Wie das Rotgrüne Wien seine Bürger abkassiert

► Fernwärme. Mit Montag wurden die Preise für 250.000 Fernwärmekunden in Wien um neun Prozent erhöht. Für eine 70 Quadratmeter große Wohnung müssen Wiener Kunden damit rund 60 Euro pro Jahr mehr zahlen als im Jahr davor. Die städtische Wien Energie begründet die Preiserhöhung mit den hohen Gas-Einkaufspreisen (die Wien Energie produziert die Fernwärme in ihren Gaskraftwerken). Ein kleiner Trost: Die Energie Allianz Austria (zu der die Wien Energie gehört) senkt ihre Strompreise per 1. Oktober um etwa fünf Prozent. Die Stromrechnung für eine durchschnittliche Wiener Wohnung wird damit jährlich um etwa 35 Euro geringer ausfallen als im Jahr vor der Strompreissenkung.

► Park and Ride. Ebenfalls am Montag wurden die Preise für die Wiener Park-and-Ride-Anlagen erhöht. Die Tageskarte kostet nun 3,40 Euro (plus 40 Cent), die Jahreskarte 636 Euro (plus 86 Euro). Das Finanzressort begründet die Erhöhung mit einer Inflationsanpassung. Der Höchstrahmen, den Park-and-Ride-Anbieter (darunter die städtische Wipark) ausschöpfen können, sei seit dem Jahr 2008 nicht mehr erhöht worden.

► Wiener Linien. Mit 1. Juli haben die Wiener Linien (und auch der VOR, der Verkehrsverbund Ostregion, mit dem die Wiener Linien eng zusammenarbeiten) ihre Tarifstruktur angepasst, wie eine Preiserhöhung marketingmäßig verkauft wird. Bei der Preiserhöhung der Wiener Linien wurde ebenfalls mit der gestiegenen Inflation argumentiert. Die Folge: Ein Einzelfahrschein kostet nun 2,20 Euro (plus 10 Cent), die Monatskarte 48,20 Euro (plus 1,20 Euro), die Wochenkarte 16,20 Euro (plus 40 Cent). Unberührt davon blieben die Jahreskarte, die weiterhin 365 Euro kostet, sowie Schüler-, Studenten- und Seniorenkarten. Auch die Strafe für das Schwarzfahren (103 Euro) wurde nicht erhöht.

► Müll, Wasser, Kanal. Um 4,1 Prozent sind die Wiener Gebühren für Müll, Wasser und Kanal mit 1. Jänner angehoben worden. Die Mehrbelastung für einen 90-Quadratmeter-Haushalt beträgt damit ungefähr 20 Euro pro Jahr. Die Erhöhung basiert ebenfalls auf dem sogenannten Valorisierungsgesetz. Auch die Tarife in Kurzparkzonen unterliegen dem Valorisierungsgesetz – sie wurden im Jänner allerdings nicht erhöht.

► Wiener Bäder. An jenem Tag, an dem die Wiener Freibäder eröffneten (1. Mai), wurden auch einige Preise angehoben. Die beliebte Nachmittagskarte (sie gilt ab 13 Uhr) kostet seitdem 4,30 Euro (plus 20 Cent), die Tageskarte wurde ebenfalls um 20 Cent erhöht und kostet nun 5,50 Euro. Teurer wurde auch die Ein-Monats-Karte (22 Euro statt wie bisher 19,60 Euro), wobei es hier eine Staffelung gibt. Je mehr Monate im Vorhinein gekauft werden, desto günstiger wird die Karte. Durch die neue Regelung müssen Erwachsene seit heuer sechs Monatskarten für die Wiener Freibäder kaufen, um günstiger auszusteigen als bisher – was in diesem verregneten Sommer praktisch unmöglich war. Die Jahreskarte wurde heuer sogar zweimal teurer. Am 1. Jänner stieg der Preis von 187 Euro auf 196 Euro, mit Mai stieg der Preis weiter auf 198 Euro. (“Presse“)

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