Wie die Inflation versteckt wird

Von | 18. April 2014

(A.Unterberger) Kein EU-Land hat eine so hohe Inflation wie Österreich. Aber dennoch sind Österreich und das ähnlich rasch teurer werdende Deutschland Opfer der angeblich notwendigen Anti-Deflations-Politik der Europäischen Zentralbank. Das hat für alle Sparer und Jungfamilien verheerende Folgen. So kostet in Wien schon die Hälfte aller Eigentumswohnungen über 300.000 Euro (weshalb auch klar ist, dass das künftige Luxushochhaus neben dem Konzerthaus, das die Politik so gerne bauen will, nur auf russische Oligarchen und ein paar andere Superreiche setzt). Aber dennoch fährt die EZB ungeniert weiter mit dem Gelddrucken fort. Um es in Zahlen zu sagen: Der tägliche Einkauf ist hierzulande selbst nach Angaben der Statistiker um 3,8 Prozent teurer geworden. Da ist das Billigerwerden von Benzin und Flugreisen kein wirklicher Trost. Oder gar der – in Wahrheit dringend notwendige! – Rückgang von Preisen im Griechenland. (TB)

4 Gedanken zu „Wie die Inflation versteckt wird

  1. zen

    Lasst die EZB Drucken und bewegt die Politik zu reformen.
    Noch einmal:
    Es ist nicht gut, wenn es zu einer Kaskade im € kommt
    Es ist nicht gut, wenn der cashflow der Wirtschaft stoppt
    Es ist nicht gut, wenn es zu Chaos und bürgerkriegsähnlichen Unruhen kommt und das ist am wenigsten gut für die wohlhabenden.
    Die EZB macht keine Probleme, die Reformverweigernden Regierungen machen Probleme und ein par dumme deutsche Hartgeld Fetischisten machen Probleme. Zum Glück sind sich die Reichen, die Wirtschaft, die USA, China und sogar Russland in dieser Sache sehr einige. Und sogar die deutsche Linke und CDU sind hier nicht so weit auseinander. Herr Schäuble hat hier vielleicht par komische Ideen, mit Abschaffung der Autonomie der Nationalstaaten, aber Angela hat ihn da schnell gebremst.
    Dadurch, dass die EZB druckte stiegen die Immobilienpreise ja geringer. Hätte sie nicht gedruckt, dann wär nach dem 1. Bankencrash alles in Betongold gegangen und das wäre dann lustig geworden. Die Preise in Wien sind so hoch, weil die Hälfte der Stadt der SPÖ gehört und weil Wien am stärksten von der Bevölkerung wächst

  2. zen

    Ausserdem treiben bei uns die neuen Stwuern und die kalte Progression die Preise so in die Höhe und nicht die EZB.
    Das liegt definitiv an der Rot-Schwarzen Regierung. Ausserdem freut sich die deutsche Bank sehr, dass die EZB druckt. Sie hatte gerade der EZB par griechische Anleihen verkaufen können.

    Ich mag die deutsche Bank, denn die ist ao deutsch und die schaut schon, dass sie jetzt stabil dasteht, wenn es zu Turbulenzen kommen sollte.

  3. PP

    @zen
    Politik eingebettet in Demokratie sozialistischer Prägung kann nicht reformieren ohne sich selbst abzuschaffen. Im Kern ist und bleibt es der unauflösbare Widerspruch, den Hayek so treffend mit der bekannten Parabel mit dem Wiesel formulierte.
    Der Sozialist aber, ist ein Gläubiger – und da wird’s gefährlich bis mörderisch! Dass es “Probleme” ohne “Lösung” gibt, geht nicht! Und wenn einmal eine s.g. Problemlösung in Fahrt ist, gibt es kein Halten oder Umkehren mehr, egal was!

  4. rider650

    @zen
    Geldmenge steigt -> Kaufkraft der einzelnen Geldeinheit sinkt. Was ist daran so schwer zu verstehen? Man kann diese einfache Tatsache zwar durch Unmengen von Blafasel und künstlich verkomplizierte Finanzinstrumente etc. eine Zeit lang überdecken, aber auf lange Sicht setzen sich die Gesetze des Marktes immer durch. Wer seine Rücklagen gern in etwas stecken möchte, das ein anderer beliebig drucken oder per Mausklick vermehren kann, bitteschön.. ich mach da nicht mit.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.