Wie man die Migrationskrise löst

Von | 19. April 2017

„Paul Collier war einer der härtesten Kritiker von Angela Merkels Flüchtlingspolitik und wurde dann zu einem wichtigen Berater der Bundesregierung. Nun hat der 68-jährige Oxford-Ökonom ein neues Buch herausgegeben: „Gestrandet“. Darüber berichtete die „Welt“. In dem Werk rechnet er nicht nur mit den Fehlern der globalen Flüchtlingspolitik ab, sondern präsentiert auch eine Lösung für die Krise. Seine Formel beinhaltet im Kern drei Elemente: hier „

18 Gedanken zu „Wie man die Migrationskrise löst

  1. sokrates9

    Reichlich naiv für einen Oxford Ökonomen! In Afrika investieren??Wer kauft all die Millionen Produkte die die Großkonzerne produzieren? Die gesamte Kultur und Struktur Afrikas müsste geändert werden!
    Vielleicht könnte sich im mittleren Osten eher realisieren lassen! Doch wo tut man dann all die netten Kriege hin? Wo sollen dann die Schiiten gegen die Sunniten kämpfen? was passiert mit der heiligen Blutrache??

  2. raindancer

    noch mehr Billigproduktion in Afrika zusätzlich zu Asien und Mexiko. Wem nützt es?

  3. Reini

    Na dann viel Glück mit den Arbeitsplätzen, wenn die Bevölkerung der nächsten 40 Jahre um 2Mrd. auf 4Mrd. Menschen in Afrika anwächst! …. und wie viele finanzielle Investitionen Afrikas finden sich in der Korruption wieder?

  4. Hanna

    Jaja, Herr Collier, diese Gedanken sind ja wohl die ersten, die man hat, wenn man sich mit der Problematik befasst. Und dann werden sie sogleich obsolet, weil … (yada yada). Was mich aber brennend interessiert: Wo sind diese Tausenden, die seit Monaten in Italien gelandet sind? Man sieht immer dieselben Pressefotos und ab und zu ein Video, aber wenn man sich einmal vorstellt, nur fünfzig Leute auf einem Haufen, oder hundert, sind das schon viele. Aber gleich über tausend an einem Tag? Wie schaut’s denn in Italien aus? Oder sind die gar nicht mehr dort? Funktioniert die „Verteilung“ automatisch? Dieses „Schließen der Grenzen“ ist doch blanken Unsinn. Illegale Einwanderer stellen sich ja nicht bei einem Grenzbalken an oder reisen brav per Bus oder Zug! Die wandern einfach durchs Land, und wo es ihnen passt, jammern sie „Asyl“. Die lernen schon das, was ihnen nützt. Es ist alles eine Farce auf Kosten der Einheimischen. Die Farce hat aber schon vor Jahrzehnten angefangen, als uns Hunderttausende Ausländer aus umliegenden Ländern aufgehalst wurden und aus der Türkei (die kein Nachbar ist, auch wenn unsere Politiker das noch so betonen!), und niemand wusste, wozu das gut sein solle (abgesehen von den echten Kriegsflüchtlingen). Wir werden aufgerieben. Ich sehe morgens diese jungen Leute zur Arbeit gehen und erinnere mich, wie das war, früher, als man so leicht einen Job bekam, und wir Tag und Nacht arbeiteten (Verlagswesen), und freudig noch dazu. Heute müssen Leute über 50 (wie ich) sich mit jobmäßigen Unsäglichkeiten herumschlagen und mit absolutere Diskriminierung (wieso muss es spezielle Jobs für Leute über 50 geben oder spezielle Kurse? Wir sind die Erfahrenen, die Gebildeten, halt oft zu teuren!), aber sämtlichen Illegalen darf man nichts vorenthalten, denn die verlangen und wollen und schreien „ihr verletzt meine Gefühle“, und alle zucken zurück. Auch Selbständigkeit ist in Ö längst kein Überlebensmodus für Leute mehr, die aber durchaus gerne selbständig wären. All diese Probleme gelten für die Einwanderer nicht, denn für sie wird gesorgt. Immerhin wird es langsam politisch akzeptable, sie als das zu bezeichnen, was sie sind: Glücksritter. Wäre die Welt so, wie alle Linksgrünen Extremisten es wollen – „no borders, alles für alle, love & peace in allen Köpfen“ – dann könnte eh jede/r gehen, wohin er/sie wollte. Aber die Menschen mögen gleich an ethischen Rechten sein, aber ansonsten schon absolut überhaupt nicht. In diesem Sinne – Gruß aus einer Gegend, wo Multikulti einen schön langsam erstickt.

  5. MM

    Zusammenfassend:
    1) Außengrenzen schützen: Das ist wohl das Wichtigste und wird bereits gemacht außer in Italien und Malta. Hinzu gehört noch der Rücktransport der „Geretteten“ nach Nordafrika oder sonst wo (Israel bringt die illegalen Einwanderer nach Uganda).
    2) Vororthilfe, als z.B. für Syrer in Syrien, Jordanien,…: Das ist ein Gebot der Humanität, kann auch privat gemacht werden: Wenn weniger Empfänger einreisen und die Steuern sinken, bleibt mehr Geld für Spenden.
    3) Investieren in Produktionsstätten,… in den Flüchtlingslagern. Also z.B. in Jordanien für die Syrer und Palästinenser: Das ist zu einem gewissen Grad sicher machbar. Die Frage ist aber, ob es nicht kontraproduktiv ist, weil es ja dann nur das Problem verlagert und Menschen statt nach Europa in diese Lager anzieht. Hier kommt es wohl auf die Details an.

  6. Falke

    Collier ignoriert ein wichtiges Problem: er fragt gar nicht danach, ob die Bevölkerung der Länder, „in die die Flüchtlinge zuerst fliehen“, auch willens, bereit und fähig ist, die Flüchtlingsmassen aufzunehmen. Aktuell sind das kleine Länder, wie der Libanon oder Jordanien, die damit total überfordert sind. Das wäre vergleichsweise so, als ob etwa 2 Mio Flüchtlinge nach Österreich kämen. Auch wenn sie theoretisch alle Arbeit hätten (was in der Praxis ja völlig undenkbar ist), glaube ich kaum, dass so eine Politik in der heimischen Bevölkerung auch nur die geringste Akzeptanz hätte. In einem demokratischen Staat, wo also der Wille der Bevölkerungsmehrheit gilt, wäre dieser Plan von Collins absolut undenkbar; es sei denn, er meint dabei nur Diktaturen. Oder aber er denkt etwa an das Deutschland von Angela Merkel, die er ja angeblich beraten hat, ein formal demokratischer Staat, wo aber trotzdem eine Merkel nach Belieben fuhrwerkt, unter tosendem Beifall der führerhörigen und gehirngewaschen Bevölkerung.

  7. MM

    @Falke: Zu einem Teil haben Sie Recht. Auch wenn die meisten anderen Nachbarstaaten Syriens deutlich größer sind als der Libanon.
    Allerdings: Nach dem zweiten Weltkrieg hatten Deutschland und Österreich selbstverständlich vergleichbar große Flüchtlingszahlen. Und zwar echte Flüchtlinge, die einfach nur ins nächst sichere Land geflüchtet sind und dort zunächst sehr arm waren. Diese Leute sind übrigens in der Mehrzahl immer noch da.

    Zum Libanon: Die zwei Millionen Flüchtlinge, die der Libanon aufgenommen hat, sind nicht alle aus Syrien und nicht alle in den letzten paar Jahren gekommen, sondern teilweise schon in den Vierzigern. Das ist also durchaus vergleichbar mit dem, was Deutschland und Österreich in den vergangenen 2 Generationen geleistet haben. Allerdings ist es der ehemaligen christlichen Mehrheit im Libanon nicht so gut bekommen. In Jordanien sieht es schon anders aus, weil die angestammte Bevölkerung und die Flüchtlinge sich ähnlicher sind.

  8. Werner Lange

    @ MM,
    die Flüchtlinge nach dem 2. WK waren zumindest von ähnlicher Abstammung, sprachen meistens die gleiche Sprache und wollten sich hier voll integrieren – deswegen sind sie (bzw. die Kinder und Enkel..) ja auch immer noch hier. Und sie kamen damals auch nicht in Länder in denen es so etwas wie staatliche Fürsorge gab.

  9. Falke

    @MM
    „Jordanien: Wir wollen keine Palästinenser! Nach Zahlen der UNRWA leben mehr als zwei Millionen registrierte palästinensische Flüchtlinge in Jordanien. Die Araber scheren sich nicht um die Palästinenser. Länder wie der Libanon und Syrien wollen die Palästinenser lieber wie „Tiere im Dschungel“ leben sehen, als ihnen Grundrechte wie Arbeit, Bildung und Staatsbürgerschaft zu gewähren“.
    Ganzer Text: https://de.gatestoneinstitute.org/6528/jordanien-palaestinenser

  10. mariuslupus

    Wieso wird ein Oxford-Ökonom auf seine alten Tage Berater dieser Regierung, Berater von Merkel ? Spricht gegen die Urteilsfähigkeit dieses Ökonomen, dass er noch immer der Meinung is,t Merkel kann mit guten Ratschlägen oder Empfehlungen etwas anfangen. Merkel wollte die „Flüchtlingskrise“ und hat an ihrem Vorgehen nichts geändert. Ohne Prophet zu sein, Merkel wird an der Förderung und Beförderung der weiteren „Flüchtlinge“ nach Europa nichts ändern. Nicht weil sie ihre Politik nicht änern könnte, sonder sie will nicht etwas ändern.

  11. raindancer

    sehe ich auch so , mariuslupus ..aber es sind noch einige mehr…nicht nur Merkel – die open borders wollen und das im Grunde noch immer durchziehen, allein schon diese ganze Afrika Marshall Plan Geschichte stinkt zum Himmel

  12. mh

    Drei Punkte:
    – Leute nicht fürs Herkommen bezahlen
    – Leute nicht fürs Hierbleiben bezahlen
    – Leute nicht fürs Noch-mehr-Leute-Herholen bezahlen

  13. MM

    @Werner Lange: Genau das war der Unterschied. Und so ist es auch sinnvoll.
    @Falke: Vielen Dank für den Link. Ja, auch in Jordanien gibt es Probleme, obwohl die Unterschiede zwischen Einwanderern und ursprünglicher Bevölkerung sehr gering sind. Jordanien ist ja nur der transjordanische Teil des ehemaligen Mandats Palästina. Im Gegensatz zum Libanon gab es aber (noch?) keinen Bürgerkrieg als Folge der Einwanderung und Änderung der politischen und religiösen Verhältnisse.

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