Wie können wir jemals wieder Menschen sterben lassen?

“….Der Staat muss ertragen können, dass Menschen sterben. Der Staat kann nicht um jeden Preis jedes einzelne Leben jedes seiner Bürger retten. Er darf es nicht. Menschen, die das dennoch verlangen, sind unpolitische, moralistische Extremisten. Wenn wir ernsthaft das Ziel verfolgen, jeden vermeidbaren Tod – koste es, was es wolle – tatsächlich zu vermeiden, dann sind wir am Ende, dann sterben wir aus. / mehr

16 comments

  1. Susi

    Also, in meinen Augen gibt es sehr wohl Schuldige, die man ZU BILLIG davon kommen lässt, die Chinesen. Denn, hätten sie das Ausmaß der Infektionen in ihrem Land nicht verleugnet und uns früher Bescheid gegeben, hätten wir uns VIEL erspart. Jetzt verdienen sie sogar noch gut daran. Ich bin mir daher NICHT SICHER ob dahinter nicht doch eine Taktik steht, vor allem, da sie nun sehen wie UNFÄHIG diese EU ist. Also, bitte erwähnen sie ruhig wer für das Chaos (mit) verantwortlich ist, Ehrlichkeit von Seiten China hätte geholfen!

  2. astuga

    Menschen durch die Corona-Maßnahmen gesundheitlich zu Schaden war den polit. Akteuren und dem Staatsapparat durchaus egal.
    Ist es in Wahrheit bis heute.
    Nur zählt niemand diese Opfer.

  3. sokrates9

    Ich gestehe allen zu dass man für eine neue Krankheit mit einen worstcaseszenario panisch reagiert, aber nach spätesetens 2 Wochen müsste wieder Vernunft einkehren, eine offene Diskussion unter Wissenschaftlern geführt werden können und echte Mathematiker mit Hausverstand beginnen realistische Berechnungen anzustellen wie die Zahl der Todesfälle minimiert werden kann. Wohlgemerkt die einzige Zahl die den Staat zu interessieren hat ist die der Todesfälle, nicht der die Schnupfen haben oder an was auch immer leiden.

  4. Falke

    “Der Staat ist nicht der Hausarzt des Bürgers”. Richtig. Der wahre Skandal ist allerdings, dass der Staat durch seine “Corona-Maßnahmen” den Bürgern die Behandlung durch den Hausarzt großteils verweigert hat, indem er die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung allgemein – unter dem Vorwand von COVID 19 – fast auf Null heruntergefahren hat: keine dringend notwendigen Operationen, keine Krebsbehandlung, Herzinfarkte ignoriert und “verschoben” und – um an den Anfang zurückzukehren – keine Möglichkeit, sich bei akuten Beschwerden sofort und unmittelbar an den Hausarzt zu wenden. Ich bin fast geneigt zu glauben, dass es “wegen” der Corona-Maßnahmen mehr Tote gegeben hat als “mit” oder gar “durch” Corona. Aber an diesen Zahlen besteht verständlicherweise keinerlei Interesse.

  5. Manfred Moschner

    In seiner Abgeklärtheit ein großartiger Artikel!
    Um noch einen Vergleich zu bemühen: Wenn es in diesem extremen geistigen Delirium um den HIV-Virus ging, hätten die politischen Verantwortlichen entschieden, alle Männer kastrieren zu lassen – um nur ja die Verbreitung des Virus zu verhindern. Und die Menge hätte dazu applaudiert und gejohlt …
    Zumindest ausgestorben wären wir dann schnell …
    Direkt ein Glück, dass wir es nur mit einem relativ harmlosen Virus mit einer Mortalitätsrate von knapp 1 %o zu tun haben.
    Aber wer weiss, auf welche abstrusen Gedanken unsere politischen Wirrköpfe noch kommen, wenn sei sich mit den anderen 15 noch häufigeren Todesarten zu beschäftigen beginnen.

  6. CE___

    Sehr guter Artikel. Vor allem den letzten Satz kann ich nach 8 Monaten Wahnsinn sehr gut nachvollziehen.

    Wie kommen “wir” von diesem Irrsinn wieder herunter?

    Wahrscheinlich kann dies nur noch ein durch diese ganzen Irrsinns-Maßnahmen sich schon abzeichnender Wirtschaftskrach im wahrsten Sinne des Wortes kurieren.

    Leerer Bauch macht vielleicht auch wieder den Kopf frei und normal.

    Ich denke mir auch diese Reaktion auf diesen konkreten Virus ist auch das erste Mal wo uns unsere demographische Struktur im Westen negativ in die Politik spielt.

    Eine durchschnittlich junge Gesellschaft, wie es sie zB. verglichen zu heute im Jahre 1918 bei der Spanischen Grippe der Fall war, reagiert anders als eine Gesellschaft mit einem Durchschnittsalter von fast 50 Jahren auf den Wuhan-Virus.

    Wahrlich kein guter Ort für ganz junge, junge und geistig junggebliebene Menschen.

    Es zeigt sich erstmals dass der Standortfaktor eines Staates mit einer jungen Gesellschaft ebenso wichtig ist wie eine niedrige Steuerbelastung.

    Und wenn man dümmlich meint “der Staat” sei für die eigene Gesundheit verantwortlich, werden wir uns alle in logischer Konsequenz einmal in Einzelzellen eines großen panoptischen Gefängnisses wiederfinden.

    Diese Macht dürfen wir den ganzen kleinen und großen frei herumlaufenden Potentaten in unserer Mitte nicht geben.

  7. nator

    Wenn es künstlich erzeugt wurde, dann können wir die gesamte Bandbreite dieses Virus noch gar nicht sicher bestimmen. Es könnten auch in den nächsten Jahren weitere Versionen auf den Markt kommen. Es könnte sein, daß dieses hier nur eine Vorabversion ist, um zu sehen, wie Menschen darauf und auf die Maßnahmen dagegen reagieren. Später kommen dann weitere weitaus gefährlichere Wellen.

    Ist jetzt selbstverständlich nur mal eine Theorie, aber die Verbissenheit mit der Medien, Politiker und diverse Miliiardäre auf der zweiten Welle und absurder Gegenmaßnahmen, trotz kleiner derzeitiger Zahlen, herumreiten, gibt zu denken.

  8. Johannes

    “Der Anteil der sogenannten Coronatoten an der Gesamtzahl der Toten ist äußerst gering, verglichen mit Krebstoten, Herzinfarkttoten, Verletzungs- und Vergiftungstoten und dergleichen.“

    Auch der Anteil der Toten durch Blinddarmentzündung ist äußerst gering, Sollen wir jetzt aufhören Blinddarmentzünungen zu operieren? Ist der Anteil der Toten vielleicht deshalb gering weil wir operieren?

    Ist der Anteil der an Covid 19 Verstorbenen vielleicht in manchen Ländern darum gering weil wir uns der Gefahr bewusst sind und unser Verhalten verändert haben ?

    “Was treibt die Medien? Das ist die alles entscheidende Frage. Wieso hatten sie von Anfang an kein Interesse an der Wahrheit?“

    Was ist die Wahrheit? Ich weiß es nicht, ich weiß nur das in Italien die Intensivstationen überfüllt waren und mittelsTriage über Leben oder Tod entschieden werden musste.

    Ein Lockdown ist eine Katastrophe da stimme ich zu, es gibt aber einfachere Maßnahmen um die Pandemie in Schach zu halten bis wir einen Impfstoff haben.

    Die These es sterben die meisten nicht an, sondern mit Covid 19, halte ich nur für bedingt der Realität entsprechend. Jeder schwer kranke Mensch mit einer Perspektive auf ein Leben mit dieser Krankheit wird mit hoher Wahrscheinlichkeit durch eine Lungenentzündung aufgrund von Covid 19 dahingerafft.

    Wenn wir ernsthaft das Ziel verfolgen, jeden vermeidbaren Tod – koste es, was es wolle – tatsächlich zu vermeiden, dann sind wir am Ende, dann sterben wir aus.
    Diese Vorstellung ist irrig, nach meiner Meinung.

    Die hoffnungslosen Momente, in denen ich dieses Aussterben beinahe herbeisehne, häufen sich.
    Nicht bös sein, ist nur sarkastisch gemeint, diese Vorstellung ist Triage-Bedürftig.

  9. sokrates9

    Johannes@Dank großer Testungen derzeit in Deutschland hohe “Infektionsraten” die Todesfälle laut Covid neuer Berechnung liegen bei 10- 20 pro Tag.Klingt dramatisch, leider sterben aber in Deutschland 2700 Menschen pro Tag!! Aber nachden gestern Anschober für den Winter wieder lockdownähnliche Zustände – keine Großveranstaltungen, Sperrstunde Mitternacht, Skifahren mit Maske angekündigt hat wird die Wirtschaft das ohnehin nicht überstehen.Aber dafür wird es Dank der strengen Vorschriften auch wesentlich weniger Grippefälle geben!

  10. CE___

    @ Johannes

    “Auch der Anteil der Toten durch Blinddarmentzündung ist äußerst gering, Sollen wir jetzt aufhören Blinddarmentzünungen zu operieren? Ist der Anteil der Toten vielleicht deshalb gering weil wir operieren?”

    Ich wüsste aber kein Beispiel in der zumindest neueren Geschichte wo ein Politiker gefordert hätte dass ein jeder Mensch ein eine Blinddarmentzündung rechtzeitig anzeigendes Implantat oder Chip von Gesetz wegen sich einsetzen lassen MUSS “weil es ja Leben rettet”.

    Das ist hier doch der springende Punkt beim Wuhan-Virus wo uns Bürger viele Politiker und Geschäftemacher wie Hochleistungs-Rindviecher zwangstesten, zwangsimpfen, vielleicht noch chippen und dauerüberwachen wollen, und dass noch auf unsere Kosten.

  11. astuga

    @Johannes
    Wenn bisher ein über 80-jähriger mit Vorerkrankungen an einer durch Influenza ausgelösten Lungenentzündung und Sepsis verstarb, dann war er halt eben multimorbid und alt.

    Heute gilt er wegen Corona aber als Pandemieopfer und alle anderen müssen Masken tragen und sollen sich impfen lassen.

  12. Johannes

    @CE__

    Ich wurde bis jetzt weder zwangsgetestet, noch aufgefordert Chipimplantate an mir machen zu lassen, auch nicht zwangsgeimpft (ok es gibt ja bisher nur Sputnik).

    Würde so etwas ernsthaft geplant wäre ich dagegen.

    @astuga Jeder alte Mensch hat die Möglichkeit sich einer Grippeschutzimpfung zu unterziehen. Es wird, soweit mir bekannt, vom Hausarzt jedem Patienten dringend ans Herz gelegt.
    Somit besteht die Möglichkeit sich davor zu schützen.
    Bei Covid 19 eben noch nicht, weil es keine Impfung gibt, daher liegt es nicht am alten Menschen ob er krank wird sondern am Verhalten jener Personen die ihm begegnen.

    @ Wir brauchen keinen Lockdown, aber wir brauchen meiner Meinung nach Disziplin und ein richtiges Verhalten.
    Sobald man die Zügel schleifen läßt schnellen die Zahlen in unbegrenzte Höhen.

  13. astuga

    Die Grippeimpfung ist auch nicht in jeder Saison wirksam, und gerade ältere und vorerkrankte Menschen haben trotz Impfung oft nur einen eingeschränkten Impfschutz.
    Und das Influenzavirus ist offenbar deutlich infektiöser als Covid-2.
    Wer zur Risikogruppe gehört soll ruhig Vorkehrungen wie Masken zu tragen oder Menschenansammlungen zu meiden treffen.
    Wie bei jeder anderen Infektionskrankheit auch.

    Aber das von Seiten der Politik allen aufzubürden und Gesellschaft wie Wirtschaft zu schädigen ist unverhältnissmäßig. Ebenso wie der Schaden durch versäumte medizinische Versorgung.
    Beinahe schon kriminell imho.
    Wir reden hier ja nicht von Ebola oder der Beulenpest.
    Unterm Strich wird in den meisten Länderrn am Ende des Jahres nicht mal die durchschnittliche Gesamtsterblichkeit erhöht sein.

  14. Cora

    Die entscheidende Frage ist, was uns nahe geht. Uns geht alles nahe, was durch die Medien geistert, durch die bewegten Bilder fehlt uns die nötige Distanz, bewegende Fotos von Meisterfotografen ergreifen unser Herz. Und nehmen uns ein für eine Sache, die wir vernunftmäßig gar nicht durchgekaut haben. Uns fehlt die Distanz. Und die Medien geben vor, was uns bewegt, sie drehen mal jenes lauter, und anderes leiser, bis zur Unmerklichkeit. Die Medien und Medienkanäle servieren uns eine vorgeformte Wirklichkeit mitten ins Wohnzimmer, direkt in unsere Welt hinein, die Teil unserer eigenen Welt wird. Der Fernseher im Wohnzimmer gaukelt uns vor, dass bewegende Schicksale von uns völlig unbekannten Personen, mit denen wir nichts zu schaffen haben, uns persönlich etwas angehen, fordert unsere Anteilnahme ein, uns Mitglieder des globalen Dorfs, schön, dass Sie auch heute wieder eingeschaltet haben. Der Fernseher, heute mehr das Internet, ist das fünfte Rad am Wagen, das uns Post von anderen, gut sortierten Familienmitgliedern ins Haus liefert, die wir bis dato gar nicht gekannt haben. Dagegen müssen wir uns wehren. Das würde bedeuten, Fernsehgeräte abschalten, Streams von Facebook und Twitter meiden, Nachrichten nicht schauen, das fünfte Rad am Wagen kappen, Nachrichten nur aus dem geschriebenen Wort konsumieren, aus Zeitungen, die ohne Bilder auskommen, die keine Bilder in den Köpfen evozierende Kolportagen bringen, nur so kann man die nötige Distanz wahren. Und nur so kann man einen kühlen Kopf bewahren. Für diejenigen, die diese Einsicht haben, mag das funktionieren. Aber jene, die Medien nicht konsumieren können, soll man diesen den Umgang mit ihnen verbieten, wie das Rauchen? Und so sieht man, wie aussichtlos dieses Unterfangen ist. Es ist daher auch jegliches hochauflösendes Format, das uns Bilder wie Wirklichkeit erscheinen lässt, strikt abzulehnen. Kein HD und kein 4K, 8K etc.

    Man kann es als Alterssenilität abtun, aber das Fernsehen war eines der wenigen Dinge die F.A.Hayek reglementiert sehen wollte. Nun leuchtet mir ein, wie recht er doch hatte, dass mit dem globalen Fernseh-Dorf und seiner Entgrenzung der Lebenswelt unser Unglück begann, das im Internet seine Fortsetzung fand.

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .