diese Teile "mein". Und der öffentliche Raum ist für alle da.

    Und den oben zitierten Ländern sind einige bezügl. der Einwanderung sehr restriktiv, insbesondere wenn es um Senioren geht. Da nützt es nicht mal, wenn man eine fette Rente hat. Warum man diese Personengruppe, die viel Geld zum ausgeben hat und niemandem einen Arbeitsplatz weg nimmt dort nicht haben will, ist und bleibt rätselhaft. Aber leider gibt's dort (anders als in Europa) kein einklagbares Recht auf Niederlassung.

  18. KClemens

    @w-c

    >>>>> nun haben sie uns auch noch eine Schuldenkrise beschert. <<<<<

    Da können wir ja froh sein, daß die Nationalstaaten mit der Schuldenkrise erst jetzt angefangen haben, wo wir die Gemeinschaftswährung haben.

    Sonst säßen wir ja schon seit Jahrzehnten in den heutigen Schlamassel.

  19. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>> Da können wir ja froh sein, daß die Nationalstaaten mit der Schuldenkrise erst jetzt angefangen haben, wo wir die Gemeinschaftswährung haben. <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Die Schuldenkrise ist Ergebnis der Politk der letzten 40 Jahre. Nun ist die Rechnung fällig.

  20. Thomas Holzer

    @WC
    und hätte es keine Nationalstaaten gegeben, hätte es -Ihrer Ansicht nach- auch keine Schuldenkrise gegeben?!

  21. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>>>>>> und hätte es keine Nationalstaaten gegeben, hätte es -Ihrer Ansicht nach- auch keine Schuldenkrise gegeben?! <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Allerhöchstens eine Überschuldung der privaten Haushalte, mehr aber nicht.

  22. Thomas Holzer

    @WC
    der war gut! Ich erlaube mir, diese Ihre Aussage zum Witz des Jahres 2013 auszuerkoren.

    Eine Weltnotenbank, welche nicht per Knopfdruck Geld kreiert, Wunschdenken könnte man dies auch nennen!

  23. world-citizen

    >>>>>>>>>>>>>>>>> Eine Weltnotenbank, welche nicht per Knopfdruck Geld kreiert, Wunschdenken könnte man dies auch nennen! <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

    Ich habe die Bitcoins noch nicht ausprobiert, aber man wird ja sehen, was die Zukunft bringen wird.

  24. Thomas Holzer

    @WC
    wie auch immer man den “bitcoins” gegenüber steht, derzeit erscheint es, daß diese “Währung” wesentlich geringer von der Politik unterwandert ist als alle Zentralbanken zusammen.

    Und Sie glauben wirklich, daß eine “Weltregierung” derlei “unabhängige” “Währungen” zulassen würde?!

    Wieder ein Punkt für Sie im Sinne von Naivität.

    Ich würde empfehlen zu ventilieren, ob nicht kleinere Einheiten Korruption in geringerem Maße anziehen als größere Einheiten.

    Man denke nur an die verschiedensten UN Institutionen weltweit.

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