Wie man aus Kindern Terroristen macht

Von | 12. Februar 2017

“The amount of Islamic State videos and propaganda aimed at children has really jumped in recent months,” said Daniel Koehler, director of the German Institute on Radicalization and Deradicalization Studies. “We haven’t seen anything quite like this, not on this scale and of this quality. They know that in the West, you don’t expect a 10-year-old to be a terror suspect.”  (weiter hier)

16 Gedanken zu „Wie man aus Kindern Terroristen macht

  1. Selbstdenker

    Ich habe vor circa zwei Jahren auf dem Ortner Blog darauf hingewiesen, dass sich Propagandisten des IS von den Eltern unbemerkt (falls es sie überhaupt interessiert) in die Köpfe ihrer Kinder rein hacken.

    An sich ist es mir egal, ob jemand meiner Sichtweise zustimmt oder nicht, aber die Reaktion anderer Kommentatoren war recht aufschlussreich: “das ist jetzt aber schon übertrieben”, “das geht ja gar nicht”, etc.

    Wie sieht die Beurteilung nach dem Lesen vom verlinkten Artikel der NYT aus?

    Der Gedanke, den viele Westler nicht ertragen können, ist der, dass die Welt alles andere als ein sicherer Ort ist, das es das absolut Böse tatsächlich gibt, dass es diabolische Philosophien (Marxismus, Nazismus und Islamismus) gibt, Individuen und Gruppen grundlos böse sein können und einem selbst die Natur die kalte Schulter zeigt.

    Das Akzeptieren dieser Gegebenheiten lässt so manches Weltbild einstürzen. Das Gefühl vermeintlicher Sicherheit bei tatsächlicher Hilflosigkeit wird von vielen dem Wissen um die Gefahren mit entsprechender Abwehrfähigkeit vorgezogen.

    Es mag alles rundherum in Trümmern liegen, aber Hauptsache im Fernseher läuft das gewohnte Programm in einer Endlosschleife: Feminismus, Relativismus, Sozialismus, Genderismus, Ökologismus, Multikulturalismus, etc.

    Die propagandistische “Stärke” der IS-Headhunter liegt nicht in der Überzeugungskraft rationaler Argumente, sondern darin, dass sie mit einem Overkill an bestialischer Grausamkeit und irrationalen Spinnertum reihenweise die Sicherungen der Vernunft und der Moral durchknallen lassen.

    Erinnert sich noch wer an den bizarren Auftritt von Susanne Osthoff nach ihrer Befreiung (wahrscheinlich: durch Lösegeldzahlung)?

    Viele Menschen neigen dazu ihr ganzes Weltbild zu verbiegen, um diesen Wahnsinn zu ertragen als den hässlichen Tatsachen ins Auge zu blicken.

    Diejenigen, die sich “Linke” nennen, leben nicht nur in einer Traumwelt, sondern gleich in mehreren – zum Teil in sich verschachtelten – Traumwelten. Der Echokammereffekt ihres inzestuösen “intellektuellen” Umfeldes hält die Scheinwelt aufrecht. Zumindest solange nicht irgend ein “Bösmensch” daherkommt und ihnen ungeniert die Wahrheit ins Gesicht sagt.

    Der medial orchestrierte und vom organisiertem Bessermenschentum einstudierte “das hat aber nichts mit dem Islam zu tun”-Reflex und “Islam heisst Friede” ist genau diesem Effekt geschuldet.

    Hier schließt sich der Kreis zu den aktuellen Lieblingsthemen der Linken: “Safe Spaces”, “Trigger Warnings”, “Speech Codes”, “Affermative Action”, “Identity Politics”, “Hate Speech”, “Hate Facts(!)”, “Fake News”, etc.

    Wer braucht sowas? Jemand, der mit der Realität umgehen kann, oder jemand, der nicht aus seinem LSD-Trip herausgerissen werden möchte, weil er so umprogrammiert ist, dass er die ungeschminkte Realität als “Horror-Trip” versteht?

  2. stiller Mitleser

    @ Selbstdenker
    es gibt Unmengen an Videos in den Muttersprachen der Einwanderer, in denen die Kinder primär sozialisiert werden, dieses Zeug wird im Schneeballverfahren verbreitet und konsumiert; Djihad ist ein Hauptgesprächsthema unter Buben und Jugendlichen.

  3. Selbstdenker

    Die Frage “wie schütze ich mein Kind” liegt für mich auf der Hand:

    In dem man sich für die eigenen Kinder interessiert, sie nicht blind links staatlichen “Erziehern”, dem Fernsehen und Fremden aus dem Internet ausliefert. Indem man mit ihnen viel unternimmt und ihnen lernt mit unangenehmen Wahrheiten umgehen zu lernen anstatt vor diesen davon zu laufen.

    Und indem man sich mit den philosophischen Grundlagen abendländischer Kultur vertraut macht und diese auf direktem Wege – nicht über das Schulsystem – weitergibt.

    Es erstaunt mich immer wieder mit welcher Präzission selbst der Mainstream der 1990iger Jahre Entwicklungen vorweg genommen hat, die über zehn Jahre später mit voller Wucht einschlagen:

    https://youtu.be/h-9UvrLyj3k

  4. raindancer

    auch in Sekten sind schon die Kinder infiltriert , genauso wie beim Nationalsozialismus oder zb in den Kommunistischen Diktaturen
    man nennt es Gehirnwäsche von früh an!
    Warum erkennt man die Gefahr der fundamentalistischen Religion Islam nicht und behandelt sie noch immer als gesellschaftsfähig?

  5. raindancer

    @Selbstdenker
    das hab ich mir auch gedacht, aber meine Tochter ist jetzt schon 28 und ich muss sagen als berufstätige Mutter die Kinder selbst zu unterrichten ist unmöglich, man braucht das Schulsystem, was nicht heißt dass man natürlich nicht außer-natürlich ebenso Dinge diskutiert..aber Zeit ist immer ein entscheidender Faktor..somit prägt das Schulsystem auf jeden Fall.

  6. Selbstdenker

    @stiller Mitleser:
    IS-Propagandavideos beschränken sich keineswegs nur auf die Kinder von Einwanderern, sondern vermehrt auch auf die Kinder von Einheimischen. Die IS-Propagandisten wissen um die Gegegbenheiten, die verschiedene Geselleschaftsexperimente im Westen verursacht haben.

    Der mit vollen politischen Druck von “oben” verordnete – und von einer überwältigenden Mehrheit der Westler abgelehnte – Genderismus macht den Westen vollumfänglich zum Hassobjekt (auch gegenüber sogenannten “moderaten” Muslimen).

    Mir ist kein muslimischer Jugendlicher bekannt, der so sein möchte wie Conchita Wurst, der Miley Cyrus als Schwester akzeptieren würde oder der stolz wäre, wenn “Madonna” seine Stiefmutter / Adoptivmutter oder gar leibliche Mutter wäre.

    Ich möchte nicht mit einem dreizehnjährigen Buben tauschen, der als einer der letzten Einheimischen eine Wiener Hauptschule besucht. De facto bleibt ihm nur mehr die “Wahl” zwischen mehreren Übeln, die das Entwickeln einer gesunden Persönlichkeit verunmöglichen:

    a) Sich als “schwul”, “transsexuell” oder sonstwas “outen” und dem dysfunktionalen sozialen Kreis der Mädchen anschließen, b) eine “Karriere” als künftiger Nazi im dysfunktionalen Milieu national-sozialistischer Jugendlicher zu beginnen oder c) den sich als “cool”, “super-maskulinen” und “von ganz oben authorisierten” dysfunktionalen Cliquen von Jungs aus dem Einwanderermilieu mit dschihadistischen Tendenzen anzuschließen.

    Okay, für Leute mit dem “richtigen” Parteibuch steht vielleicht sogar noch eine Variante d) offen: nämlich wenn ein Verwandter mit ebenfalls dem “richtigen” Parteibuch einen Fettsack von der “richtigen” Baddei kennt; dann ist vielleicht ein Wechsel in eine andere Schule möglich.

    Der von den “Eliten” propagierte Genderismus verankert gerade den Islamismus zur neuen Gegenkultur – auch für die Kinder der Einheimischen.

  7. Selbstdenker

    @raindancer:
    Meiner Meinung nach findet die Gehirnwäsche nicht nur auf individueller Ebene, sondern auch auf gesamtgesellschaftlicher Ebene statt.

    Wenn man terroristische Anschläge als Nudging-Impuls und die mediale Reaktion als “Neuverdrahtung” zwischen schockierender Wahrnehmung und Schlussfolgerung versteht, wird ein Schuh daraus.

    Terroranschläge haben nicht nur die Funktion a) Chaos, Angst und Selbstzweifel beim Gegner zu schüren, sondern b) diesen in eine Kettenreaktion von Fehlentscheidungen reinzuziehen und vor allem c) eine massenhafte “Neuverdrahtung” westlicher Gehirne zu bewirken.

    Wer die sogenannte Flüchtlingskrise ab Mitte 2015 aus einer bestimmten Nähe in Deutschland mitverfolgt hat, der weiss wie effektiv diese “Neuverdrahtung” bei den Deutschen funktoniert hat. Ich habe dort fast alles gesehen: kognitive Dissonanz, das Stockholm-Syndrom, angstgetriebene Euphorie, perverse Lust an der Selbstunterwerfung, Fatalismus, Panik und blinde Wut. Aber eines nur ganz selten: rationales Denken.

  8. stiller Mitleser

    @ Selbstdenker
    sehr interessante Beobachtungen und Überlegungen!
    Den Genderismus hielt ich lange für eine Art individuelle Pathologie; ich hab einige Zeit das blog einer jungen Frau, deren durchgedrehte Eltern und chaotische Entstehungsgeschichte ich kannte, mitgelesen und immer gedacht “das arme Kind, naja, bei diesen schrecklichen Eltern, hoffentlich gibt sich das wieder”, bis mir Gleichaltrige, die ich schon seit Jahrzehnten kenne, bei einem Abendessen mit dem gleichen Unfug kamen. Übergewichtige, immer schon spießige, Eheleute die plötzlich unendliche Gender-Möglichkeiten an sich wahrgenommen haben wollten… so geht ideologiebefeuerte Verjüngung.

  9. raindancer

    @Selbstdenker
    es hat mit den Medien zu tun und mit dem Beginn des Meinungsverbotes
    Der Hetzparagraph hat es erst ermöglicht.
    Zusätzlich leben wir in einer globalen Zeit, wo nationale Grenzen nichts mehr bedeuten und wir kämpfen nun mit den Folgen. Wir schaffen es auch nicht mehr zwischen Wirtschaftsflüchtling und Asylanten zu unterscheiden, weil wir dekadent geworden sind, uns geht es besser als Iranern , Irakern, Afghanen.
    Teils natürlich wirtschaftlich aber auch was die Werte der Aufklärung betrifft.
    Diese drohen nun gerade durch Toleranz zerstört zu werden, weil die pervertierte Toleranz sagt: lasst uns tolerant gegen die Intoleranz sein! Lasst uns die andere Wange hinhalten, lasst uns verarmen.
    So gesehen würd ich sagen wir haben das Stockholmsyndrom, at least viele in Europe, ich schliesse mich selber aus 🙂

    MESCHUGGE

  10. Hanna

    Aber das (Zitat aus dem Artikel) “Officials lack the legal authority to track children the same way they monitor adults, creating what German authorities describe as one of their greatest counterterrorism challenges …” ist einfach nur idiotisch, wie all die Gesetze, die ganz einfach geändert gehören, damit sich die Dinge ändern. Racial profiling – natürlich muss das gesetzlich erlaubt sein, in Zeiten wie diesen. Und noch ganz Anderes muss gesetzlich neu geregelt werden. Das würde nur durch einen Rechtsruck in der Politik möglich sein, also: der linke ist nicht der rechte Weg!

  11. erich weingartner

    @Selbstdenker
    Sie bringen hier viele gute Beitraege, beschreiben den Niedergang unserer Kultur und welche Kraefte heute dahinter stehen. Buegerliche beobachten diesen Niedergang schon laenger mit Sorge und verorten zeitlich die Ursachen viel frueher. Darf ich Ihr Augenmerk auf John Dewey lenken? Er und seine Werke zur Progressive Education beeinflussen das amerikanische Bildungssystem massgeblich seit Beginn des vorigen Jahrhunderts! Lesen und rechnen koennen sind unwichtig, wichtig sind Gefuehle und Einstellungen, und wenn Kinder dem Unterricht nicht folgen koennen und auffaellig werden (ADS-Syndrom), werden sie medikamentoes ruhig gestellt. Google: John Dewey Progressive Education dyslexia

  12. waldsee

    Muslime müssen missionnieren.Warum verstehen das die Menschen in Europa nicht? Der Islam braucht die ständige Vorwärtsbewegung,er hat sonst wenig anzubieten,nur Unterwerfung,Gewalt und Rückständigkeit. Durch ständige Schaffung eines äußeren Feindes gelingt es den inneren Zusammenhalt zu gewährleisten.Ein wenig Gewalt schadet dabei sicher nicht.

  13. mariuslupus

    Kinder übernehmen den Glauben ihrer Eltern. In totalitären Systemen, im Islam, haben die Kinder keine andere Wahl, als die Ideologie ihrer Eltern zu übernehmen. Haben die Eltern die Überzeugeung das Gewalt im Namen des Islams, die richtigen Methode ist, um die Ungläubigen zu bekämpfen, auszurotten, übernehmen die Kinder diese Überzeugung.
    Alle anderen Meinungen, Radikalisierung, Beeinflussung durch Drittpersonen, führen ins Abseits. Kinder vwerden in ihrer Familie sozialisiert. Die Eltern bestimmen das Denken und das zukünftige handeln ihrer Kinder.

  14. Selbstdenker

    @raindancer:
    “Der Hetzparagraph hat es erst ermöglicht.”

    Die “Hetzparagraphen” etc. kommen da erst relativ spät ins Spiel:
    “Politics is downstream from culture.”
    Ergänzend von meiner Seite: “…and culture is downstream from philosophy”.

    Aus einem verlinkten NZZ-Artikel vom Ortner Blog:

    „Der Deal lautete ungefähr so: Wir, die «progressive» Linke, sagen in Zukunft, wo es gesellschaftlich und kulturell langgeht, was gedacht und geschrieben werden soll und was nicht. Die anderen halten den Mund, dafür dürfen sie sich wirtschaftlich verwirklichen. Die Klügeren lassen wir reich werden und subversive Kunst kaufen, die weniger Klugen füttern wir durch und lassen sie fernsehen und Spass haben.“

    Fragt sich nur, wer die “Klügeren” sind; ein Schelm wer an das Video von 20:51 denkt.

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