Wie glaubwürdig ist Alexander Van der Bellen?

Von | 25. August 2016

(ANDREAS TÖGEL) Nach der Entscheidung des österreichischen Verfassungsgerichtshofes, das Ergebnis der Stichwahl zum Amt des Bundespräsidenten aufzuheben, steht der Alpenrepublik nun ein dritter Wahlgang ins Haus. Am zweiten Oktober ist es soweit. Die linke Reichshälfte, die etwas voreilig bereits triumphiert hatte, muss nun ein weiteres Mal bangen.

Bemerkenswert ist die Strategie des Wahlkampfkomitees des  Grünen. Hatte man schon im ersten Wahlgang auf die Heimatkarte und krachenden Patriotismus gesetzt („man darf dieses Feld nicht der FPÖ überlassen!“), wird diese Linie nun sogar noch verstärkt. Plakate mit rotweißrotem Hintergrund und voller herzerwärmender Heimatsujets sollen die Wähler überzeugen. Die Grünen entdecken – urplötzlich – ihre Heimatliebe. Der gelernte Österreicher reibt sich verwundert die Augen, hat er aus ihren Reihen, insbesondere aus denen der Parteijugend, bislang doch eher Sprüche wie „Heimat im Herzen, Scheiße im Hirn“ oder „Ein Flaggerl fürs Gaggerl“ (gemeint war damit die Aufforderung, Hundekot mittels einer österreichischen Fahne zu entsorgen) zu hören bekommen. Menschen, die sich als Patrioten zu erkennen geben, die sich unterstehen die Nationalhymne mit politisch unkorrektem Originaltext zu singen oder gar Trachten tragen, gelten in ihren Kreisen traditionell als vorgestrig, provinziell und des Rechtsradikalismus dringend verdächtig. Das alles ist nun vergessen. Jetzt gefällt sich Grünkandidat VdB mit einem Mal selbst in der Krachledernen und mit Sepplhut.

Um die grünen Spießer beim eigenen Wort zu nehmen: Da ihr Kandidat nun auf einmal Heimat im Herzen und Loden am Leibe trägt – was mag er wohl im Hirn haben? Ist er – der Liebling der urbanen „linksliberalen“ Bobos – plötzlich zum Landei mit Rechtsdrall mutiert? Und – sollte er einen bellenden Vierbeiner sein Eigen nennen: Wird er dessen Verdauungsprodukte künftig immer noch mit Nationalflaggen entsorgen?

Der wahltaktische Salto der Grünen offenbart erhebliche Schwierigkeiten, ein veritables Glaubwürdigkeitsproblem zu überwinden. Nicht wenige Österreicher rechnen ihnen schließlich ein gerüttelt Maß an Verantwortung für die nach Österreich schwappende Völkerwanderung zu – und für alle damit verbundenen, negativen Folgen. Die Grünen waren und sind es schließlich, die an vorderster Front beim Kleinreden der Gefahren stehen, die dem Land mit dem massenweisen Einstrom von „Flüchtlingen“ drohen.

Die Grünen würden am liebsten jedem über die Landesgrenzen (ja, die gibt es noch!) stolpernden Afrikaner und Orientalen unverzüglich die Staatsbürgerschaft umhängen. Warum das so ist, da sie doch die Nationalstaatlichkeit im Grunde ablehnen, liegt keineswegs im Dunkeln: Sie setzen auf die Dankbarkeit der Fremden, die sich in entsprechendem Stimmverhalten manifestieren soll.

Angesichts des Bankrotts der Willkommenskultur läuft es also nicht rund für den Kandidaten der Grünen. Denn täglich wird deutlicher, wohin die von seiner Entourage betriebene „komme-wer-da-wolle-Politik“ führt. Die Nervosität steigt. Daher ist mit einer entsprechend hysterischen Wahlkampagne zu rechnen.

 

51 Gedanken zu „Wie glaubwürdig ist Alexander Van der Bellen?

  1. Historiker

    @Thomas Holzer
    Lieber Herr Holzer, warum tun Sie sich diesen völlige sinnlosen Streit mit @gms an ? – Was glauben Sie, was er mich nicht schon alles geheißen hat : einen Idioten, naiv, mediocer (mittelmäßig), schlichtes Gemüt, und, und und . . . Nehmen Sie das ernst ? Regen Sie sich deshalb auf ! – Ist doch ein armer Hund, der @gms : Wenn er wirklich so gescheit wäre, wie er tut, dann hätte er doch zumindest den Nobelpreis und würde nicht hier in diesem belanglosen Blog herumkriechen, dessen Kommentare vielleicht 50 Leute (immer dieselben) lesen . . . Die Frage ist doch eine ganz andere, Herr Holzer : Ist @gms glücklicher als Sie und ich, – und hat er im Leben ügberhaupt etwas BEWIRKT oder nur gescheit dahergeredet. – Was das GLÜCK betrifft, so wird er mich schwerlich toppen : Ich hab bedeutend mehr erreicht in meinem Leben, als ich je zu hoffen gewagt habe, ich bin reich genug, um bis an mein Lebensende tun und lassen zu können, was mir behagt, ich bin unendlich glücklich mit meiner sehr originellen Frau, mein Garten ist 3.500 qm groß und mein Gärtner sehr fleißig. Ich habe mein Lebtag nicht gegessen sondern gespeist, die Damen waren mir hold von Jugend an, etc. – Ich könnte die Liste noch eine Stunde fortsetzen, aber : Bin ich der gescheiteste Mensch auf Erden und hab ich den Nobelpreis gewonnen ? Sicher nicht ! Leide ich darunter ? Kein bisschen ! – Ist @gms gescheiter als ich ? Durchaus möglich, – aber was nützt es ihm ? nichts.
    Also, Herr Holzer, entspannen Sie sich, eine geschraubte Sprache macht noch keinen weisen Menschen. Ich glaube sogar das Gegenteil ist der Fall. Gepaart mit Rechthaberei, Aggressivität und Untergriffen präsentiert sich hier ein Mensch, mit dem ich in 100 Jahren nicht tauschen möchte und wo man sich fragt, wieso postet er hier, in diesem nicht wahrlich relevanten Blog und nicht in der NewYorkTimes oder anderswo ? Die Antwort muss er sich schon selber geben . . . Ich bin dann mal weg . . . bis später, bis ein andermal, vielleicht auch gar nicht mehr . . . Baba . . .

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.