Wie die EZB den griechischen Staat finanziert

“….Seit Monaten  gewährt die EZB über die griechische Notenbank (die Teil des “Euro-Systems” ist) den griechischen Banken sogenannte ELA-Kredite (kurzfristige Notkredite wie ein Dispo für Privatkunden), damit die Banken selbst überleben können. Inzwischen hat dieser Dispo ein Gesamtvolumen von 80 Miliarden Euro erreicht und wird fast wöchentlich erhöht. Komischerweise fallen die Vergaben der ELA´s und die Neuemissionen von Anleihen des griechischen Staates immer zeitlich sehr eng zusammen. Allen ist klar, dass die Banken das von der EZB erhaltene Geld nehmen und davon die neu ausgegebenen griechischen Staatsanleihen kaufen. So finanziert die EZB und damit jeder Steuerzahler in der Eurozone de facto die Renten und Gehälter in Griechenland.” (hier)

3 comments

  1. Christian Peter

    Alles längst bekannt. Man bräuchte den Kasperln in Griechenland bloß den Geldhahn zudrehen, das ist politisch jedoch nicht gewünscht, offenbar soll Griechenland um jeden Preis im Euro gehalten werden.

  2. aneagle

    Also wenn es jemand mit allen Mitteln darauf anlegen wollte, den Grexit so teuer wie möglich zu machen und gleichzeitig den Euro so zu beschädigen, dass der zusammen mit Griechenland aus Europa verschwindet- genau so, wie es jetzt gemacht wird, würde er es anlegen.

    Nach gemeinsam vollbrachter Tat, können die EU-Volksvertreter ihren verarmten Bevölkerungen mit sorgenzerfurchter Stirn versichern:
    “Es war unausweichlich, geradezu alternativlos, wir haben uns alle sooooo bemüht!”

    Und wer meint das ist Paranoia- nun, auch Paranoiker haben Feinde 🙂

  3. sokrates9

    Es muss doch schon den dümmsten Hinterbankpolitiker klar geworden sein, dass Griechenland nicht rettbar ist. Auf was wartet man eigentlich jetzt? Schaut jeder Eurokrat auf seine (prallgefüllte) Brieftasche und denkt sich: Hurra, Zusammenbruch wieder um 1 Monat verzögert, persönliche Gage erhalten!??

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