Wie der Staat aus gutem Geld schlechtes Geld gemacht hat

Von | 27. August 2016

“…Man hat die Souveränität des Staates auf dem Gebiete des Geldwesens aus dem Umstande herleiten wollen, dass die Obrigkeiten sich seit altersher mit der technischen Herstellung der Geldstücke befassen. Doch diese Staatstätigkeit hatte ursprünglich keinen andern Charakter als die behördliche Aichung der Masse und Gewichte. Der Stempel des Staates bestätigte Feingehalt und Gewicht des Metallstückes, dem er aufgeprägt wurde. Als die Obrigkeiten anfingen, das Münzrecht fiskalisch auszunützen, indem sie die Münzen mit geringerem Gehalt ausbrachten, als die Marktparteien zu erwarten berechtigt waren, taten sie es heimlich. Sobald der Markt hinter die Schliche kam, bewertete er die neue Münze, ihrem geringeren Metallgehalte entsprechend, niedriger als die alte von besserem Schrot und Korn. Als die Obrigkeit, um dieser unterschiedlichen Behandlung entgegenzutreten, zu Preissatzungen griff und dabei das minderhaltige Geld dem höherhaltigen gleichsetzte, erlitt sie einen Misserfolg wie mit allen preispolitischen Eingriffen. Die Anpassung der Preise an die neue Gestaltung des Geldwertes liess sich nicht verhindern, und das neue «schlechte» Geld verdrängte das alte «gute» Geld aus dem Verkehr…. ” (weiter hier)

Ein Gedanke zu „Wie der Staat aus gutem Geld schlechtes Geld gemacht hat

  1. Falke

    “Aichung”? Ich vermute, dass das nicht original von Mises stammt, der konnte sicher gut Deutsch.

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