Wie man Arbeitsplätze killt

Ein interessanter Brief an den Vorarlberger Landeshauptmann: Sehr geehrter Herr Landeshauptmann! Sehr geehrter Herr Wallner! Vielleicht können sie uns in nachfolgender Sache informieren, helfen oder einen Tipp geben. Ich kann mir fast nicht vorstellen, dass das im allgemeinen Staatsinteresse sein kann, dass ein erfolgreicher Jungunternehmer mit 5 Arbeitnehmern ins Militär einberufen wird (mit fast 31 Jahren). Jahrelang hat mein Sohn im kirchlichen Dienst einen sozialen Dienst der Allgemeinheit gezollt und war dadurch lange vom Präsenzdienst befreit.

Nun ist er seit 6 Jahren als Unternehmer tätig (Spezialgebiet Schwimmbäderbau mit internationalen Aufträgen, einer eigenen Forschungsabteilung und Erfinder der modernsten Wasseraufbereitung in der Geschichte der Hygiene). Durch die unternehmerische Tätigkeit war der Dienst in der Kirche so nicht mehr möglich und deshalb wurde diesbezüglich auch um keine Befreiung mehr angesucht. In einem Schreiben an meinen Sohn Mathias Guderjahn (geb. 6.9.1985) wird ihm vom Oberstleutnant Mähr unterstellt, er habe in den letzten Jahren für “Erschwernisse” gesorgt, in dem er jedes Jahr fast 100.000,– EUR mehr Umsatz erwirtschaftete, 5 Arbeitsplätze schuf und ordentlich Steuern abführt.
Mathias ist als Erfinder der einzigste, der die Firma im derzeitigen Ausmass weiterführen kann.
Somit habe er für Erschwernisse für eine mögliche Einberufung gesorgt? Die Einberufung konnten wir heute zwischenzeitlich von 1.2. diesen Jahres wenigstens auf 1.9. verschieben.

Eine Einberufung bedeutet allerdings (egal wann), dass ab Einberufungstag 5 Personen auf einen Schlag arbeitlos gemeldet werden müssen und Wohnungs- und Lohnentschädigungen an Mathias mit ca. 100.000,– EUR dem Staat zur Last fallen.Gibt es hier wirklich keine andere Lösung? Muss man so was wirklich erst in die Zeitung bringen?   Im Zeitalter knapper Kassen (insbesondere beim Militär) scheint es mir nicht logisch, das Unternehmertum auf Grund veralteter Gesetze derart abzuwürgen und den noch einzigen Geldhahn der Nation abzudrehen. Was nützt die beste Wehrmacht, wenn kein Nachschub (Geld) fliesst?

Würde mich über ihre geschätzte Rückmeldung freuen, da es bereits heute gilt, die gesamte Auftragslage 2016 zu überdenken und die Firma evt. schon vor dem 1.9. samt Mitarbeiter auf Staatskosten in Urlaub zu schicken.

Bin auch jederzeit zwecks Diskussion tel. erreichbar!
Verbleibe mit freundlichem Gruss

Thomas Guderjahn

Allg. beeid. u. gerichtl. zertif. Sachverständiger

5 comments

  1. M. R.

    guten tag,

    wie ich mich dunkel erinnere, gab es doch vor einiger zeit einen erfolgreichen österreichischen formel1 piloten, welcher auch kurzfristig probleme mit der präsenzpflicht hatte. wurde dieser nicht untauglich geschrieben?

    lg

  2. Lisa

    Und? Wo ist die Antwort darauf? Was ist das für ein Stumpfsinn, wo der Mann doch auf diese Weise seiner Heimat, dem Staat, der Allgemeinheit auf diese Weise viel mehr nützt als mit einem Militärdienst, den er kaum mit Begeisterung absolvieren wird und der zudem die Allgemeinheit mit hohen Kosten und sechs Arbeitslosen belastet!? Warum gerade er? Auf die Frage, w arum gerade er nicht, siehe oben. (Bleibt zu hoffen, dass es noch sowas wie Einsicht und Vernunft gibt)

  3. Fragolin

    Statt als brutalkapitalistischer Ausbeuter 5 arme Österreicher in der Tretmühle der Wirtschaft zu knechten soll er lieber Flüchtilanten an der Grenze Tee eingießen… Ironie off.

  4. Dagobert

    Der Landeshauptmann hat es schon ein paar Mal geschafft, dass Jemand nicht zum Präsenzdienst muss! Warum er hier schweigt und nicht antwortet ist völlig unerklärlich – vielleicht ist ihm entweder die Firma zu klein oder die € 100.000,– ein zu geringer Betrag!?

  5. David

    Ein Wahnsinn, Staat hat immer mehr Schulden und hier haut man völlig sinnlos € 100.000,- zum Fenster raus! Herr LH ist Ihnen das ein zu kleiner Betrag??????? Reagieren Sie verdammt noch mal endlich und tun was für’s Geld!!!!!

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