Wie glaubwürdig ist Alexander Van der Bellen?

Von | 25. August 2016

(ANDREAS TÖGEL) Nach der Entscheidung des österreichischen Verfassungsgerichtshofes, das Ergebnis der Stichwahl zum Amt des Bundespräsidenten aufzuheben, steht der Alpenrepublik nun ein dritter Wahlgang ins Haus. Am zweiten Oktober ist es soweit. Die linke Reichshälfte, die etwas voreilig bereits triumphiert hatte, muss nun ein weiteres Mal bangen.

Bemerkenswert ist die Strategie des Wahlkampfkomitees des  Grünen. Hatte man schon im ersten Wahlgang auf die Heimatkarte und krachenden Patriotismus gesetzt („man darf dieses Feld nicht der FPÖ überlassen!“), wird diese Linie nun sogar noch verstärkt. Plakate mit rotweißrotem Hintergrund und voller herzerwärmender Heimatsujets sollen die Wähler überzeugen. Die Grünen entdecken – urplötzlich – ihre Heimatliebe. Der gelernte Österreicher reibt sich verwundert die Augen, hat er aus ihren Reihen, insbesondere aus denen der Parteijugend, bislang doch eher Sprüche wie „Heimat im Herzen, Scheiße im Hirn“ oder „Ein Flaggerl fürs Gaggerl“ (gemeint war damit die Aufforderung, Hundekot mittels einer österreichischen Fahne zu entsorgen) zu hören bekommen. Menschen, die sich als Patrioten zu erkennen geben, die sich unterstehen die Nationalhymne mit politisch unkorrektem Originaltext zu singen oder gar Trachten tragen, gelten in ihren Kreisen traditionell als vorgestrig, provinziell und des Rechtsradikalismus dringend verdächtig. Das alles ist nun vergessen. Jetzt gefällt sich Grünkandidat VdB mit einem Mal selbst in der Krachledernen und mit Sepplhut.

Um die grünen Spießer beim eigenen Wort zu nehmen: Da ihr Kandidat nun auf einmal Heimat im Herzen und Loden am Leibe trägt – was mag er wohl im Hirn haben? Ist er – der Liebling der urbanen „linksliberalen“ Bobos – plötzlich zum Landei mit Rechtsdrall mutiert? Und – sollte er einen bellenden Vierbeiner sein Eigen nennen: Wird er dessen Verdauungsprodukte künftig immer noch mit Nationalflaggen entsorgen?

Der wahltaktische Salto der Grünen offenbart erhebliche Schwierigkeiten, ein veritables Glaubwürdigkeitsproblem zu überwinden. Nicht wenige Österreicher rechnen ihnen schließlich ein gerüttelt Maß an Verantwortung für die nach Österreich schwappende Völkerwanderung zu – und für alle damit verbundenen, negativen Folgen. Die Grünen waren und sind es schließlich, die an vorderster Front beim Kleinreden der Gefahren stehen, die dem Land mit dem massenweisen Einstrom von „Flüchtlingen“ drohen.

Die Grünen würden am liebsten jedem über die Landesgrenzen (ja, die gibt es noch!) stolpernden Afrikaner und Orientalen unverzüglich die Staatsbürgerschaft umhängen. Warum das so ist, da sie doch die Nationalstaatlichkeit im Grunde ablehnen, liegt keineswegs im Dunkeln: Sie setzen auf die Dankbarkeit der Fremden, die sich in entsprechendem Stimmverhalten manifestieren soll.

Angesichts des Bankrotts der Willkommenskultur läuft es also nicht rund für den Kandidaten der Grünen. Denn täglich wird deutlicher, wohin die von seiner Entourage betriebene „komme-wer-da-wolle-Politik“ führt. Die Nervosität steigt. Daher ist mit einer entsprechend hysterischen Wahlkampagne zu rechnen.

 

51 Gedanken zu „Wie glaubwürdig ist Alexander Van der Bellen?

  1. Mona Rieboldt

    Das wird ja immer irrer, ausgerechnet die Grünen. Auch Deutschland im Wahlkampf, da redet jetzt die CDU, als hätte sie bei der AfD abgeschrieben. Nach der Wahl, sollte dieser vdb Bundespräsident werden, ist er bestimmt wieder für noch mehr Asylanten. Erstaunlich, was es für Wendehälse im Wahlkampf gibt.

  2. aneagle

    So oder ähnlich haben sich wohl die Menschen in den 30 er Jahren gefühlt, als sie dachten, schlimmer als die bisher gewählten Politiker, können auch die anderen nicht sein. Der Irrwitz: schwer vorstellbar, aber sie können. Auch jetzt haben die beiden Kandidaten einander wohl verdient !

    Wie aber kommen mehr als 8 Millionen Österreicher dazu von einem dieser beiden schrägen Vögel repräsentiert zu werden? Schon UHBP Heifi war eine Zumutung zum Fremdschämen, die beiden aber, unterfahren ihn noch. Welcher (um Millimeter) tiefer ? Aus liberaler Sicht sind die beiden Kandidaten ebenso unwählbar, wie ihre G`tt sei Dank schon im ersten Wahlgang ausgeschiedenen unsäglichen Mitbewerber. Möge der Schwächere, der sich auch mittelfristig mehr um den Goodwill aller Österreicher scheren muss, gewinnen.

    Ohnehin erinnert diese Wahl in ihrer Perspektivlosigkeit an den Wahlgang, der gar keine Wahl war, in welchem ein alkoholkranker Krimineller gegen einen marxistischen Buchhändlerpleitier antrat, um das “freundliche Gesicht Europas” (© Merkel) für (damals noch) ca. 500 Millionen Europäer dar zu stellen. Solche Negativauslesen sind keine Werbung für die Demokratie.

  3. Herbert Manninger

    Und die Warnung, nur VdB werde vom Ausland akzeptiert, ist sowieso lächerlich, in Wahrheit würde sich nur das Merkel-Regime scheinheilig entsetzen.

  4. Fragolin

    Van der Bellen ist absolut glaubwürdig!
    er hat mehrmals und voller Überzeugung angekündigt
    – die Grenzen faktisch aufzulösen
    – den Staat zu einem Bundesland einer Vereinigten Staaten von Europa zu schrumpfen
    – demokratische Entscheide des Volkes zu ignorieren
    – Amtsmissbrauch zu betreiben und die Verfassung zu unterlaufen
    Ich glaube ihm! Er hat mich überzeugt!
    Ich wähle Hofer.

  5. Rado

    Das Gute an der Sache ist, dass auch die Regierungsparteien sich so weit für vdB aus dem Fenster lehnen, dass sie es mit noch soviel Plakaten nicht überkleben werden können, wenns dereinst um ihre eigene Haut gehen wird. Da wird man sich an viele Namen erinnern. Karas, die Proells, Fischler Konrad, Rupprechter uva. Mitläufer.

  6. Dr.Gerd Eichberger

    Ich glaube ihm insoferne, als ich mich von ihm in keiner Weise vertreten fühle. Er stellt somit für mich die beste Wahlwerbung für den Alternativkandidaten dar…

  7. Reini

    VdB Wähler sind die Ableger der regierenden kandidatenlosen Parteien.
    VdB ist ein netter Kandidat, er beruhigt die Menschen, er sagt das was 50% des Volkes hören wollen, welche sich vor Veränderungen fürchtet,… nur wie würde ein Land aussehen mit einer rein Grünen Regierung???
    wie finanzieren sie das System, … mit Integration, Kunst und Geld austeilen?
    … auf der grünen Abrechnung steht genau das was sie selbst nicht wollen!

  8. Gerhard Huemer

    Genau – wählt’s den Hofer, dann kriegt ihr einen wirklich glaubwürdigen Präsidenten! Dachte immer Liberale können wenigstens denken!?

  9. Thomas F.

    Das Problem ist nur, dass v.d.Bellens Jubelschar dumm genug ist, ihm diesen Heimat-Österreich-Schmäh nachzusehen. Und davon gibt es genug.

  10. sokrates9

    Die jahrzehntelange Indoktrination der Bevölkerung hat bewirkt, dass den Blauen die Nazikeule umgehängt wurde und sie somit gesellschaftlich als Nazis dargestellt werden, während der Vorwurf des Kommunismusaffinität von Van der Bellen mit gewissen schmunzeln gesellschaftlich akzeptiert wird. Kaum ein Hoferwähler ( 50% – 30.000) traut es sich sich zu deklarieren! Selbst im Kindergarten traut man sich die Frage wählen deine Eltern Hofer oder Billa? nicht richtig zu beantworten!:-)

  11. Fragolin

    @Gerhard Huemer
    Wenn ich die Wahl habe zwischen einem Ungustl, der mein Land muslimischen Invasoren und einer gierigen EU-Krake zum Fraß vorwerfen will oder einem Ungustl, der wenigstens die Heimat meiner Kinder erhalten möchte, dann wähle ich den zweiteren. Dass sie wirtschaftspolitisch für einen Liberalen Pest und Cholera darstellen ist zweitrangig.
    Liberal zu sein heißt nicht, keine Prioritäten setzen zu können und alles im Liberallala den Bach runtergehen zu lassen. Besser eine bittere Medizin mit Nebenwirkungen als ein süßes Gift, das den sicheren Tod bringt.

  12. stiller Mitleser

    Man rechnet bereits mit einem Sieg Hofers.

  13. Rado

    Warum haben die Grünen eigentlich nicht den Pilz aufgestellt? Seine Sozialwohnung hätte er auch so behalten können.

  14. mariuslupus

    Stimmt, es ist mit einen hysterischen Wahlkampf zu rechnen. Die linke Einheitspartei wird nichts unterlassen, um die Wahl in ihren Sinne zu manipulieren. Wetten, es tauchen weitere Fotos von Hofer oder Strache auf, die als irgendwie kompromitierend dargestellt werden. Der einäugige Enthüllungsjournalismus, von der Gallionsfigur ORF angeführt, wird sich vor Aktivitäten überschlagen.
    Der Fantasie der Linken Medien sind keine Grenzen gesetzt. Wie sich in der “Affäre” Waldheim gezeigt hat, ist den Linken die Wadlbeisserei wichtiger, als das Ansehen Österreichs in der Welt. Als UNO Generalsekretär war Waldheim, auch für die Amis, Wohnung und Büro, in New York,” a klassa Bursch”. Nach der Vernaderung durch Sinowatz, kam die” watch list”, oder die Lizenz zum Abwatschen, genannt.
    Der steirischen Eiche, in Sacramento Governor von CA gewesen, wurden anlässlich seines Besuchs in der St.Eiermark, Nazi Vorfahren, im Sinne einer Sippenhaftung, angedichtet.
    Das Motto der GrünLinken – niemand so klein, um nicht Nazi zu sein.
    Sicher hat Hofer irgendwo im Kasten einen braunen Lodenmantel, aber auch ein grüner genügt. Haben die Hahnenschwanzler getragen.

  15. Historiker

    Rätselhaft, wieso sich Schwarze wie Fischler, Busek, die Pro(e)lls, Konrad,etc. – aber auch die wendehalsigen NEOS alle einstimmig für VdB aussprechen ! Die ÖVPler, die ICH kenne, sind da anderer Meinung. – Am 3.10: sind wir zwar nicht klüger, aber wir werden erfahren, wen wir die nächsten 6-12 Jahre ertragen müssen . . .

  16. Rado

    @Historiker
    Weil sie von Anfang an genausogut Grüne hätten sein können! Nur die Schwarzen haben halt den Futtertrog!
    Sehen sie sich diese Leute doch nur einmal an! Der Minister Rupprechter gibts sogar zu!
    ALLES was diese Leute jemals an bürgerlichen Standpunkten vertreten haben, ist disponibel und Manipulationsmasse für ein gutes Tauschgeschäft mit den Linken!
    Wenn sich ein ÖVPler vor die Kamera stellt und traditionelle konservative Politik vertritt, so doch nur, um den Preis hochzutreiben, bevor er umfällt!

  17. Thomas Holzer

    @Reini
    Als ob sich die Wähler eines Herrn Hofer nicht vor Veränderungen fürchten würden 😉

  18. Historiker

    Und was ich bis heute nicht verstehe : Wien ist doch in weiten Teilen eine bürgerliche Stadt, – mit seiner Oper, seinen Theatern, Museen, Kirchen, Universitäten, etc., – und dennoch liegt die ÖVP grade mal bei 9% ! Wie ist das möglich ?

  19. Thomas Holzer

    @Historiker
    Als “Historiker” scheinen Sie die “Entwicklungen” der vergangenen 40 Jahre verschlafen zu haben 😉
    die verbliebenen Bürgerlichen in Wien leben in einem Neobiedermeier, aus welchem sie ab und zu durch Opern-, Konzertbesuche etc. “ausbrechen”.
    Schauen Sie sich doch bitte an, was die Mehrheit an den Wr. Universitäten studiert: Politologie, Soziologie, Tschänderastentum, Etatismus und Sozialismus etc.; da bleibt (fast) kein Platz mehr für bürgerliches Gedankengut. Hinzu kommt die Käseglocke eines de facto existierenden Denkverbotes.

  20. stiller Mitleser

    @ Thomas Holzer
    “die verbliebenen Bürgerlichen in Wien ” – wählen auch VdB

    Wien ist eine rote Stadt, seit Ende WK1, mit einer kurzen Zwischenepisode. Den Kulturkampf haben die (klerikalen) Bürgerlichen schon lang verloren. Wiener Bürgertum ist Beamten-und Gewerbebürgertum, das Großbürgertum war von Beginn an modern eingestellt (z.B. Wiener Werkstätten als schichtspezifische Selbstdarstellung dieser neuen unternehmerischen Schicht)

  21. Thomas Holzer

    @stiller Mitleser
    Das kommt davon, wenn man Proleten mitbestimmen lässt 😉

  22. Historiker

    @stiller Mitleser
    Sie schreiben : “Wien ist eine rote Stadt, seit Ende WK1, mit einer kurzen Zwischenepisode. Den Kulturkampf haben die (klerikalen) Bürgerlichen schon lang verloren.” – Mit keinem Wort aber schreiben Sie WARUM die Bürgerlich diesen Niedergang auf 9% bei den Schwarzen hinnehmen mußten ! In anderen Bundesländern ist das nicht passiert . . .

  23. stiller Mitleser

    @ Thomas Holzer
    die Arbeiterbewegung hat – und das besonders in Wien – viele Proleten zu Bildung und Aufstieg ins Kleinbürgertum, sogar Bildungsbürgertum, befähigt, das halte ich für ein großes historisches Verdienst,
    solche Aufstiege waren vorher nur im Klerus (vom Bauerbuben zum Kardinal) und im Militär (jeder Soldat trägt den Marschallstab im Tornister) möglich

  24. Reini

    TH, 11:40,… da kannst recht haben, denn diese Veränderung kann nicht gesteuert werden, sie passiert Unkontrolliert!

  25. gms

    Historiker,

    “Rätselhaft, wieso sich Schwarze wie Fischler, Busek, die Pro(e)lls, Konrad,etc. – aber auch die wendehalsigen NEOS alle einstimmig für VdB aussprechen!”

    Die Rätselhaftigkeit wandelt sich in Verständnis, so man sich vergegenwärtigt, wo in der Politik im Hintergrund die Fäden zusammenlaufen. Gibt es irgendwo nicht linke Thinktanks, Stiftungen, Forschungsinstitute, Lobby- oder Pressuregroups? Wer vergibt Preise, Ehrungen, Stipendien oder Lehrstühle an Bildungseinrichtungen, wer finanziert Assistenten oder sorgt für Gastbeiträge in Medien, wen nennt man als Verbündete und rezipiert deren Aussendungen?

    Zugegeben, das waren jetzt viele Fragen auf einmal, deren beispielhafte Antwort etwa hierher [1][2] führt. Daß der von Ihnen genannte Erhard Busek mit erhobener Faust die Internationale singt, ist für Mitglieder der Trilateralen Kommission nichts Ungewöhnliches, noch dazu eingedenk dessen, mit wem er im “Institut für die Wissenschaften vom Menschen” sonst noch im Bett liegt.

    Laut “Zeit” bereits am 13. März 2014: ‘”Ja, ich habe bei den Nationalratswahlen Neos gewählt”, bekennt der frühere ÖVP-Parteiobmann Erhard Busek.’

    Daß die Neos wiederum im EU-Parlament Teil der ‘Alde’ sind, dessen Frontmann Guy Verhofstadt bei den Spinellis [4] im Vorstand sitzt und dort federführend dieselben Ziele verfolgt, wie Cohn-Bendit, Gesine Schwan, Joschka Fischer oder Andrew Duff (founder member of the European Council on Foreign Relations) rundet den Befund ab, wonach Europas Untertanten von trojanischen Pferden regelrecht umzingelt sind, die unter Liberalismus und Bürgerlichkeit einzig einen sonderbaren Rot-Ton verstehen zur Errichtung der Vereinigten Staaten von Europa.

    Betreffend EU geht es derzeit um die sprichwörtliche Wurst, das Projekt (so nennt man das Ablaufende in Insiderkreisen) steht auf der Kippe, was auch erklärt, warum all die bisherigen U-Boote aktuell öffentlich die Hosen runterlassen und ein Bekenntnis für das höhere Ziel ablegen müssen. Würden sie es nicht tun, verlören sie die eingangs genannten Benefits, mit denen man sie in der Vergangenheit sorgsam angefüttert hatte.

    Auf Spon legte das deutsche Maasmänchen unlängst dar [4]: ‘Seit 1949 ist das Ziel eines “vereinten Europa” im Grundgesetz fest verankert.’

    Wer nicht versteht, welche Kräfte hier seit Ewigkeiten am Werk sind und mit welchen Mitteln dieses ‘Projekt’ durchgezogen wird, der wird auch morgen noch vor einem Rätsel stehen.

    [1] iwm.at/the-institute/iwm-friends/ [2] iwm.at/the-institute/boards/
    [3] zeit.de/2014/12/oesterreich-neos-erhard-busek
    [4] spinelligroup.eu/de/ueber-uns
    [5] spiegel.de/politik/deutschland/heiko-maas-attackiert-afd-im-geiste-von-putin-trump-und-erdogan-a-1092187.html

  26. Tom Jericho

    Die “Briefwahl” wird auch diesmal VdB gewinnen lassen – selbst wenn 99% der Österreicherinnen und Österreicher Hofer wählen.

  27. Calderwood

    Es gäbe vieles zu sagen, das gegen Van der Bellen spricht, und ich möchte nur ein Detail herausgreifen:

    Wer seinen Wahlkampf von der Partei bezahlen läßt, deren Vorsitzender einmal war, und sich dennoch als unabhängingen Kandidaten bezeichnet, macht sich damit unglaubwürdig und lächerlich. Und wenn er das nicht selbst erkennt, dann beweist er damit ein mentales Defizit, das man bei keinem Politiker dulden sollte.

  28. Fragolin

    @Tom Jericho
    Naja, ob es diesmal klappt für über eine Stunde die Leitungen zur Briefwahlauswertung zu kappen und danach überrascht festzustellen, dass just in dieser Stunde plötzlich über 80% der Briefwähler Van-der-Bellen-Fans waren (und nicht 60% wie sonst), ist fraglich.
    Aber sicher haben die “Blauverhinderer” noch genug Tricks in der Tasche, um das Ergebnis zu bügeln.

  29. sokrates9

    Calderwood@..Wer seinen Wahlkampf von der Partei bezahlen läßt, deren Vorsitzender einmal war, und sich dennoch als unabhängingen Kandidaten bezeichnet, macht sich damit unglaubwürdig und lächerlich..
    Das traurige ist, dass einerseits die meisten Wähler das auch erkennen, aber trotzdem Van der Bellen wählen!
    wenn selbst die Schwarzen Politiker eine Wahlempfehlung abgeben, sehen sie doch wie sehr die Furcht vor einem Systemwechsel wirkt!!

  30. Thomas Holzer

    @stiller Mitleser
    historische Verdienste haben viele, auch und sogar die Arbeiterbewegung 😉
    Nur wir sollten voran schreiten, dabei aber nicht auf die Errungenschaften der Vergangenheit vergessen; frei nach Ernst Jünger: “Konservativ ist nicht ein Hängen an dem, was gestern war, sondern ein Leben aus dem, was immer gilt”

  31. astuga

    Ich verstehe die Kritik nicht.
    Van der Bellen hat sich selbst als Flüchtling vorbildlich integriert, ist ein heimattreuer Patriot und erfolgreicher Wirtschaftsexperte.
    Außerdem hat er als einziger parteiunabhängige Kandidat zahlreiche prominente Unterstützter. 😉

  32. astuga

    Er war schon ein Elder Statesman bevor er überhaupt zum Statesman wurde.
    Kann aber auch am Rauchen liegen.

  33. Thomas Holzer

    @astuga
    Jetzt aber bitte keine (neue) Raucherdebatte, ansonsten beehrt uns doch glatt auch wieder “CP” 😉

  34. astuga

    @Gerhard Huemer
    Ich hätte sehr gerne die Griss gewählt, aber die hat sich durch ihre Aussagen zu Asyl und Migration im Wahlkampf selbst disqualifiziert, weil da hätte ich auch gleich den Grünen wählen können.

  35. gms

    Thomas Holzer,

    Eingedenk des Kontextes ist Ernst Jünger ein Paradebeispiel für Umfaller, sprich solche, die rechts blinken und links abbiegen, wenn’s drauf ankommt. Mit seinem Werk “Der Weltstaat” von 1960 hatte Jünger den Robert-Schuman-Preis im Jahr 1993 gar redlich verdient. Ebenfalls 1993 erschien in der “Zeit” (wo sonst?) sein Essay “Gestaltwandel. Eine Prognose auf das 21. Jahrhundert” [1], wo er einmal mehr den Weltstaat preist:

    ‘Auch der Weltstaat wird die Gewalt nicht abschaffen, da sie zur Schöpfung gehört. Der Krieg verwandelt sich in Polizeiaktionen kleineren und größeren Umfanges. [..] Die Eliten werden kleiner und mächtiger, denn auch sie erreichen die Grenze, an der sich der Gedanke transformiert. [..] Freilich bedingen neue Mutationen auch einen neuen Erkenntnisstand. Daran wird es nicht mangeln, denn die Schere schneidet am schärfsten, wenn sie sich zu schließen beginnt.’

    Die Pointe liegt darin, wonach Sprücheklopfer von wegen ‘was immer gilt’ für totatlitäre Ideoligien noch immer die besten Wegbereiter waren. Solche Figuren können mit voller Berechtigung von Linken vor deren Karren gespannt werden, was mit Jünger auch tatsächlich geschah.

    Erhellend hierzu im “Cicero”: archiv.cicero.de/berliner-republik/linke-sind-die-neuen-konservativen/49107
    [1] zeit.de/1993/29/gestaltenwandel/komplettansicht

  36. Thomas Holzer

    @gms
    Habe schon seit längerer Zeit auf Ihre werte Replik gewartet.
    Wie von mir schon des Öfteren getippt: Das Böse ist immer und überall.
    Sogar einer Frau Wagenknecht muß/darf ich – horribile dictu – einigen ihrer Aussagen zustimmen…….macht mich dies nun zu einem Kommunisten?!

  37. stiller Mitleser

    @ Historiker 13.08
    Das Schrumpfen der Wiener ÖVP erkläre ich mir mit
    a) einerseits dem Wegbrechen von erheblichen Teilen des angestammten Elektorates: kleine Händler und Gewerbetreibende sterben aus, besser situierte Mittelschichtsfamilien ziehen in den Speckgürtel nach NÖ, die NÖ-Verwaltung siedelt aus Wien ab und mit ihr deren Beamte, schwarze Kinder wählen grün, arbeiten im Ausland, verärgerte Talente gründen die NEOS, wer geht noch in Wien zum MKV, zur KHG, zum CV ? … und
    b) andrerseits dem politischen Personal der ÖVP in Wien nach Görg, der mir persönlich liberal, urban, vernünftig erschien.
    Leider herrscht in der ÖVP auch traditionell eine große Bereitschaft zu innerparteilichen Meucheleien, vielleicht die Zerrform des bürgerlichen Individualismus (denn in der SP ist man, auch wenn man einander nicht leiden kann, nach außen hin loyal, weil man weiß was man der Partei verdankt; in der ÖVP schreibt man sich irrigerweise alles selbst zu).
    Wie schwer es ist, sich wandelnden Zeitgeist und bürgerliches Selbstverständnis unter einen Hut zu kriegen zeigen allein schon die Schwenks und Chefredakteurswechsel der Presse.

    Am Land ist alles anders!
    In den Landeshaupt-und Universitätsstädten sind zwar die Grünen stark, die regionalen Grünen unterscheiden sich aber doch von den Wienern, so daß schwarz-grün eine Option (gewesen?) wäre.

  38. gms

    Thomas Holzer,

    “Habe schon seit längerer Zeit auf Ihre werte Replik gewartet.”

    Wie jetzt? Wissen Sie inzwischen leicht selbst schon um Ihr zittriges Händchen bei der Auswahl von Testimonials bescheid?

    “Wie von mir schon des Öfteren getippt: Das Böse ist immer und überall.”

    Wissen Sie, wer tatsächlich immer und überall ist: Dummschwätzer wie Sie, die mit Namensnennung Zitate von Personen in den Ring werfen, von denen sie keine Ahnung haben, was diese Figuren tatsächlich antrieb und wie deren Worte demgemäß zu interpretieren sind.

    Daß Sie im aktuellen Thread (“EU-Wahlkampf”) ausgerechnet Ernst Jünger zitieren, dürfen Sie als Anlaß nehmen, hinkünfig weniger lange auf eine Replik warten zu müssen, tut’s beim nächsten Mal doch ein simples “Holzer, Sie Trottel”, anstatt konkretes Aufzeigen, wie Ihre herbeigekarrten Wortspender gestrickt sind.

  39. Thomas Holzer

    @gms
    Und ich dachte, es handelt sich um die Wiederholung einer BP-Wahl……….so kann man sich ja irren.
    Danke, bin ich froh, daß es zumindest auf dieser website den “einzig Erleuchteten” gibt.
    Nur wer sich im Besitz der allein “seligmachenden”, wohl eher selbstreferenziellen Wahrheit zu “wissen” glaubt, scheint zu Beleidigungen Zuflucht nehmen zu müssen 🙂
    Nur weiter so, gms, Sie werden Ihre Jünger schon um sich scharen
    @stiller Mitleser
    Sie begeben sich in gefährliches Fahrwasser, hat doch gms entschieden, daß dieses Zitat absolut! verwerflich ist 🙂

  40. stiller Mitleser

    @ gms
    Zu Beginn/ zu Lebzeiten Michalskis war das IWM (von Linken Instituto Papale genannt) ein sehr verdienstvoller Ort der Ost-Integration, es gab Übersetzer-Stipenden für Ostsprachen und ein sehr interessantes Programm.

  41. stiller Mitleser

    @ Thomas Holzer
    Meine Kenntnis libertärer/liberaler Theorien ist ganz rudimentär, außerdem bin ich kein Ökonom (aber ich habe mich vor langer, langer Zeit durch Kapital Band 2 durchgebissen) und ich habe bisher nichts Nationalkonservatives gelesen, also freu ich mich über alle Anregungen.
    Ich teile gms Sicht “des Projekts” , nicht weil ich einen so guten Überblick wie er habe, sondern weil die
    ideologisierten Tendenzen in den Sozial-und Kulturwissenschaften so evident sind.
    Und ich freu mich wirklich eine virtuelle Ecke zum Gedankenaustausch gefunden zu haben, weil man abseits des Mainstreams ganz schnell auf einer sozialen Eisscholle dahintreibt.

  42. gms

    Thomas Holzer,

    “Und ich dachte, es handelt sich um die Wiederholung einer BP-Wahl……….so kann man sich ja irren.”

    Für jemanden, der ohne künstliche Anführungszeichen keinen Absatz zustandebringt und hinter jeden Beistrich einen Smiley setzt, haben Sie offenbar auch die passende überlange Leitung dazu.

    “Danke, bin ich froh”

    Seien Sie froh für Ihr simples Gemüt.

  43. GeBa

    Meine Anerkennung gilt natürlich dem Beitragsersteller, nicht den Kommentatoren

  44. astuga

    @GeBa
    Mein Kommentar hat Ihnen nicht gefallen?!
    Das ist aber nur Ihre Schuld alleine, Pffft…. 😉

  45. Thomas Holzer

    @gms
    Lieber ein simples Gemüt, als Halbwissen präpotent und selbstgerecht zur Schau stellend wie Ihresgleichen.

    “…tut’s beim nächsten Mal doch ein simples „Holzer, Sie Trottel“,……..”

    Für ein Herr wird wohl noch Zeit sein! Sie wissen schon, hoffentlich, nobel geht die Welt zu Grunde; wenn nicht, könnten Sie ja etwas lernen.

    “Für jemanden, der ohne künstliche Anführungszeichen keinen Absatz zustandebringt und hinter jeden Beistrich einen Smiley setzt, haben Sie offenbar auch die passende überlange Leitung dazu.”

    Der erwiesenermaßen Hang zur zumindest leichten Übertreibung scheint unabdingbarer Bestandteil ihrer Wortspenden hier zu sein. Ich hoffe für Sie, daß sich diese Manie nicht auch in Ihrem Leben abseits dieser website unangenehm bemerkbar macht.

  46. gms

    Thomas Holzer,

    “Für ein Herr wird wohl noch Zeit sein! Sie wissen schon, hoffentlich, nobel geht die Welt zu Grunde”

    Du bettelst ja regelrecht um ein nobles “Sie Trottel”.

    “wenn nicht, könnten Sie ja etwas lernen.”

    Holzer, du schnallst rein garnichts! Scroll rauf und lies mein Posting von 16:19. Es enhält mit voller Absicht kein “Sie”, “Ihr” oder sonstige persönliche Adressierung, keinen Untergriff oder irgendwas ansatzweise Verwerfliches, es thematisiert einzig und allein die Geisteshaltung von Ernst Jünger mit Texten von ihm selbst und die Feststellung, daß er berechtigt von Linken vereinnahmt wurde.

    Unmittelbar darunter ist deine Antwort von 16:26. Leute, die wie du dergestalt replizieren und dann hernach wie das intellektuelle Proletariat in Geiste politischer Verdrecktheit Manieren einfordern, sollen sich selbst mit “Herr” anreden. Weniger kryptisch: Wenn du nicht angepißt werden willst, halte zuvor deine eigene Blase im Zaum.

  47. Der Realist

    allein wie er jetzt mit “Heimat” hausieren geht ist extrem entlarvend, hätte ihm vor einem Jahr dieser Begriff wohl nur seinen typische dämlichen Grinser entlockt.

  48. Thomas Holzer

    @gms
    Nochmals, anscheinend sind Sie unwillig und/oder unfähig zu verstehen:
    Ich ersuche Sie, mich nicht zu Duzen; das wird doch wohl nicht zu viel verlangt sein.
    P.s.: Es ist halt leicht, sich hinter einem Pseudonym versteckend andere ad hominem zu kritisieren

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