Wie Entwicklungshilfe Armut produziert

“….In 17 Jahren in Afrika habe ich beobachtet, dass die afrikanischen Länder, die am meisten Entwicklungshilfe erhalten, am wenigsten gegen die Armut unternehmen. Die Entwicklungshilfe ist eines der wichtigsten Instrumente, mit denen sich korrupte und inkompetente Regime in Afrika an der Macht halten. Warum fragt niemand Afrikas Staatsführer, weshalb sie außerstande sind, Verantwortung für ihre Bevölkerung zu übernehmen? mehr hier

8 comments

  1. sokrates9

    “Lehrbeispiel” aus Togo: Fleißiger Afrikaner schafft es in England Medizn zu studieren und erschnorrt sich ein Röntgengerät welches er stolz in sein Heimatland als Grundstein für seine Praxis mitnimmt. Nach mühseligen Beginn, wo er viel Geld an diverse Zollbehörden und ähnliche Hilfesteller bezahlen muss, kommt sein Stamm und verlangt mehr oder weniger Gratisbehandlung. Ansonsten: Wenig Patienten.Dann bemerkt er dass 10 Kilometer entfernt Ärzte ohne Grenzen hochmoderne Krankenstation betreibt mit der er nie mithalten kann…
    NS: Österreich will seine Entwicklunghilfe verdoppeln..

  2. Volker Seitz

    @Sokrates9 Danke für Ihren Kommentar. Leider kenne ich ähnliche Beispiele aus anderen afrikanischen Ländern.
    Beste Grüße nach Österreich
    Volker Seitz

  3. Der Realist

    Das ist ja eh schon längst bekannt, nur es ist halt politisch nicht korrekt, den Ne….. Mitschuld an ihrer eigenen Misere zu geben, da muss schon die böse Kolonialzeit und die Ausbeutung durch die Industrieländer herhalten. Es ist ja nur mehr eine Frage der Zeit, wann auch Südafrika zu den Hungerstaaten gehört, die Richtung stimmt.
    Unzählige Milliarden an Entwicklungshilfegeldern versickern seit Jahrzehnten in dubiose und korrupte Systeme, Despoten regieren in vielen Staaten, häufen riesige Privatvermögen an und das Volk darbt. Afrika ist äußerst reich an Bodenschätzen und trotzdem sind die meisten Länder bitter arm. Aktuell wird diese Armut natürlich dem “Klimawandel” zugeschrieben, der muss so gut wie für alles herhalten.

  4. Kluftinger

    Habe das Buch schon an die Experten empfohlen. Ob sie es lesen, steht auf einem anderen Blatt.
    Man lässt sich das Vorurteilskonstrukt nich gerne zerstören?
    Zum Thema selbst, bereits 2010 ist das Buch von LINDA POLMAN erschienen:
    “Die Mitleidsindustrie – Hinter den Kulissen internationaler Hilfsorganisationen”.
    Könnte eine wertvolle Ergänzung zum Buch von Volker Seitz sein?

  5. Volker Seitz

    @ Kluftinger. Frau Linda Pohlman beschreibt vor allem die humanitäre Hilfe. Ich habe ihr Buch als gute Ergänzung empfunden. Leider kann Frau Pohlman – wie sie mir schrieb – nicht deutsch lesen, sonst hätte ich ihr mein Buch gerne geschickt.
    Ich weiß, dass mein Buch auch in der Entwicklungshilfeindustrie gelesen wird, aber zugeben wird das niemand. Ich muß ja nicht recht haben, aber diskutieren will man mit mir auch nicht. Allein schon, dass „Helfer“ ein Beruf geworden ist sehr fragwürdig.

  6. Rennziege

    Mir ist Herr Seitz seit Jahren nicht bur via achgut.com bekannt; ich schätze ihn sehr. Klar, dass die gutverdienende Entwicklungshilfe-Schickeria ihn ebensowenig schätzt, wie er den diversen UNO-Liebesdiensten missfällt. Und warum? Weil Volker Seitz profunde Erfahrungen in den Entwicklungsländern gesammelt hat — wo auch einheimische Kundige sagen, man möge die Entwicklungshilfe sausen lassen; denn sie demotiviere die Bevölkerung und ruiniere die native Landwirtschaft durch Geschenke europäischer, von der EU finanzierte Bauern.
    Das wird sich so schnell nicht ändern, denn die hiesigen staatlichen Wohltäter (NGOs nicht zu vergessen!) wollen gehätschelt und gelobt werden, während sie in Geld baden wie Dagobert Duck. Während es den angeblich Beschenkten um keinen Deut besser geht.

  7. Johannes

    Durch Zufall konnte ich in einem Spital in Wien, Ärzte ohne Grenzen beim Anwerben von Spendern beobachten. Der Stand war sehr professionell aufgebaut, man könnte fast den Eindruck gewinnen als handle es sich um eine Veranstaltung des Krankenhauses selbst. Die jungen Werberinnen trugen uniforme Kleidung mit dem Aufdruck auf dem eben, unter anderem, auch Ärzte zu lesen war, alles erweckte den Anschein das es irgendwie zum KH gehöre.

    Mir fiel auf das es meist ältere Leute waren die sich in ein Gespräch verwickeln ließen, wahrscheinlich ist es leichter diese Gruppe von Menschen zu gewinnen. Mir fiel weiters auf das viele dieser Menschen nicht den Eindruck machten wohlhabend zu sein, manche gingen in Gedanken vertieft, vielleicht weil sie einen lieben Menschen besuchten dem es schlecht ging, vielleicht weil sie selbst in Behandlung waren.

    Dann wurden sie plötzlich aus ihren Gedanken gerissen, eine junge Frau trat auf sie zu und verwickelte sie in ein langes Gespräch. Ich hatte den Eindruck die alten Menschen waren verunsichert, es wurde ununterbrochen auf sie eingeredet, verschiedene Folder wurden aufgebreitet, ich vermute man präsentierte schnell und zügig die verschiedenen Zahlungsmodelle. Es hatte den Anschein als würde den alten Menschen erklärt wie viele Leben sie mit wie viel Spendeneinsatz retten könnten.

    Nach einiger Zeit des Gespräches ging es dann ans Ausfüllen und mir taten die alten Menschen leid wie sie mit klammen Fingern in irgend einen Zettel etwas eintrugen, ich weiß nicht was es war.

    Als alles erledigt war konnte man die Freude der jungen enthusiastischen Werberin erkennen, während der alte Mensch seine Taschen und Plastiksackerl aufhob und mit schweren Schritten und wieder ganz mit seinem eigenen Kummer und Leid das Haus verließ.

    Eine Beobachtung die mich irgenwie traurig machte.

  8. sokrates9

    Johannes@ Niemand traut sich disen dominanten NGOs mal kräftig auf die Finger zu klopfen! Dass diese Abzocker durch Abschreibungsmöglichkeit schon 50% von uns allen finanziert werden, interessiert keinen!

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