Wie Klimaaktivisten unser Essen teurer machen wollen

Von | 21. Mai 2016

“In einer zivilisierteren Zeit, also während den 1840ern, begrüßte man es, wenn die Nahrungspreise für alle sanken. Heutzutage gilt es jedoch als Wohltat im Sinne der „Klimanachhaltigkeit“, wenn diese Preise ansteigen, wie der UK Independent berichtet:

Dänemark erwägt Vorschläge, um eine Steuer auf rotes Fleisch einzuführen, nachdem eine Denkfabrik der Regierung zu dem Schluss gelangte, dass „der Klimawandel ein ethisches Problem ist“.

Der dänische Ethikrat schlägt vor, zuerst eine Steuer auf Rindfleisch einzuführen, um dann das Gesetz nach und nach auf alle Fleischsorten auszuweiten. Langfristig soll die Steuer dann auf sämtliche Nahrungsmittel eingeführt werden. Ihr Niveau soll von der jeweiligen Klimabelastung abhängen.

Der Rat stimmte mit einer überwältigenden Mehrheit für diese Maßnahme und sein Vorschlag wird nun der Regierung zur Beratung vorgelegt.

Man wundert sich zwar, was eigentlich genau mit „ein ethisches Problem“ gemeint ist, aber es geht ziemlich klar aus dem Kontext hervor, dass darunter nichts anderes zu verstehen ist, als „ein Problem, von dem wir Eliten überzeugt sind, dass es gegenüber allen anderen Problemen Vorrang zu haben hat“.

Falls eine solche Gesetzgebung tatsächlich verabschiedet wird, dann setzt das auch die Schaffung einer vollkommenen Regierungsbürokratie voraus, die bestimmt, welches Nahrungsmittel eine akzeptable Klimabelastung hervorruft und welches nicht. Bürokraten werden ohne Zweifel fürstlich dafür entlohnt werden, um Berichte zu verfassen, aus denen hervorgeht, wie hoch die Besteuerung für Nahrungsmittel X ausfallen muss, damit die angemessene Klimabelastung reflektiert wird oder nicht. Es wird Ranglisten, Weißbücher, Ausschüsse und Propagandakampagnen geben, um den Bürgern eine „ethische Diät“ aufzuschwatzen.

In einer heileren Welt würde ein solches Mikromanagement der Essgewohnheiten von uns Menschen als absurd verworfen werden, aber nicht in Zeiten der uferlosen Zunahme von Regierungsgewalt im Namen der Erhaltung des klimatischen Status Quo.

Die Befürworter neuer Steuern ignorieren ihre Kosten

Was wird das aber den Durchschnittsbürger kosten? Weder sind die Kosten, aufgrund der gemeinschaftlichen und rituellen Bedeutung von Nahrung in der menschlichen Kultur, mit Sicherheit nicht null, noch können die subjektiven Wertschätzungen von Milliarden von Menschen einfach außer Acht gelassen werden. Manche Leute bevorzugen es, ihre Nährstoffe über Fleisch zu beziehen, andere Leute präferieren andere Quellen. Einige religiöse oder kulturelle Kreise zelebrieren bestimmte Nahrungsmittel. Falls die neuen Lebensmittelsteuern eingeführt werden, werden diese Aspekte des Alltags, diese zentrale Aktivitäten für die menschliche Kultur und das menschliche Leben, noch mehr eingeschränkt und die ärmsten der Gesellschaft werden davon am meisten betroffen sein.

„Es ist doch nur rotes Fleisch“, werden einige sagen, aber diese Lebensmittelsteuer ist lediglich ein kleiner Ausschnitt aus dem globalen Bestreben unserer politischen Eliten, die die Schlinge immer enger um die Normalsterblichen ziehen, indem sie ihnen einreden, dass der Konsum unserer grundlegendsten Genussmittel nichts anderes ist als Ökoterrorismus. „Es ist doch nur rotes Fleisch“, klingt ähnlich wie: „Es ist doch bloß eine kleine Steuererhöhung.“ Als ob es nicht schon eine bereits existierende Steuerbelastung gäbe, die aufgrund dieses Vorschlags nochmals erhöht wird. Darüber hinaus haben die Planer bereits klargemacht, dass nichts vor dieser Steuer sicher ist. Man gibt freimütig zu, dass nicht nur alle Nahrungsmittel gereiht werden sollen, sondern sämtliche Aspekte des menschlichen Lebens, wie Reisen, Freizeitbeschäftigung und Wohnen.

Sie wollen ein Wochenende am Meer verbringen? So ein Pech, dafür benötigt man fossile Brennstoffe. Sie wollen ein günstiges Haus erwerben? So ein Pech, Sie dürfen nur ein Haus mit teuren dreifachverglasten Fenstern und anderen “energieeffizienten” Annehmlichkeiten bauen. Sie wollen eine Weihnachtsgans essen? So ein Pech, der CO2-Abdruck ist zu hoch.

Aber machen Sie sich keine Sorgen. Die Milliardäre und Politiker werden sich ihre Privatjets und Luxusmahlzeiten immer noch leisten können. Für den Rest der Menschheit ist es aber wichtig, dieses „ethische Problem“ anzugehen.

Beachten Sie bitte, dass es nie zu einer Anerkennung der Kosten solcher Nahrungsmittel- und CO2-Steuern kommt, die dann gegen die vermeintlichen Nutzen dieser Maßnahmen aufgerechnet werden könnten.

Die Kosten für die Gesellschaft, die aus den Preiserhöhungen für Essen, Reisen und Wohnen resultieren, gibt es aber wirklich. Aufgrund der schier unendlichen Anzahl an Möglichkeiten für jedes Individuum, Essen, Reisen, Wohnen und unzählige andere Aktivitäten für sich zu bewerten, können diese aber nie berechnet werden. Die wahren Kosten sind daher unbekannt. Das ist immer das zentrale Problem öffentlicher Politik und natürlich ganz allgemein der Zentralplanung. Es gibt keinen Weg um zu prognostizieren, wie unzählige einzigartige Menschen mit ihren individuellen Wertvorstellungen auf eine neue Verordnung oder auf ein neues Gesetz reagieren werden. Friedrich A. von Hayek beschreibt in seinem Buch Die verhängnisvolle Anmaßung dieses zentrale Problem der Regierungsplanung mit der Tatsache, dass „man nicht planen kann, was man nicht wissen kann“.

Schwerer noch wiegt die Tatsache, dass man es standhaft ablehnt, ökonomische Auswirkungen bei den Überlegungen für Klimagesetze mit einzubeziehen. Dies spiegelt sich in der Wortauswahl der Aktivisten wider, die betonen, dass die globale Erwärmung ausschließlich als „ethisches Problem“ behandelt werden soll. Diese Worte werden als eine Art Talisman vor sich hergetragen, um deren Befürworter von der Bürde zu befreien, sich mit den alten, langweiligen Warnungen der Ökonomen zu befassen, die die unangenehme Realität von Knappheit und Opportunitätskosten anerkennen. Die Konsequenzen einer solchen Einstellung sind oftmals weniger als ideal, weshalb Hayek beobachtete: „Es ist also Verrat an der Sorge um andere, wenn man über die „gerechte Gesellschaft“ theoretisiert, ohne sorgfältig die wirtschaftlichen Folgen der Umsetzung solcher Ansichten in die Praxis zu überdenken.“

Der angebliche Nutzen der Klimagesetzgebung kann auch nicht kalkuliert werden

Erwarten Sie in nächster Zeit aber keine solche Kosten-Nutzen-Rechnung.

Die Klimaerwärmungsdebatte ist nie weiter vorangekommen als bis zur Forderung, dass sich jeder dem letzten Klimarettungsversuch unterwerfen solle oder aber wir werden das Armageddon riskieren. Wie ich bereits vor einem Jahr, im Mai 2015, schrieb:

Natürlich ist diese „Friss-oder-Stirb“ Nummer ein propagandistischer Traum, denn im echten Leben, wo rationalere Köpfe – manchmal jedenfalls – obsiegen, müssen die Kosten einer vorgeschlagenen staatlichen Handlung gegen die Kosten der Alternativen abgewogen werden. Grundsätzlich gilt dabei, dass die Beweislast auf Seiten derjenigen liegt, die staatliche Eingriffe befürworten, da ihr Plan die Verwendung staatlicher Gewalt zum Erreichen ihrer Ziele vorsieht.

Nehmen wir an dieser Stelle einfach einmal an, dass ein globaler Klimawandel stattfindet und dass der Meeresspiegel ansteigt. Trotzdem bleiben noch einige Fragen offen, die von den Klimawandel-Enthusiasten zu beantworten sind:

1. Wie hoch sind die Kosten eures Planes für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen in Bezug auf den Lebensstandard und Menschenleben?
2. Sind die Kosten eures Planes höher oder niedriger als die Kosten für andere Lösungsansätze, wie etwa die graduelle Umsiedlung von Einwohnern von Küstengebieten?
3. Könnt ihr zeigen, dass euer Plan mit einer hohen Wahrscheinlichkeit umsetzbar ist und wenn nicht, warum wir ihn trotzdem umsetzen sollen, wenn wir die gleichen Ressourcen auch für andere sinnvollere und dringendere Bedürfnisse wie etwa sauberes Wasser, Nahrung und andere Grundbedürfnisse verwenden können?

Viel zu häufig sind die Reaktionen auf Fragen solcher Art wütende Tiraden darüber, dass wir jetzt handeln müssen. Letztlich ähnelt so eine Haltung einer Person, die plötzlich den Winter näher rücken sieht und verlangt, dass jeder unmittelbar einen Unterschlupf nach ihren speziellen Vorstellungen zu errichten hat. “Könnt ihr denn nicht sehen, dass es kälter wird?”, sagt derjenige. “Wenn wir nicht den Unterschlupf auf meine Art und Weise bauen, werden wir alle erfrieren.” Wenn dieser jemand mit Fragen konfrontiert wird, ob sein Plan für einen Unterschlupf wirklich der beste Weg der Umsetzung ist oder ob vielleicht vielmehr eine andere Form von Unterschlupf kosteneffizienter ist oder ob andere einen Unterschlupf nach ihren eigenen Vorstellungen errichten sollten, verkündet er verärgert: “Euch Winterleugner interessiert es also nicht, ob wir alle sterben.”

Die Basisannahme ist, dass jede einzelne, von Klimawandelaktivisten vorgeschlagene Regulierung absolut essentiell ist und jedwede Kritik an ihren Plänen das sichere Ende der Menschheit mit sich bringt.

Unter normalen Umständen würde jede vernünftige Person diesen modus operandi sofort als das Werk gefährlicher, religiöser Fanatiker entlarven, aber gegenüber den modernen Befürwortern globaler Klimaplanung wird ein solcher Widerspruch nicht toleriert und jede rationale Erwägung realer Kosten und Nutzen wird bei Seite gewischt und militant ignoriert.

In vielerlei Hinsicht resultiert diese anti-intellektuelle Weigerung, die Nachteile einer solchen Politik zu diskutieren, aus der Tatsache, dass viele Befürworter der Essenssteuer nicht in der Lage sind, irgendwelche praktischen und messbaren Vorteile zu benennen. Viele dieser „Vorteile“ entstammen nämlich lediglich Spekulationen, welche von Computermodellen abgeleitet wurden.

Im Gegensatz zur herkömmlichen Wissenschaft basiert diese politisierte Variante der Klimawissenschaft nicht auf tatsächlichen Beobachtungen, sondern auf hypothetischen Modellen. Mehr noch, selbst wenn die Modellbauer die exakten Auswirkungen der Klimaerwärmung korrekt prognostizieren könnten, müssten sie die spezifischen Vorteile einer spezifischen Essenssteuer oder einer Steuer auf Flugreisen oder einer Regulierung in der Bauwirtschaft illustrieren können. Keine solche Präzision existiert jedoch, keine solchen „Vorteile“ können veranschaulicht werden. Wir sind wiederum bei Hayeks Kalkulationsproblematik angelangt.

Tatsächlich basiert dieses gesamte Unterfangen auf dem mystischen Glauben, dass Abgeordnete Gesetze erlassen können, um die damit verbundenen Ziele, dank der Macht des Wunschdenkens, erreichen zu können. Die sehr viel wahrscheinlichere Variante, dass nämlich die Regierungsplaner blindlings nach irgendeiner Lösung greifen, muss standfest geleugnet werden.

So wird jeder Anmerkung gegen eine Essenssteuer und ähnlichen Maßnahmen die immer gleiche Antwort entgegenhalten: „Folge uns oder stirb in der aufkommenden Klimaapokalypse.“

Das ist zwar eine interessante Position, sie hat aber keinen Platz in einer rationalen Politdiskussion.

*****

Aus dem Englischen übersetzt von Mathias Nuding. Der Originalbeitrag mit dem Titel Global Warming Activists Want to Make Food More Expensive ist am 28.4.2016 auf der website des Mises-Institute, Auburn, US Alabama erschienen.    (hier)

15 Gedanken zu „Wie Klimaaktivisten unser Essen teurer machen wollen

  1. Fragolin

    Und wer bekommt diese Steuer?
    Also ein weiterer Schritt zum Abpressen von zusätzlichen Einnahmen für den Staat und zur Vernichtung der Kleinwirtschaft, denn künstlich in die Höhe getriebene Preise senken den Konsum, führen zu einer Überproduktion unter der zuerst die Kleinproduzenten in die Knie gehen werden und vernichten somit Kleinbetriebe und Arbeitsplätze. Die Arbeitslosenheere können ja dann mit dem Geld bezahlt werden, das der Staat durch die Notwendigkeit zur Nahrungsaufnahme kassiert – träumen die vom finanziellen Perpetuum Mobile oder was?
    Vor vielen Jahren hat die DDR-Punkband “Silly” mal ein schrilles Lied gespielt, “Hut ab, Herr Finanzminister!”, darin besingen sie, dass der Finanzminister jetzt eine Sonder-Umweltsteuer auf Atmung und Verdauung erhebt und jedem Menschen Zähler in die Nase und den Hintern implantiert würden – ob die jemals geahnt haben, wie nah sie mit dieser Satire der heutigen Wahrheit kommen würden? Und scheinbar gibt es keine noch so abartige, schräge und kranke Satire, die unsere Obertanen in ihrer Gier nach dem Geld der Menschen nicht noch toppen würden.

  2. Fragolin

    War ja nur eine Frage der Zeit, bis die International Church Of Global Warming eine allgemeine Kirchensteuer fordert. Der Ablasshandel mit Klimarettungszertifikaten allein bringt noch nicht genug Kohle in Bewegung.

  3. Thomas Holzer

    Passend dazu auch die erste Wortspende des Herrn Leichtfried in seiner neuen Funktion, in welcher er eine flächendeckende LKW-Maut forderte;

  4. aneagle

    Aus einer möglichen Ideologiestrategie:
    Steuern auf ethische Probleme sind der nächste logische Schritt im Nudge-Konzept einer mittlerweile gar nicht mehr so kleinen Minderheit, die lediglich eines so rasch wie möglich festzurren muss:

    Was ein ethisches Problem ist, bestimmen Wir.

    * Wir, die wir in Berlin in manchen Bereichen von Bezirken längst durchgesetzt haben, dass in Nassräumen von Eigenheimen keine Vollverfliesung mehr durchgeführt werden darf.

    * Wir, die wir in Deutschland bisher ca. 4000 Geschlechter und mehrere hundert wissenschaftliche Lehrstühle geschaffen haben, für etwas, das nicht nur keine Wissenschaft ist, sondern den bisher größten kollektivistischen Eingriff im Zusammenleben der Bürger vorbereitet, mit dem Ziel Individualismus endgültig auszumerzen.

    * Wir, die wir den positiven Begriff Multikulti eingeführt haben, den ersten Begriff der nachweislich schädlich ist, dessen gesellschaftliche Nebenwirkung aber nicht untersucht oder analysiert werden darf.

    * Wir, die wir das Wort Islamophobie erfunden haben und dieses als erfolgreiche Waffe gegen Unbelehrbare verwenden, die der Sozial-Diversität in unserem Sinne entgegenstehen.

    * Wir, die wir dafür sorgen werden, dass jeder unverantwortliche Klimaleugner bestraft wird.

    * Wir, die wir überaus erfolgreich Sprache manipulieren, “rechts” mit “böse” und” links” mit “gut” codiert haben und Ignazio Silone folgen, indem wir sagen, wir sind Antifaschisten.

    * Wir, die wir der Inbegriff einer gerechten, fair umverteilten künftigen Welt sind, gewöhnt daran Gegenströmungen mit sogenannten Autonomen gewalttätig aus der Welt zu schaffen.

    * Kurz: Wir, die alles mit unserer Ideologie infiltrieren, wir die neuen Internationalsozialisten !

    Es geht also nicht mehr darum, was die doofen Dänen geraucht haben und ob sie sich vor der Formulierung ihrer Zwangsbeglückung komplett zudröhnen , Es geht in der EU um totale Machtausübung. Und zwar bestimmen Wir über die Anderen.

    Die Anderen, werden weniger, Wir werden mehr. Den zu erwartenden Bürgerkrieg kann man abwenden, wenn wir, egal wie, rasch ein einziges mal demokratisch 51% erreichen. Dann ist es, zumindest in Deutschland, endgültig erreicht. Noch sind Wir sind nahe, bald sind Wir das Volk.

  5. Gerald

    Wir, also die anderen, sollten den Internationalsozialisten mit der Politik der nassen Fetzen begegnen, die müssen nur mal kurz etwas Gegenwehr verspüren. Die Vorstellung, dass explosive Bevölkerungsvermehrung in Afrika und Asien ein größeres Problem darstellen könnte, kommt denen nicht, denn das sind ja die Armen und Guten.

  6. Selbstdenker

    Die UNO propagiert ja auch Heuschrecken und Maden als Fleischersatz.

  7. Selbstdenker

    @astuga:
    Ein Teil vom Wissenschaftsbetrieb arbeitet nicht mehr wissenschaftlich, sondern ideologiefixiert unter Verwendung einer wissenschaftlich klingenden codierten Sprache.

    Man hat es verabsäumt den kranken Kern bestimmter theoretischer Konstrukte rechtzeitig als solche zu erkennen und entsprechende Gegenwehr zu ergreifen. Geistswissenschaftliche Fakultäten gleichen immer mehr geschlossenen Anstalten. Sehr viele der aktuellen Probleme haben dort ihren Ursprung.

    Wenn Sie viel Zeit haben:
    https://m.youtube.com/watch?v=7kJXoesUf8g

  8. Fragolin

    Wissenschaft bedeutet Versuchen und Scheitern. Es werden Theorien formuliert und dann alle Fakten dafür und dagegen ausgewertet, und zwar ohne jegliche Mogelei wie den “Klimaforschern” bereits nachgewiesen. An der Theorie des wahrscheinlichen Klimawandels rüttelt ja keiner, denn es sprechen viele Fakten sowie die Tatsache, dass das Klima noch niemals statisch war, eindeutig dafür, dass er stattfindet.
    Was absolut unbewiesen und zeitweise absolute Spinnerei ist, sind die Aussagen über die Ursachen (man gilt ja bereits als Häretiker, wenn man das dem Wort “Klimawandel” vorgetackerte “menschgemachte” wegoperiert) sowie die Schreckensszenarien der Weltuntergangs-Kristallkugelleser. Sie sind nicht einmal in der Lage, die Veränderung des El-Nino-Phänomens für die nächsten 3 Jahre mit einer Wahrscheinlichkeit über 10% vorherzusagen, erklären uns aber ganz genau, um wieviele Meter der Meeresspiegel in 100 Jahren nicht steigen wird, wenn wir 50% weniger Rindfleisch essen, wozu wir aber durch höhere Zwangsabgaben auf Fleischkonsum gedrängt werden müssen.
    Was ist das denn für ein bullshit?
    Ich versuch es mal für mich auszulegen: Mein altersschwacher Amazon-Laptop hat während des letzten nächtlichen Updates nebenher absolut sicher errechnet, dass die Welt in 80 Jahren mit einem gigantischen Kometen kollidieren wird, wenn wir nicht sofort die Aura der Erde um eine millionstel Bogensekunde im Aszendenten zur Wurstsemmel verschieben. Um das zu erreichen muss alles jemals aus der Erdkruste gekratzte Edelmetall auf einen Punkt der Erdoberfläche gebracht werden, dessen Koordinaten rein zufällig meinem Grundstück entsprechen. Wer die Erde retten will, schafft sofort das Gold zu mir, wer sich weigert, wird als Erdzerstörer angeklagt und hingerichtet!
    Ich gebe die Koordinaten jetzt nicht bekannt, denn ich rechne eher damit dass eine Gruppe netter junger Herren vorbeikommt, die mir in ein weißes Jäckchen helfen und zu mehr Ruhe und Gelassenheit verhelfen – es macht nur pieks.
    Warum es bei den Klimafuzzis funktioniert? Ich weiß nicht…

  9. Falke

    So eine Steuer auf Lebensmittel würde natürlich die ärmeren Schichten wesentlich mehr treffen als die Wohlhabenden. Ob das eine Regierung aushält, ist die Frage. Weiterhin (um beim Beispiel Dänemark zu bleiben) würde es dazu führen, dass sich an den Wochenenden riesige Autokolonnen Richtung Deutschland und Schweden wälzen würden und mit vollem Kofferraum zurückkehren würden, was die dänische Wirtschaft nachhaltig schädigen würde. So eine Steuer ginge folglich nur EU-weit. Wie ich aber die (derzeitige) EU kenne, wäre das aber durchaus denkbar. Wenn es gegen die Interessen der breiten Bevölkerungmasse geht, sind die EU-Spitzen erfahrungsgemäß sehr aktiv und erfindungsreich.

  10. Gerald

    Wo wäre der Unterschied zur bereits praktizierten Steuer durch Ökostrom , wird doch auch von allen Stromverbrauchern an wenige Investoren in Solar und Windenergie, also von unten nach oben umverteilt!

  11. Fragolin

    Der Pudel Kern, von niemandem gewählt, ohne Profil und ohne Ideen, konnte nicht einmal seine Wunschkandidaten für seine neue Ministerliste zur Mitarbeit überzeugen; die winkten reihenweise ab und übrig blieb ein Rest, der eher für eine Verschlimmerung steht als für eine Verbesserung.
    Wie dämlich und verzweifelt muss man sein, um sich diesen Job überhaupt anzutun und eine halbe Stunde nach dem Rammen des Eisbergs, wenn das Heck schon steil aus dem Wasser ragt und die letzten Bolzen aus dem Gefüge fliegen, noch zur Brücke zu schwimmen und sich halb unter Wasser an das Steuerrad zu ketten, während der Idiot von Kapitän, der den Kahn mit voller Wucht gegen das Eis gerammt hat, fröhlich pfeifend auf einem Rettungsboot mit seinen engsten Genossen gen Äquator rudert?
    Diese “neue” Regierung steht für… gar nichts. Nichts Neues. Nichts Anderes. Nichts Besseres. Nur für ein möglichst langes Verharren an den sich entleerenden Fleischtöpfen, noch soviel auszugreifen, wie irgend möglich ist. Ein bisschen Traumsand streuen, ein paar Nebelgranaten, heftiges Bla Blabla Blablablabla Bla und propagandamedienverbreitetes Sedativum.
    Die Nächsten finden nur noch ein Wrack vor und – wetten? – genau jene, die für den Untergang verantwortlich sind, werden dann denen, die eine mühsame Bergung versuchen, vorwerfen, die eigentlich Schuldigen an all dem Verfall und all den Ersoffenen zu sein. Die Tauben werden wieder über das Schachbrett stolzieren und jeden Zug mit einem Haufen Kacke quittieren und sowie es den Überlebenden wieder besser geht, werden sie sich zurücksehnen zu dem alten Kapitän und der gemütlichen Kreuzfahrt und für den Eisberg konnte er doch nun wirklich nichts…
    Wenn es schon mein Schicksal ist, immer wieder sagen zu müssen: Ich habe es doch gesagt!, warum bin ich dann nicht wenigstens ein Optimist geworden???

  12. Christian Weiss

    Die Regulierer erhoffen sich ja wohl Lenkungseffekte von einer solchen Steuer, also muss sie recht hoch ausfallen. Distopisch die Vorstellung, dass sich Geringverdiener dann nur noch Kartoffeln und Getreideprodukte leisten können, weil die wegen des relativ guten Kalorien/ha-Ertrag wahrscheinlich am geringsten besteuert sind. Nimmt mich ja dann wunder, wenn bei den Geringverdienern wegen einseitiger Ernährung die ersten Mangelerscheinungen feststellbar sind.

    Dass am Anfang einfach mal pauschal Rindfleisch besteuert wird, deutet zudem nicht darauf hin, dass differenziert die gesamte CO2-Bilanz eines Nahrungsmittel berücksichtigt wird. Gerade Rinderzucht in Weidehaltung ist in der Pampas oder auf Alpweiden oft die einzige Möglichkeit, aus dem dortigen Boden, wo kein Ackerbau möglich ist, überhaupt Nahrung zu beziehen. Gras kann der Mensch bekanntlich schlecht verdauen.

    Mich würde auch interessieren, wie “Bio”-Futter besteuert wird. Immerhin sind die Flächenerträge im Durchschnitt rund 50% tiefer als im konventionellen Landbau. Da wird also deutlich mehr Boden mit CO2 senkenden Wildpflanzen umgepflügt als beim Nicht-“Bio”. Aufgrund des Kunstdüngerverbots braucht es beim “Bio”-Landbau zudem Tierhaltung mit Gülle als Nährstofflieferant. Wie wird denn das in die Klimabilanz eingerechnet?

    Da wird auf die dänischen Beamten sehr viel Arbeit zukommen, um diese Umerziehungssteuer so zu formen, dass der Ausstoss an Klimagasen wirklich zurückgeht.

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