Wie man 37.000 Euro netto verdient

“Gerade hatte Christine Lagarde einen Sturm der Entrüstung in Griechenland ausgelöst, weil sie Athen brüsk empfahl, endlich dafür zu sorgen, dass die Griechen ihre Steuern zahlen. Der Ratschlag erweist sich als Eigentor: Denn nun stellt sich heraus, dass die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) für ihr Salär von rund 37.000 Euro im Monat selbst gar keine Steuern entrichtet, wie die britische Zeitung “Guardian” berichtet.” (hier)

10 comments

  1. Thomas Holzer

    An wen soll sie auch Steuern zahlen?! Erfreulicher Weise gibt es noch(sic!) keine Weltregierung mit Steuereintreibungsbefugnis

  2. michelle

    und was hat das mit Griechenland zu tun ? die Griechen solllen ihre gesetzlichen Steuern zahlen. Was Lagarde verdient, steht in keinem Zusammenhang damit.

  3. Marianne

    Davon träumen sicher viele Expats die für internationale Konzerne arbeiten. Denn irgendwo müssen auch die Steuer zahlen. Wenn Fr. Lagarde es sich vertraglich so richten konnte, daß sie Brutto für Netto bekommt, schön für sie. Daß das der (linke) Guardian dazu benutzt indirekt das griechische Steuermodell zu entschuldigen paßt ja zu dem Theater, das die linken Romantiker in der EU gerade zugunsten der rotbraunen Griechenregierung aufführen.

  4. Fragolin

    Die Frau hat den Vertrag nicht allein unterschrieben.
    Übrigens, weiß die Wächterpostille, was ein pensionierter Notenbankmanager in Österreich so kassiert…? 😉

  5. Manfred erzetic

    Sie Französin, und dort ist sie steuerpflichtig.
    Auch in Amerika ist jeder Amerikaner steuerpflichtig.

  6. Fragolin

    @Manfred Erzetic

    Die Herkunft eines menschen hat nichts mit seiner Steuerpflicht zu tun.
    Wenn ich als Österreicher in Frankreich arbeite, bin ich auch nicht in Österreich steuerpflichtig sondern in Frankreich. Die Frau arbeitet in einer übernationalen Organisation, ihre Herkunft ist irrelevant.
    Man mag (wie ich) die Sonderregelungen für übernationale organisationen für ungerechtfertigtes Privilegienrittertum halten, aber es gibt sie und sie sind rechtsgültig.

    Allerdings stimmt es, dass es mehr als Ungeschick (sondern eher übliche Großmäuligkeit der selbstgefühlten Elite) ist, wenn jemand, auf den selbst keine Steuerpflicht zutrifft, andere ermahnt.

  7. Thomas Holzer

    In den USA ist es egal, wo ein US-Steuerstaatsbürger auf diesem Erdball lebt; er ist immer steuerpflichtig

  8. Thomas F.

    IWF, Weltbank, European Investment Bank, EBRD und all die anderen “Sonderfinanzierungsinstitute” – also Steuergeldausteilvehikel – gehören dringend abgeschafft. Jede weitere Diskussion erübrigt sich eigentlich.

  9. rider650

    Kein Beamter oder Staatsangestellter zahlt Steuern, sie alle sind Steuerkonsumenten. Die Zahlen auf ihren Gehaltszetteln, die wie Steuern aussehen, sind nur interne Buchungen innerhalb des Staatsapparates.

    Und daß die Griechen wenig Steuern zahlen, sorgt dafür, dass sie überhaupt noch Luft zum Atmen haben. Wenn die Griechen (die griechischen Bürger, nicht die griechische Herrscherkaste) sich wirklich helfen wollten, würden sie umgehend den Bankrott auf sämtliche Staatsschulden erklären, und anschließend sicherstellen, daß weder neue Staatsschulden noch neue Kreditinflationierung möglich sind. Alles andere hilft nur den Herrschern in und außerhalb Griechenlands, und schadet den Untertanen, in- und außerhalb.

  10. Kristian Scheed

    Sucht die Schuld dort, wo sie ist – bei der Institution, die das seit Generationen marode Griechenland mit falschen Gutachten in die EU hineinlog und deren Ex-Mitarbeiter nun die Notenpresse anwirft. Europa braucht nicht Goldman-Sachs und nicht die EU, Europa braucht freie Staaten, die nach ihren verschiedenen Möglichkeiten zusammenarbeiten. Übrigens: In Österreich gibt’s im Juni die Chance, sich für eine Selbstständigkeit wie die der Schweiz oder Norwegens zu entscheiden (EU-Austritts-Volksbegehren).
    Einzelne Staaten mit eigener Währung und klein strukturierter Wirtschaft , die mit den anderen kooperieren und eine eigene, nicht korrupte Legislative auf echt demokratischer Basis haben , das wäre die Lösung, nicht dieser Moloch , der nicht mehr die Bürger vertritt, sondern abgehobene Politiker und Konzerne.

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